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Was ist, wenn ein Christ Selbstmord begeht? Frage an Christen und Atheisten

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@ angelo

Ist jemand auch krank, wenn er stiehlt, oder seine Eltern nicht ehrt?
Du machst es Dir viel zu einfach. Noch schlimmer: Du versuchst Freibriefe zu verschaffen.
 
Ich vermische gar nichts, sondern erinnere an Gott und seine Gebote. Du willst verwischen.
Denn selbst wenn jemand krank ist, kann er einen Selbstmord mit klarem Kopf machen.
Das die meisten Selbstmörder sehr, sehr krank seien, ist nichts weiter als Deine Annahme. Eben um ein Gebot Gottes flexibel nicht zur Kenntnis nehmen zu müssen.

Du - nicht irgendein Gelehrter, Theologe oder sonst jemand, der etwas zu diesem Thema zu sagen hätte - stellst einen Freibrief aus. Unglaublich. Dabei will dieses gebot ja gerade Selbstmord verhindern.
 
Du vermischt Äpfel mit Birnen.
Bezweifelst du, dass es schwere psychische Krankheiten gibt?




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Äpfel mit Birnen... ich wollte einen langen Beitrag schreiben, aber jetzt nur ganz kurz zum Ausdruck bringen wie sinnlos die Debatte für mich ist. Vielleicht ist sie für Christen sinnvoll aber hier schreiben auch Nichtchristen mit.
Wenn sich Christen also nicht töten dürfen, dürfen es Atheisten nicht und umgekehrt.
Entweder JHWH existiert für Gläubige oder eben nicht.

Was hier vor sich geht, vor allem manche Reaktionen auf Mikenulls Beitrag, dass Christen sich nicht töten dürfen, gefolgt von entsprechenden Reaktionen, offenbart für mich nur, dass das Christentum für manche Christen selbst nur eine Ansammlung teils nützlicher und größtenteils moralisch antiquierter unsinniger Verhaltensregeln ist, die das Leben (und den Tod) erschweren.

Darüber mit ungläubigen zu debattieren heist doch nichts anderes als wie schon gesagt diese Religion auf das (was sie für mich zumindest ist) zu reduzieren, auf eine Ansammlung nutzloser Verhaltensregeln.
Oder existiert JHWH nur für Christen, ist er ihr persönlicher Gott?

Natürlich dürfen sich Christen in ausweglosen Lagen selbst töten um ihrem Leid zu entkommen, was ist das für ein Gott, der sie dafür nocht estraft. Für mich existiert dieser Gott eben nicht. Und mein Menschenbild ist eher human ausgelegt.

Denn wenn sie bestraft werden würden, würden ja auch ungläubige bestraft werden, oder?
Und wie geasgt, ich denke niemand wird bestraft.
 
Vielleicht ist der Knackpunkt in eurer Diskussion, @mikenull und Angelo, im Wort "krank" an sich zu suchen?

Wenn man mich als "psychisch krank" bezeichnet hat (und ich mich manchmal auch selbst so sah) hat sich mir immer irgendwie das Fell gesträubt. Psychisch "kranke" Menschen sind nicht in dem Sinne krank, daß sie ein Virus angeflogen oder sie sich die Seele erkältet haben oder sich ein Körperteil einfach entzündet oder so.

Für mich habe ich den Begriff "Verletzt" immer für angemessener empfunden. Jemand, der verletzt wurde, wird vielleicht im Krankenhaus behandelt, aber es käme keiner auf die Idee zu sagen: "Der Nachbar hat sich an einem Messer im Rücken infiziert".

Wie auch immer: ein Mensch, der Suizid begeht, tut dies nicht einfach so, denke ich mir. Es müssen Verletzungen - in welcher Form auch immer - stattgefunden haben, die einen Menschen veranlassen, die natürliche Angst vor dem Tod zu überwinden. Ich stand mehr als einmal vor dem Suizid, es ist nicht zu fassen, WIE stark dieses Etwas in uns Menschen, das uns an der Selbstötung hindern will, wirkt.

"Krank" impliziert etwas Negatives, finde ich. Verletzt kann jeder werden, und einige so sehr, daß sie daran zerbrechen, auch (oder vielleicht sogar besonders?) Menschen, die nach außen stark und fröhlich wirken.
 
ob christ, oder atheist... beide sind dann tot. der christ glaubt an wiedergeburt, an das paradies, an das ewige leben....
der atheist glaubt an nichts, weil er das, an was der christ glaubt, niemals zu gesicht bekam... (ebenso wenig, wie der christ)---
 
Gott hat nichts grundsätzlich gegen Selbstmord. Hauptsache, er verträgt sich mit der Moral.

Wer den Selbstmord unfrei begeht (zB aus tiefster Verzweiflung), den trifft ohnehin keine Schuld.

Wer sein Leben für andere gibt, handelt auch oft im Sinne des Willens Gottes.

Anders sieht es aus, wenn jemand sein Leben ohne Not aus niederen Gründen wegwirft.

Man muss die Sache differenziert betrachten. Aus Gottes Sicht kann ein Selbstmord sowohl geboten als auch zu verurteilen sein - je nachdem. Es kommt auf die Motive an.
 
Ich vermische gar nichts, sondern erinnere an Gott und seine Gebote. Du willst verwischen.
Denn selbst wenn jemand krank ist, kann er einen Selbstmord mit klarem Kopf machen.
Das die meisten Selbstmörder sehr, sehr krank seien, ist nichts weiter als Deine Annahme. Eben um ein Gebot Gottes flexibel nicht zur Kenntnis nehmen zu müssen.

Du - nicht irgendein Gelehrter, Theologe oder sonst jemand, der etwas zu diesem Thema zu sagen hätte - stellst einen Freibrief aus. Unglaublich.

Es geht nicht um einen Freibrief zum Selbstmord. Sondern um eine Erklärung des Suizids. Die wenigsten haben nach einem langen Leidensweg einen klaren Kopf. Der freie Handlungsspielraum wird immer enger und enger.



Dabei will dieses gebot ja gerade Selbstmord verhindern.

Und du willst unglückliche Menschen, die auf Erden schon genug gelitten haben, noch zusätzlich in die Hölle schicken. Damit sie noch ewig weiter leiden.




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Dann wäre die Frage aber, was sich am Selbstmord an sich, von früher zu heute geändert haben soll...... Und mit diesem Argument ließen sich dann schlichtweg alle Gebote in Frage stellen.
Ich hab leider keinen Theologen in der Familie, den ich fragen könnte. Oder soll ich mal den Papst anschreiben?

Ich weiß nicht, welchen Zeitpunkt du mit "früher" meinst, Mike, aber zwischen einem bestimmten "Früher" und dem "Heute", beginnnend vor gut 2000 Jahren, liegt das Kommen von Jesus in diese Welt - der entscheidende Punkt, der manchem eine Wende gab....
 
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