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bin ich zu "männlich"?

  • Starter*in Starter*in Schokokuchen
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S

Schokokuchen

Gast
hallo liebes forum,

ich mache mir sorgen, dass ich zu männlich bin, wenn man das so nennen kann. der grund dafür ist, dass ich gut zeichnen kann, außerdem gitarre, ukulele, bisschen klavier und schlagzeug kann, dass ich nicht unterordnend sein kann und außerdem 5 sprachen unterrichte. es ist mir jedes mal unangenehm und ich halte mich damit zurück, weil ich angst habe, männer oder auch frauen könnten sich dadurch provoziert fühlen. ich weiß gar nicht damit umzugehen. außerdem ist es mein vater, der künstler und musiker ist, nicht meine mutter, so dass ich mich frage ob bei mir mit dem rollenverständnis irgendetwas falsch gelaufen ist. frauen sollten sich besser nicht so viel bilden, oder? was haltet ihr davon? bin ich gestört?

ich habe auch des öfteren negative erfahrungen mit frauen gemacht, weil sie mich als konkurrenz betrachten, obwohl ich allein sehr zufrieden bin und es nicht meinem wertesystem entspricht, bei anderen leuten in beziehungen mitzumischen. mit männern habe ich auch probleme, weil bei vielen das selbstwertgefühl leidet, weil ich selten jemanden getroffen habe, zu dem ich "aufschaue". bin ich denn zu emanzipiert????

naja, ich hoffe auf antworten,

schokokuchen
 
Also zu männlich bist Du garantiert nicht, aber Dein Weltbild scheint etwas verschroben zu sein (sorry!)!

Intelligenz, Talent und Kreativität sind keine Eigenschaften, die nur Männern vorbehalten sind!
 
hallo tulpe,

vielleicht liegt es daran, dass meine mutter nicht besonders kreativ ist und ich öfter männer sehe, die so sind aber weniger frauen. die mutter von meinem ex-freund, die war so, aber die habe ich leider mit meinem ex-freund verloren. meine eigene mutter und ich sind leider wie feuer und wasser und haben auch schon länger keinen kontakt mehr.

ich fühle mich, als wäre ich eine missgeburt!!! ich versuche schon sehr lange, jemand anders zu sein oder zu werden, aber ich mache mich natürlich kaputt damit. jetzt bin ich schon in eine musiker-wg gezogen, aber natürlich wohnen hier wieder nur männer, die gitarre spielen, aber keine frau. ich weiß auch nicht. ich lehne diese seiten meines vaters richtig ab! wie kann ich das denn ändern?

lg,
schokokuchen
 
hallo liebes forum,

ich mache mir sorgen, dass ich zu männlich bin, wenn man das so nennen kann. der grund dafür ist, dass ich gut zeichnen kann, außerdem gitarre, ukulele, bisschen klavier und schlagzeug kann, dass ich nicht unterordnend sein kann und außerdem 5 sprachen unterrichte. es ist mir jedes mal unangenehm und ich halte mich damit zurück, weil ich angst habe, männer oder auch frauen könnten sich dadurch provoziert fühlen. ich weiß gar nicht damit umzugehen. außerdem ist es mein vater, der künstler und musiker ist, nicht meine mutter, so dass ich mich frage ob bei mir mit dem rollenverständnis irgendetwas falsch gelaufen ist. frauen sollten sich besser nicht so viel bilden, oder? was haltet ihr davon? bin ich gestört?

ich habe auch des öfteren negative erfahrungen mit frauen gemacht, weil sie mich als konkurrenz betrachten, obwohl ich allein sehr zufrieden bin und es nicht meinem wertesystem entspricht, bei anderen leuten in beziehungen mitzumischen. mit männern habe ich auch probleme, weil bei vielen das selbstwertgefühl leidet, weil ich selten jemanden getroffen habe, zu dem ich "aufschaue". bin ich denn zu emanzipiert????

naja, ich hoffe auf antworten,

schokokuchen

was ist den das für ein Unsinn? seit wann gilt musikalität und künstlerische Veranlagung als männlich?
Und generell dazu : wir alle haben männliche und weibliche Eigenschaften - oder Eigenschaften die allgemein den männlichen oder weiblichen Teil zugeordnet werden.

Welche davon durchkommen hängt zum einen davon ab welche davon gefördert und welche unterdrückt werden und für welche ein Talent vorhanden ist.Meiner Auffassung nach ist es falsch um der sexuellen Identität willens die Eigenschaften zu unterdrücken, die nach gesellschaftlicher Definition nicht zu meinem Geschlecht gehören. Ich denke beide Anteile- die weiblichen und männlichen gehören zu unserer Person und nur einen Teil davon zuzulassen verhindert unsere persönliche Entwicklung - man ist im Grunde nur ein halber Mensch. Ich als Mann habe ganz klar auch weibliche Eigenschaften und nur die männlichen zuzulassen wäre eine Amputation des Menschen. Nur die männlichen Anteile zu erlauben ,das hieße auf wichtiges zu verzichten . Nur männlich zu sein wäre mir zu wenig. Das heißt nicht, das man deshalb keine sexuelle Orientierung hat, es heißt das man sein ganzes Potenzial nutzt und nicht nur das was andere für richtig halten.

