Sorgenfrei
Neues Mitglied
Hallo zusammen,
ich wäre euch sehr dankbar für Tipps wie ich mich verhalten soll.
Zu meiner Situation:
Ich bin seit einem halben Jahr mit meinem Freund zusammen, der Borderline hat. Wir kennen uns durch die Arbeit und schon beim ersten Kennenlernen als ich neu in die Firma kam, verspürten wir eine starke Sympathie zueinander, aber sowohl ich als auch er waren in einer Beziehung, weshalb unser Verhältnis zueinander kollegial freundschaftlich blieb. Irgendwann sagte er zu mir, dass wir uns mal privat treffen müssten, er hätte mir einiges zu sagen, aber wir fanden keinen Termin. Dann war er im Urlaub und es ging die Mail rum, dass er nun stolzer Vater sei. Das war überraschend für mich, (er hat nie davon erzählt) und habe ihm daraufhin eine Mail geschrieben und ihm gratuliert. Dann kam nach ein paar Tagen die Antwort, dass es nicht so schön ist wie es klingt und wir uns mal treffen sollten. Gesagt getan. Er erzählte mir, dass er und seine Freundin schon jahrelang ein Kind wollten, es aber nicht geklappt hat, sie jetzt zwar ein Kind hat, aber das auch eventuell von ihrer Affäre, die sie 1 1/2 Jahr hatte, sein könnte. Ein Vaterschaftstest hat dies dann bestätigt. Er hat sie die ganze Schwangerschaft begleitet und war bei der Geburt dabei und hat das Kind 6 Wochen lang, bis das Ergebnis da war, auch noch mit betreut, die ganze Zeit wissend, dass er vielleicht nicht der Vater ist. Nachdem dann feststand, dass er nicht der Vater ist, gab es nur noch Streit zwischen den beiden. Sie hat ihn dann verlassen mit der Begründung, dass er das Kind nie lieben kann. Tja und recht bald nach dem Auszug kamen wir dann zusammen.
Jetzt wird jeder (zu Recht)sagen, wie bekloppt muss man sein, das kann doch garnicht gut gehen, ob nun Borderline oder nicht. Ich hatte auch meine Bedenken, aber er kam an und irgendwie hat es gefunkt. Die ersten Monate hatten wir eine sehr intensive und wunderschöne Zeit. Zwischendurch war er auch traurig, aber das konnte ich auch verstehen, nachdem, was er erlebt hat und habe ihn immer wieder aufgebaut. Soweit so gut, aber dann ging es irgendwann los, dass fast subtil in Nebensätzen Äußerungen fielen, die mich sehr verletzt haben.“Er sei ja so allein“ oder „Sein Singleleben sei soweit von seinem Wunsch nach Familie entfernt“ Da fragt man sich als Partner dann schon, was man für ihn eigentlich ist. Er hat sich dann immer entschuldigt, aber die Gefühle wären halt noch für die Ex da und er hätte aber auch Angst mich zu verlieren, weil er denkt, dass das ja eventuell genauso schön mit mir sein könnte. Wahrscheinlich hätte ich da schon die Konsequenzen ziehen und mich zurückziehen sollen, aber das ist leichter gesagt als getan.
Dann hat sich irgendwann seine Ex gemeldet und seit dem erlebe ich eine Achterbahnfahrt nach der anderen. Sie hatten ein längeres Telefonat, was genau besprochen wurde, weiß ich nicht. Er sagte mir dann aber, dass er genervt sei, dass sie ja immer noch nicht wisse, ob sie ihn zurück will oder nicht. Daraufhin hat er ihr gesagt, dass sie ihre Sachen aus der gemeinsamen Wohnung holen soll. Außerdem hat er dann noch eine Mitbewohnerin zu sich in die Wohnung geholt, damit er nicht so allein ist. Die Ex kam und holte einen Teil ihrer Sachen, ließ aber diverse Dinge auch da, da sie ja in der Wohnung, in der sie mit der Affäre und dem Kind lebt, nicht so viel Platz hat und mein Freund hat dafür natürlich Verständnis. Es läge ja alles nur an ihm und seine Ex wäre ja auch so eine liebe Person.
Mir hat es dann gereicht und ich habe die Beziehung beendet, habe ihm aber ein Hintertürchen offen gelassen. Ich sagte ihm, dass er erst mal zu sich selbst finden müsste und wir einfach zu früh zusammen gekommen sind und falls er irgendwann sich doch wirklich nach mir sehnt und er weiß, was er will, könnte er sich wieder bei mir melden. Dann herrschte Funkstille für drei Wochen. Dann stand er nachts wieder vor meiner Tür und ich habe ihn wieder sehnsüchtig zurückgenommen. Die ersten Tage waren wieder schön, jetzt zweifelt er aber wieder, ob es richtig war, da er unverändert die Gefühle für seine Ex hat. Auf die Frage, ob er zu ihr zurückgehen würde, wenn sie sich melden würde, sagte er ja. Das sagt eigentlich alles und ich sollte mich wirklich zurückziehen. (Derzeit meldet er sich nicht.)
