Ich denke dieses Jahr zum ersten Mal darüber nach Silvester ganz bewusst allein zu verbringen. Ich habe schon verschiedenste Partys erlebt, immer das Gleiche...meistens sitze ich da und wünsch mich eigentlich nur heim, weil alle so gekünstelt fröhlich sind und irgendwie habe ich es mehr als Zwang empfunden, als dass ich es hätte genießen können. Schade eigentlich. Dieses Jahr ist es so komisch...Ich spüre einen totalen sozialen Druck, wegen der ganzen Fragerei "Was machst du Silvester?"... Eine Freundin hat mich eingeladen, das wär ne ruhigere Runde, aber selbst dazu habe ich dieses Jahr einfach keine Lust, weil mir einfach total danach ist mal zu machen, wonach MIR ist. Lecker Essen, innere Inventur, Fernsehen, Lesen, was auch immer. Dass ich nicht komme weiß sie zwar schon, aber nun werden die Fragen kommen, was ich denn stattdessen mache und ich spüre, wie schwer es mir fällt zu sagen: Ich bleibe einfach allein zu Hause und lass es mir gut gehen... Kann das wer nachvollziehen? Warum ist da immer dieser gesellschaftliche Druck, der einem vorschreibt, was "normal" ist und was nicht. Eigentlich bin ich hinsichtlich vieler Dinge nicht so, dass ich mich der Masse anschließe...aber hier fällt es mir sehr schwer. Ich möchte nicht als Muffel gesehen werden, oder dass die Leute enttäuscht sind, dass ich nicht mit ihnen feiern will, oder denken es ginge mir nicht gut und ich will mich verkriechen...Denn eigentlich geht es mir gerade sehr gut und genau deshalb will ich auch, dass es am Silvesterabend so bleibt! 🙂