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möchte weihnachten dieses jahr nicht mit der familie feiern..

Weiße? Da war aber doch einer mit Migrationshintergrund dabei 🙂!
Eben. Zumindest in Krippendarstellungen ist ein Farbiger dabei. 🙂

Es handelte sich der Tradition nach um Weise. Darunter kann man Menschen mit einer hoch ausgebildeten Vernunft verstehen.
Die es damals offenbar noch häufiger gab als heute. 😉😀 Das Neue Testament lässt nichts dazu verlautbaren, ob sie auch eine Familie hatten. In Bethlehem angereist sind sie jedenfalls ohne.😛 Maria und Josef haben sie trotzdem empfangen, weil sie kamen, um Jesus [und nicht etwa der Familie] zu huldigen. Die Hirten auf dem Feld in der Heiligen Nacht werden wohl teilweise auch Singles gewesen sein. Offensichtlich keine verbiesterten.... 😀

Sie alle durften zur Krippe kommen... aber Herodes und Konsorten, die römische Besatzungsmacht, die ganzen vornehmen römischen oder auch israelitischen Familien der damaligen Zeit waren bei alledem nur Statisten. Woran das wohl liegen mag? 😉
 
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Ich denke, das ist leider so, dass man sich nicht so ohne weiteres von Familienfeiern fern halten kann. Wenn man verheiratet ist, schuldet man dem Ehepartner aus Loyalität diesen Weihnachtsbesuch bei den Schwiegereltern. Spielt man nicht mit, gibt es Ärger, der Ehepartner bekommt Ärger mit den Eltern, das belastet ihn, und das belastet dann auch mich. Man kann da nicht aussteigen, und das geht den anderen Leuten bestimmt nicht anders. Das ist ein gesellschaftlicher Zwang.


Hallo hilaria,

und "gesellschaftliche Zwänge" sind dazu da, dass man sich immer wieder ihnen beugt, auf dass sie sich immer noch penetranter verfestigen😕😕
(Das Wort "Spielt", auch noch im nachtraeglich von mir gefetteten Text: Ja, Du SPIELST eine Rolle, die nicht zu Dir passt, darum der starke Unwille in Dir.)
Also mein Rezept ist ja da genau umgekehrt: Nein zu Befehlen und Zwängen!




Für mich ist Weihnachten das Schlimmste, was es gibt. Das ganze Jahr graut es mir davor, ich fühle mich fast, als würde mir die Exekution bevorstehen. Ich würde mir auch nichts mehr wünschen als von dieser gräßlichen Pflicht befreit zu sein
. Das geht aber nicht. Mein Leben hängt an der Ehe, das ist die wesentliche Tragsäule, und deshalb kann ich da nicht aussteigen.
Warum redest Du nicht mit Deinem Mann darüber, dass Ihr zu zweit gemeinsam diese furchtbaren Ketten ablegt, die Euch andern- und gegebenenfalls bis an Euer Lebensende (vermeintlich) kasteien. Sind nur überkommene "gesellschaftliche Pflichten": Null und nichtig fuer Euch, wenn ihr ihnen nicht die Macht weiter erhaltet und nährt!



Das ist wohl das Problem an Weihnachten. Die Leute können nicht aussteigen, sie befinden sich in einem Geflecht von Abhängigkeiten und gegenseitigen Verpflichtungen.

Es gibt da zwei Gruppen von Leuten: Die einen, die an Weihnachten alleine sind und darunter leiden, und die anderen, die an Weihnachten nicht alleine sein dürfen und darunter leiden. Tauschen kann man die Rollen nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wegen Menschen wie dir und Kinderschändern und Klerikern welche sich vom Staat (also uns) ihre Gehälter zahlen lassen , bin ich vor 3 Jahren aus der Kirche ausgetreten. Ich lasse mir von niemanden vorschreiben, ob und in welcher Form ich Weihnachten feiern darf. Lange genug haben uns vermeintliche Christen vorgeschrieben was gut und falsch sein soll. Selbst dagegen predigten sie Wasser und tranken Wein.

Wieso?

Ich bin auch schon ewig aus der Kirche ausgetreten, weils für mich Schmarrn ist, aber ich finde es nur konsequent, wenn man dann auch kein Weihnachten feiert, wozu?