Ich habe aber das Gefühl, dass er gerade emotional völlig am Ende ist. Seine Ex hat sich gemeldet, entscheidet sich aber nach wie vor nicht für ihn, aber auch nicht gegen ihn. Außerdem fängt mein Freund einen neuen Job an und ist derzeit von der alten Firma freigestellt. Es gibt also viele Veränderungen, die ihn belasten.
Mein Freund ist nicht mehr in Therapie und hält auch nichts davon.
Jetzt endlich mal zu meinen Fragen an euch. Kann es sein, dass er seine Ex aus Selbstschutz idealisiert und alles „Böse“ abspaltet, damit er nicht zerbricht? Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass er ernsthaft noch eine Beziehung mit ihr führen möchte. Er wünscht sich so sehr eine Familie, aber wenn ich ihm sage, dass das aber nicht seine Familie ist, sondern die von seiner Ex und der Affäre, sagt er nur. Mag sein, aber soweit würde er auch garnicht denken.Er würde es auch nicht mit Absicht machen, dass er mich so verletzt und hofft, dass er eine Lösung findet und er sich dann meldet.
Was meint ihr, wird sich die Haltung gegenüber seiner Ex irgendwann einmal ändern oder schmachtet er ihr vielleicht ewig nach?
Ich bin inzwischen so genervt, dass ich mir unter diesen Rahmenbedingungen auch keine Beziehung mit uns vorstellen kann, hoffe aber, dass ihm irgendwann ein Lichtlein aufgeht oder wenn nicht, ob es zumindest einen Weg gibt, dass wir befreundet bleiben können, da wir uns eigentlich sehr gut verstehen und es für mich einen unendlichen Verlust bedeuten würde, wenn wir garkeinen Kontakt mehr haben.
Was meint ihr, was soll ich tun? Bzw. wie reagiere ich auf sein derzeitiges Nichtmelden? Waren die anfänglichen Gefühle zu mir vielleicht nie echt? Hat unsere Beziehung überhaupt eine Chance?
Freue mich über Tipps und eigene ErfahrungenJ
ich wäre euch sehr dankbar für Tipps wie ich mich verhalten soll.
Zu meiner Situation:
Ich bin seit einem halben Jahr mit meinem Freund zusammen, der Borderline hat. Wir kennen uns durch die Arbeit und schon beim ersten Kennenlernen als ich neu in die Firma kam, verspürten wir eine starke Sympathie zueinander, aber sowohl ich als auch er waren in einer Beziehung, weshalb unser Verhältnis zueinander kollegial freundschaftlich blieb. Irgendwann sagte er zu mir, dass wir uns mal privat treffen müssten, er hätte mir einiges zu sagen, aber wir fanden keinen Termin. Dann war er im Urlaub und es ging die Mail rum, dass er nun stolzer Vater sei. Das war überraschend für mich, (er hat nie davon erzählt) und habe ihm daraufhin eine Mail geschrieben und ihm gratuliert. Dann kam nach ein paar Tagen die Antwort, dass es nicht so schön ist wie es klingt und wir uns mal treffen sollten. Gesagt getan. Er erzählte mir, dass er und seine Freundin schon jahrelang ein Kind wollten, es aber nicht geklappt hat, sie jetzt zwar ein Kind hat, aber das auch eventuell von ihrer Affäre, die sie 1 1/2 Jahr hatte, sein könnte. Ein Vaterschaftstest hat dies dann bestätigt. Er hat sie die ganze Schwangerschaft begleitet und war bei der Geburt dabei und hat das Kind 6 Wochen lang, bis das Ergebnis da war, auch noch mit betreut, die ganze Zeit wissend, dass er vielleicht nicht der Vater ist. Nachdem dann feststand, dass er nicht der Vater ist, gab es nur noch Streit zwischen den beiden. Sie hat ihn dann verlassen mit der Begründung, dass er das Kind nie lieben kann. Tja und recht bald nach dem Auszug kamen wir dann zusammen.
