Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Ich bete für dich......

  • Starter*in Starter*in +Atsirhc*
  • Datum Start Datum Start
Keine Antwort, nur ein subjektives Empfinden: als ich gestern Lena7 für ihre bevorstehende Operation toi-toi-toi wünschte, beantwortete sie es herzlich mit

Darüber hab ich mich gefreut, weil ich meinen Wunsch auf der Ebene angekommen fühlte, wo ich ihn wissen wollte. Und beantwortet sah auf der Ebene, mit der ich gut klarkomme. Hätte ich ihr Gottes Segen gewünscht, hätte ich es als Spott empfunden.

Ob man dafür Regeln braucht?

Das sagt mir insgesamt, dass es wirklich wichtig ist, wie man sich kennt. Man Betet ja auch nicht einfach so, oder? Es soll oder vielleicht muß es das auch, aus dem Herzen kommen? Ich denke mal ja. Es muß für mich Berührungspunkte geben. Anderes wäre mir zu flach um überhaupt auf den Gedanken zu kommen für jemanden zu Beten.

Einzigst eine Situation, die mir immer streng im Gedächtnis bleiben wird. Das war auf der Leukämistation für Kinder. Nach 4 Tagen arbeit, mußte ich gehen. Ich konnte das tägliche Sterben einfach nicht mehr mit ansehen. Trotz meines doch sehr intensiven Betens, sind 2 Kinder in den 4 Tagen gestorben. Das war blankeste Hilflosigkeit meinerseits.

Wenn ich diese Erfahrung nehme, sie auf jemandens Hilflosigkeit übertrage und für ihn Bete, dann sollte diese Person schon um meine Ernsthaftigkeit wissen. So wie es bei Dir Lena7 wußte. Die ich übrigens sehr schätze!

Letztentlich geht es um den Zuspruch, um Hoffnung und Trost, geparrt mit dem Wirgefühl. Das ist für mich die Definition Beten.

Und wenn miknull, oder wer auch immer, meint das Beten negativ zu Be-Nutzen, dann zeigt das seinen Charakter bzw. seine Wahrheit. Würde ich nichmal im Scherz mache!

Danke fritzie 🙂
 
Ich benutze beten weder positiv noch negativ. Ich habe es lediglich in den Raum gestellt als positiv UND gleichzeitig negativ. ( daher auch das Wort "eindimensional" )
Was ist, wenn zwei Fußballmannschaften um den Sieg beten?

Ich bestreite auch, daß man sich kennen muß um das in irgendeiner Form anzuwenden.
Genau das Gegenteil ist richtig. Es spielt nämlich keine Rolle, oder der Bebetene ( ich nehme Urheberrecht in Anspruch ) gläubig ist oder nicht. Es ist in jedem Fall eine Geste, die so gut wie gar nicht zurückgewiesen wird. Selbst ich - als Ungläubiger - würde dafür einfach danken. Warum eigentlich nicht? Der Glauben an einen Gott ist nichts so besonderes, daß man sowas für sich allein beanspruchen könnte.
 
Ich benutze beten weder positiv noch negativ.
Wozu dann Beten? da kann ich es auch lassen. Wäre Smalltalk...
Ich habe es lediglich in den Raum gestellt als positiv UND gleichzeitig negativ. ( daher auch das Wort "eindimensional" )
Wenn ich für etwas bete, dann liegt es in der Natur der Sache, dass da einer verlieren könnte.
Was ist, wenn zwei Fußballmannschaften um den Sieg beten?
Beten ist für mich stets nach vorne gerichtet.

Ich bestreite auch, daß man sich kennen muß um das in irgendeiner Form anzuwenden.
Ansichtssache.
Genau das Gegenteil ist richtig. Es spielt nämlich keine Rolle, oder der Bebetene ( ich nehme Urheberrecht in Anspruch ) gläubig ist oder nicht. Es ist in jedem Fall eine Geste, die so gut wie gar nicht zurückgewiesen wird.
Warum soll man zurückweisen was ggf. helfen könnte? Wäre doch dumm.
Selbst ich - als Ungläubiger - würde dafür einfach danken. Warum eigentlich nicht? Der Glauben an einen Gott ist nichts so besonderes, daß man sowas für sich allein beanspruchen könnte.
Wenn, dann Bete/Wünsche ich etwas besonderes! Logisch.

