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Lebensaufgabe? Sinn im Leben? Der Sinn des Lebens?

  • Starter*in Starter*in winnie
  • Datum Start Datum Start
W

winnie

Gast
Habt Ihr für Euch eine echte Lebensaufgabe gefunden? Kann man diese finden?
Gibt es einen Sinn in diesem Leben?

Ich will hier jetzt kein Depressionsbeitrag leisten, sondern es ist eine ernst gestellte Frage.

Also, ich habe keine Kinder, habe studiert und jetzt arbeite ich und gehe zum Sport und nach Hause schlafen, nähen, Akkordeon spielen, Freunde treffen...Partner habe ich nicht...

Ich könnte jetzt für mich nicht spontan sagen, daß ich eine Lebensaufgabe habe, oder das ich - rein fantastisch gesehen - am Ende meines Lebens sagen könnte: ja ich habe meine Lebensaufgabe erfüllt, die Welt hat sich ein bißchen durch mein Dasein verändert (und wenn es nur im Kleinen ist). Klar bin ich sicherlich auch für andere wichtig...viell. liegt auch der Sinn oder die Lebensaufgabe darin, daß ich für andere wichtig bin...keine Ahnung!

Fühle mich schon oft kraftlos und sinnlos! Macht dieses Leben überhaupt Sinn? Wenn ich nicht da wäre, wäre es doch okay für diese Welt...oder wenn DU nicht da wärest? Viell. hast Du Kinder, okay...aber irgendwie komme ich nicht mal darauf klar!

Wahrscheinlich schreibt der eine oder andere, daß jeder für sich seine Lebensaufgabe selbst finden muß..."erfinden" muß...dann frage ich mich allerdings, ob das nicht nur eine Illusion ist.

Mit Gott habe ich es auch schon mal versucht. Ich kenne auch die Bibel, die Predigten...aber dann frage ich mich, ob es nicht doch besser gewesen wäre es mit der Sinnflut ohne Arche zu belassen...dann hätten wir auch keine Probl. auf dieser Welt...

Irgendwie steige ich da durch dieses Leben so gar nicht durch.

Aber mich jetzt irgendwo anzuschließen - weiß was ich - eine wohltätigen Organisation...würde mir auch die Frage nicht beantworten. Ich schreibe jmd aus der Todeszelle in den USA, ich helfe so gut es geht einen Assistenzarzt, den ich vor Jahren über ein Forum kennengelernt habe, mit Deutsch, Bewerbungen, sich hier einzuleben usw., spende dem Tierheim, habe ein Patenkind in Afrika...also, so ganz untätig bin ich ned...helfen tue ich, wo es geht...es hapert viell. daran, daß ich mir nicht helfen lasse...Hilfe ned annehmen kann...aber mit dem Sinn des Lebens, mit einer Lebensaufgabe, die ich gefunden habe und ausfülle, hat das nix zu tun...glaube ich jedenfalls nicht.

Erfüllt ein Manager eine bestimmte Lebensaufgabe? Ein Arzt, der Pillen verschreibt?

Ich komme nicht klar...kann mir jmd helfen? Oder muß man sich eine Lebensaufgabe "einbilden" und einfach nur daran ganz fest glauben?

Es macht mich diese Frage auch kirre, weil ich auch schwer "genießen" kann - schon alleine dieses Wort "genießen", sich etwas zugestehen, Wunsch haben...nach einer Umarmung...diese kann ja auch sinnfrei sein...man hat halt das Bedürfnis danach...nach Glück (auf einer gewissen Art bin ich glücklich), aber es ist auch so, daß ich mich hier sehe und die Welt gaaaaanz weit weg da drüben...weil ich eben keinen Sinn sehe...ich tue hier mein Bestes und steuere dem Tod entgegen...

Möchte betonen: ich begehe jetzt kein Selbstmord, aber der Gedanke, es ist irgendwann vorbei und wo liegt denn nun der Sinn, habe ich schon...

w.
 
naja, mein leben verlief wohl anders – einer meiner ersten aussprüche war: "wenn ich groß bin, möchte ich geschichten erzählen!".
später wurde daraus autorin, noch später filmemacherin. da ich aber noch zur schule gehe, ist da noch viel ungewisses dabei – irgendwas von beiden wird gemacht, auf jeden fall neben regulärer arbeit. denn wenn ich "nur" autorin wäre, wäre mir der druck zu groß, kreativ schaffend zu bleiben. außerdem macht mir meine, hoffentlich, zukünftige arbeit spaß. (bin in der ausbildung zur grafikerin/multimediafachfrau/wasauchimmer)

dieser traum hat mich jeden falls immer angetrieben. hast du nichts, worauf die hinarbeiten möchtest? klar, ich bin noch jung, ich habe zeit zum träumen – aber ich denke, dass man sich sowas erhalten kann. vielleicht auch im kleinen rahmen. ich setze mir immer wieder ziele, zum beispiel diese programmierung lernen und wenn ich das habe, bin ich rundum zufrieden. das hat zwar weniger mit sinn zu tun, füllt mich aber aus.

was mich immer sehr beruhigt, ist die tatsache, dass ich einmal sterben werde – auch wenn mir das (die kehrtseide der medaille) eine heidenangst einjagt, so ist es in gewisser weise doch sehr beruhigend, dass nichts bestand hat. ich muss mir keine sorgen darüber machen, ob meine filme oder bücher ankommen werden – in ein paar hundert jahren bin ich nur mehr staub. warum sollte ich mich dann also jetzt unter druck setzen? ich genieße die schönen momente, ich genieße die sonnenstrahlen und gute filme, gute musik.

ich empfehle übrigens immer gerne den film "schmetterling und taucherglocke". (das buch ist aber auch sehr schön) er hat mir sehr geholfen, mir über sinn und unsinn klar zu werden.

so, ich hoffe, das war nicht zu wirr. 🙂

liebe grüße
 
Es macht mich diese Frage auch kirre, weil ich auch schwer "genießen" kann - schon alleine dieses Wort "genießen", sich etwas zugestehen, Wunsch haben...nach einer Umarmung...diese kann ja auch sinnfrei sein...man hat halt das Bedürfnis danach...


Ich würde versuchen, das Pferd genau von dieser Seite aufzuzäumen. In einem Hotel in Bielefeld habe ich einen Spruch gelesen, der mich mein weiteres Leben begleitet hat: "Wer den Augenblick genießt, der genießt das ganze Leben"

Kennst du David Steindl-Rast ? Er ist ein Mönch, der nicht religiöse Menschen für spirituelle Themen begeistern kann.
Er schreibt auch über Sinnlichkeit und Sinn.
 
Hallo Winnie!

Der Sinn besteht darin, dass man sich maximal um die Umsetzung des Guten Willens bemüht. Und wenn man nicht weiß, was man tun soll, dann bemüht man sich maximal, dies herauszufinden.

Und wenn man sich (immer) bemüht hat, dann darf man begründet darauf hoffen, dass darauf ein göttliches Wesen positiv reagieren wird (= Religion).
 
Habt Ihr für Euch eine echte Lebensaufgabe gefunden? Kann man diese finden?
Gibt es einen Sinn in diesem Leben?
ist sicherlich für jeden menschen anders. ich sehe es für mein leben so,das ich eine bestimmte aufgabe habe. die ich auch so gut wie möglich erfüllen möchte.weil sie mir freude macht.ich für mich bin auf diese aufgabe durch viele begebenheiten in meinem leben gekommen.


Ich will hier jetzt kein Depressionsbeitrag leisten, sondern es ist eine ernst gestellte Frage.

finde die frage danach auch sehr interesant und sehe das nicht als depressionsansatz. du denkst nach über dein leben,ist doch okay.😉🙂

Also, ich habe keine Kinder, habe studiert und jetzt arbeite ich und gehe zum Sport und nach Hause schlafen, nähen, Akkordeon spielen, Freunde treffen...Partner habe ich nicht...

Ich könnte jetzt für mich nicht spontan sagen, daß ich eine Lebensaufgabe habe, oder das ich - rein fantastisch gesehen - am Ende meines Lebens sagen könnte: ja ich habe meine Lebensaufgabe erfüllt, die Welt hat sich ein bißchen durch mein Dasein verändert (und wenn es nur im Kleinen ist). Klar bin ich sicherlich auch für andere wichtig...viell. liegt auch der Sinn oder die Lebensaufgabe darin, daß ich für andere wichtig bin...keine Ahnung!



Fühle mich schon oft kraftlos und sinnlos! Macht dieses Leben überhaupt Sinn? Wenn ich nicht da wäre, wäre es doch okay für diese Welt...oder wenn DU nicht da wärest? Viell. hast Du Kinder, okay...aber irgendwie komme ich nicht mal darauf klar!

ich weis nicht, aber ich denke schon so, das wenn ich nicht gewesen wäre, vieles anders für andere verlaufen wäre.auch wenns sich blöde anhört, ich habe schon das gefühl ,etwas bewirkt zu haben,auch wenn ich nichts großes getan habe. ich habe menschen etwas gegeben,das ist doch sehr viel...
denke mal nach...ob es wirklich okay wäre, wärest du nicht da, oder in der vergangenheitsform...

Wahrscheinlich schreibt der eine oder andere, daß jeder für sich seine Lebensaufgabe selbst finden muß..."erfinden" muß...dann frage ich mich allerdings, ob das nicht nur eine Illusion ist.

warum illusion?verstehe den zusammenhang nicht...
es kann dir wirklich nimand sagen,welche aufgabe du im leben so hast...manch einer braucht sie ja auch nicht und lebt so ganz zufrieden,denkt über sowas garnicht nach.

ich glaube nicht das man sie finden muss...die aufgabe findet eher dich. dein leben geleitet dich dorthin...😉


Mit Gott habe ich es auch schon mal versucht. Ich kenne auch die Bibel, die Predigten...aber dann frage ich mich, ob es nicht doch besser gewesen wäre es mit der Sinnflut ohne Arche zu belassen...dann hätten wir auch keine Probl. auf dieser Welt...

Irgendwie steige ich da durch dieses Leben so gar nicht durch.

Aber mich jetzt irgendwo anzuschließen - weiß was ich - eine wohltätigen Organisation...würde mir auch die Frage nicht beantworten. Ich schreibe jmd aus der Todeszelle in den USA, ich helfe so gut es geht einen Assistenzarzt, den ich vor Jahren über ein Forum kennengelernt habe, mit Deutsch, Bewerbungen, sich hier einzuleben usw., spende dem Tierheim, habe ein Patenkind in Afrika...also, so ganz untätig bin ich ned...helfen tue ich, wo es geht...es hapert viell. daran, daß ich mir nicht helfen lasse...Hilfe ned annehmen kann...aber mit dem Sinn des Lebens, mit einer Lebensaufgabe, die ich gefunden habe und ausfülle, hat das nix zu tun...glaube ich jedenfalls nicht.

hier könntest du schon etwas erkennen,finde ich. du hilfst mit den dingen die du tun kannst. ist es nicht schon etwas besonderes? für dich ist das nichts, was du tust, doch die menschen denen du unterstützung gibst,wer weiss,wies für sie wäre ohne dich...

Erfüllt ein Manager eine bestimmte Lebensaufgabe? Ein Arzt, der Pillen verschreibt?
ich denke schon.

Ich komme nicht klar...kann mir jmd helfen? Oder muß man sich eine Lebensaufgabe "einbilden" und einfach nur daran ganz fest glauben?

du schreibst von der illusion und dem einbilden...ich sehe da so, das man wenn man eine bestimmte aufgabe erkannt hat, die auch annimmt und sich nicht zweifelnt in gedanken verirrt.man weiss was die aufgabe ist...fühlt es.
für mich wars so,wenn ich mein leben betrachte, sehe ich das ich "wohin geführt wurde" es gab einen roten faden..
bin zwar noch nicht so ganz angekommen,doch ich habe das gefühl , da wartet noch etwas auf mich...die eigentliche aufgabe. was ich bisher tat,war nur die einführung,sozusagen..😉


Es macht mich diese Frage auch kirre, weil ich auch schwer "genießen" kann - schon alleine dieses Wort "genießen", sich etwas zugestehen, Wunsch haben...nach einer Umarmung...diese kann ja auch sinnfrei sein...man hat halt das Bedürfnis danach...nach Glück (auf einer gewissen Art bin ich glücklich), aber es ist auch so, daß ich mich hier sehe und die Welt gaaaaanz weit weg da drüben...weil ich eben keinen Sinn sehe...ich tue hier mein Bestes und steuere dem Tod entgegen...

was ist das genau, dein bestes..?eventuell deutet genau das ja auf deine aufgabe hin.
ich verstehe nicht ganz was das geniessen damit zu tun hat.

Möchte betonen: ich begehe jetzt kein Selbstmord, aber der Gedanke, es ist irgendwann vorbei und wo liegt denn nun der Sinn, habe ich schon...

ist es nicht schon sinn genug, gelebt zu haben?
wobei ich meine, wirklich gelebt mit allem was dazu gehört. das kann schon aufgabe sein, das zu erreichen. frei von ängsten und blockierungen...und alle dem.leben in der gegenwart erreichen...

waren so meine ersten gedanken dazu..
ich habe noch viele gedanken dazu,weil ich ähnliche themen im kopf habe...
einerseits sehe ich den sinn in meinem leben,manchmal weiss ich nicht ihn umzusetzen...

ich beende aber erstmal...😉🙂
 
Tja...die entscheidende Frage des Lebens, oder? Die nach dem Sinn...

Ich weiß nicht. Ich neige bisweilen auch zu solchen Grübeleien. Was kann man denn überhaupt leisten, um dem Leben wirklich Sinn zu geben? Etwas Bleibendes schaffen, ist so ein Punkt. Ich dachte an so was wie ein Buch schreiben. Was ich vielleicht ja auch nochmal mache. Schreiben ist aber auch so mein Beruf.

Wie auch immer. Ich denke, es ist schon ein guter Ansatz, das eigene Glück zu suchen. Dinge zu tun, bei denen man sich gut fühlt. Viele Menschen zerreiben sich so beim Erfüllen der Ansprüche anderer (Familie, Partner, Chef, Kollegen, Freunde, Nachbarn). Ich versuche, nicht so zu sein, verfalle aber bisweilen auch in den Trott. Das Wichtigste ist also vielleicht, sich eine gewisse Unabhängigkeit (materiell und ideell) zu erarbeiten. Und ich glaube, den Sinn kann man nur in sich selber finden. Andere Menschen können dem eigenen Leben keinen Sinn geben. Damit schafft man wieder nur Abhängigkeiten.

Ein weites Feld, in dem man eigentlich immer nur dazulernen kann.
 
Du schriebst, Du könntest Hilfe nicht annehmen und könntest nicht genießen. Da liegt wohl der Knackpunkt - mir ginge es zumindest so. Ich tue einiges für Tiere und manches für manche Menschen. Habe immer versucht, dabei möglichst UNeigennützig zu sein. Aber im Grunde ist man das seltenst wirklich. Denn auch die Zuneigung, die man dafür bekommt, ist etwas für MICH. Seit ich das gerne annehme und gerne genieße, erscheint mir die Arbeit für Tier und Mensch sehr viel sinnvoller - - und das darf ruhig so sein. Was ich tue, ist nix Großartiges und so manch einer würde das sicher nicht als Sinn des Lebens bezeichnen. Aber für mich ist das das Sinnvollste, was ich aus meinem Leben machen kann.
 
Danke Euch allen für die tollen Antworten. Ich muß das alles für mich sacken lassen...
Ja, Annahme ist sicherlich das Entscheidene...
Das Leben ist ein Rätsel...aber auch eine wunderbares, wenngleich auch merkwürdiges Rätsel...

Schmetterlingsflattern: ist auch schwer zu erklären, wie ich das meine mit dem Einbilden...also, viell. bilden wir Menschen uns das alles nur ein: dies wäre der Sinn oder meine Lebensaufgabe und so...genauso, wie ein Depressive ja seine Welt sieht und ein Glücklicher wiederum sein Leben...Mit dem Genießen: viell. stoppe ich den Fluß des Lebens, wenn ich selbst nicht genieße bzw. nicht annehme?

Christine und Selah:
für Tiere da zu sein halte ich auch für sehr sinnvoll. Wir schaffen uns aus irgendwelche Gründe Haustiere an, Tiere dienen uns, sind für uns da, sie leiden für uns...Tiere habe einfach eine besondere Fürsorge verdient...Oh, Mann, ich habe Tiere auch sehr lieb.
Selah: Toll daß Du das kannst...ich wüßte nur nicht über was ich schreiben könnte. In der schule hatte ich immer eine 4 im Aufsatz. Mir fiel nix ein...Unsinn kann ich schreiben, okay - aber das war es auch...Hast Du von Dir schon etwas veröffentlicht?

Manuel:
irgendwie nicht schlecht. aber haben denn alle Menschen einen guten Willen. Es gibt genügend "Idioten" sorry für den Ausdruck, die meinen ihren "guten Willen" max. durchzusetzen und es kommt nur Müll dabei heraus.

Und wenn man sich (immer) bemüht hat, dann darf man begründet darauf hoffen, dass darauf ein göttliches Wesen positiv reagieren wird (= Religion).

Ist Gott wirklich so, daß man hoffen "darf" seine Gnade sich zu erwirken? Ich glaube da doch eher, daß Gott viel größer als die Liebe ist, die Mensch sich vorstellen kann. Ich traue ihm glatt zu, daß er - selbst dann wenn das Bemühen ausfällt, trotzdem pos. reagiert - weil liebe freiwillig ist und eben keine bedingungen stellt...ich glaube, Reli drückt nur das aus, was uns Menschen ausmacht: der Wunsch nach kontrolle: tust du das - bekommst du das. Gibt es wirklich einen Gott, ist er nicht auf diesem Niveau - aber ich will ja kein Reli-Thread auslösen... mir stößt es nur immer wieder bitter hoch, wenn Gott so einfach denkend minimiert wird...ich glaube, gott, wenn es ihn gibt, uns einlädt höher zu denken und nicht im Zeigen eines guten willen...ja zu was denn? viell. hatten meine eltern auch einen guten willen mich gut zu erziehen, mich für das leben gut zu rüsten, indem sie mich verprügelt habe...als abhärtung...tja, hatte eben eine A.Hitler erziehung...so war es eben damals...und ich glaube, meine eltern waren wirklich mit gutem willen gut gerüstet...also, irgendwie hakt da was...

ich wollte Dich aber nicht beleidigen, lieber Manuel

w.
 
Manuel:
irgendwie nicht schlecht. aber haben denn alle Menschen einen guten Willen.
Hallo Winnie! Ich würde sagen: Nein. Sie verfehlen den Sinn des Lebens.
Es gibt genügend "Idioten" sorry für den Ausdruck, die meinen ihren "guten Willen" max. durchzusetzen und es kommt nur Müll dabei heraus.
Was dabei heraus kommt, ist unwesentlich. Es zählt unter der moralischen Perspektive alleine der Gute Wille. Der Sinn kann auch nicht sein, dass der Mensch etwas Schlechtes will und durch Zufall ein gutes Ergebnis herauskommt. Das gute Ergebnis aufgrund eines schlechten Willens? Ne! Das kann nicht der Sinn des Lebens sein. Das Ergebnis ist von vielen Faktoren abhängig, die der Mensch nicht im Griff hat. Im Griff hat der Mensch alleine seinen guten oder schlechten Willen!

Ist Gott wirklich so, daß man hoffen "darf" seine Gnade sich zu erwirken? Ich glaube da doch eher, daß Gott viel größer als die Liebe ist, die Mensch sich vorstellen kann. Ich traue ihm glatt zu, daß er - selbst dann wenn das Bemühen ausfällt, trotzdem pos. reagiert - weil liebe freiwillig ist und eben keine bedingungen stellt..
Sollte es Gott geben, dann wird er vermutlich noch ganz anders sein, als wir ihn uns vorstellen (können). Vermutlich ist er für uns Menschen gar nicht richtig erkennbar. Wir können nur mehr oder weniger begreifen, welche Bedeutung er für uns hat.

Dass er "unverdiente" Liebe gibt ohne sich anzustrengen - ich will es nicht ausschließen. Aber ich sehe die Gefahr eines "KuschelGottes", der alles durchgehen läßt. Mir schwebt lieber der gerechte Gott vor.

.ich glaube, Reli drückt nur das aus, was uns Menschen ausmacht: der Wunsch nach kontrolle: tust du das - bekommst du das.
Diesen Gedanken höre ich hier im Forum öfters. Der Mensch tut etwas, um Gott gefallen zu wollen. Er instrumentalisiert also Gott. Als würde Gott diesen Trick nicht durchschauen können!? Als Allwissender erkennt Gott den Schleimer und weiß ihn von einem Menschen zu unterscheiden, der das Gute wirklich um des Guten willen tut. Es ist wirklich möglich, ohne Hintergedanken das Gute um des Guten Willen zu tun! Arschkriecher kommen bei Gott nicht gut an.
Gibt es wirklich einen Gott, ist er nicht auf diesem Niveau - aber ich will ja kein Reli-Thread auslösen... mir stößt es nur immer wieder bitter hoch, wenn Gott so einfach denkend minimiert wird..
Wie gesagt können wir Menschen Gott gar nicht in seiner totalen Wirklichkeit erfassen. Unsere Erkenntnis ist von ihrer Anatomie her automatisch "minimiert".
viell. hatten meine eltern auch einen guten willen mich gut zu erziehen, mich für das leben gut zu rüsten, indem sie mich verprügelt habe...als abhärtung...tja, hatte eben eine A.Hitler erziehung...so war es eben damals...und ich glaube, meine eltern waren wirklich mit gutem willen gut gerüstet...also, irgendwie hakt da was...
Das tut mir leid mit Ihrer Erziehung. Bei prügelnden Eltern muss man wohl eine Vielzahl von möglichen Ursachen bedenken. Dahinter kann Bosheit stecken, Hilflosigkeit, ein angelernter Reflex, Dummheit etc. Nach meiner Erfahrung sind gewalttätige Eltern häufig nicht mehr im Besitz ihrer (Willens)Freiheit. Ihre praktizierte Gewalt hat also etwas von einem Zwangsverhalten an sich.

Strenggenommen möchte ich dennoch betonen: an einem ausschließlich Guten Willen, der mit maximalem Engagement verfolgt wird, ist nichts auszusetzen. Die eventuell negativen Folgen sind von so einem Willen abzugrenzen. Was soll ein Gott von einem Menschen anderes erwarten, als das ihm maximal mögliche Engagement für den Guten Willen?

ich wollte Dich aber nicht beleidigen, lieber Manuel
Es macht Sie sympathisch, dass Sie hier freundlich bleiben trotz gegenteiliger Meinung 🙂. Das ist in diesem Forum eine lobenswerte Rarität.
 
Christine und Selah:
für Tiere da zu sein halte ich auch für sehr sinnvoll. Wir schaffen uns aus irgendwelche Gründe Haustiere an, Tiere dienen uns, sind für uns da, sie leiden für uns...Tiere habe einfach eine besondere Fürsorge verdient...Oh, Mann, ich habe Tiere auch sehr lieb.
w.

Meine Tiere dienen mir nicht, das erwarten sie eher von mir 😉. Trotzdem geben sie mir mit ihrer Liebe und Zuneigung oft ein größeres Dankeschön als ein Mensch.
 

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