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ist fremdgehen schon normal geworden ?

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bitte??? Die Bedürfnisse sind ja wohl echt und dass Leid wenn sie nicht befriedigt werden auch. Und wenn der andere dem abhelfen kann ohne sich allzuviel zu vergeben, ja, dann sehe ich durchaus auch eine moralische Verpflichtung, darauf einzugehen. Mit Erpressung hat das nichts zu tun; vielmehr ist genau das der Sinn einer Partnerschaft - nicht nur beim Sex, sondern überall.

Diese Einstellung sehe ich als sehr problematisch an.
WER bestimmt, ob sich derjenige, der dem abhelfen soll, damit nicht allzuviel vergibt? Du?

Vielleicht unterschätzt du den Leidensdruck derjenigen Person, die sich zu sexuellen Handlungen überwindet, obwohl sie nicht möchte, weil der Partner/die Partnerin das eigene "Leid aus Verzicht" über allem stellt?

Das ist ein ganz heikles Thema.

Ich möchte den Leidensdruck des Verzichtenden nicht in Abrede stellen.

Genauso wenig darf jedoch der Leidensdruck der anderen Seite nicht einfach geleugnet werden, indem so getan wird, als wäre es "ja nur eine kleine Sache, ein unbedeutendes Entgegenkommen" (Eventuell sogar eine Unabdingbarkeit; das Recht des nicht verzichten wollenden Partners?), wenn sich diese überwindet. (Während der Verzicht als Tragödie dargestellt wird.)

DAS wäre nämlich genau das Einseitige, das du so angreifst.
 
Ich würde da sogar noch weiter gehen: wenn z.B. sie am morgen ein Rendezvous mit dem Duschkopf hat, dann aber am abend nicht mir ihrem Mann schlafen will, dann hat sie ihn genauso betrogen, wie wenn sie fremdgegangen wäre. Dagegen, wenn sie ihrem Mann sexuell alle Wünsche erfüllt, aber er nicht in der Lage ist ihr das gleiche zu bieten (weil sie z.B. bisexuell oder nymphoman veranlagt ist) und sie deswegen hin und wieder mit anderen Sex hat, dann wäre das im Vergleich viel weniger schlimm.

digitus

😕 Du hast eine sehr egozentrische Sichtweise von Sexualität. Hauptsache du bist befriedigt?
Betrügst du in deinen Augen auch deine Partnerin wenn du es dir selbst machst, ihr aber nicht so viel Freude im Bett bereitest, wie sie sich wünschen würde? (Ich meine hier die Qualität - nicht die Quantität ^^)
 
Du meinst so wie in den alten Filmen wo er sich auf Ihr abmüht während sie über der Schulter gelangweilt Fernsehen guckt? Ganz toll. Was ist den der Partner für Dich dann? ein lebender Dildo oder eine lebende Gummipuppe die es Dir aus Mitleid besorgt?

Du kannst das ins lächerliche ziehen wenn Du willst. Ob das besonders konstruktiv oder gar hilfreich ist, lass ich jetzt mal dahingestellt ...

Bei etwas guten Willen auf beiden Seiten und wenn die Beziehung noch halbwegs intakt ist d.h. also noch ein Fünkchen an gegenseitiger Liebe und Begehren da sind, dann hat sich das mit dem "nicht wollen" i.a. eh schon erledigt bevor beide aus der Wäsche raus sind ... 😉 (... und wenn mal nicht, mein Gott, dann hat halt einer mal nur nur aus Liebe und nicht aus Geilheit mit dem andern geschlafen - na und? Es soll wirklich schlimmere Sachen geben.)

Das kommt davon wenn Beziehung nur auf Sex reduziert wird.

und weil's dazupasst auch

denn sexualität ist das einzige was eine freundschaft von einer beziehung unterscheidet. warum sollte ich mich da gerade mit jemandem zusammentun der nicht zu mir passt?

Ihr seid es, die eine Beziehung auf Sex reduzieren - jedenfalls läufts daraus hinaus: Ich nehme an, ihr seid in allen anderen Anspekten einer Beziehung durchaus der Meinung, dass man Kompromisse machen und dran arbeiten soll wenn man in ein paar Punkten anderer Ansicht ist oder andere Vorlieben hat, wenn man sich ansonsten viel zu geben hat. Und ausgerechnet beim Sex soll das nicht so sein? Da darf's kein Nachgeben und keine Kompromisse geben? Daran darf man nicht arbeiten? Da ist die einzige erlaubte Konfliktlösung die Trennung?

Leute, keine 2 Menschen passen 100%ig zusammen. Weder beim Sex noch anderswo. Sowas kommt einfach nicht vor. Sollen sich die jetzt alle trennen und jeder einsam seine Wege gehen - oder zumindest auf Sex und Kinder verzichten? Verlangt ihr das wirklich? In so einer Welt möchte ich jedenfalls nicht leben.

digitus
 
wenn z.B. sie am morgen ein Rendezvous mit dem Duschkopf hat, dann aber am abend nicht mir ihrem Mann schlafen will,
😕😕😕
Da bin ich völlig naiv. Kann das der unbemerkte Grund sein weswegen manche Frauen den Sex mit ihren Männern so locker reduzieren können??
 
also um auf das argument zurückzukommen: "warum sollte man lieber seine familie zerstören als einen einmaligen seitensprung zu verzeihen?" ganz einfach weil es in erster linie nicht der betrogene ist der eine familie zerstört, sondern der betrüger...und dann weil die meißten beziehungen sich heutzutage nach wie vor auf vertrauen stützen. wenn der eine das des anderen missbraucht ist dies sozusagen ein vertragsbruch. und der betrogene hätte jedes recht zu gehen... die wahre schuld liegt beim betrüger.

um es mit den worten meines freundes und beziehungspartners wiederzugeben: "ich habe dich nicht auf den anderen drauf gesetzt. ganz egal was vorher passiert ist, aber für seine handlungen ist jeder selbst verantwortlich. sinnlos die schuld darin beim anderen zusuchen...!"

desweiteren ist es leider so dass man entweder vorher nachdenkt oder nachher büßt wenn man etwas machen will.

und bevor ich mit einem anderen ins bett gehe sollte ich mir vielleicht kurz die zeit nehmen um an meinen unwissenden partner daheim zudenken.

wenn zwei menschen sexuell gesehen so verschieden sind dass es ein fremdgehen nötig macht dann passen sie auch nicht zusammen. oder sie müßen sich mit einer einfachen freundschaft zufrieden geben. denn sexualität ist das einzige was eine freundschaft von einer beziehung unterscheidet. warum sollte ich mich da gerade mit jemandem zusammentun der nicht zu mir passt?

für fremdgehen gibt es meiner meinung nach nur einpaar gründe:

die feigheit ehrlich zusein mit seinen bedürfnissen, sich nicht eingestehen wollen dass man einen partner hat der garnicht zu einem passt, die gewohnheit des gemachten nestes nicht aufgeben aber trotzdem seinen spaß haben wollen...

in jedem dieser fälle würde ich mich trennen. denn sie sind alle anzeichen dafür dass ich in der falschen beziehung bin. und nichts anderes sagt ein seitensprung aus....

du sprichst mir aus der Seele. für sein Handeln ist jeder selbst verantwortlich. und den Spruch von deinem Freund finde ich auch sehr gut - schöne Grüße an ihn ;-)))) Recht hat er.
und ich glaube auch, daß viele aus Gewohnheit und gemeinsamer materieller Dinge zusammen bleiben. Ich habe auch auch Verständnis dafür, daß man sich wegen solcher Dinge wie gemeinsames Haus und Kind nicht einfach so trennt. Aber das sieht wohl auch jeder anders. Trotz allem: ich schließe mich deiner Meinung voll und ganz an.
 
😕 Du hast eine sehr egozentrische Sichtweise von Sexualität. Hauptsache du bist befriedigt?
Betrügst du in deinen Augen auch deine Partnerin wenn du es dir selbst machst, ihr aber nicht so viel Freude im Bett bereitest, wie sie sich wünschen würde? (Ich meine hier die Qualität - nicht die Quantität ^^)

Definitiv ja! Genauso würde ich das sehen. Ich hätte das Gefühl, ihr etwas wegzunehmen, dass ihr zusteht. Und ich hab das in meinen Beziehungen auch immer so gehalten. Selbstbefriedigung hat in einer funktionierenden Beziehung schlicht nichts verloren.

Ich habe überlegt, mein Bsp. aus männlicher od. weiblicher Sicht darzustellen, und hab mich halt für meine Perspektive entschieden. Aber natürlich gilt auch die Umkehrung, nur das es beim Mann (aus den Gründen die Du angeführt hast) noch schlimmer ist, eben weil er, auch dann wenn er sich seiner Frau nachher nicht verweigert, doch das Erlebnis beeinträchtigt und sie um genau diesen Unterschied betrügt.

digitus
 
Diese Einstellung sehe ich als sehr problematisch an.
WER bestimmt, ob sich derjenige, der dem abhelfen soll, damit nicht allzuviel vergibt? Du?

Jeder muss selber entscheiden was für ihn passt und was nicht, das ist doch klar. Es ging mir einfach mal darum aufzuzeigen, dass man die Dinge auch anders sehn kann und vielleicht den einen oder die andere dazu zu bringen ihr Verhalten zu hinterfragen. Vielleicht ist die Welt danach ja ein Stückchen besser ...

Vielleicht unterschätzt du den Leidensdruck derjenigen Person, die sich zu sexuellen Handlungen überwindet, obwohl sie nicht möchte, weil der Partner/die Partnerin das eigene "Leid aus Verzicht" über allem stellt?

Da bist Du ungerecht. Genau diesen Fall hab ich ja einen (unzitierten) Absatz weiter oben abgehandelt. Es ist ist doch klar, dass das ganze nur dann überhaupt Sinn macht, wenn der eine weniger "Leidensdruck" auf sich nimmt, als er durch das was er tut beim andern lindert. Genau das war mit "sich nicht allzuviel vergeben" gemeint. - Liebe und auch Sex ist ja gottlob kein Nullsummenspiel.

Genauso wenig darf jedoch der Leidensdruck der anderen Seite nicht einfach geleugnet werden, indem so getan wird, als wäre es "ja nur eine kleine Sache, ein unbedeutendes Entgegenkommen" (Eventuell sogar eine Unabdingbarkeit; das Recht des nicht verzichten wollenden Partners?), wenn sich diese überwindet. (Während der Verzicht als Tragödie dargestellt wird.)

Wie gesagt, das tu ich keineswegs - und hab das auch zuallererst angesprochen und klargestellt.

DAS wäre nämlich genau das Einseitige, das du so angreifst.

Einseitig scheint mir das vorherrschende Dogma zu sein, dass man beim Sex nur egoistische Handlungen setzen darf. Auch Sex ist, wie alles in einer Beziehung, ein Geben und Nehmen. Es ist schlicht OK, wenn eine Frau ihm einen bläst, auch wenn sie grad keine Lust auf Sex hat. Und es ist OK wenn ein Mann noch eine Runde anhängt, wenn sie noch nicht genug hat, obwohl er weiß, dass er sie für sich nicht zuende bringt und sich jetzt eig. lieber umdrehn und schlafen würde. Wenn man sich liebt, dann macht man sowas füreinander, ganz einfach, weil es schön ist, dem andern Freude und Lust zu bereiten - und niemand braucht sich deswegen als Gummipuppe, Dildo oder sonstwas bezeichnen lassen.

digitus
 
Definitiv ja! Genauso würde ich das sehen. Ich hätte das Gefühl, ihr etwas wegzunehmen, dass ihr zusteht. Und ich hab das in meinen Beziehungen auch immer so gehalten. Selbstbefriedigung hat in einer funktionierenden Beziehung schlicht nichts verloren.

Ich habe überlegt, mein Bsp. aus männlicher od. weiblicher Sicht darzustellen, und hab mich halt für meine Perspektive entschieden. Aber natürlich gilt auch die Umkehrung, nur das es beim Mann (aus den Gründen die Du angeführt hast) noch schlimmer ist, eben weil er, auch dann wenn er sich seiner Frau nachher nicht verweigert, doch das Erlebnis beeinträchtigt und sie um genau diesen Unterschied betrügt.

digitus

Zunächst mal: Zustehen tut niemandem etwas. Menschen sind kein Besitzt uns Sexualität gibt man freiwillig oder gar nicht. Da gibt keinen Rechtsanspruch drauf.


Und was den Betrug mit dem Duschkopf angeht- Ich hätte schon arge bedenken wenn meine Frau einen Duschkopf ,mir als Liebhaber vorzöge, denn dann müsste ich schon ein ziemlich mieser Liebhaber sein...
Und deine Vorstellung davon das Du ja schon so schnell fertig bist das die zeit zum Ausziehen nicht reicht, ich kenne keine Frau die so schnell zufrieden zu stellen ist.
 
Zunächst mal: Zustehen tut niemandem etwas. Menschen sind kein Besitzt uns Sexualität gibt man freiwillig oder gar nicht. Da gibt keinen Rechtsanspruch drauf.
Lies mal genauer: Ich darf sehr wohl sagen, dass ihr etwas zusteht, denn das verpflichtet mich und nicht sie. Ansonsten gilt (wie schon anderso geschrieben): Niemand hat ein Recht darauf geliebt zu werden.

Und was den Betrug mit dem Duschkopf angeht- Ich hätte schon arge bedenken wenn meine Frau einen Duschkopf ,mir als Liebhaber vorzöge, denn dann müsste ich schon ein ziemlich mieser Liebhaber sein...
Tja, das Bessere ist der Feind des Guten. 😉

Und deine Vorstellung davon das Du ja schon so schnell fertig bist das die zeit zum Ausziehen nicht reicht, ich kenne keine Frau die so schnell zufrieden zu stellen ist.
Ich weiß ja nicht wie man den Satz "... dann hat sich das mit dem "nicht wollen" i.a. eh schon erledigt bevor beide aus der Wäsche raus sind" missverstehen kann, aber Du hast es geschafft!

digitus
 
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