Der Glaube ist sehr wohl etwas besonderes! Mindestens für jene, welche einen haben! Das respektiere ich, auch wenn ich davon nicht viel von verstehe oder gefühlsmäßg nicht ran komme. Wie auch. Kann ich nicht. Sowas muß von innen kommen.
 
Ich denke, man muss zwischen verschiedenen Grundvoraussetzungen für eine Fürbitte trennen.

Es gibt Situationen, in denen man menschlich - abendtau schildert es ja sehr eindrücklich aus der Leukämiestation - einfach so machtlos ist, dass das Gebet das EINZIG mögliche Handeln ist. Und doch, während ich dies grad so schreibe, kommt in mir der Gedanke auf: Ist es das wirklich?
Ich habe eine ganze Zeit eine ALS - Erkrankte begleitet bis zu ihrem Tod - es war nicht viel, was man noch praktisch tun konnte zum Schluss, aber das bei ihr sitzen, ihr vorlesen je nach ihrem Wunsch und kleine Handreichungen, die waren ja immer möglich...

Oder meine "Obdis" draußen auf der Straße, die mir so sehr am Herzen liegen - ginge ich nur zu ihnen, drückte ihnen 2 E in die Hand und flüchtete quasi mit einem "Alles Gute, ich bete für Sie", wären es zumindest für mich nur hohle Worte, die zusätzlich wie blanker Hohn wirken müssten. Das, was ich persönlich immer noch hinzufüge, unterstreicht das Gebet und bietet (hoffentlich) seelische wie auch praktische Heimat.

2 kleine Episoden aus meinem Leben; klingt immer ein bisschen blöd, wenn man dergleich so erzählt, doch ich brauchte einen Aufhänger für das, um was es mir geht.

Wie ich im Erstthread schon schrieb, halte ich, ist es ernst gemeint und geschieht dann auch, die Fürbitte für den entscheidenen Faktor - SOFERN der Beter auch, lässt es die Situtation zu (und in den meisten Fällen TUT sie es in irgendeiner Form), sich selbst in die Pflicht nehmen lässt von Gott.

Sprich: Fürbitte und praktische Handlung sollten eng zusammen gehören, denn sonst betet man das Gegenüber nur fröhlich durch die Lande, nur um ja nicht selbst belangt zu werden mit den wahren Nöten und - jemand schrieb es auch schon - nur das eigene Gewissen beruhigt zu sehen.

Man hat ja gebetet - da hat man doch alles getan, was nötig ist...Hat man? Und was, wenn Gott gerade einen selbst auffordert, da zu sein, zu handeln, unbequeme Wege (mit) zu gehen oder zu ebnen, Türen zu öffnen oder öffnen zu helfen und... Es gibt unzählige Beispiele.

Beten - auf jeden Fall. Aber Gebet ohne Tat(bereitschaft) kann sehr schnell zur Farce werden und zum Selbststreichler...😱
 
Ein Satz, den ich immer wieder um die Ohren geschleudert bekomme, wenn Probs (derzeit genug davon) sich häufen - ein Satz, so kommt es mir oft vor, der den anderen quasi "freisprechen" soll - er betet ja, gibts Gott und ist (so denkt er) damit "aus dem Schneider"...

Ein Satz, dem ich zunehmend mit Abwehr begegne, sofern ich nicht spüre (nur eingeschoben: Ich halte VIEL von der Kraft und Macht des Gebets, der Fürbitte!!), dass der Betende AUCH bereit ist, selbst sich in die Pflicht nehmen zu lassen von dem - Gott -, zu dem er betet....

Aber genau das erlebe ich immer weniger. "Ich bete für dich" sagen mir Menschen und wenden sich damit ab von meinen Probs und meinen Hürden, bei denen ich oft praktische Hilfe bräuchte, Hilfe, die jedoch kaum einer mehr leisten möchte.

