Das kann ich so nicht ganz unterschreiben, denn die Menschen, die von sich sagen können, dass sie ihre Sachen allein regeln, haben sich oft bereits emanzipiert.
Dazu zu stehen hat nichts mit Arroganz zu tun. Arrogant wäre es nur dann, wenn man die Strategien, die man für sich als funktionierend erkannt hat, einen aus dem "Dreck" zu tragen, als den Stein Der Weisen zu verkaufen.
Viele Eltern vermitteln ihren Kindern jedoch durch ihr eigenes Handeln, dass wenn man einmal das Opfer ist, man es immer ist. Nicht jeder wird es gleich gut haben, aber Emanzipation ist, dass man etwas dafür tut, dass man es wenigstens besser hat.
Einfach eine furchtbare Aussage! "Sei nicht Opfer mach dich zum Täter?" Oder was?
Ich schreibe dies hier wohlbemerkt unter dem Vorbehalt, dass es natürlich viele Aspekte gibt, wie zum Beispiel Krankheit, welche die Emanzipation eines Menschen trotz dessen Willen vehement hemmen können.
Das nennt man Teilhabe, nicht Emanzipation!
Ich finde das doch absolut am Thema vorbei.
Emanzipiert ist man nicht dadurch, dass man den Mangel oder persönliche Gebrechen verwalten kann.
Dies haben zig Vorgenerationen von Frauen besser geschafft, als die von heute.
Emanzipation bedeutet gleiche Chancen, gleiche Bedingungen, gleiches Recht, Gewaltfreiheit und ein Recht darauf sich nicht sexistischen Handlungen und Verhalten gegenüber zu sehen.
Ich finde es einfach zum K...en, Frauen nur auf ihre Weiblichkeit zu reduzieren. Letzteres erfordert eine Änderung der Denkweise der Männer, bis in die allgemeine Gesellschaft hinein.
Leider ist zu beobachten, dass immer mehr junge Frauen das falsche Mittel wählen und sich selbst gegenüber Männern sexistisch verhalten, was wiederum keine Emanzipation bedeutet, weil das kein emanzipatorisches Ziel sein kann. Es verlagert das Problem lediglich durch Abbau von Hemmschwellen und verschlimmert das Problem.
Man verhindert keine Vergewaltigung durch präventive Vergewaltigung eines Mannes.
Doch genau darauf läuft es hinaus, wenn man an der Sexismus Schraube dreht.
Eine Hemmschwelle der Achtung einer persönlichen Selbstbestimmung wird schrittweise abgebaut.
Auch ist es nicht emanzipatorisch eine Überlegenheit der Männer zu leugnen. Obwohl diese nach unserer Gesellschaftsordnung nicht da sein sollte, ist sie trotzdem vorhanden.
Es ist das Bild in der Familie was Jungen eine Überlegenheit vermittelt und Mädchen eine Duldung signalisiert. Frauen die hinnehmen und Männer die die es sich herausnehmen.
Leider wird dies von Frauen auch nicht immer verstanden, wenn sie sich einfach nicht "beschwert" erklären, weil sie so meinen, das Problem gut verdrängen zu können.
Also Augen und Ohren verschließen, nach dem Motto, was ich bewusst nicht wahrnehme, kann auch nicht vorhanden sein.
Das ist jedoch töricht!
Und der, "es betrifft mich nicht" Standpunkt, ist auch unsolidarisch und sogar gefährlich zu nennen.
Auch emanzipierte Frauen werden Opfer von Übergriffen.