Himmel noch eins,
die Frau Bundeskanzlerin ist promovierte Physikerin, keine von früher Jugend rhetorische gestählte, gelernte Politikerin; die Praxis der politischen und diplomatischen Etikette gelingt ihr nicht immer.
Wäre der Wortlaut "Ich freue mich, dass die USA das Problem Bin Laden erfolgreich gemeistert haben." o. ä. gewesen, würde es niemanden interessieren, obwohl die Aussage absolut gleich ist. Unsere Gesellschaft langweilt sich offensichtlich.
Der Begriff des unwerten Lebens ist unsinnig, Leben ist weder wertvoll noch wertlos, es ist einfach - an sich attributlos. Es kann allerdings mängelbehaftet sein in Bezug zu seiner Lebenswelt, es gibt Fehler, die im Streben nach dem eigenen Glück absolut suboptimal sind - Erbkrankheiten, Behinderungen, optische Benachteiligungen, etc... Wer würde das bestreiten? Es ist legitim, das Beste aus seinem Dasein zu machen und Maßnahmen gegen seine Mängel zu ergreifen. Und Eltern sollten bestrebt sein ihren Kindern optimale Bedingungen für ihr Glück zu geben, sei es in Form von Ausbildung, Betreuung, Versorgung - oder eben auch bestmöglichen "Erbguts". Wessen Chancen stehen höher möglichst oft möglichst glücklich zu sein - die des Kindes mit 3 X-Chromosomen oder die des Gesunden?
Wenn der medizinische Fortschritt uns die Freiheit von Entscheidungen schenkt, die wir früher nicht hatten, dann sollten wir sie nutzen und ich finde es ist klug sich für die Option zu entscheiden, die am meisten Glück und am wenigsten Leid schafft.