Ich schmücke nicht und gehe an Heiligabend nur zu meinen Eltern, weil diese eben gläubig sind und mich dazu einladen, sie möchten nicht alleine feiern.

Sollten sie mal sterben, werde ich persönlich kein Weihnachten mehr zelebrieren, für mich ist das Hohn, wenn man nicht daran glaubt.

Ich weis, dass jetzt viele mir wiedersprechen werden, dürfen sie gerne, es ist trotzdem meine Meinung, die ich deshalb nicht ändern werde, Versuch zwecklos.😉

Viele finden, auch wenn man nicht daran glaubt Weihnachten wäre ein Familienfest, für mich eine Ausrede um eben feiern zu können, ich feier ja auch kein Ramadan oder sonstiges...
 
Viele finden, auch wenn man nicht daran glaubt Weihnachten wäre ein Familienfest, für mich eine Ausrede um eben feiern zu können, ich feier ja auch kein Ramadan oder sonstiges...
Genau so ist es. Für nicht gläubige Menschen ist es eine Ausrede. Wie du weißt, bin ich gläubig, und ausschließlich deshalb feiere ich Weihnachten - völlig unabhängig davon, ob ich eine Familie oder sonstwas habe. Dazu dürfen dann auch die üblichen Traditionen (Weihnachtsschmuck, ein Besuch auf einem geschmackvoll gestalteten Weihnachtsmarkt, festliche Konzerte) gehören, solange man es damit nicht übertreibt und der eigentliche Grund, aus dem wir Weihnachten feiern, eindeutig im Vordergrund steht. Wäre ich nicht gläubig, würde ich ebenso handeln wie du; denn nur das ist konsequent und dann auch zu respektieren.

Was mich von ungläubigen Leuten unterscheidet, die gedankenlos Weihnachten feiern, ist wohl auch die Tatsache, dass ich bereits den Advent ganz bewusst begehe. Auch Musik spielt dabei eine große Rolle. In meiner Herkunftsfamilie wurde sogar ganz deutlich zwischen Advents- und Weihnachtsliedern unterschieden. Niemals wären wir auf die Idee gekommen, schon im Advent "O du fröhliche" oder "Stille Nacht" zu singen. Das entsprechende Gedudel in jedem Kaufhaus schon ab November, das nur die Kassen füllen soll, geht mir gehörig auf die Nerven. Ab dem 27.12. werden dann schon die Karnevalssachen dargeboten und alles Weihnachtliche verschwindet, obwohl die Weihnachtszeit noch längst nicht vorbei ist.

Ich kannte als Jugendliche mal eine kommunistische und atheistische Familie aus Frankreich, die zu meinem Erstaunen Weihnachten feierte. Als ich sie auf Ostern ansprach, meinten sie ganz entrüstet, nein, das würden sie doch nicht feiern, sie wären doch nicht getauft und auch keine Christen! Nun, Ostern gibt's ja auch höchstens ein paar Ostereier und Süßigkeiten, die man sich auch an anderen Tagen gönnt, Weihnachten dagegen die dicken Geschenke und die ganze Deko mit Tannenbaum und Kerzenschein..... 🙄

Wer den Glauben, die Kirche oder ihre Vertreter so verabscheut, dass er mit alledem nichts zu tun haben will, soll auch die Konsequenzen ziehen und sich nicht einzelne Rosinen herauspicken, die ihm dann doch gut in den Kram passen. Weihnachten vorrangig als Familien-, Konsum- und Fressfest zu begehen, obwohl man nicht an Gott glaubt und die Kirche und alle ihre Vertreter madig macht, ist meines Erachtens eine Perversion des Glaubens. Weihnachten hat nichts, aber auch gar nichts mit der verkitschten, glöckchenklingelnden, verschneiten, Rama-Bilderbuchfamilien-Romantik derer zu tun, die nur sich selber feiern. Eher mit Licht, das sich auch noch in der verdrecktesten Pfütze spiegelt.
 
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Arme TE. IHR Anliegen ist durch dieses alberne Gezanke völlig untergegangen...

Es ist völlig rille, was andere von Weihnachten halten und wie sie es begehen.

Jeder, wie er mag.

Wenn du nicht mit der Familie feiern willst, dann tust du es nicht.

Basta.
 
