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Was ist, wenn ein Christ Selbstmord begeht? Frage an Christen und Atheisten

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Ich wehre mich deshalb dagegen, weil die drei Freunde, die ich dadurch verloren habe, eben alles andere als krank waren.

Und ansonsten. Nenne doch mal jemand eine Religion die Selbstmord akzeptiert.



Warum, Mike - es macht mich sehr betroffen, was du da schreibst und erklärt mir einiges über deine Haltung in diesem thread; bitte verzeih, dass ich am Anfang da zu krass reagierte - haben sich deine Freunde umgebracht? Was war mit ihnen, dass sie es taten?
Es konnte ihnen doch nicht gut gehen, wenn sie diesen Weg wählten - aber ich will dir nicht vorgreifen. Bitte erzähle uns mehr von deinen Freunden - und ich bitte wirklich nun alle, da sehr behutsam mit diesem Bericht umzugehen, denn dahinter wird tiefer Schmerz stehen....😱
 
OK



Die wenigsten spielen leichtfertig mit Selbstmord. Die meisten haben einen langen Leidensweg hinter sich.
Oft ist ein Suizidversuch ein Hilfeschrei an die Umgebung.
Unbenommen, dass es auch welche gibt die es "nur" als Erpressungsversuch anlegen.
Wie auch immer, ein Selbstmörder ist fast immer in einer psychischen Ausnahmesituation.





.


Ich weiß, Angelo. Glaub mir, nach 50 Jahren schwerer Depris und fast ausschließlichem Kontakt zu Menschen in diesen Ausnahmesituationen weiß ich das. Vielleicht hätte ich diesen Satz auch einfach nicht einfügen sollten, weil er wohl irgendwie falsch rüber kommen musste - es tut mir Leid, bitte streicht ihn alle aus eurem Kopf...😱
 
Keine Religion, die sich nach dem biblischen Maßstab richtet akzeptiert Selbstmord, Ehebruch, und einiges mehr!

Die biblischen Maßstäbe sind eindeutig und klar. Sie sollen den Menschen helfen, sich danach auszurichten. Dass das nicht gelingt, mussten die Israeliten durch ihre Opfer lernen. Jedesmal neu musste geopfert werden, bis sie sich förmlich nach einem wie Jesus hätten sehen müssen, der mit seinem einmaligen Opfer all diese bildhaften Notwendigkeiten aufhören ließ.

Wer Jesus um Vergebung bittet, dem wird laut Bibel jede Sünde vergeben, außer einer. Diese hat ein bisschen was damit zu tun, diese Generalvergebung für seine Zwecke auszunutzen, dem ist also ein Riegel vorgeschoben.

Folglich hat ein Selbstmörder gesündigt. Ob Gott ihm vergibt, wie denen, die lebend Sünden begehen und um Vergebung bitten, ist nicht unser Problem, darf es gar nicht sein. Die Bibel sagt: Richtet nicht, auf das ihr nicht gerichtet werdet". Aber sie fordert auf, an einen barmherzigen und güten Gott zu glauben.

Der Rest gibt sich von allein, auch das, wie man mit Angehörigen von solchen Menschen umgehen kann. Und einige haben das ja schon ganz gut dargestellt, so wie wir auch behandelt werden möchten halt. Und wenn etwas eindeutig ist, im übertriebenen Fall also, wenn jemand hergeht sich erschießt und vorher schreibt, er wolle testen, ob Gott ... usw.
dann mag dies eine vorsätzliche Sünde sein, könnte man ahnen. Den hier beschriebenen Fall als unvergebbare Sünde abzuwerten und die Agenhörigen entsprechend zu behandeln, ist meines Verständnisess und Empfindens nach unchristlich.

Sigi



Danke, Sigi. Am liebsten würde ich mit diesen Worten diesen thread abgeschlossen wissen, denn besser kann man es nicht wiedergeben, was Gott von uns Menschen erwartet.
 
Ich will nur soviel drüber sagen: Es ist ziemlich lange her und es beschäftigt mich hin und wieder - als wäre es halt, wie fritzi es auch sagt - nicht zu Ende. Es handelte sich, zumindest in zwei Fällen, um ähnlich lustige Leute wie ich - immer zu einem radikalen Spaß bereit und nichts ernstnehmend. Und gerade deswegen fragt man sich, wenn sowas passiert, wie kann das sein? Haben sie sich verstellt, geschauspielert? Ich glaube nicht, das sie in irgendeiner Form gläubig waren.
 
*seufz* - schade....Aber nun denn, weiter gehts.

WER bitte spricht von "Angst nach dem Tod"??? Wer an Jesus glaubt und mit diesem Glauben an Ihn, den Auferstandenen, lebt, der muss sich nicht fürchten, auch nicht vor Gottes Gericht, denn Jesus ist der "Anwalt", der vor dem Vater für uns eintritt und durch seinen eigenen Opfertod diese Angst überflüssig macht.
Ja, wir werden gerichtet, jeder nach seiner Schuld, aber wir kommen durch Jesus DURCH das Gericht und dürfen mit Gott in Seinem Reich leben.
So die biblische Grundlage. Nein, Christsein schafft NICHT "mehr Probleme" - es schafft nur mehr Auseinandersetzungen und Konfrontationen mit denen, die uns diesen Glauben permanent absprechen und madig machen wollen. Das ist alles.
 
Ich will nur soviel drüber sagen: Es ist ziemlich lange her und es beschäftigt mich hin und wieder - als wäre es halt, wie fritzi es auch sagt - nicht zu Ende. Es handelte sich, zumindest in zwei Fällen, um ähnlich lustige Leute wie ich - immer zu einem radikalen Spaß bereit und nichts ernstnehmend. Und gerade deswegen fragt man sich, wenn sowas passiert, wie kann das sein? Haben sie sich verstellt, geschauspielert? Ich glaube nicht, das sie in irgendeiner Form gläubig waren.

Siehst, Mike, das meine ich - dahinter steckte vielleicht = wahrscheinlich tiefste Verzweiflung, das, was man gemeinhin Depression nennt. Sie konnten und sie wollten nicht mehr - und das ist ja nun alles andere als eine gesunde Lebenshaltung. Etwas, das dir als Kommentar hier sauer aufstieß, aber letztlich waren sie wohl an ihrer Seele irgendwie krank, denn sonst wären sie diesen Weg nicht gegangen.
Niemand wollte dir damit Böses, doch ein psychisch stabiler und gesunder Mensch bringt sich nicht um und so wird es auch deinen Freunden nicht gut gegangen sein.

Mir ist es mit der Tochter einer Freundin einmal ähnlich ergangen - ich dachte immer, welch ein fröhliches, freundliches., lebenslustiges Mädchen. Und dann fuhr sie mit vollem Tempo unangeschnallt gegen einen Brückenpfeiler......😱
Sie überlebte, ja, es folgten Jahre der tiefsten Depri, nun scheint sie es geschafft zu haben, im Leben Fuß zu fassen. Aber damals - KEINER, der sie kannte, hätte SO etwas je vermutet und doch war sie psychisch schwer krank.

Vielleicht deine Freunde auch, Mike...?
 
Verzeihung, Lili Marleen,

ich glaube, glaube trotz allem, was ich erlebt habe und noch erlebe, dass gilt, was Er mir in meinem Konfirmationsspruch mitgegeben hat:

"Ich will dich nicht verlassen noch von dir weichen." (Jos 1, V. 5-6)

In meinen schwersten Stunden, und davon gabs etliche, habe ich mich daran festgehalten,
bis heute.

H.
 
Ich denke, dass das Christsein nicht nur Probleme löst,
sondern auch neue schafft - wie das hier geschilderte.
Nur ist es fast unmöglich (nicht ganz), die problemer-
zeugenden Anteile des Christseins herauszulösen, ohne
gleich den ganzen Glauben aufzugeben. Eine Möglichkeit
wäre, das Dogma aufzugeben, dass die Bibel immer recht
hat bzw. wortwörtlich "die Wahrheit" wiedergibt. Eine
andere Option besteht darin, manche Sätze in der Bibel
ernster zu nehmen als andere


Eine weitere Option ist, manches in der Bibel als zeit- und weltbildbedingt zu verstehen. Dazu haben sich viele gläubige Exegeten längst durchgerungen.





.
 
Dann wäre die Frage aber, was sich am Selbstmord an sich, von früher zu heute geändert haben soll...... Und mit diesem Argument ließen sich dann schlichtweg alle Gebote in Frage stellen.
Ich hab leider keinen Theologen in der Familie, den ich fragen könnte. Oder soll ich mal den Papst anschreiben?
 
Das war ja klar, dass hier einige wieder mit aller Gewalt eine Diskussion über Christsein und Glauben machen müssen. Genau das ist es, was ich mit Terror meine!


DAS IST DAS THEMA DIESES THREADS:


Ich selbst kann einfach nicht wirklich glauben, dass Gott, der seinen eigenen Sohn aus Liebe für uns Menschen gab, ein Sohn, der im Garten Getsemaneh und am Kreuz alles Leid der Welt bitter am eigenen Leib und der eigenen Seele erfuhr, dass dieser Gott einen Menschen, der in tiefster Verzweiflung einen solchen Schritt tut, dann für immer verwirft und ihm Sein ewiges Reich verwehrt. An einen SOLCHEN Gott würde ich nicht glauben können und wollen - sondern an einen barmherzigen, der Seine Arme erst recht weit aufmacht für diesen jungen Menschen oder andere in einer ähnlichen Ausnahmesituation.

Wie denkt ihr darüber?



Tuesday
 
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