Sehr geehrter Eufank
Sie sind ja auch ein erwachsener , reifer , gefestigter Mann , der ein hoches Maß an Verstand und Intellekt aufweist und sicherlich keiner barmherzigen Vaterfigur bedarf.
Ich jedoch bin nur ein suchendes , unsicheres Kind , dass hilflos durch das leben tapst und trotz der Schwäche versucht die Schmierigkeiten zu trotzen.
Natürlich brauchen die Herren über 40 die väterliche Zärtlichkeit nicht in dem Maße in dem ich sie nun mal brauche.
Das sehe ich anders, Bambieaugen. Ich dachte früher auch immer, in irgendeinem Alter sei man reif, 100 % in sich gefestigt und abgeklärt. Aber das ist man nie.
😉 So alt kann man gar nicht werden, dass man der Liebe Gottes nicht bedürfte (ich bin zwar eine Frau, aber auch über 40, gehe sogar schon deutlich auf die 50 zu).
😉 Auch wenn man sie nicht immer spürt. So manches andere Phänomen spürt man auch nicht, obwohl es da ist.
Wie sich manche Menschen entwickeln, die meinen, sie hätten Gott nicht nötig, weil sie selbst das Maß aller Dinge seien, siehst du ja hier (damit ist jetzt nicht EuFrank gemeint, denn er geht mit dem Glauben anderer ja respektvoll um). Angeblich ist für sie erwiesen, dass es keinen Gott gibt. Gleichzeitig schreiben sie diesem nicht existierenden Wesen und den Menschen, die an es glauben, nur die schlimmsten Eigenschaften zu - ein Widerspruch in sich.
In Wahrheit sind sie mit Gott aber nicht fertig, sonst würden sie sich nicht immer wieder stundenlang so hasserfüllt mit Menschen auseinandersetzen, die an ihn glauben oder die als Agnostiker seine Existenz zumindest nicht für ausgeschlossen halten und den Glauben anderer respektieren. Dann wäre ihnen ihre Zeit viel zu kostbar, wenn Gott ihnen so gleichgültig wäre, wie sie behaupten. Sie sind aus irgendwelchen Gründen tief verletzt und kommen aus der Verletzung nicht mehr heraus. Das ist der wahre Grund. Und dann wird blind um sich geschlagen. Deshalb darf man solche abfälligen Äußerungen auch nicht persönlich nehmen.
Im tiefsten Inneren bleibt jeder von uns zeitlebens ein suchendes, unsicheres, schwaches Kind, das sich - egal, wieviel er aus angeblich eigener Kraft schafft - einfach auch mal fallen lassen will. Der eine überspielt es durch Großmäuligkeit, spitze Bemerkungen und Häme; empfindsameren Menschen merkt man es eher an mit der Folge, dass manch andere sich einbilden, sie könnten nach Belieben auf ihnen herumtrampeln und bräuchten sie nicht für voll zu nehmen.
Die barmherzige Vaterfigur ist nur eines der vielen Bilder und Facetten von Gott. Sicherlich gibt es u.a. auch eine liebevolle Mutterfigur. Gott ist dennoch weder nur männlich noch nur weiblich. Vielleicht ist er auch nichts Personifiziertes. Ich denke nicht, dass auch nur
ein Mensch ihn in all seinen Dimensionen erfassen kann. Er ist ALLES und noch mehr als das, weil er über das hinausgeht, was selbst der klügste Mensch mit seinem begrenzten Verstand erfassen kann.