G
Gast
Gast
Hallo, durch Zufall bin ich auf diese Forum gestoßen. Da ich eigentlich niemanden habe, mit den ich reden kann, würde ich gerne einfach alles aufschreiben, was mich im Studium belastet.
Vielleicht hat ja irgendwer ähnliches erlebt und hat ein paar Tipps für mich?
Wie der Threadtitel schon sagt, habe ich mich beim Studienstart nicht mir Ruhm beckleckert.
Mein Schnitt liegt nur bei 2,4.
Das ist in Relation zum Studium eigentlich schon zu wenig. Man sagt den Geistes- und Sozialwissenschaften ja viel Schlechtes nach, von der inflationären Notenvergabe mit überdurchschnittlich großzügigen Noten bis hin zu den schlechten Berufschancen.
Ich studiere übrigens Soziologie und Geschichte als 2-Fachbacherlor.
Man sagt aber auch, dass Kenntnisse in Statistik wenigstens eine der Stärken ist. Und genau dort liegt das erste Problem.
Ausgerechnet in Statistik habe ich meine bisher schlechtes Note an der Uni erreicht. Eine 3,0.
Die restlichen Noten: 2,0 (2 x) 2,3 (1 x) und 2,7 (1 x)
Wenn man großzügig ist, kann man das bestenfalls noch als Mittelmaß bezeichnen.
Eigentlich wollte ich nochmal versuchen, Boden in zukünftigen Prüfungen gutzumachen, aber ich bin verunsichert. Ich weiß einfach nicht, ob das schon alles war oder ob ich doch mehr kann und doch noch einen guten Abschluss bekommen könnte. Ja, rechnerisch ist es möglich, aber geben es meine Fähigkeiten her? Die Selbstzweifel und der Druck machen mich fertig. Ich möchte mehr erreichen, habe aber soetwas wie Panik vor den Klausuren und Hausarbeiten. Die bisherigen Noten geben mir keine Sicherheit. Mir fehlt die positive Einstellung, ich bräuchte ein Erfolgserlebnis um vielleicht an die Wende zu glauben. Mir fehlt eine Quelle, aus der ich Kraft für weitere Aufgabe nehmen könnte. Der innere Antrieb ist blockiert. Ich habe Angst.
Die latente Verunsicherung wird indirekt noch gestärkt durch die fehlende Praxiserfahrung. Immer wieder heißt es zu Beginn des Semesters, wenn die Dozenten und Prof. einige allgemeine Worte zum Studium verlieren:" Sie sind einer von XXX Studenten. Sammeln Sie neben Ihrem Studium z.B. in der vorlesungsfreien Zeit umbedingt Praxiserfahrung. "
Vor Kurzem gab es ein Blockseminar des Studentenwerks als Zusatzangebot, in dem es um das Thema Bewerbungen ging.
Aufgrund der Praxiserfahrung, die man nebenbei sammeln sollte, insbesondere wenn die Noten nicht so gut sind (s.o.) sind Bewerbungen natürlich ein Thema. Aber die Veranstaltung hat mich in der latente Unsicherheit nicht umbedingt gefestitig, im Gegenteil, die Unsicherheit ist noch größer als vorher.
Jetzt weiß ich, wie eine Bewerbung aussehen sollte. Aber mir wurde außerdem bewusst, wie unzureichend mein Lebenslauf eigentlich ist und dass er gar nicht zu einer guten Bewerbung passt. In weiteren Gesprächen mit den Dozenten wurde schnell klar, dass ich momentan eher schlechte Chancen hätte an Praxiserfahrung ranzukommen und irgendwo mal zum Vorstellungsgespräch für ein Praktikum eingeladen zu werden.
Mir fehlt es eigentlich an den Basics, die man braucht, um in ein Praktikum reinzukommen.
Ich habe bisher noch nie ein Praktikum irgendwo gemacht und ich habe vor dem Studium nur das Abitur gemacht, ich habe keine Ausbildung.
Ein Nebenjob habe ich bisher auch nicht gefunden.