Doch da Gott in dieser Welt nunmal keine anderen Hände und Füße hat als unsere, sind es denmzufolge oft (nicht immer; nicht jeder kann handeln, aber die Menschen, die ich hierbei grad im Hinterstübchen habe, die könnten es schon....) Gebete, bei denen ich mich nur abgeschoben fühle Richtung "reines Gewissen meines Gegenübers" und "Gott als auschließlichem Problemlöser" (was er nicht ist; Er nimmt UNS in die Pflicht in dieser Welt))

"Ich bete für dich" - wie geht es EUCH damit, Christen wie Atheisten, wenn EUCH solche Sätze um die Ohren fliegen, die MENSCHEN selbst aber NICHT bereit sind, sich von Gott, zu dem sie beten, in die Pflicht nehmen zu lassen?

Anders ausgedrückt: Ich tue es auch oft, wenn Menschen in Not sind, dieses Beten für sie - aber meinem Gebet UND meinen Worten an den anderen schließt sich, so mir irgend möglich (und meist IST es möglich!), auch immer die Bitte an Gott an: "Wenn Du MICH bei alledem brauchst, dann zeig mir bitte, was ich tun soll". Klappt nicht immer, aber immer öfter 😉

Wie also geht es EUCH damit (und macht es jetzt BITTE NICHT wieder nur an MIR fest - es ist wirklich eine ALLGEMEINE Frage, weil nahezu ALLE Christen einen mit dieser sicher sinnvollen Fürbitte zupacken - die aber nur sinnvoll BLEIBT, wenn der Betende einkalkuliert, dass Gott AUCH IHN in die Pflicht nimmt zum Handeln), wenn jemand euch diesen Satz zuteil werden lässt?


LG

Christa

Hallo, Menschen haben alle nur ihre eigenen Möglichkeiten! Der Wunsch zu helfen ist dann da, aber man weiß sich selbst in diesem Moment keinen Rat für denjenigen. Manchmal will man auch keine Ratschläge annehmen und dann beten Menschen für jemanden. Ähnlich wie Leute die Raten zu einem Psychologen zu gehen. Wenn ich für jemanden bete, dann meistens, weil derjenige keine Hoffnung mehr hat. Da kann man ja gar nicht mehr mit Worten helfen, weil die an der Person abprallen. Natürlich gibt es Leute die das gleichgültig dahin sagen oder nicht so meinen. Die sind so oberflächlich wie Leute die bei jedem Satz den Psychologen beauftragen. Es ist natürlich ne Frage der Person, aber Beten ist noch "überweisen", finde ich!
aktiver, wie jemanden nur zu jemand anderen zu "überwiesen".
 
also ich sehe beten als zusätzliche handlung, ich versuche das mir mögliche für die menschen, die mir am herzen liegen zu tun und zusätzlich, weil ich auf gott vertraue, bete ich für sie, weil ich im gebet auch noch meine ängste und wünsche äußern kann und mir das auch kraft gibt..
da kommt es für mich, wenn mir jemand sagt, ich werde für dich beten, auch auf die person an und die art, wie derjenige das sagt, ich bete, wie gesagt, oft und sage das gelegentlich meinen lieben, einfach auch, damit sie wissen, dass jemand, auch noch in den abendstunden an sie denkt und sich um ihr bestes bemüht..
alles liebe
 
was übrigens in manchen Fällen mehr Anstrengung und Kampf bedeutet,für jemanden etwas zu tun, oder für eine oder mehrere Personen anhaltend zu beten,was das den der betet oft "kostet" das weiß alleine Gott.
Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Fürsten und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in der Finsternis dieser Welt herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel.
 
Hallo, mir ist grade aufgefallen, dass hier Leute beten, die gar nicht an Gott glauben und das hier immerzu vertreten. Das ist zwar völlig O.K. aber nachvollziehen kann ich es nicht!!!!
Sind die zwiegespalten oder einfach nur feige?
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
G Optik für die Seele Leben 20
_Tsunami_ Vorsätze für das Jahr 2026? Leben 43
Hajooo Was ist das für ein Phänomen (Helfersyndrom) ? Leben 5

Ähnliche Themen

Thema gelesen (Total: 2) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben