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Warum ist der "Gutmensch" etwas Negatives?

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Fallen eigentlich Menschen, die Gutes tun auch unter die Definition "Gutmensch"? Wenn ja, dann ist der Begriff nicht brauchbar.

Wenn nein, so müßte man "Gutmenschen" als solche betrachten, die gar nicht das Gute wollen.

Insgesamt zeigt sich, dass dieser Begriff ziemlich unsinnig ist. Vor allem gefällt mir nicht, dass wirklich Gutwillige Menschen mehr oder weniger mit diesem Begriff mitdiskriminiert werden.

Der Begriff sagt wörtlich nichts schlimmes aus und erhält seine Konnotation durch einen öffentlichen Gebrauch, den man eben nur durch dieses gewisse Insiderwissen spüren kann. Diese "Technik" ist typisch für das Vokabular von indirekten Denunzianten.
 
Echte Gutmenschen bewundere ich sogar.

Es gehört schon viel dazu, die Realität als solche auszublenden.
 
AW: Gut und Böse sind nicht relativ!

Reingefallen, in die böse Falle des Zeitgeistes, liebe K.!


Wer beurteilt das ? Du?

Moral und Ethik sind wandelbar.

Gut und Böse, gesund und krank, liebevoll und lieblos, Wohlwollen und Mißgunst - sind keineswegs relativ und von Ort, Zeit und Gesellschaft abhängig, sondern universal und als "das ewige Gesetz ins uns" (Kant), allen Menschen aller Zeiten eigen und mehr oder weniger bewußt!

Sind sie wohl:

Siehe

Moral

Ethik


Jeder Mensch hat ein instinktives Gespür,
für das Gesunde oder Kranke,
das Liebevolle oder Lieblose,
das Gute und Lebensdienliche,
oder für das Häßliche und Zerstörerische im Leben,
aber er hat auch einen freien willen,
diese seine innere Stimme des Gewissens zu beachen,
oder mit Füßen zu treten,
so daß sie sich dann oft kaum mehr vernehmbar für ihn ist!

Auch das sind wandelbare und von der jeweiligen moralischen Gesinnung abhängige Begriffe "lieber" Reiner.
 
Wie z. B. die Maja, die sich moralisch völlig im Recht wähnten, als sie Menschenopfer brachten.

Oder Menschen in der USA, die es für moralisch völlig in Ordnung finden, wenn die Todesstrafe vollstreckt wird?

Auch diese Menschen wähnen sich im moralischen Recht.
 
Wie z. B. die Maja, die sich moralisch völlig im Recht wähnten, als sie Menschenopfer brachten.

Oder Menschen in der USA, die es für moralisch völlig in Ordnung finden, wenn die Todesstrafe vollstreckt wird?

Auch diese Menschen wähnen sich im moralischen Recht.

Oder wie die Deutschen vor 70 Jahren alle Nazis waren. Nein, die meisten laufen wohl mit oder halten still, aber man kann nie alle über einen Kamm scheren.
 
Wer hochengagiert mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln das Gute will, der handelt moralisch positiv - egal, was aus seinen Bemühungen folgt.

Würde man Moral nach den Folgen messen, so könnte man sich überhaupt nicht mehr moralisch verhalten, weil man nie wissen kann, was aus einem Guten Willen folgt.
 
Wer hochengagiert mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln das Gute will, der handelt moralisch positiv - egal, was aus seinen Bemühungen folgt.

Würde man Moral nach den Folgen messen, so könnte man sich überhaupt nicht mehr moralisch verhalten, weil man nie wissen kann, was aus einem Guten Willen folgt.

Das wollte derjenige auch, der in Amerika den Abtreibungsarzt erschoß.

Er fühlte sich moralisch volkommen im Recht und wollte nur das beste.

So kann es gehen mit der Moral.
 
Erkennbar ist jedoch, dass diese, welche so bezeichnet werden, gar nichts schlechtes wollen und meistens sehr menschliche Gedanken und Meinungen haben, folglich kann es Ironie hinter der Betitelung nicht sein. Finden Leute, die auf "Gutmenschen" schimpfen, das Gute überhaupt nicht so gut, oder was ist es sonst?

Kommt auf die Verwendung des Wortes an. Das Wort Gutmensch kann man eben für Menschen verwenden, die durch ihre Art tatsächlich "Gutes" nicht unterstützen, sondern das Gegenteil. Macht eine gewisse Oberflächlichkeit, gepaart mit Naivität. Vielleicht hängt es auch damit zusammen, dass es eben das "Gute" und das "Böse" eben meist nicht in reiner Form gibt und die Sachen sich meistens etwas komplizierter darstellen. Jedenfalls lassen sich Gutmenschen meist gut vor den Karren anderer spannen, wenn man ihnen das richtige Gefühl vorsetzt. Manipulation von Menschen, die sich emotionalisieren lassen. Im Übrigen denke ich nicht, dass es reine "Gutmenschen" gibt. Wie wohl auch nicht "Schlechtmenschen".
 
