Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Hetze gegen Hartz IV Empfänger

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Hallo Rhenus,
deshalb ist es zwingend erforderlich zu unterscheiden. Habe ich einfach Pech gehabt im Leben oder habe ich meine Eigenversorgung in früheren Jahren zu wenig Ernst genommen? Hätte ich aus eigener Kraft aus meinem Leben mehr machen können oder gab es wirklich keine chance?

Meine Freundin arbeitet im Einzelhandel. Diese Firma lädt 1x pro Jahr eine bestimmte Anzahl an Hartz IV Familien ein, welche über einen ausgestellten Gutschein dann einkaufen dürfen. Das Personal fürchtet diesen Tag schon Wochen zuvor. Sie kann dir gerne mal beschreiben welche Leute dorthin kommen und was an einem solchen Tag so abläuft. Und das jedes Jahr und immer wieder andere Leute / Familien.

Von wegen BILD und RTL wäre Meinungsbildend für Leute wie mich. Das was ich weiter oben schilderte ist leider auch das reale Leben, dass hier in diesem thread so krampfhaft gerne unter den Teppich gekehrt wird.

Sagt doch einfach, "Ja, es gibt diese Menschen zuhauf". Damit würde ich mich zufrieden geben, damit könnte ich leben. Denn ich habe ja auch keine Probleme damit zu schreiben, dass es sicherlich eine Menge Menschen gibt, die aus Gründen die sie nicht verschuldet haben, leider in eine solche Situation geraten sind.

Mir fällt auf, Portion Control, dass du sehr hart urteilst.

Natürlich kann auch ich nicht für eine unbestimmte Gruppe Menschen die Verantwortung übernehmen und für diese einen "Missbrauch" ausschließen, aus welchen Gründen und Motiven diese in Hartz4 sind.
Nun ist aus meiner Überzeugung, der tatsächliche Missbrauch äußerst gering, weil es genügend Leute gibt, die sich für einen Appel und nem Ei verdingen.
Siehe deine Freundin, die im Alter arm sein wird.

Doch dann einigen wir uns doch auf drei Dinge:
1) Eine Vorsorge, ist bei den herrschenden Bedingungen und Lohngefüge nicht möglich.

2) Arbeit mit einem gerechten Lohn für alle, gibt es nicht!

3) Arbeit für die, mit diversen Handicaps, gibt es nicht.
Es werden Unsummen in Betriebe aus der Arbeitslosen- und Rentenversicherung in Firmen bezuschusst, die sich prächtig daran gesundstoßen. Zumal diese Jobst andere Arbeitnehmer zu teuer machen.
Ich nenne das staatlicher Lohndumping!

Sagt doch einfach, "Ja, es gibt diese Menschen zuhauf". Damit würde ich mich zufrieden geben, damit könnte ich leben.
Nein, natürlich nicht! Dann würde ich meiner Verantwortung nicht mehr nachkommen, den Einzelfall zu beurteilen.

Beunruhigt dich das gar nicht, dass deine Freundin selbst mal in Hartz4 kommt, dass ihre Rente nicht ausreichen wird?
Woher ich das weiß?

Ich habe vor Wochen und Monaten, hier im Forum das geschrieben, (Bedingungsloses Grundeinkommen) was die Frau von der Leyen jetzt veröffentlicht.

Was wäre also, wenn der von dir kritisierte Hartz'ler deinen Rat befolgen würde, zum Chef deiner Freundin geht und ihren Lohn unterbietet?

Weißt du, es wird ja nicht differenziert, früher waren alle Menschen im arbeitfähigen Alter, die aus den verschiedensten Gründen nicht vermittelbar waren, in der Sozialhilfe.
Heute werden sie schändlichst missbraucht, um als Begründung eines angeblichen Missbrauchs des Systems herzuhalten.

Wo wird der missbrauch der Firmen angeprangert, die sich aus den Sozialsystemen bereichern?
Die sich aus einer Parität verabschiedet haben.
 
