Hallo,
ich versuche mich mal ein einer Gegendarstellung, bitte nicht als Angriff verstehen.
🙂
In der heutigen Industrie-Gesellschaft ist es leider immer öfter der Fall, dass der Mensch nicht mehr als wichtig angesehen wird. Viel wichtiger sind statdessen Zahlen und Fakten.
Das war früher viel Schlimmer. Denk mal in Zeit der Industrialisierung, wo tausende von Arbeitern in Fabriken verschlissen wurden. Oder an die Sklaverei in den USA. Damals war es so, dass nur Zahlen und Geld gezählt hat. Heute gibts Gewerkschaften, und der Mensch als Individuum wird viel stärker geschützt und gefördert als damals. Ich will nicht sagen dass alles super ist, aber der Trend ist eher aufwärts als abwärts (in Deutschland).
Das Burnout-Syndrom nimmt immer mehr zu, weil die Arbeit wichtiger ist als der einzelne Mensch. Man muss sich echt ersteinmal die Frage stellen. Was nützt es mir einen Ausbildngsplatz oder einen Beruf zu haben, wenn ich psychisch kaputt bin?
Es nützt nichts. Aber: Heute hat man viel leichter die Möglichkeit, den Arbeitsplatz zu wechseln als früher. Es ist immer noch kein Zuckerschlecken, aber es ist immerhin möglich. Was Burnout angeht, ich behaupte das gab es schon immer, aber erst seit ein paar Jahrzehnten wird es als Erkrankung wahrgenommen und analysiert.
Früher in der Grundschule hatte ich noch viel Religion, Musik und Kunst. Heute wird das total vergessen.
Also ich hatte Reli, Kunst und Musik bis zur 11. Klasse und hätte jedes dieser Fächer als Leistungskurs wählen können. Ist das heute anders als vor 10 Jahren?
Es zählt nur noch die Wissenschaft. Nur noch wenige Menschen stellen sich die Frage, was das Leben eigentlich ist und wofür sie leben. Was das Leben bedeutet. Wichtige Sachen, wie z.B. Philosophie zählen kaum noch. Der Mensch zählt nicht mehr!
Philosophie ist doch eine Wissenschaft. Es gibt an jeder Uni Lehrstühle für Philosophie und andere Geisteswissenschaften. Fragen, wie du sie erwähnst, werden dort lebhaft diskutiert. Also da kann ich dir Hoffnung machen.
🙂
Gläubige (ich selber bin auch, wenn ich mich Friede auf Erden nenne, keine Christin sondern eine gläubige Buddhistin. Hier sind aber Christen gemeint) werden immer öfter als bescheuert hingestellt, weil sie an etwas glauben, das nicht zu beweisen ist.
Ja, das finde ich auch sehr schade. Viele halten die Naturwissenschaften für fähig, universell alles zu erklären was es gibt. Das ist aber eine falsch Annahme.