Ich denke dieser Begriff wird auch häufig von Leuten als Taktik eingesetzt, wenn nicht mehr argumentativ diskutiert werden kann oder die Argumente der Gegenseite zu unangenehm werden, damit versuchen sie eine scheinbare Überlegenheit ihrer Meinung zu suggerieren und erklären die Diskussion auf Grund "fiktiver" Naivität des Gesprächspartners für beendet.
Dass "Gutmenschen" kein Rückrat haben, wie ein Vorposter geschrieben hat, finde ich nicht. Je nach Umfeld kann es sehr viel Kraft und Stärke kosten zu seinen Idealen zu stehen und diese auch unter Gruppendruck nicht zu brechen.
Dass einige die als "Gutmenschen" bezeichneten pauschal als heuchlerisch betrachten sagt in einen meinen Augen eher etwas über diese aus, als über die so bezeichneten. Ich glaube wir alle übertragen/projezieren unbewusst sehr viel von uns selbst auf andere Menschen und wenn man selbst eher angreifend oder auch hetzend ist, dann empfindet man Toleranz bei anderen leichter als Heuchelei. Ich denke nichtmal, dass der Vorwurf der Heuchelei deshalb wirklich angreifend gemeint ist, er wird wirklich geglaubt.
Schwieriger wird es dann noch in meinen Augen, dass es Heuchelei auch wirklich gibt. Dass es auch wirklich Menschen gibt, die versuchen anderen Menschen ihre Sichtweise, wie man leben sollte autoritär unter dem Deckmantel der Moral aufzudrängen oder eventuell sogar eigene Grausamkeiten begehen und versuchen diese "moralisch" zu rechtfertigen. Das macht diesen Begriff "Moral" für mich so zweischneidig.
Aber das Wort "Gutmensch" wird eher selten für autoritäre (scheinbare) "Moralisten" benutzt, sondern eher bekommen Menschen diesen Stempel, die in den Augen des Bezeichners zu tolerant, zu weich und zu friedfertig sind, aber ist es nicht gerade Stärke weiter zu dem zu stehen, was man denkt, trotz der Wut, die einem dann vielleicht entgegenschlägt? Einfach wütend zu sein, find ich ehrlich gesagt nicht schwer.
 
Zuletzt bearbeitet:
Okay, ich danke euch!

Sind das dann Schlechtmenschen? 😀
Ja

@Zappzarapp:
Deinen letzten Satz unterschreibe ich. Und ich glaube, das ist die "Ursache" des Ganzen.
Richtig

Denn ich konnte nie richtig nachvollziehen, wieso Menschen mit eigentlich "guten" Meinungen und Ansätzen mit einem Begriff betitelt werden, der unbedingt einen negativen Beigeschmack beinhalten soll. Und warum sie meistens spontan kategorisiert werden, als ob es nicht möglich wäre, dass sie tatsächlich so denken, meinen, fühlen, handeln. Ganz ohne schlechte Hintergedanken oder Naivität. 😉
Richtig

Naja, die Welt ist eben nicht dafür gemacht, gut und korrekt zu sein, das ist leider mal wahr.
Falsch


Ich wiederhole: Gut und Böse sind ganz leicht zu unterscheiden. Und deshalb stehen auch alle Vernunftbegabten in der Verantwortung.
Richtig !
Aber:

jeder Mensch ist vernunftbegabt, Manuel+,

aber es ist vom Willen des Menschen abhängig ob er auch diese Vernunft gebraucht
oder sich dagegen entscheidet.

Ich denke dieser Begriff wird auch häufig von Leuten als Taktik eingesetzt, wenn nicht mehr argumentativ diskutiert werden kann oder die Argumente der Gegenseite zu unangenehm werden, damit versuchen sie eine scheinbare Überlegenheit ihrer Meinung zu suggerieren und erklären die Diskussion auf Grund "fiktiver" Naivität des Gesprächspartners für beendet.
Dass "Gutmenschen" kein Rückrat haben, wie ein Vorposter geschrieben hat, finde ich nicht. Je nach Umfeld kann es sehr viel Kraft und Stärke kosten zu seinen Idealen zu stehen und diese auch unter Gruppendruck nicht zu brechen.
Dass einige die als "Gutmenschen" bezeichneten pauschal als heuchlerisch betrachten sagt in einen meinen Augen eher etwas über diese aus, als über die so bezeichneten. Ich glaube wir alle übertragen/projezieren unbewusst sehr viel von uns selbst auf andere Menschen und wenn man selbst eher angreifend oder auch hetzend ist, dann empfindet man Toleranz bei anderen leichter als Heuchelei. Ich denke nichtmal, dass der Vorwurf der Heuchelei deshalb wirklich angreifend gemeint ist, er wird wirklich geglaubt.
Schwieriger wird es dann noch in meinen Augen, dass es Heuchelei auch wirklich gibt. Dass es auch wirklich Menschen gibt, die versuchen anderen Menschen ihre Sichtweise, wie man leben sollte autoritär unter dem Deckmantel der Moral aufzudrängen oder eventuell sogar eigene Grausamkeiten begehen und versuchen diese "moralisch" zu rechtfertigen. Das macht diesen Begriff "Moral" für mich so zweischneidig.
Aber das Wort "Gutmensch" wird eher selten für autoritäre (scheinbare) "Moralisten" benutzt, sondern eher bekommen Menschen diesen Stempel, die den Augen des Bezeichners zu tolerant, zu weich und zu friedfertig sind, aber ist es nicht gerade Stärke weiter zu dem zu stehen, was man denkt, trotz der Wut, die einem dann vielleicht entgegenschlägt. Einfach wütend zu sein, find ich ehrlich gesagt nicht schwer.

Danke !!!
...
 
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