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Der Mensch zählt nichts mehr!

  • Starter*in Starter*in Friede auf Erden
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Doch, doch auch die bayrischen Bauern können dir den Vorgang der Photosytese erklären.
Nur gehen sie davon aus das du es nicht weisst.

Auch nicht böse gemeint.

Die Mär vom dummen Bauern ist schon lange Geschichte


Also empfielst du mir als Anit-Naturwissenschaftler die Ausbildung nicht oder??
 
A

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Re: Der Mensch zählt nichts mehr!
Zu der Grundaussage der Mensch zählt nichts mehr fällt mir ein, dass es eben kein vernetztes Denken - bezüglich eines gesellschaftlichen Allgemeinwohls und des Individiums - mehr gibt bzw. dieses immer mehr abnimmt oder einfach nicht mehr beachtet wird. Bei den Unternehmen und auch beim Staat steht alleine die "Zahl" im Vordergrund. Also grundsätzlich Kosten und Gewinne. Auch ein Ausfluss der Globalisierung. Letztendlich überträgt sich dieses Denken dann auch auf den Einzelnen, weil ja die Vorbildfunktion vom Staat oder anderer nicht mehr gegeben ist. Egoismus. Das sind teilweise komplexe Prozesse, die auch teilweise außengesteuert sind (ausländische Konzerne, EU). Gegensteuerungen werden zwar marketingmäßig immer schön verkauft, laufen aber letztendlich real ins Leere. Eben Beruhigungswerbung. Als Folge verkommt der Mensch zum reinen Produktionsfaktor (damit ist der überwiegende Mehrteil gemeint und nicht etwa eine wissenschaftliche oder sonstige Elite, die zum Teil abwandert, weil sich dieses Land zudem eine einzigartige unübersichtliche und undurchschaubare Gesetzes- und Verordnungslandschaft gebastelt hat).
 
Nun, ich hatte in den letzten Jahren täglich Einblick in zwei Grundschüler, und ich hatte bei weitem nicht den Eindruck, dass die Anforderungen im Vergleich zu meiner Zeit vor knapp 30 Jahren gestiegen sind, was Hausaufgaben und Lernstoff für Arbeiten anbelangt.
Ein generelles Problem der Grundschüler ist aber eine Belastung durch permanente Reizüberflutung. Es gibt mittlerweile sehr viele Studien, wieviel Reize ein kindliches/jugendliches Gehirn in der Lage ist zu verarbeiten. Es ist zwar unpopulär und wird von den Kindern nicht gern gehört, aber der gute alte Fernseher, die Nintendos etc sind wahre Reizschleudern. Da können 1-2h täglich reichen, damit ein Kind unter Dauerstress steht, solange bis sich psychische und physische Probleme zeigen (Freizeitstress). Dass Eltern zuerst auf die Schule als Ursache zeigen, ist für mich menschlich, sonst müssten sie ja sich selbst anschwärzen, sind sie es doch, die für die Freizeitgestaltung der Kinder in diesem Alter verantwortlich sind.
 
Ich denke, was es vielen Menschen heute schwieriger macht, ist eine wachsende Entfremdung des Menschen von seiner Arbeit. Früher gab es mehr Handwerk, kürzere Produktionsketten, etc. der Mensch hat am Ende seines Arbeitstages gesehen, was er geleistet hat. Diese sichtbare Leistung hat in vielen Bereich stark abgenommen, man geht nach Feierabend nach Hause ohne so richtig wahrgenommen zu haben, was man heute geleistet hat.
Desweiteren habe ich das Gefühl das sich der Mensch immer mehr von seinen Mitmenschen entfremdet. Es zählt nicht mehr das Wir sondern nur noch das Ich. Der Mensch muss heute als Individuum erkennbar sein, damit er sich selbst zeigt, dass er einzigartig ist. Das geht zum einen vom Piercing, Tattoo bis hin zu Körperimplantaten, etc, was noch recht harmlos ist. In der Arbeitswelt finde ich es gefährlicher, wo früher ein Erfolg noch ein Verdienst der Gesamtheit einer Abteilung war, muss sich heute doch jeder besonders dafür brüsten, was er als Einzelner für den Gesamterfolg geleistet hat und was die anderen geleistet haben (Mobbing). Solidarität und Gemeinschaft gibts nicht mehr, da würd ich als Individuum ja drin verschwinden.
 
