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Gibt es das - "unwertes Leben"?

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Unwertes Leben?


  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    20
  • Umfrage geschlossen .
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
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Zuletzt bearbeitet:
Also ich zumindest war nicht gewollt, ich bin entstanden weil meine noch beinah jugendlichen Eltern schlichtweg zu blöd zum verhüten waren, aber das mindert meinen Wert nicht. 😉

Sorry für´s OT.

Aber Du bist ja trotzdem auf der Welt-
daher hat auch Dein Leben automatisch einen Sinn-
...denn sonst wärst Du nicht hier auf Erden.

Jedes Leben ist "gewollt"-
und das hat nichts mit dem Willen der Eltern zu tun😛

Wohl eher mit der Einstellung zum Sinn des Lebens ansich 😉

Aber erfreulich,
dass Du Deinen Wert zu schätzen weisst-
das darfst Du auch 🙂 TSCHAKKA :daumen:
 
Mein Leben wurde selbst so tituliert und das hat mich in der Tat erschreckt. Ich habe mich auch gefragt, wie sich jemand anmaßen kann, das Leben eines anderen, sei es nun Mensch oder Tier, als "wertlos" oder "unwert" zu bezeichnen.

Und wollte einfach sehen, wie eure Reaktionen auf diese Zuschreibung wäre/ist, sie allerdings eigentlich nicht SO intensiv an MEINE Person binden, wie es nun leider doch wieder seit momos Einwand geschehen ist...😱

Momo hat das definitiv nicht so gemeint, wie du es auffasst, glaub mir. 😉

Allgemein: Wenn ein Mensch dir mitteilt, wie er dich sieht, empfindet bzw. welches Bild er von dir hat, dann ist dies nicht mehr als seine subjektive Empfindung, seine Sicht - also lediglich eine Interpretation von dir.

Und eine Interpretation hat nichts mit dem zu tun, was du selbst von dir weißt, von dir hältst und wie du dich siehst und empfindest. Man kann nur selbst wissen, was man für ein Mensch ist und wie man zu sich steht. Vor allem vor dem Hintergrund dass man auch nur selbst weiß, was man erlebt hat im Leben und was einem zu dem gemacht hat, der man ist.

Von daher - um deine Frage zu beantworten - ein lapidares "Wenn du meinst" bzw. ein lockeres Schulterzucken wären meine einzigen Reaktionen auf so einen Kommentar - denn mehr wäre der Anlass nicht wirklich wert und somit Energieverschwendung. 🙂
 
Um nicht ganz vom Thema abzukommen, hier nur zur Erläuterung des Hintergrundes meiner Umfrage, die dazu dient, EURE Gedanken dazu zu erfahren - und es ist ja auch schon einiges zusammen gekommen, danke:

Mein Leben wurde selbst kürzlich so tituliert und das hat mich in der Tat erschreckt. Ich habe mich auch gefragt, wie sich jemand anmaßen kann, das Leben eines anderen, sei es nun Mensch oder Tier, als "unwert" zu bezeichnen (zumal der Begriff "unwertes Leben" in der Tat Propaganda aus dem 3. Reich war..... (s. link)

Und wollte einfach sehen, wie eure Reaktionen auf diese Zuschreibung wäre/ist, sie allerdings eigentlich nicht SO intensiv an MEINE Person binden, wie es nun leider doch wieder seit momos Einwand geschehen ist...😱

Deshalb meine Bitte: Schreibt einfach weiter, welche Erfahrungen ihr selbst gemacht habt - sehr berührt hat mich Paulas Geschichte und ich danke dir, Paula, für deine Offenheit - und schreibt eure Gedanken, aber knüpft sie nicht wieder zu sehr an mich an. Ok? Thanks.

Christa

Nationalsozialistische Rassenhygiene

Christa,
wer Dich als unwert betitelt oder sonst was-
dem solltest Du nicht die Beachtung entgegenbringen-
wie Du es tust.
Solche Äußerungen sollten einfach "KEIN" Gehör finden...
 
Liebe Christa, es hat nicht ganz 10 Jahre gedauert, mich davon zu überzeugen, daß ich unwert bin, und fast doppelt so viele Jahre habe ich gebraucht, bis ich zulassen konnte, daß ich bzw. mein Leben vielleicht doch etwas wert ist.

"Wert" - klingt ja so moralisch wertend, wie das nur Menschen tun. Was ist das schon? Die ganze Welt, wenn dir vermittelt wurde, daß dein Leben nichts taugt. Und wieder die ganze Welt, wenn du darum kämpfst, deinem Leben eine Wertigkeit zu geben.

Ziemlich bösartige Sache, wenn DEIN Lebenswert von anderen nicht bestätigt und buchstäblich abgewertet wird, außerordentlich bösartig, wenn andere Menschen dir vermitteln, daß dein Leben nichts wert wäre. Und fürchterlich mit Schmerzen verbunden, wenn man erkennt, daß niemand außer einem selbst sich diesen "Wert" zurückerobern kann.

Ich weiß nicht, was dir widerfahren ist. Aber eins weiß ich ganz sicher: allein die Tatsache, daß du diese Frage gestellt hast, beweist, daß du dich mit UN-wert nicht abfindest. Du hast nicht festgestellt, daß es unwertes Leben gibt. Gut so. Es gibt nur Leben. Punkt.
 
Viel entscheidender ist doch zunächst, dass niemand auf die Idee kommt, den "Wert" eines anderen Lebens beurteilen oder gar darüber entscheiden zu können.

Im Prinzip muss jeder seinem eigenen Leben den entsprechenden Wert zuschreiben, was allerdings schon schwierig genug sein kann. Erst recht, wenn man dahingehend durch das Umfeld schon etwas vermittelt bekommt.
 
Meine stete Erfahrung ist, dass sich viele Menschen selbst als wenig wertvoll erachten. Sie werten sich selbst ab.

Und wer sich sogar selbst entwertet, muss sich nicht wundern, wenn einen andere abwerten.

Eine vornehme Aufgabe - zB in der Erziehung - müßte darin bestehen, den Einzelnen auf seinen Wert hinzuweisen. Die Wert der menschlichen Persönlichkeit muss wieder ins Zentrum gerückt werden, nicht der Kommerz und andere minder wertvolle Sachen. Das Wertesystem ist aus den Fugen geraten.
 
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Zuletzt bearbeitet:
Ich will das Thema gerne noch etwas vertiefen.

Es gibt relative und absolute Werte. Relativ wertvoll ist etwas im Hinblick auf etwas anderes. Brot ist an und für sich nicht wertvoll. Aber wenn das Brot der Ernährung eines Menschen dient, gewinnt es an relativen Wert. Genauso der wärmende Mantel im Winter, der im Sommer sogar schädlich sein kann. Oder manches Medikament. In dem einen Falle fördert es die Gesundheit, in einem anderen Falle schadet es sogar.

Dinge haben also Wert oder Unwert im Hinblick auf andere Dinge, von denen sie in der Bewertung abhängig sind.

Entscheidend scheint also der absolute Wert zu sein. Und dieser absolute Wert ist in der moralischen Gesinnung eines Menschen zu finden. Gibt es etwas wertvolleres als einen Menschen, der sich in höchstem Maße darum bemüht, seinen Guten Willen in der Welt umzusetzen? Dieser moralisch gute Wille ist Zweck an sich selbst und kann keinen anderen relativen Zwecken untergeordnet werden.

Aufs Leben bezogen heißt dies: eine lebendige Bakterie kann einem Menschen schaden und ihm am Ausleben seiner moralischen Gesinnung hindern. Krankheit kann ihn davon abhalten. Und es gibt auch böse lebendige Menschen! Ein TopZustand der Lungen ist noch nicht das Wertvollste, was man sich vorstellen kann.

Leben ist mehr als Gesundheit. Pilze leben auch. Aber sie besitzen noch nicht eine moralische Gesinnung.

Konkreter:
Auch ich halte Leben für wertvoll. Leben ist die Vorraussetzung für einen Menschen, der aus freien Stücken ein moralisches Leben leben möchte. Leben ist eine Vorstufe und eine Vorraussetzung für den Menschen als moralisches Wesen. Das Leben ist aber vielfältig. Seinen höchsten Wert entfaltet es erst in einer moralisch orientierten Persönlichkeit.

Jedes Lebewesen hat ein Recht auf Schutz. Und damit beziehe ich mich nicht nur auf Menschen, sondern auch auf Tiere und Pflanzen. Diese gilt es zu schützen. Die Vielfalt der Lebewesen auf unserem Planeten muss in Einklang miteinander gebracht werden. Und selbstverständlich müssen auch kranke Menschen geschützt werden. Leider werden diese auch in unserem Land nicht hinreichend geschützt. Mancher Mensch verliert in seinen letzten Lebenjahren sogar seine Persönlichkeit (zB bei Demenz). Er wird wieder zu einem Kind. Dennoch muss man ihn bewahren. Ist doch klar.

Ich glaube, dass die indididuelle Persönlichkeit eines Menschen - selbst wenn sie in seinen letzten Lebensjahren verschwinden sollte - die Ewigkeit überdauert.

Man denke auch an Albert Schweizers Buch "Ehrfurcht vor dem Leben".
 
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