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"Lächel doch mal", "Sei doch mal positiv", "Erzähl doch mal was"

AW: "Lächel doch mal", "Sei doch mal positiv", "Erzähl doch mal was"

Heute ist es leider so dass man ständig alles positiv sehen muss und ständig mit einem bescheuerten Lächeln im Gesicht durch die Gegend laufen muss, und man sich nie negativ über Dinge äussern darf, da man sonst als negativ und verbittert abgestempelt wird. Ich kenne das allzugut. Lass die Leute doch in ihrer "alles ist toll super genial-Welt" leben und bleib du selbst. Wenn dir nicht zum Lächeln zumute ist dann tu es auch nicht für andere.
 
AW: "Lächel doch mal", "Sei doch mal positiv", "Erzähl doch mal was"

Vielleicht bin ich hier im Forum hin und wieder schroff, aber laufe draußen auch nicht mit einem ":mad:" herum. Auch gegenüber Familie, Kollegen und Auszubildenden bin ich stets zuvorkommend, höflich und freundlich, so schwer das für einige zu glauben sein scheint. Das ist völlig gleich. Wenn ich nicht dauerhaft mit einem "😀" herumrenne, wird man sowieso gleich ausgeschlossen.

Ich kenne Leute die den ganzen Tag lang reden und dauergrinsend durch die Welt rennen, aber wirklich von nichts eine Ahnung haben und sich aufspielen als ob sie sonstwer wären. Folge: Sie sind beliebt. Ich hab doch nichts gegen positive Menschen, aber solche Menschen kann ich auf Dauer nicht ernstnehmen, weil sie sich verhalten als ob wir in einem großen Zirkus leben würden.
 
AW: "Lächel doch mal", "Sei doch mal positiv", "Erzähl doch mal was"

Wenn man also nicht auf Befehl lächelt und den Leuten irgendwelche Lügengeschichten auftischt wird man als Folge daraus isoliert. Dann sagen einem die Leute, dass man so bleiben soll wie man ist. Zeigt doch, dass sich dies widerspricht.

Mir ist aber nicht zum Lächeln zumute und ich habe tatsächlich nichts zu erzählen. Das wird nicht akzeptiert. Man kriegt dafür noch richtig eine reingedrückt, wenn man sich nicht dem Trott anschließt.

was willst du denn mit anderen menschen,wenn du nichts zu erzählen hast 😕

mit anderen zusammen zu sein bedeutet immer austausch oder nicht?
 
AW: "Lächel doch mal", "Sei doch mal positiv", "Erzähl doch mal was"

Ich kenne Leute die den ganzen Tag lang reden und dauergrinsend durch die Welt rennen, aber wirklich von nichts eine Ahnung haben und sich aufspielen als ob sie sonstwer wären. Folge: Sie sind beliebt. Ich hab doch nichts gegen positive Menschen, aber solche Menschen kann ich auf Dauer nicht ernstnehmen, weil sie sich verhalten als ob wir in einem großen Zirkus leben würden.

Geht mir auch so. Letztens noch habe ich mich negativ über diesen ganzen I-Phone-Wahnsinn geäussert und wurde prompt als negativer Miesepeter abgestempelt. Menschen die alles ständig nur positiv sehen, ständig lächeln und nichts hinterfragen sind einfach nur dumm. Als ob nicht jeder erkennen könnte wie pervers es doch eigentlich ist dass Menschen Schlange stehen für irgendein beschissenes Gerät das die Welt nicht braucht. Das nur mal so als Beispiel.
 
AW: "Lächel doch mal", "Sei doch mal positiv", "Erzähl doch mal was"

>>Lächel doch mal<< :
Also, ich mag Leute, die ernst schauen.


>>Sei doch mal positiv<< :
"Positiv" sein zu "sollen", auf Befehl, ist negativer als freiwillig "negativ" zu sein😉


>>Erzähl doch mal was<< :
Der solches vom Anderen Wünschende könnte selbst positiv vorangehen, und zeigen wie das geht - und eben selbst "doch mal was erzählen". Womöglich wirkt das auf den Beauftragte👎 ansteckender als die Aussage, er solle erzählen. 😀
 
AW: "Lächel doch mal", "Sei doch mal positiv", "Erzähl doch mal was"

Zu deiner Frage, warum Leute ohne Interesse mit dir reden:
Reden um des Redens Willen, auch Smalltalk genannt. Dabei ist es denen egal, was sie sagen, hauptsache sie reden.

