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Meist wird es so sein, dass sie dies unter einem gewissen finanziellen Druck tun oder dazu gezwungen werden. Es ist klar unter aller Menschenwürde, zu so einer Tätigkeit gezwungen zu werden.
Daher sollte man aus Gründen der Humanität eine gewerbsmäßig organisierte Prostitution verbieten, wie es vorbildlich Norwegen gemacht hat.
Wer sich für Prostitution ausspricht, sollte sich mal fragen, warum dieselbe so stark mit Kriminalität ("RotlichtMilieu") verbunden ist.
Wenn jetzt das Argument kommt "Wenns den Frauen aber Spass macht?" dann sage ich: OK, dann sollen die aber für ihren Spass nicht auch noch Geld verlangen. Der Faktor Geld muss einfach aus diesem Geschehen eliminiert werden.
Nochmal: 99 % aller Prostituierten haben daran keinen Spass.
Also erst mal, dass 99 % der Frauen keinen Spaß haben, weißt du woher? Recherche im Mileu? Ich weiß, wo man sich so eine Meinung holt. Wenn man es ganz besonders billig haben will, geht man in die Puffs mit Zwangsprostitution, die es leider immer noch gibt. Ist das auch Quelle deiner Erkenntnisse?
Prostitution ist deshalb so eng mit Kriminalität verknüpft, weil es Jahrhunderte illegal war. Genau aus dieser Illegalität hat man die Frauen jetzt rausgeholt und damit ist die Branche auch um einiges besser geworden.
Wenn die Frauen es aus Spaß machen, sollen sie es doch umsonst machen, schreibst du. Das ist nicht dein ernst, oder? Hey, ich hab auch Spaß daran, Bücher zu schreiben. Soll ich sie in Zukunft kostenlose Exemplare an meine Leser schicken, weil ich mich bei der Arbeit nicht quälen muss?
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Und dass die Frauen das nur wegen dem Geld machen. Wie viele unglückliche Verkäuferinnen und Zahnarzthelferinnen gibt es? Fragt da irgendjemand, ob die Frauen das nur wegen dem Geld machen? Nein, da dürfen sie sich gerne prostituieren.
Im Sexgewerbe ist es deshalb etwas Anderes, weil einige ewig Gestrigen Sex für etwas Schmutziges halten. Die katholische Kirche lässt grüßen.
Weißt du, woran die Prostitution wirklich krankt? An Freiern, die es möglichst billig haben wollen und dann auf den Straßenstrich gehen und da Minderjährige und Drogenabhängige F***** und am besten noch ohne Gummi. Weitere Aufklärung wäre dringend nötig, damit die Männer kapieren, dass man für gute Ware auch gutes Geld zahlen muss. Man muss die Prostitution aus ihrer Schmuddelecke herausholen und zu einem fairen Gewerbe machen.
Ein weiteres Problem ist, dass die Frauen nicht einfach aussteigen können, weil sie im Gewerbe eine Unmenge Geld verdienen. Und wer möchte schon von 3.000 Euro und mehr im Monat in Hartz IV rutschen? Und warum rutschen sie finanziell so ab? Weil die Moralapostel das nur als Rumbumsen sehen und nicht als Beruf, für den man zum Beispiel sehr gute Kommunikationsfähigkeiten braucht, und darum finden dann solche Frauen keinen Job.
Um es mal auf den Punkt zu bringen. Du maßt dir wieder mal an, dir ein Urteil über Leute zu bilden, mit denen du gar nichts zu tun hast und über die du nichts weißt, als irgendwelche dummen Kilschees.
Ich habe eine Freundin, die als Prostituierte gearbeitet hat und über die ich andere kenne. Unter denen ist keine dabei, die mit ihrem Job Probleme hat. Das ist immer nur die moralinsaure Gesellschaft, die ihnen das Leben schwer macht.
Was glaubst du wohl, warum Frauen wie Felicitas darum gekämpft haben, die Prostitution aus der Illegalität zu holen? Eben damit die Arbeitsbedingungen besser werden. Und hast du dich ausgiebig mit den Bedingungen vorher und nachher beschäftigt? Kannst du dir da überhaupt ein Urteil erlauben?
Ich kenne einige Frauen, für die der Job eine Berufung ist. Von mir aus sollen sie ihn doch machen. Und wir als Gesellschaft haben die Pflicht, diesen Job so sicher wie möglich zu machen und das passiert nicht, indem man die Prostitution verbietet.
http://www.sexworkerinnen.at
Dieses Forum kann ich dir empfehlen. Da kannst du
mit den Sexworkerinnen reden statt nur über sie. Die werden dir gerne Rede und Antwort stehen, wie sich ihre Arbeitsbedingungen verbessert haben, seitdem die Prostitution nicht mehr illegal ist. Nur so bekommt man nämlich eine fundierte Meinung und muss nicht über Menschen herziehen und sie erniedrigen, von denen man eigentlich überhaupt nichts weiß außer mediengepuschtem Blödsinn.
Tuesday