Das haben etliche andere und ich der armen TE weiter oben schon längst gesagt. Und ihr sogar noch eine nachvollziehbare Begründung dazu geliefert, weshalb Familienzwänge nichts mit Weihnachten zu tun haben. Basta.
 
Für mich ist bei Weihnachten (und nicht nur da) auch dieses leidige, alles erdückende Problem mit den Schuldgefühlen. Wenn die Leute tolles Essen kochen und Geschenke ranschleppen, dann hat man dankbar zu sein, das ist so festgesetzt. Ob einem an dem Essen was liegt, ob man die Geschenke überhaupt haben möchte oder ob die in Wirklichkeit nur Ballast für einen sind, zählt dabei nicht.
Die Symbolik des Schenkens zu Weihnachten liegt für mich als Christin darin, dass Gott uns mit der Geburt senes Sohnes Jesus Christus ein großes Geschenk gemacht hat. Da wir nicht wissen, an welchem Tag Jesus geboren wurde (vermutlich im Frühjahr oder Sommer, denn welcher halbwegs vernünftige römische Kaiser hätte damals mitten im Winter eine Volkszählung anberaumt?), feiern wir dieses Ereignis dann, wenn kurz nach der längsten Nacht des Jahres die Tage wieder länger werden, sprich: Licht in der dunklen Welt anbricht (ebenfalls eine Symbolik!).

Dass wir Menschen uns zu Weihnachten gegenseitig Geschenke machen, hat sich aus dieser Symbolik heraus entwickelt. Gott hat uns eine große Freude gemacht, nun sollen auch wir einander eine Freude machen. Ein Mittel dazu (aber nicht das einzige!) können (nicht: müssen!) liebevoll ausgewählte Geschenke (oder auch ein festliches "Geburtstags"Essen an einem schön gedeckten Tisch 😉) sein. Wer sich ernsthaft Gedanken darüber macht, wird daher nicht mit irgendwelchen möglichst teuren, aber lieblos ausgewählten Sachen daher kommen. Geschenke müssen nicht teuer und auch nicht gekauft sein. In deinem Fall sollten dir die Verwandten weder etwas Gekauftes noch etwas selbst Gebasteltes schenken, sondern das, was du dir am sehnlichsten wünschst: Aufmerksamkeit, Interesse, Anteilnahme, Zuhören, Zuspruch, Zeit, ein gewisses Maß an Rücksichtnahme, Anerkennung und Wertschätzung. Das wünschen sich viele andere Menschen auch.

Materielles oder Sonstiges schenken, um sich den anderen gefügig zu machen, um Macht über ihn auszuüben, noch dazu an Weihnachten, ist widerlich. Aber eine dankbare Grundhaltung den Menschen gegenüber, die uns aus einer aufrichtigen Gesinnung heraus eine Freude machen wollen (selbst dann, wenn sie dabei vielleicht etwas ungeschickt vorgehen und ein Geschenk machen oder ein Essen kochen, das nicht ganz unseren Geschmack trifft 😉), halte ich auch für wichtig.

Deine Verwandtschaft scheint eher negativ und heuchlerisch motiviert zu sein. Ob das so ist, kann ich als Außenstehende zwar nicht beurteilen. Sollten sie den ganzen Aufwand allerdings wirklich aus purer Heuchelei betreiben, würde ich das nicht länger hinnehmen und still vor mich hin leiden, sondern mit deinem Mann darüber sprechen und gegenüber den Verwandten die Karten offen auf den Tisch legen, sagen, was dich stört. Auch dabei kann man durchaus höflich und wertschätzend bleiben, ohne dass die Deutlichkeit der Botschaft darunter leidet.

Übrigens möchte ich das auch der von Monarose so bezeichneten "armen TE" empfehlen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Statt Pflichtbesuche bei Verwandten zu machen, die einem zuwider sind, oder sich Weihnachten in der "eigenen" Familie einzuigeln und sich noch großartig damit vorzukommen, sollte man vielleicht besser mal jemanden aus der Nachbarschaft oder dem Bekanntenkreis einladen, von dem man weiß, dass er zu Weihnachten allein ist und lieber Gesellschaft hätte. Leute, die das tun, haben jedenfalls von Weihnachten wesentlich mehr begriffen als irgendwelche vom Leben verwöhnten Typen, die meinen, das Fest wäre nur für Familien da und für die Leute, die teure Geschenke verteilen können.

