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primavera7
Gast
Auch heute gibt es nicht allzu viele davon. Viele Reiche tun Gutes nur um ihrer öffentlichen Selbstdarstellung oder um anderer persönlicher Vorteile willen. Siehe nur Typen wie Ute Ohoven. 🙄 Und warum hat KT zu Guttenberg wohl die Uni Bayreuth in der Zeit, als er dort promovierte, mit weit über 700.000,-- € gesponsert? Auch nicht aus reiner Menschenfreundlichkeit, um soziale Gerechtigkeit gegenüber weniger gut situierten Kommilitonen zu üben... 😎Ich glaube, dass zu zeiten Jesu die wenigsten Reichen gütige und soziale Menschen waren.
Fragt sich nur, was man unter reich zu verstehen hat? Ist man erst reich, wenn man Millionär ist? Oder ist man schon reich, wenn man mehr als genug zum Leben hat und in einem der reichsten Länder der Erde wohnt? Selbst ein Hartz IV-Empfänger in Deutschland ist reich im Verhältnis zu Menschen, die als 10-köpfige Familie in den Slums von Rio de Janeiro oder Kalkutta in einer Lehm- oder Wellblechhütte ohne Strom, Kanalisation und Krankenversicherung hausen müssen.
Ich denke, Jesus hat eher die innere Gesinnung gemeint ("Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon"), aus der man handelt: Ob man in erster Linie darauf aus ist, möglichst viel Geld für sich zu ramschen, Macht und Ansehen zu gewinnen, und dafür sprichwörtlich über Leichen geht oder ob es einem wichtiger ist, Gottes Willen zu tun, auch wenn das bedeutet, dass man Rücksicht auf seine Mitmenschen nimmt, auf den einen oder anderen Vorteil oder Luxus verzichtet und dadurch vielleicht nicht unbedingt die große Karriere macht. Und ob man bereit ist, nicht nur Brosamen von seinem Überfluss für ärmere Menschen zu geben, sondern einen Geldbetrag, den man spürt, und dass man mal richtig Zeit für andere Menschen opfert. Auch wenn sie nicht zum engsten Familien- und Bekanntenkreis gehören und es sich unter "Connections"-Gesichtspunkten nicht lohnt.
Mein Nächster ist insbesondere der, der mir nicht nützlich ist.
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