Die meisten Menschen können mit Ruhe nicht umgehen, man kann nicht neben ihnen sitzen und schweigen. Früher oder später kommt irgendeine dämliche Bemerkung, die eine Unterhaltung beginnen soll.
Letztens hab ich noch einen Thread gelesen, in dem sich die Erstellerin darüber aufgeregt hat, dass sie gerne in Ruhe im Wald joggen möchte und ständig von älteren Leuten angesprochen wird "Na, am joggen?". Ne, ich backe einen Kuchen...

Ein anderes Beispiel von falschem Interesse: Wie oft kommt kein einfaches "Hallo" zur Begrüßung, sondern ein "Na, alles klar?". Es ist eh keine ernst gemeinte Frage, aber wenn man tatsächlich mal mit "Ja und bei dir?" antwortet, kommt keine Antwort, sondern es geht gleich los "Du, was ich noch von dir wollte...".
Viele Personen sind auch einfach nur eingebildet und hören sich gerne reden. Als ruhige, schüchterne Person ist man einfach ein gutes Opfer, da kein Widerstand zu erwarten ist. Sie gehen selbstzufrieden durchs Leben und wenn sie jemanden sehen, der nicht bis über beide Ohren grinsend daherkommt, maßen sie sich an, ihre Selbstzufriedenheit auf ihn übertragen zu wollen. Dann hörst du genau die Sätze wie "Lächel doch mal." oder "Sei doch mal positiv.".

In einigen Ländern ist es ja normal, wenn man hinter eine Begrüßung noch eine Frage stellt. So wie "Hallo <Name>, was machen die Kinder?". Fragt man nichts persönliches, gilt es als unhöflich. Aber was habe ich davon, wenn nicht aus Interesse, sondern nur aus gesellschaftlicher Vorschrift gefragt wird.

Was mich persönlich auch noch nervt, sind Floskeln. Vor allem bei Politikern und Leuten, die irgendwelche Kommunikationsseminare besucht haben. Aus jedem quillt der gleiche Mist und keiner ist mehr authentisch. Z.B. wird einem geholfen und man sagt "Danke", dann sollte die Antwort "Bitte" heißen und nicht "Danke Ihnen". Man bedankt sich nicht dafür, dass man jemandem helfen durfte.

Vielleicht bin ich etwas vom Ausgangspunkt abgekommen, aber das fiel mir beim Schreiben noch ein.
 
AW: "Lächel doch mal", "Sei doch mal positiv", "Erzähl doch mal was"