Mir fällt auf, Portion Control, dass du sehr hart urteilst.

Weil ich der Meinung bin, dass man nicht alle Hartz IV Empfänger in einen Topf werfen sollte und einen Heiligenschein darüber hängen?

Natürlich kann auch ich nicht für eine unbestimmte Gruppe Menschen die Verantwortung übernehmen und für diese einen "Missbrauch" ausschließen, aus welchen Gründen und Motiven diese in Hartz4 sind.

Das sehe ich ein. Und weshalb wird dann von mir erwartet ich solle pauschalierend alles durchwinken?

Doch dann einigen wir uns doch auf drei Dinge:
1) Eine Vorsorge, ist bei den herrschenden Bedingungen und Lohngefüge nicht möglich.

Leider nicht für jeden, das ist korrekt.

2) Arbeit mit einem gerechten Lohn für alle, gibt es nicht!

Meine Halbschwester verdient 1250 Brutto in einem kleinen Geschäft ( 7 Mitarbeiter ) für eine 57 Stunden Woche in den Bereichen Buchhaltung und Verkauf. Wenn ich dafür morgens aufstehen müsste, wäre ich bedient.

3) Arbeit für die, mit diversen Handicaps, gibt es nicht.
Es werden Unsummen in Betriebe aus der Arbeitslosen- und Rentenversicherung in Firmen bezuschusst, die sich prächtig daran gesundstoßen. Zumal diese Jobst andere Arbeitnehmer zu teuer machen.
Ich nenne das staatlicher Lohndumping!

Wie nennen sich diese Zuschüsse offiziell? Ansonsten kann ich den Arbeitsmarkt für Schwerbehinderte nicht beurteilen. Oder ich habe nicht genau verstanden was du meinst.

Nein, natürlich nicht! Dann würde ich meiner Verantwortung nicht mehr nachkommen, den Einzelfall zu beurteilen.

Du betrachtest doch überhaupt keine Einzelfälle, sondern alles ganz Volkswirtschaftlich und Arbeitsmarkttechnisch. Würdest du den Einzelfall betrachten, müsstest du ebenfalls innerhalb der Sozialfälle unterscheiden. Aber genau das tust du ja nicht. Und das ist genau das was ich von Anbeginn hier geschrieben habe. Ich tue es.

Beunruhigt dich das gar nicht, dass deine Freundin selbst mal in Hartz4 kommt, dass ihre Rente nicht ausreichen wird?

Nein, mich beunruhigt das meine Rente nicht ausreichen wird.
Und deswegen hoffe ich, dass Gott mir meine Gesundheit erhält und die Arbeitskraft meiner Freundin. ^^

Was wäre also, wenn der von dir kritisierte Hartz'ler deinen Rat befolgen würde, zum Chef deiner Freundin geht und ihren Lohn unterbietet?

Netter Versuch. Die Löhne sind bereits vor Jahren auf ein niedrigeres Niveau gesetzt worden. Allerdings betrifft das die "alte" Belegschaft ( Betriebszugehörigkeit meiner Freundin mit Lehrzeit 22 Jahre ) nicht. Also dürfte deiner Theorie zufolge Heute niemand mehr dieser alteingesessenen dort anzutreffen sein. Da man sie alle gegen billigere Arbeitskräfte hätte austauschen müssen. Ist aber nicht geschehen. Gerade die Alten halten sich weil sie wissen, woanders würden sie im Verkauf nicht mehr das gleiche Geld erhalten. Also passt deine Theorie nicht.

Weißt du, es wird ja nicht differenziert, früher waren alle Menschen im arbeitfähigen Alter, die aus den verschiedensten Gründen nicht vermittelbar waren, in der Sozialhilfe.
Heute werden sie schändlichst missbraucht, um als Begründung eines angeblichen Missbrauchs des Systems herzuhalten.

Tja, die Medaille hat aber auch noch eine Kehrseite. Notorische Faulenzer bekommen dann zu viel. Vielleicht solltest du das Ganze auch mal als Waage betrachen. Die einen bekommen zu viel, die anderen zu wenig. Also könnte man dann auch behaupten, dass das Sozialgefüge selbst innerhalb der Hartz IV Bezieher nicht passt - also auch hier eine soziale Ungerechtigkeit zu finden ist und zwar ganz unabhängig von der arbeitenden Bevölkerung. Und eigentlich müsste man diesen Punkt dann sogar noch ausweiten. Gerade solche, ganz egal ob Minderheit oder nicht, schädigen den Ruf aller Sozialhilfeempfänger. Warum hilft man sich von daher nicht, indem man innerhalb der eigenen Reihen motzt?

Dort aufgeräumt, wäre deutlich mehr übrig für Leute die eine adäquate Versorgung verdient haben. Und wieder sind wir bei dem Punkt: Unterscheidung wäre wichtig. Weshalb also eine solche Angst davor wenn du doch möchtest das für glücklose Menschen eigentlich mehr zur Verfügung stehen sollte? Also ich wäre dafür. Bedingungsloses Grundeinkommen und eine, in Relation passende, Erhöhung der Sozialhilfe.

Wo wird der missbrauch der Firmen angeprangert, die sich aus den Sozialsystemen bereichern? Die sich aus einer Parität verabschiedet haben.

Das tust du doch gerade. Ich weiss leider nicht wie sich diese Misstände beheben lassen. Mache einen Thread auf und du erhältst meine weitere Zustimmung.
 
Zitat PC:

Weil ich der Meinung bin, dass man nicht alle Hartz IV Empfänger in einen Topf werfen sollte und einen Heiligenschein darüber hängen?
------------------

Das tut hier gar niemand.
 
Wisst ihr was interessant ist? Ich habe hier schonmal versucht einen thread aufzumachen, in dem ich unterbezahlte Arbeit, Leiharbeit und Dumping-Löhne begklagt habe. Ich habe ihn aber löschen lassen,da nur zynische Antworten kamen und es als "nicht wichtig" beurteilt wurde.😕🙄

In der Tat fände ich dies aber ein sehr interessantes Thema, dass auch die Hartz vier Empfänger, deren Schicksal unweigerlich an gerade diesen Themen hängt, ebenfalls interessieren dürfte. Stattdessen macht man aber lieber einen Thread auf in dem man darüber weint, das man sozial nicht geachtet wird. Selbst wenn hier nur Zustimmung käme, würde das den Hartz vier Satz dann automatisch erhöhen? Vielleicht sollte man den Stier lieber bei den Hörnern packen anstatt ihn mit Nadeln in den Bauch zu pieksen!
 
Las probegander frust ab.
Das liest sich nach Hauptschule ,ohne Abschluß.

Wir hatten gestern Besuch von einem Realschullehrer. Haben gefragt,wie es an den Schule aussieht.
Er erzählte uns,dass es zu schlechten Leistungen kommt,weil die Mehrzahl der Schüler nicht
mehr in der Lage sind sich auch nur für einen kurzen Moment zu konzentrieren.
Vergesslichkeit kommt auch dazu.
Er bekommt die meisten "Problemschüler" weil er gut mit ihnen zurechtkommt,sich nicht zum Hampelmann machen lässt.

Erfolgreiche Beschulung wäre nur noch mit kleinsten Schülergruppen und viel Zeit möglich.

Ich hatte mich schon gewundert,wenn ich hier im Forum las,dass viele Schüler und Studis sich
Ritalin reinhauen,um ihre Arbeiten erledigen zu können.

30 % der Gymnasiasten/Studis stehen die Schule/Uni nur mit Psychopharmaka durch.
50 % der Studenten verlassen in Deutschland die Uni,ohne Abschluß. (laut TV Bericht über Elite Unis in GB,dort 5%)

Das sind erschreckende Zahlen.Wo bleiben diese erfolglosen Studenten ? Bei der Jobbörse ?