@Thorschti

Die Individualität ist nicht das Problem sondern der Wettbewerb und die damit verbundene Werbung. Ein Produkt wird so beworben das es immer als besser dargestellt wird als das andere. Dies wird soweit geführt das damit psychologische Komponenten verknüpft werden. Beispielsweise wenn du dies und jenes Produkt kaufst bist du glücklicher, schöner, zufriedener, usw...

Dieser Marktwettbewerb herrscht mittlerweile auch in der Beziehung der Menschen untereinander. Die Kinder von heute bekommen es sozusagen in die Windel gelegt.

Heutzutage ist es auch so das Produkte kein Wert mehr haben. D.h. man bekommt eingeredet das man etwas brauch aber es eigentlich nicht brauch. Das ist eine kurze Befriedigung, aber ein sinnvoller Nutzen steht nicht dahinter und somit verschwindet schnell die Befriedigung und dann muss was neues her.

Im allgemeinen wird man missgünstiger und hegt Neid wenn man selber mit dem eigenen Leben unzufrieden ist.

Jetzt der eigentliche Punkt der uns mehr soziale kälte untereinander beschert hat. Der Mensch als Kostenfaktor, der wenn er mal ein Fehler macht als unwirtschaftlich gilt und als Versager. Profitgeile Betriebsstrukturen sind erkennbar an Psychoterror. Wenn du deine Vorgaben nicht erfüllst oder aufmuckst wirst du knallhart rausgemobbt.

Heutzutage hat auch die Anerkennung erheblich nachgelassen. Keine Anerkennung durch niedrige Löhne und ausbleibendes Lob.

Nächster Punkt sind Arbeitszeiten und Flexibilität. D.h. die Arbeit bestimmt das Privatleben. Beispiele sind das Der Arbeit hinterherziehen was gleichzeitig bedeutet das immer wieder neue soziale Strukturen aufgebaut werden müssen die bei unterschiedlichen Arbeitszeiten und ungeregeltem Wochenende fasst unmöglich sind.

Was die Kinder angeht fehlt immer mehr Zeit für die Familie. Das Kind verbringt weniger Zeit mit den Eltern weil beide damit beschäftigt sind die Brötchen zu verdienen. Das Kind wird dann mit der Ersatzbefriedigung Konsum abgespeist. Mit der Reizüberflutung geb ich dir recht. Aber dem können sie sich nicht entziehen. Werbung hier Werbung da. Sie ist überall. Alles mögliche muss beworben werden, wenn möglich subtil und psychologisch einprägsam.

Was deine Beobachtungen von Grundschulkindern angeht kann ich nicht bestätigen. Ich habe sogar das Gegenteil beobachtet, das in der Grundschulzeit mit viel Schulstoff vollgestopft wird. Da müssen Schüler der 2. Klasse schon stundenfüllende Vorträge halten. Nach der Grundschule kommt dann der Lernstoffeinbruch. So ist zumindest meine Beobachtung. Ich beobachte aber auch das Kinder keinen Wert von Sachen mehr schätzen. Wenn ne Jacke fehlt, wird ne neue gekauft. Mütze verschlampert, wird ne neue gekauft. liegt ne Jacke auf dem Boden geht man dran vorbei, übrigens auch Lehrer und Erzieher. Da fühlt sicher keiner Verantwortlich dafür die Jacke aufzuheben und an den Haken zuhängen. Ordnung gibts auch keine. Schulsachen im ganzen Schulhaus verteilt und das Mittagessen liegt verteilt auf dem Fußboden. Interessiert keinen. Angetrunkene Trinkpäckel und angebissene Schnitten auf den Fensterbänken. Interessiert keinen. Das ist der Grundschulalltag.
 
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