Zu deiner Frage, warum Leute ohne Interesse mit dir reden:
Reden um des Redens Willen, auch Smalltalk genannt. Dabei ist es denen egal, was sie sagen, hauptsache sie reden.
Das ist mir schon klar, aber dann müssen diese Leute eben mal selbst die Initiative ergreifen. Nennt mir ein Thema und ich kann eventuell sogar solange darüber reden bis dem Gegenüber die eigenen Gedanken ausgehen 😛
Die meisten Menschen können mit Ruhe nicht umgehen, man kann nicht neben ihnen sitzen und schweigen. Früher oder später kommt irgendeine dämliche Bemerkung, die eine Unterhaltung beginnen soll.Letztens hab ich noch einen Thread gelesen, in dem sich die Erstellerin darüber aufgeregt hat, dass sie gerne in Ruhe im Wald joggen möchte und ständig von älteren Leuten angesprochen wird "Na, am joggen?". Ne, ich backe einen Kuchen...
Es ist ja auch nicht so, dass ich mich nur über wissenschaftliche Studien unterhalten würde, im Gegenteil, aber es fällt mir echt schwer mit den meisten Menschen überhaupt ein Gespräch zu beginnen. Bei den ganz wenigen Ausnahmen ist das dagegen gar kein Problem, aber bei denen ist es tatsächlich egal womit man das Gespräch beginnt. Da kann man von ernst bis lustig alles bringen und das Thema wechseln wie es gerade passt. Das funktioniert bei den restlichen 95% in meinem Umfeld aber schwer bis gar nicht.
Ein anderes Beispiel von falschem Interesse: Wie oft kommt kein einfaches "Hallo" zur Begrüßung, sondern ein "Na, alles klar?". Es ist eh keine ernst gemeinte Frage, aber wenn man tatsächlich mal mit "Ja und bei dir?" antwortet, kommt keine Antwort, sondern es geht gleich los "Du, was ich noch von dir wollte...". Viele Personen sind auch einfach nur eingebildet und hören sich gerne reden. Als ruhige, schüchterne Person ist man einfach ein gutes Opfer, da kein Widerstand zu erwarten ist. Sie gehen selbstzufrieden durchs Leben und wenn sie jemanden sehen, der nicht bis über beide Ohren grinsend daherkommt, maßen sie sich an, ihre Selbstzufriedenheit auf ihn übertragen zu wollen. Dann hörst du genau die Sätze wie "Lächel doch mal." oder "Sei doch mal positiv."
Absolut meine Meinung.
In einigen Ländern ist es ja normal, wenn man hinter eine Begrüßung noch eine Frage stellt. So wie "Hallo <Name>, was machen die Kinder?". Fragt man nichts persönliches, gilt es als unhöflich. Aber was habe ich davon, wenn nicht aus Interesse, sondern nur aus gesellschaftlicher Vorschrift gefragt wird.
Das ist auch in Ordnung, wenn man das vielleicht vom guten Nachbarn gefragt wird, aber teilweise sind die Fragen auch so krampfhaft, dass es mir unangenehm wird. Ich besuche ja zum Beispiel zur Zeit noch die Berufsschule und aus unserem Unternehmen sind dort mehrere Azubi-Jahrgänge. Da kommt mir einer mit dem ich kaum was zu tun habe entgegen und fragt mich lustlos wie die Schule war. Ehrlich, was will er denn hören? Die Schule war so, wie die letzten >55 Wochen schon zuvor. Weiß er doch selbst wie die Berufsschule eben ist. Von langweilig bis interessant alles dabei. Da wäre selbst ein Kommentar über den jetzigen Wetterumschwung passender gewesen, auch wenn das Thema "Wetter" total dem Klischee entspricht.
Was mich persönlich auch noch nervt, sind Floskeln. Vor allem bei Politikern und Leuten, die irgendwelche Kommunikationsseminare besucht haben. Aus jedem quillt der gleiche Mist und keiner ist mehr authentisch. Z.B. wird einem geholfen und man sagt "Danke", dann sollte die Antwort "Bitte" heißen und nicht "Danke Ihnen". Man bedankt sich nicht dafür, dass man jemandem helfen durfte.
Ich könnte lachen, weil ich ja zur Zeit aus meiner Ausbildung heraus für drei Monate im Reisebüro sitzen musste und dort auch ein älterer Herr arbeitet welchen mann wirklich als "alte Schule" bezeichnen könnte. Auf ein freundliches Dankeschön folgt ein freundliches Bitteschön. Keine Floskeln, keine falsche Moral, offen und ehrlich.
Vielleicht bin ich etwas vom Ausgangspunkt abgekommen, aber das fiel mir beim Schreiben noch ein.
Nein das kommt dem Ausgangspunkt sogar näher als mein Einstiegsbeitrag. Diese Unehrlichkeit welche von den meisten Menschen heute an den Tag gelegt wird.

>>Lächel doch mal<< :Also, ich mag Leute, die ernst schauen.
Solange es sich nicht um komplette Hohlbirnen oder Vollclowns handelt, mag ich die Leute eben genau so wie sie eben sind. Die eine Person ist schüchtern, die andere freundlich, die nächste bisschen punkig. Angeblich sind schüchterne Menschen in Japan sogar beliebt.
>>Sei doch mal positiv<< :
"Positiv" sein zu "sollen", auf Befehl, ist negativer als freiwillig "negativ" zu sein
wink.gif
Eben und ich muss meinen Emotionshaushalt nicht gleich jeden Tag morgens über die Leute schütten.
>>Erzähl doch mal was<< :
Der solches vom Anderen Wünschende könnte selbst positiv vorangehen, und zeigen wie das geht - und eben selbst "doch mal was erzählen". Womöglich wirkt das auf den Beauftragte👎 ansteckender als die Aussage, er solle erzählen.
biggrin.gif
Siehe oben.
 
AW: "Lächel doch mal", "Sei doch mal positiv", "Erzähl doch mal was"

Vielleicht bin ich hier im Forum hin und wieder schroff, aber laufe draußen auch nicht mit einem ":mad:" herum. Auch gegenüber Familie, Kollegen und Auszubildenden bin ich stets zuvorkommend, höflich und freundlich, so schwer das für einige zu glauben sein scheint. Das ist völlig gleich. Wenn ich nicht dauerhaft mit einem "😀" herumrenne, wird man sowieso gleich ausgeschlossen.

Ich kenne Leute die den ganzen Tag lang reden und dauergrinsend durch die Welt rennen, aber wirklich von nichts eine Ahnung haben und sich aufspielen als ob sie sonstwer wären. Folge: Sie sind beliebt. Ich hab doch nichts gegen positive Menschen, aber solche Menschen kann ich auf Dauer nicht ernstnehmen, weil sie sich verhalten als ob wir in einem großen Zirkus leben würden.


Hi,

Du hast nichts gegen positive Menschen, schaust sie Dir genau an, merkst, wenn sie unecht lächeln und - was ist bei den Menschen, die echt sind? Bist Du dann neidisch, weil Du infolge der Depression eben (noch) nicht so *leicht* sein kannst?
Als ganz junge Frau hatte ich einen Lebenspartner, der mir sogar das Lachen verbieten wollte, weil er meinte, das würde ihn wütend machen oder erst recht traurig. Mir fiel es leicht, Kontakte zu anderen Menschen zu knüpfen, die auch zu halten und ich hatte so richtig Lust am Leben.
Es war das Leben was ihn störte.... .

Falls Du Dich in den Beschreibungen ein wenig wieder erkennen solltest, so versuche doch, mehr bei Deinem eigenen Gefühl zu bleiben und bei dem was DU tust. Du wirst die Welt nicht retten oder gross verändern können, aber Du kannst lernen... .
Und wenn Du nun meinst, Du lebst in einem grossen Zirkus, möchtest Du dann wirklich den Narren spielen, der anderen einen wie auch immer gearteten Spiegel vorsetzt und in ihren Augen immer doch der Narr bleibt?


Ganz liebe Grüsse!
Landkaffee
 
AW: "Lächel doch mal", "Sei doch mal positiv", "Erzähl doch mal was"

Hi,Du hast nichts gegen positive Menschen
Nein, habe ich nicht, im Gegenteil.
schaust sie Dir genau an, merkst, wenn sie unecht lächeln
Nein, mir fallen nur in meinem Umfeld Menschen auf welche zu jeder Gelegenheit meinen kindisch kichern zu müssen.
und - was ist bei den Menschen, die echt sind? Bist Du dann neidisch, weil Du infolge der Depression eben (noch) nicht so *leicht* sein kannst?
Mit klugen Menschen die aus echter Warmherzigkeit heraus positiv sind bin ich sogar gerne zusammen, weil es mir einfacher fällt mich selbst fallen zu lassen.
Als ganz junge Frau hatte ich einen Lebenspartner, der mir sogar das Lachen verbieten wollte, weil er meinte, das würde ihn wütend machen oder erst recht traurig.
Das ist krank.
Mir fiel es leicht, Kontakte zu anderen Menschen zu knüpfen, die auch zu halten und ich hatte so richtig Lust am Leben.
Mir fällt es nicht leicht Kontakte zu anderen Menschen zu knüpfen und zu halten, Lust aufs Leben habe ich auch nicht, aber das ist ein anderes Thema.
Es war das Leben was ihn störte...
Mich stört es auch, aber deswegen versuche ich ja niemandem irgendwas zu verbieten. Ich mag ja auch keine Hardcore-Moral-Vegetarier welche eineen wegen einer Scheibe Wurst verurteilen, nur als Beispiel. Oder militante Nicht-Raucher welche gleich eine Szene machen.
Und wenn Du nun meinst, Du lebst in einem grossen Zirkus, möchtest Du dann wirklich den Narren spielen, der anderen einen wie auch immer gearteten Spiegel vorsetzt und in ihren Augen immer doch der Narr bleibt?
Ich bin der Zirkuslöwe welches irgendwann zubeißt 🙂, aber wie gesagt, ich soll gar nicht das Thema hier sein.
 

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