Die Magersucht habe ich schon lang überstanden... genauer gesagt seit 2 Jahren gänzlich... aber sie hatte eben noch ihre Nachwirkungen, und das mit dem Mobbing habe ich (mittlerweile) verarbeitet. Aber trotzdem brauche ich diesen stabilen sozialen Background... und da ist meine Mutter nunmal der wichtigste Part. Eigentlich ist das alles doch nachvollziehbar, oder nicht?! :'(
Grüße,
Zimtveilchen
Hallo Zimtveilchen,
ich habe jetzt nicht alle Antworten gelesen, aber kann mich den Antworten von Patch nur anschließen.
Weißt Du was Dein Problem ist. Du respektierst und akzeptierst die Grenzen Deiner Mutter nicht. Deine Mutter hat am Ende nur noch die einzige Möglichkeit gehabt, so radikal gegen Dich vorzugehen, um eine Stop vor alles zu setzen. Sie hat es bestimmt schon im Vorfeld anders versucht gehabt, was Du nicht wahrgenommen hast, weil Du sie nicht als Mutter respektiert hast.
Genauso wie Du Deine Grenzen für Dich hast - welche Du ja auch möchtest, das Andere diese respektieren -, hat Deine Mutter Grenzen. Beim wiederholten Male Geschirr an die Wand schmeißen, hätte auch ich Dir gezeigt, wo der Maurer das Loch in der Wand gelassen hat
😉
Deine Mutter ist und wird immer Deine Mutter bleiben, was aber nicht bedeutet, das sie kein Anrecht auf ein eigenes Leben hat und sich von Dir derart einnehmen lassen muss, das ihr wohl die Luft zum atmen fehlt.
Du schreibst selber, ihr wart mal ein gut eingespieltes Team und habt euch gut verstanden. Also hat sie Dich ja auch 19 Jahre lang gut begleitet. Du schreibst Du warst magersüchtig, was Dich sicher sehr eingeschränkt und belastet hat. Aber auch Deine Mutter wird darunter sehr gelitten haben. Sie ist kräftemäßig und nervlich am Ende Zimveilchen. Sonst hätte sie nicht so rigorus einen Schlußstrich gezogen. Sie musste es wahrscheinlich tun, um an dem ganzen Stress nicht zu zerbrechen. Sie ist zwar Deine Mutter, aber sie ist auch ein Mensch Zimtveilchen, der das Recht hat zu sagen: "Ich kann nicht mehr und ich will nicht mehr".
Wahrscheinlich wirst Du das Alles erst verstehen, wenn Du später eigene Kinder hast und vor ähnlichen Problemen stehen wirst.
Du musst lernen die Entscheidung Deiner Mutter zu respektieren! Genauso wirst Du in Deinem weiteren Leben Entscheidungen respektieren müssen, die Dir persönlich nicht in den Kram passen. Um so eher Du damit beginnst, umso schneller wird es Dir besser gehen. Und vergesse nicht, auch Du möchtest, das man Deine Entscheidungen respektiert.
Wo Du Hilfe bekommst, haben Dir ja schon viele Andere hier geschrieben. Nimm Dein Leben in die eigene Hand, das kannst Du!
Eins möchte ich Dir noch als Mutter sagen. Ich habe meine Tochter auch mit 20 Jahren vor die Tür gesetzt, weil ich kräftemäßig und nervlich völlig fertig war. Heute 2 Jahre später sagt meine Tochter zu mir: "Mama, das war das beste was Du tun konntest, mich vor die Tür zu setzen", "hättest schon viel früher machen sollen
😉". Wir haben wieder ein sehr gutes Verhältnis und verstehen uns gut. Sie hat ihre Wohnung und ich meine, zusammen in einer Wohnung, würde es auf Dauer nicht so gut gehen, wie es jetzt ist.
Und Deine Mama leidet unter der ganzen Situation sicher auch. Sie liebt und vermisst Dich sicher auch aber sie sieht für euch Beide momentan nur diese Lösung der Trennung. Und das MUSST Du respektieren. Nimm Dein Leben in die Hand, Du schaffst das schon!