Als du dies vor Tagen erwähntest hattest du dies speziell auf die Arbeitstelle meiner Freundin gemünzt. Ich erklärte lediglich daraufhin, dass dies in dieser Art dort ( bislang ) nicht vorkam.
Allgemein betrachtet, kommt dies woanders sicherlich vor weil eben mit Hilfe der Zeitarbeit schindluder getrieben wird. Außerdem war von einem Hartz IV Bezieher als Ersatzmann die Rede, nicht von einem Zeitarbeiter.
Jetzt in Bezug auf reine Zeitarbeit:
Allerdings bin ich nichtsdestotrotz der Meinung, dass dies im Niedriglohnsektor weiter verbreitet ist als bei Schlüsselpositionen oder bei Mitarbeitern mit Führungsposition. Irgendwo gilt es da ja auch, die Mitarbeiter insbesondere das know how in der Firma zu halten. Ich vergleiche dies mal gerade mit der Firma in welcher ich arbeite. Den key´s steckt man dermaßen viele Privilegien zu damit sie anscheinend mit dem Unternehmen zusammenwachsen ( Mitarbeiterbindung ). Dann wäre es ja andererseits unlogisch darauf zu hoffen, dass man irgendwann über die Zeitarbeitsfirma an jemand anderen gelangt. Das kann ich mir in der Form nur bei Interimsk Positionen vorstellen, also wenn gerade wirklich eine schnelle Übergangslösung gefunden werden muss weil die Lücke dieser offenen Stelle geschlossen werden muss.
Aber das nur am Rande weil der überwiegende Teil ja nicht aus der Führungsebene besteht und es somit dem Großteil der Belegschaft ja auch nichts nutzt, wenn sie es sind die noch mehr Lohndruck verspüren. Also dreht man hier gerade an der falschen Schraube.
Schlimm genug ist es jetzt schon, haarig wird es dann imho, wenn flächendeckend langjährige Mitarbeiter gegen Leiharbeiter getauscht würden. Das setzt dem ganzen dann natürlich die Krone auf obwohl ich der Meinung bin, dass der schleichende Prozess ( warten bis der Mitarbeiter aus egal welchen Gründen dort nicht mehr arbeitet und dann den Leiharbeiter zu holen ) auch nicht harmloser ist.
Ein Euro jobs und Zeitarbeit sind definitiv Dinge, welche es im allg. abzulehnen gilt. Letzteres würde ich noch als kurzweiligen Versuch eines Sprungbrettes akzeptieren, aber nicht wenn ich damit dann drei Jahre lang am Stück verarscht werde.
Ich denke es ist so viel gesagt, dass man Gefahr läuft sich miss zu verstehen, daher sollte man nie "der hat gesagt, jener hat gesagt" weiter verfolgen.
Der wirtschaftliche Vorsprung Deutschlands basierte darauf, dass wir gut ausgebildete Mitarbeiter hatten, einen sozialen Frieden mit wenigen Streiktagen, gute Löhne für die Binnennachfrage und hohe Betriebsgebundenheit, die nur von Japan übertroffen wurde.
Nun meinen Unternehmer und die Politik, man müsse dies alles zum Wohle der Außenwirtschaft aufgeben. So kam jedoch die Abwrackprämie hauptsächlich dem Ausland zugute.
Wir sind aber kurz vor einer revolutionierenden Neuorientierung der Wirtschaft an sich.
So zeigt die erneuerbare Energie deutlich die Fehleinschätzungen der Politik auf, dass man meinte, die Energieform würde sich nicht durchsetzen ohne starke Subventionierung auf einen unverschämt langen Zeitraum!
Eine Subvention an der falschen Stelle anzusetzen bedeutet, dass Chinesen jetzt die Nutznießer sind und lange bares Geld aus unserer Stromverteuerung schöpfen können.
Die Neuorientierung muss kommen, weil die Weltwirtschaft so fragil und aggressiv ist, dass einzelne Staaten dies nicht mehr schultern können.
Wer nicht erkennt, dass wir dringend Rohstoffe sparen müssen und auf Nachhaltigkeit setzen müssen, der wird untergehen.
Unsere Politiker beten das Wirtschaftswachstum als Maßstab aller Dinge an. Das bedeutet Überkonsum und Verschwendung, gefördert mit Subventionen und Zwangszahlungen der Bürger.
Wenn Rohstoffe zunehmend teurer und knapper werden, bezweifle ich, dass man das durchhalten kann.
Denn die armen Menschen im Land können kaum noch Energie und Wasser bezahlen.
Zudem bezahlen sie über diese Pflichtabgaben Geldanlagengewinn in Energieerzeugung mit.
Ich schreibe mal Plakativ:
Der Hatz4 Empfänger zahlt dem Wohlhabenden die Dividenden