In Wirklichkeit ist auch das Leben in einer wenigstens halbwegs glücklichen Familie oder Erfolg im Beruf ebenso wie Gesundheit kein ausschließlich persönliches Verdienst, sondern zum größten Teil ein unverdientes Geschenk, auf das man keinen Anspruch hat. Familien können etwa durch Tod, Trennung, Scheidung, psychische Erkrankungen und Suchterkrankungen - auch z.B. der Kinder - schneller auseinander brechen, als viele es sich vorstellen können, die so etwas noch nicht selbst erlebt haben. Ebenso kann heute nahezu jeder seinen vorher noch so gut dotierten Job verlieren oder selbst als Beamter auf Lebenszeit durch Krankheit vorzeitig dienstunfähig werden. Dann ist plötzlich Seitenwechsel angesagt, dann erfahren die vorher so selbstzufriedenen, hochmütigen Menschen mal am eigenen Leibe, wie es ist, wenn man von anderen abgeschoben oder süffisant ausgefragt wird, weil man ihnen nicht (mehr) "erfolgreich" genug ist.
 
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Statt Pflichtbesuche bei Verwandten zu machen, die einem zuwider sind, oder sich Weihnachten in der "eigenen" Familie einzuigeln und sich noch großartig damit vorzukommen, sollte man vielleicht besser mal jemanden aus der Nachbarschaft oder dem Bekanntenkreis einladen, von dem man weiß, dass er zu Weihnachten allein ist und lieber Gesellschaft hätte. Leute, die das tun, haben jedenfalls von Weihnachten wesentlich mehr begriffen als irgendwelche vom Leben verwöhnten Typen, die meinen, das Fest wäre nur für Familien da und für die Leute, die teure Geschenke verteilen können.

In Wirklichkeit ist auch das Leben in einer wenigstens halbwegs glücklichen Familie oder Erfolg im Beruf ebenso wie Gesundheit kein ausschließlich persönliches Verdienst, sondern zum größten Teil ein unverdientes Geschenk, auf das man keinen Anspruch hat. Familien können etwa durch Tod, Trennung, Scheidung, psychische Erkrankungen und Suchterkrankungen - auch z.B. der Kinder - schneller auseinander brechen, als viele es sich vorstellen können, die so etwas noch nicht selbst erlebt haben. Ebenso kann heute nahezu jeder seinen noch so gut dotierten Job verlieren oder selbst als Beamter auf Lebenszeit durch Krankheit vorzeitig dienstunfähig werden. Dann ist plötzlich Seitenwechsel angesagt, dann erfahren die vorher so selbstzufriedenen Menschen mal am eigenen Leibe, wie es ist, wenn man von anderen abgeschoben wird, weil man ihnen nicht (mehr) "erfolgreich" genug ist.

Ach herrje, primavera, ruhig, ist doch gut. Natürlich kann auch all dies passieren, das wissen wir doch wohl alle. Und wünschen mag man es niemandem. Jeder, ganz individuell, wie er es für sein GLÜCK braucht. Das ist schon alles. Und auch den Mut haben, dies klar und transparent zu kommunizieren. Das schuldet man sich selbst. Und im gegenzug auch lernen, Absagen und gänzlich andere Vorstellungen zu akzeptieren. Und nicht zulassen, dass eigene Lebenserfahrungen in Hass umschlagen, der anderen Schmerz wünscht.🙂
 
Natürlich kann auch all dies passieren, das wissen wir doch wohl alle.
Theoretisch ja. Aber solange es uns nicht selber trifft, verdrängen wir es nach dem Sankt-Florians-Prinzip: "Heiliger Florian, beschütze unser Haus und steck' ein anderes an." Uns wird es schon nicht treffen, weil wir ja so toll, schlau und unwiderstehlich sind. Und von den anderen, die zu doof und zu unattraktiv sind, um mehr Glück im Leben zu haben, halten wir uns eben fern. Hatten wir zu deren erfolgreicheren Zeiten Kontakt zu ihnen, lassen wir sie fallen, natürlich so geräuschlos wie möglich. So sind nun mal die Menschen.
 

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