Wie erledigt man nach Studium seinen Job wenn es stressig wird ? Mit Ritalin und ähnlichem Zeug ?
Das kann doch auf Dauer nicht gut gehen.

(Las probegander frust ab.
Das liest sich nach Hauptschule ,ohne Abschluß.)
 
Was ich auch festgestellt habe: Dass es, insbesondere seit Hartz IV, eine Art Sozialneid "nach unten" gibt. Das heißt, man ist nicht mehr nur neidisch auf der, der gut verdient und finanziell besser gestellt ist. Man gönnt dem Arbeitslosen das Existenzminimum nicht mehr... weil er eben keine bezahlte Tätigkeit nachgeht.
Ich finde, dass sich das gesellschaftliche Klima seit Hartz IV verschlechtert hat. Ich würde das Buch "Kaltes Land" von mehreren Autoren gern lesen.
Ich frage mich, warum die Herren Schröder, Hartz, usw... das deutsche Volk jahrelang so eingeschüchtert haben ? Mit ihren großen Worten von "mehr Eigenverantwortung" und "mehr Freiheit" usw...
"Mehr Eigenverantwortung" heißt für mich, dass, wie die Autorin Gillen es so gut sagt, die Risiken des Lebens "privatisiert" werden, dass nur der, der es sich leisten kann, sich dagegen absichern kann. Der Andere hat einfach Pech gehabt. Jeder Schicksalsschlag wird als persönliches Versagen gedeutet, jeder soll schauen, wo er bleibt, die Schwachen und Hilfsbedürftigen werden nicht mehr geholfen, es ist sogar so, dass Schwäche und Hilfsbedürftigkeit als Makel gelten.
 
Stattdessen macht man aber lieber einen Thread auf in dem man darüber weint, das man sozial nicht geachtet wird.

Ich sehe das eher so, dass hier eine Feststellung gemacht wurde, wie die gesellschaftliche Akzeptanz im Allgemeinen ist. Auf der anderen Seite sehe ich Leute die ihre Moralvorstellungen mit Sanktionen anderen aufdrücken wollen und sich somit die Frage stellt, inwieweit das gerechtfertigt ist oder nicht. Des weiteren stellt sich die Frage, wie viel das im Endeffekt bringt oder ob es gar kontraproduktiv für die Gesellschaft ist. Wie man merken dürfte denke ich Letzteres.

Ein anderes Thema ist die Arbeitsfähigkeit.
Ich würde mal sagen nicht wenige psychische Erkrankungen bei den Empfängern ist Eigenverschulden der Gesellschaft. Dadurch, dass derjenige eben das Gefühl vermittelt bekommt, dass er nichts wert ist, sind natürlich Erkrankungen vorprogrammiert. Aus meiner Sicht definitiv Eigenverschulden der Gesellschaft. Ist halt nicht jeder gleich. Wenn jemand weniger leisten kann oder will, kann man das akzeptieren oder man kann aber auch dies noch verstärken - genau das wird gemacht. Das ist nicht produktiv.

Wisst ihr was interessant ist? Ich habe hier schonmal versucht einen thread aufzumachen, in dem ich unterbezahlte Arbeit, Leiharbeit und Dumping-Löhne begklagt habe.

Ich denke zu Mindestlöhnen, dass das im Prinzip ne tolle Sache ist. Wäre aber die gesellschaftliche Akzeptanz zu Nichtstuer oder Nichtskönner größer, wäre das kein Thema. "Du willst, dass ich Drecksarbeit mache? Dann gibt entsprechend Geld, denn ich bin nicht drauf angewiesen." So in der Richtung denke ich mir das. Ist die Not so groß, dass es nicht anders geht, wird man entsprechend auch den Lohn anheben oder eben dichtmachen. Ist glaub ich auch in etwas das, was sich die Piraten mit ihren BGE ausgeknobelt haben. Dann könnte man die ganze Bürokratie dazu auch gleich wegrationalisieren. Die können alle nach Hause gehen, und was Produktives machen.

Aber das Thema dreht sich hier eh im Kreis. Im Prinzip ist es mir eh egal, so wird das immer weiter gehen in der Gesellschaft, egal was kommt.
 
Okay, hier geht es also in erster Linie um das Bild des hartz vier Empfängers in der Öffentlichkeit. Ich glaube aber ehrlich gesagt nicht, dass man da je auf einen grünen Zweig kommen wird. Es gibt nämlich solche und solche. Und je nachdem mit was oder wem ich konfrontiert werde, daraus bildet sich dann eben meine Meinung. Ich halte es weder für zielführend zu sagen, alle sind SChmarotzer, noch alle sind Heilige. Unter Arbeitnehmer gibt es schließlich auch faule und weniger faule. Wieso sollte dies bei Arbeitslosen anders sein?

Dass Hartz vier ein Griff ins Klo war, dürfte der Mehrheit bekannt sein und ich glaube, hierüber gibt es auch nicht so viele Diskrepanzen. Aber man wird die subjektive Meinung eines einzelnen, die evtl wirklich aus persönlicher Erfahrung heraus resultiert, nicht weg diskutieren können. Viel interessanter wäre eine Diskussion darüber wie man das soziale System besser gestalten könnte. Alles andere führt nur dazu, dass die Fronten sich weiter verhärten. Aber naja, mir ist es im Prinzip auch egal.
 
Sorry, Natascha, ich versuch gerade, dich zu verstehen. Hab diesen Thread insbesondere deine Postings mehrfach gelesen. Mein erster Gedanke war, mal das Rechtschreib-Programm über deine Beiträge zu jagen, weil mir das eine oder andere aufgefallen war... Hab mir dann gedacht, dass es ja vielleicht Unterschiede in der deutschen und österreichischen Rechtschreibung gibt.
Nichts desto trotz hab ich wiederholt das Gefühl, dass du dir ständig selbst widersprichst...

............
Also nochmal:
eine fehlerhafte Bewerbung (Rechtschreibfehler, Tippfehler) lässt auf die Sorgfalt im Berufsleben Rückschlüsse zu.
Und wenn ich schon kein Deutsch-Genie bin lass ich doch die Bewerbung Frau oder Freunden durchlesen bevor ich sie absende.
Deshalb sortiere ich grundsätzlich da aus.
Bei Rechtschreibfehlern ist noch nichts passiert, aber wenn er genauso sorgfältig im Straßenverkehr fährt und mit dem LKW umgeht, soll er bitte beim Mitbewerber arbeiten aber nicht bei mir.
Ich hoffe, jetzt ist es verständlich ausgedrückt.

Verständlich. Ja. Ich kommentier das jetzt nicht.

Geld:
ich zahle wie jeder brave AG zumindest Kollektivverträge, großteils sogar eine Spur mehr.
Daß davon jetzt bei keinem meiner Leute der große Reichtum ausbricht ist mir klar.
Ich glaube manche hier haben etwas eigenartige Vorstellungen davon, was so ein Betrieb in der heutigen Zeit abwirft.
Ich beklag mich nicht, aber verglichen mit den Zahlen aus den 90er Jahren ist die große Dürre ausgebrochen.
Allgemein in der Branche.

Rhenus:
ja, es ist das Grundübel, daß Kinder aus ärmeren Familien sehr geringe Chancen auf gute Ausbildung haben.

Aha? Schulbildung? Rechtschreibung?

Da fängt ja der Fisch zum stinken an.

Ja. Oben nämlich. Vielleicht auch bei arroganten Chefs, die ihren Job geerbt haben?

Da müsste man ansetzen.

Dann fang mal damit bei dir an.


Keiner kann sich aussuchen wo er reingeboren wird.

:daumen:


Ich hatte aus finanzieller Sicht Glück, ganz sicher.
Aus seelischer Sicht (oder wie man es nennen soll) sicher nicht.
Denn meine Kindheit und Jugend, der Druck, immer besser sein zu müssen, Benimmregeln de luxe, Drill, stundenlang keep smiling bei Veranstaltungen..... da habe ich wiederum meine Schulfreundinnen aus den "normalen" Familien beneidet weil die echte Freizeit an Wochenenden hatten während ich überall mit musste zu Geschäftspartnern, auf Golfplätze (für Kinder äußerst uninteressant) usw.... immer das brave aufgeputzte Töchterchen, daß stundenlang brav grinst während Geschäfte gemacht werden.

Auf der anderen Seite sind dann die armen Prolls. Die hecken wie die Hasen und lauter genauso ungebildete Kinder zur Welt bringen. Die dann verständlicherweise beim Amt landen weil - die kann man ja solchen anspruchsvollen Arbeitgebern nicht zumuten. Erst recht nicht, wenn sie so'ne schlimme Kindheit hatten wie du.


Ja, vielleicht habe ich dadurch sogar einen Knacks abbekommen, wär kein Wunder.
Vielleicht sind dadurch meine beiden Beziehungen gescheitert.
Weil man sich automatisch einen Schutzpanzer anlegt.

(und 'ne Scheiß-überhebliche Ausbeuter-Mentalität)😛


Und weil ich mir einfach nicht vorstellen kann, wie man über längere Zeit arbeitslos sein kann wenn man gesund ist und auch den Willen hat, etwas zu finden.

Kannst du dir sicher nicht vorstellen bei deinem Lebenslauf. Aber glaub mir, das Leben holt jeden mal ein 😉 Im Übrigen finde ich es grenzwertig, Situationen oder Handlungen zu beurteilen, bezüglich denen man selbst keinerlei Erfahrung hat.

Vor allem bei der jüngeren Generation sehe ich das absolut nicht ein.



Ich hab hier an der einen oder anderen Stelle etwas dicker aufgetragen, ich hoffe, der geneigte Leser erkennt das. 😉
Aber Natascha, entschuldige bitte, du erfüllst jedes einzelne Klischee des dümmlich-arroganten reich Geborenen, der dauernd jammert und dabei jeglichen Bezug zur Realität verloren hat bzw. nie hatte.
Mich verblüfft es schon, wie du das eine oder andere Mal die besten Argumente GEGEN deine vorher gemachten Aussagen lieferst...😕
 
Was ich auch festgestellt habe: Dass es, insbesondere seit Hartz IV, eine Art Sozialneid "nach unten" gibt. Das heißt, man ist nicht mehr nur neidisch auf der, der gut verdient und finanziell besser gestellt ist. Man gönnt dem Arbeitslosen das Existenzminimum nicht mehr... weil er eben keine bezahlte Tätigkeit nachgeht.
Ich finde, dass sich das gesellschaftliche Klima seit Hartz IV verschlechtert hat. Ich würde das Buch "Kaltes Land" von mehreren Autoren gern lesen.
Ich frage mich, warum die Herren Schröder, Hartz, usw... das deutsche Volk jahrelang so eingeschüchtert haben ? Mit ihren großen Worten von "mehr Eigenverantwortung" und "mehr Freiheit" usw...
"Mehr Eigenverantwortung" heißt für mich, dass, wie die Autorin Gillen es so gut sagt, die Risiken des Lebens "privatisiert" werden, dass nur der, der es sich leisten kann, sich dagegen absichern kann. Der Andere hat einfach Pech gehabt. Jeder Schicksalsschlag wird als persönliches Versagen gedeutet, jeder soll schauen, wo er bleibt, die Schwachen und Hilfsbedürftigen werden nicht mehr geholfen, es ist sogar so, dass Schwäche und Hilfsbedürftigkeit als Makel gelten.

Man nennt das Sozialdarwinismus oder Sozialapartheid!
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben