Brummbärchi
Aktives Mitglied
hallo mein herzallerliebstes Doktorchen,
lang hab ich mich nicht mehr gemeldet. Und es ist in der Zeit (leider) viel passiert.
Wie du lesen kannst... es folgt nichts positives 😉
ok, fangen wir dem halb-privat-halb-beruflichem an.
Einer meiner Arbeitskollegen ist trockener Alkoholiker. Vor einigen Wochen hat er mir gestanden, dass er sich in mich verliebt hat. Ich habe ihm natürlich einen Abfuhr gegeben. Bin ja seit 10 Jahren vergeben. Soweit so gut. Verkraftet hat er das offenbar nicht. Letzte Woche kam er sturzbetrunken in die Arbeit. Hat mir Vorwürfe gemacht, ich sei mit Schuld an seinem alkoholbedingten Absturz. Weil er es nicht erträgt, mich jeden Tag zu sehen. Da er hackedicht war, wollte ich kein weiteres Gespräch mit ihm darüber führen. Wollte am nächsten Tag mit ihm sprechen, wenn er wieder nüchtern ist. Da hat er sich allerdings krank gemeldet. Morgen kommt er wieder.
Hab wegen ihm gar keine Lust mehr auf die Arbeit. Er klebt an mir wie ein Kaugummi und nun auch noch das. Im Grunde habe ich gar keine Lust, überhaupt noch mit ihm zu reden, aber ich denke, klare Worte sind nochmal notwendig.
Mir gings richtig dreckig wegen ihm. Hab ich ihm falsche Hoffnungen gemacht? Oder warum stürzt er wieder so ab? Vielleicht habe ich falsche Signale gesendet. Fakt ist, dass ich mich von ihm fernhalten werde. So nen Scheiß muss ich mir echt nicht anhören. Dann eben nur noch der nötigste Kontakt.
gut, nun das ganz-berufliche.
Meine Sachbearbeiterin beim Arbeitsamt (und ich natürlich auch) hält es für am besten, wenn ich eine Umschulung mache. Deswegen hat sie mich zum medizinischen Dienst geschickt, damit der feststellt, ob ich psychisch in der Lage bin. Ob ich berufsunfähig in meinem erlernten Beruf bin etc.
Das Ergebnis, das mir die Amtsärztin mündlich mitteilte, war ernüchternd.
Ich bin laut ihr:
-nur noch 3-6 Stunden arbeitsfähig
-darf nichts psychisch belastendes machen
-so wenig Kundenkontakt wie möglich
-nichts, bei dem man besonders gut sehen muss.
Ich bin gerade dabei, von Arzt zu Arzt zu rennen, damit ich etwas gegen dieses Gutachten (sofern es so geschrieben wird) in der Hand habe.
Erster Termin war mein Augenarzt: alles paletti. Ich seh ganz normal. Wie jeder 0815-Bürger. Gut, Pilot werd ich keiner mehr, aber das hatte ich auch nicht vor. 😀
psychisch belastendes: ok, sehe ich ein.
3-6 Stunden? Hat die nach 2 Minuten schon entschieden, werde ich also gegen angehen. Ein Gutachten, das vorher schon "feststeht", ist mir nicht Recht.
Kundenkontakt: wegen meiner sozialen Phobie - wenn man nur die Diagnose berücksichtigt, mag das stimmen. Aber im Einzelfall nicht. Ich habe in der Arbeit mit vielen Menschen zu tun. Ja, die ersten Wochen waren hart, aber da gibts sowas wie einen Therapieeffekt. Man gewöhnt sich daran.
Ja, ich werde wohl kein Dozent mehr - und im Callcenter wird man mich wohl auch nicht antreffen, aber sonst bin ich wohl relativ durchschnittlich. Bei meiner ehrenamtlichen Tätigkeit habe ich auch wildfremde Leute angerufen. Mit Magengrummeln, aber es ging.
Tja, das wars an News.
Am Dienstag hab ich einen Termin bei meiner Sachbearbeiterin, die mir dann sagt, was offiziell im Gutachten steht. Am Donnerstag hab ich einen Termin beim Rehaberater (berufliche Reha, nicht medizinische).
Und dann mal weitersehen.
Über Ostern fahre ich zu meinen Eltern. Werde also erst danach schreiben, was nun genau Sache ist.
Wie geht es dir bzw. euch so?
Ich wünsch euch allen frohe Ostern!
lg
lang hab ich mich nicht mehr gemeldet. Und es ist in der Zeit (leider) viel passiert.
Wie du lesen kannst... es folgt nichts positives 😉
ok, fangen wir dem halb-privat-halb-beruflichem an.
Einer meiner Arbeitskollegen ist trockener Alkoholiker. Vor einigen Wochen hat er mir gestanden, dass er sich in mich verliebt hat. Ich habe ihm natürlich einen Abfuhr gegeben. Bin ja seit 10 Jahren vergeben. Soweit so gut. Verkraftet hat er das offenbar nicht. Letzte Woche kam er sturzbetrunken in die Arbeit. Hat mir Vorwürfe gemacht, ich sei mit Schuld an seinem alkoholbedingten Absturz. Weil er es nicht erträgt, mich jeden Tag zu sehen. Da er hackedicht war, wollte ich kein weiteres Gespräch mit ihm darüber führen. Wollte am nächsten Tag mit ihm sprechen, wenn er wieder nüchtern ist. Da hat er sich allerdings krank gemeldet. Morgen kommt er wieder.
Hab wegen ihm gar keine Lust mehr auf die Arbeit. Er klebt an mir wie ein Kaugummi und nun auch noch das. Im Grunde habe ich gar keine Lust, überhaupt noch mit ihm zu reden, aber ich denke, klare Worte sind nochmal notwendig.
Mir gings richtig dreckig wegen ihm. Hab ich ihm falsche Hoffnungen gemacht? Oder warum stürzt er wieder so ab? Vielleicht habe ich falsche Signale gesendet. Fakt ist, dass ich mich von ihm fernhalten werde. So nen Scheiß muss ich mir echt nicht anhören. Dann eben nur noch der nötigste Kontakt.
gut, nun das ganz-berufliche.
Meine Sachbearbeiterin beim Arbeitsamt (und ich natürlich auch) hält es für am besten, wenn ich eine Umschulung mache. Deswegen hat sie mich zum medizinischen Dienst geschickt, damit der feststellt, ob ich psychisch in der Lage bin. Ob ich berufsunfähig in meinem erlernten Beruf bin etc.
Das Ergebnis, das mir die Amtsärztin mündlich mitteilte, war ernüchternd.
Ich bin laut ihr:
-nur noch 3-6 Stunden arbeitsfähig
-darf nichts psychisch belastendes machen
-so wenig Kundenkontakt wie möglich
-nichts, bei dem man besonders gut sehen muss.
Ich bin gerade dabei, von Arzt zu Arzt zu rennen, damit ich etwas gegen dieses Gutachten (sofern es so geschrieben wird) in der Hand habe.
Erster Termin war mein Augenarzt: alles paletti. Ich seh ganz normal. Wie jeder 0815-Bürger. Gut, Pilot werd ich keiner mehr, aber das hatte ich auch nicht vor. 😀
psychisch belastendes: ok, sehe ich ein.
3-6 Stunden? Hat die nach 2 Minuten schon entschieden, werde ich also gegen angehen. Ein Gutachten, das vorher schon "feststeht", ist mir nicht Recht.
Kundenkontakt: wegen meiner sozialen Phobie - wenn man nur die Diagnose berücksichtigt, mag das stimmen. Aber im Einzelfall nicht. Ich habe in der Arbeit mit vielen Menschen zu tun. Ja, die ersten Wochen waren hart, aber da gibts sowas wie einen Therapieeffekt. Man gewöhnt sich daran.
Ja, ich werde wohl kein Dozent mehr - und im Callcenter wird man mich wohl auch nicht antreffen, aber sonst bin ich wohl relativ durchschnittlich. Bei meiner ehrenamtlichen Tätigkeit habe ich auch wildfremde Leute angerufen. Mit Magengrummeln, aber es ging.
Tja, das wars an News.
Am Dienstag hab ich einen Termin bei meiner Sachbearbeiterin, die mir dann sagt, was offiziell im Gutachten steht. Am Donnerstag hab ich einen Termin beim Rehaberater (berufliche Reha, nicht medizinische).
Und dann mal weitersehen.
Über Ostern fahre ich zu meinen Eltern. Werde also erst danach schreiben, was nun genau Sache ist.
Wie geht es dir bzw. euch so?
Ich wünsch euch allen frohe Ostern!
lg