Jetzt wird jeder (zu Recht)sagen, wie bekloppt muss man sein, das kann doch garnicht gut gehen, ob nun Borderline oder nicht. Ich hatte auch meine Bedenken, aber er kam an und irgendwie hat es gefunkt. Die ersten Monate hatten wir eine sehr intensive und wunderschöne Zeit. Zwischendurch war er auch traurig, aber das konnte ich auch verstehen, nachdem, was er erlebt hat und habe ihn immer wieder aufgebaut. Soweit so gut, aber dann ging es irgendwann los, dass fast subtil in Nebensätzen Äußerungen fielen, die mich sehr verletzt haben.“Er sei ja so allein“ oder „Sein Singleleben sei soweit von seinem Wunsch nach Familie entfernt“ Da fragt man sich als Partner dann schon, was man für ihn eigentlich ist. Er hat sich dann immer entschuldigt, aber die Gefühle wären halt noch für die Ex da und er hätte aber auch Angst mich zu verlieren, weil er denkt, dass das ja eventuell genauso schön mit mir sein könnte. Wahrscheinlich hätte ich da schon die Konsequenzen ziehen und mich zurückziehen sollen, aber das ist leichter gesagt als getan.
Dann hat sich irgendwann seine Ex gemeldet und seit dem erlebe ich eine Achterbahnfahrt nach der anderen. Sie hatten ein längeres Telefonat, was genau besprochen wurde, weiß ich nicht. Er sagte mir dann aber, dass er genervt sei, dass sie ja immer noch nicht wisse, ob sie ihn zurück will oder nicht. Daraufhin hat er ihr gesagt, dass sie ihre Sachen aus der gemeinsamen Wohnung holen soll. Außerdem hat er dann noch eine Mitbewohnerin zu sich in die Wohnung geholt, damit er nicht so allein ist. Die Ex kam und holte einen Teil ihrer Sachen, ließ aber diverse Dinge auch da, da sie ja in der Wohnung, in der sie mit der Affäre und dem Kind lebt, nicht so viel Platz hat und mein Freund hat dafür natürlich Verständnis. Es läge ja alles nur an ihm und seine Ex wäre ja auch so eine liebe Person.
Mir hat es dann gereicht und ich habe die Beziehung beendet, habe ihm aber ein Hintertürchen offen gelassen. Ich sagte ihm, dass er erst mal zu sich selbst finden müsste und wir einfach zu früh zusammen gekommen sind und falls er irgendwann sich doch wirklich nach mir sehnt und er weiß, was er will, könnte er sich wieder bei mir melden. Dann herrschte Funkstille für drei Wochen. Dann stand er nachts wieder vor meiner Tür und ich habe ihn wieder sehnsüchtig zurückgenommen. Die ersten Tage waren wieder schön, jetzt zweifelt er aber wieder, ob es richtig war, da er unverändert die Gefühle für seine Ex hat. Auf die Frage, ob er zu ihr zurückgehen würde, wenn sie sich melden würde, sagte er ja. Das sagt eigentlich alles und ich sollte mich wirklich zurückziehen. (Derzeit meldet er sich nicht.)
Ich habe aber das Gefühl, dass er gerade emotional völlig am Ende ist. Seine Ex hat sich gemeldet, entscheidet sich aber nach wie vor nicht für ihn, aber auch nicht gegen ihn. Außerdem fängt mein Freund einen neuen Job an und ist derzeit von der alten Firma freigestellt. Es gibt also viele Veränderungen, die ihn belasten.
Mein Freund ist nicht mehr in Therapie und hält auch nichts davon.
Jetzt endlich mal zu meinen Fragen an euch. Kann es sein, dass er seine Ex aus Selbstschutz idealisiert und alles „Böse“ abspaltet, damit er nicht zerbricht? Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass er ernsthaft noch eine Beziehung mit ihr führen möchte. Er wünscht sich so sehr eine Familie, aber wenn ich ihm sage, dass das aber nicht seine Familie ist, sondern die von seiner Ex und der Affäre, sagt er nur. Mag sein, aber soweit würde er auch garnicht denken.Er würde es auch nicht mit Absicht machen, dass er mich so verletzt und hofft, dass er eine Lösung findet und er sich dann meldet.
Was meint ihr, wird sich die Haltung gegenüber seiner Ex irgendwann einmal ändern oder schmachtet er ihr vielleicht ewig nach?
Ich bin inzwischen so genervt, dass ich mir unter diesen Rahmenbedingungen auch keine Beziehung mit uns vorstellen kann, hoffe aber, dass ihm irgendwann ein Lichtlein aufgeht oder wenn nicht, ob es zumindest einen Weg gibt, dass wir befreundet bleiben können, da wir uns eigentlich sehr gut verstehen und es für mich einen unendlichen Verlust bedeuten würde, wenn wir garkeinen Kontakt mehr haben.
Was meint ihr, was soll ich tun? Bzw. wie reagiere ich auf sein derzeitiges Nichtmelden? Waren die anfänglichen Gefühle zu mir vielleicht nie echt? Hat unsere Beziehung überhaupt eine Chance?
Freue mich über Tipps und eigene ErfahrungenJ