Ich bin Handwerker, Erfinder, Konstrukteur, Maler, Schriftsteller, kreativer koch und noch so einiges anderes. Ohne meine weibliche Seite wäre ich nur was? Ich wäre noch nicht mal leidenschaftlich.

also, was bitte ist dann an Dir zu männlich?
 
hallo rainer, hallo nordfalke,

erstmal rainer: weißt du, wie das ist, wenn du immer für dein gegenüber mitdenken musst, ob es sich aus gründen eigener probleme angegriffen fühlen könnte? genau das ist eben der grund, warum mein selbstbewusstsein leidet. ich habe das gefühl, etwas "verstecken" zu müssen, als sei ich nicht in ordnung, so wie ich bin. als könne ich nicht einfach sein.

die lösung mit dem "verstecken" habe ich auch schon versucht. ein mitbewohner sagte mir dann mal, ich sei wie eine kleine schachtel voller überraschungen, bei der man nie wisse, was herauskommt. das stimmt dann auch, wenn ich es vorerst verstecke. der nachteil ist dann, dass ich mich sehr einsam fühle, weil ich den eindruck habe, einen teil von mir immer beim übertreten meiner türschwelle ablegen zu müssen, weil ich so nicht sein darf. als frau ist das alles sehr schwer. wäre ich ein mann, liefen mir die frauen wahrscheinlich in scharen hinterher und mein wissen oder können oder was-auch-immer würde bewundert und ich wäre glücklich. aber als frau, wo für männer zumeist andere kriterien entscheidend sind, ist meine person- so mein eindruck- nicht nur unerheblich sondern auch störend. ich bin sehr kompliziert (d.h. ich kann sehr vereinfacht auftreten, aber mein innenleben ist sehr komplex strukturiert und leicht aus der bahn zu werfen) und meiner erfahrung nach gestaltet sich das in zwischenmenschlichen beziehungen sehr schwierig.

es ist so, dass ich sehr viele kontakte habe und auch beliebt bin. grund dafür ist, dass ich mich auf ein verständliches minimum herunterbrechen kann. jedoch ist es sehr schmerzlich, dass mich kaum jemand wirklich kennt. deshalb würde ich auch nie jemandem abnehmen, dass er in mich verliebt ist oder mich liebt. denn mich zu kennen, das braucht zeit und psychologisches verständnis. und wer hat heut schon lust, sich damit zu befassen, wo es "einfachere" mädchen gibt.

ich fühle mich einfach sehr allein. mit älteren menschen, da geht es meist. aber einen partner kann ich dort auch nicht finden. wobei ich mich davon wirklich schon verabschiedet habe. oder bin ich einfach depressiv??

zu nordfalke: meine mutter brach den kontakt zu mir mit den worten ab, ich sei jetzt eine "frau". seitdem versuche ich, eine "frau" zu sein und schäme mich, dass es mir einfach nicht gelingt. aber du hast natürlich recht. in erster linie bin ich ein mensch.

danke für eure antworten 🙂 das ist sehr lieb von euch 🙂

lg,

schokokuchen
 
Sei stolz auf das, was Du bist und was Du kannst! Es ist genau richtig und gut so! Jeder, der Dir was anderes sagt, ist neidisch.

LG tulpi

ach tulpe, das ist so lieb von dir. leider bin ich sehr harmoniebedürftig und ich schäme mich fast dafür, in anderen neid auszulösen. darin zeigt sich im grunde, dass mein selbstbewusstsein nicht so gut ist. aber wie denn auch? eine "freundin" von mir sagte neulich "dann laberst du wenigstens nicht mehr so eine hochgestochene scheiße". eine andere versucht mich jedesmal zu bremsen, wenn ich mir eine neue herausforderung stelle, weil sie meint, ich wolle mich in den mittelpunkt stellen. es ist so schwer! ich falle gar nicht gerne auf, aber ich weiß, dass ich es irgendwie tue. ich kann es nicht verbergen, dass ich immer alles direkt merke, dass ich irgendwie anders zu sein scheine. ich fühle mich so alleine! 🙁
 
hallo rainer, hallo nordfalke,


zu Nordfalke: meine Mutter brach den kontakt zu mir mit den Worten ab, ich sei jetzt eine "Frau". seitdem versuche ich, eine "Frau" zu sein und schäme mich, dass es mir einfach nicht gelingt. aber du hast natürlich recht. in erster Linie bin ich ein Mensch.

danke für eure antworten 🙂 das ist sehr lieb von euch 🙂

lg,

schokokuchen

Mein Vater immer sehr viel wert auf seine Männlichkeit, die er ständig bedroht sah.
Er hatte soviel Angst davor kein richtiger Mann zu sein , weil er genau wie ich die künstlerische Seite hatte, das er versuchte alles was ihm unmännlich erschien tot zu schlagen. In mir sah er alles das was er an sich selber nicht ertragen konnte.

Seine letzten Worte an mich waren- wenn es einen Menschen gibt den er hasst dann bin das ich. Bis zu seinem Tod haben wir nie wieder miteinander geredet.

Tatsache war aber das er eigentlich ein Problem mit sich selber hatte . Statt auf mich stolz zu sein projizierte er seinen Selbsthass auf mich. Was hat er damit erreicht:das ich gerade deshalb all das kultiviert habe was er ablehnte. Und ich denke ich bin heute deshalb männlicher wie er es je war.

Was ich sagen will ist: zweifel nicht an Dir , nutze das was in Dir steckt und sei stolz darauf.
Und du bist scheinbar auch ein tiefgründiger Mensch - es gibt andere wie dich und Du wirst sie finden wenn Du das willst.


Eltern sind unsere Vorbilder im guten aber auch im schlechten. Aber lass das nicht Dein Leben bestimmen.

ps. ich bin froh das keiner weiß das ich rumpelstilchen heiß- denn sonst könnte ich nicht so offen erzählen;-)
 
Natürlich habe ich auch das gelesen, und bis das auf das Schlagzeug😱 finde ich das auch alles sehr weiblich und kreativ.

Du bist einfach "gut" und wenn du dich nicht aufhalten lässt, wirst du noch besser.😉
 

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