Mir fehlen also die praxistauglichen und authentischen Nachweise für Schlüsselqualifikation, die besonders gerne gesehen werden und eigentlich Standard sind. Das Studium ist eher theoriebasiert.
Ich weiß nicht, wie es weitergehen soll. Ich bin komplett verunsichert. Solle ich das Studium fortsetzen? Wie kann ich das erste Semester möglichst schnell abharken um mich auf das aktuelle Semester zu konzentrieren? Wie gehe ich mit dem Druck am besten um, jetzt eine 1,x schreiben zu müssen? Was mache ich, wenn ich beim Lernen wieder an schlechte Klausurereignisse aus dem erstem Semester denken muss? Und wie löse ich langfristig das Praxisproblem und kann es kurzfristig erstmal verdrängen um mich vollstäding auf das Studium zu konzentrieren?
Vielleicht hat ja irgendwer ähnliches erlebt und hat ein paar Tipps für mich?
Wie der Threadtitel schon sagt, habe ich mich beim Studienstart nicht mir Ruhm beckleckert.
Mein Schnitt liegt nur bei 2,4.
Das ist in Relation zum Studium eigentlich schon zu wenig. Man sagt den Geistes- und Sozialwissenschaften ja viel Schlechtes nach, von der inflationären Notenvergabe mit überdurchschnittlich großzügigen Noten bis hin zu den schlechten Berufschancen.
Ich studiere übrigens Soziologie und Geschichte als 2-Fachbacherlor.
Man sagt aber auch, dass Kenntnisse in Statistik wenigstens eine der Stärken ist. Und genau dort liegt das erste Problem.
Ausgerechnet in Statistik habe ich meine bisher schlechtes Note an der Uni erreicht. Eine 3,0.
Die restlichen Noten: 2,0 (2 x) 2,3 (1 x) und 2,7 (1 x)
Wenn man großzügig ist, kann man das bestenfalls noch als Mittelmaß bezeichnen.
Eigentlich wollte ich nochmal versuchen, Boden in zukünftigen Prüfungen gutzumachen, aber ich bin verunsichert. Ich weiß einfach nicht, ob das schon alles war oder ob ich doch mehr kann und doch noch einen guten Abschluss bekommen könnte. Ja, rechnerisch ist es möglich, aber geben es meine Fähigkeiten her? Die Selbstzweifel und der Druck machen mich fertig. Ich möchte mehr erreichen, habe aber soetwas wie Panik vor den Klausuren und Hausarbeiten. Die bisherigen Noten geben mir keine Sicherheit. Mir fehlt die positive Einstellung, ich bräuchte ein Erfolgserlebnis um vielleicht an die Wende zu glauben. Mir fehlt eine Quelle, aus der ich Kraft für weitere Aufgabe nehmen könnte. Der innere Antrieb ist blockiert. Ich habe Angst.
Die latente Verunsicherung wird indirekt noch gestärkt durch die fehlende Praxiserfahrung. Immer wieder heißt es zu Beginn des Semesters, wenn die Dozenten und Prof. einige allgemeine Worte zum Studium verlieren:" Sie sind einer von XXX Studenten. Sammeln Sie neben Ihrem Studium z.B. in der vorlesungsfreien Zeit umbedingt Praxiserfahrung. "
Vor Kurzem gab es ein Blockseminar des Studentenwerks als Zusatzangebot, in dem es um das Thema Bewerbungen ging.
Aufgrund der Praxiserfahrung, die man nebenbei sammeln sollte, insbesondere wenn die Noten nicht so gut sind (s.o.) sind Bewerbungen natürlich ein Thema. Aber die Veranstaltung hat mich in der latente Unsicherheit nicht umbedingt gefestitig, im Gegenteil, die Unsicherheit ist noch größer als vorher.
Jetzt weiß ich, wie eine Bewerbung aussehen sollte. Aber mir wurde außerdem bewusst, wie unzureichend mein Lebenslauf eigentlich ist und dass er gar nicht zu einer guten Bewerbung passt. In weiteren Gesprächen mit den Dozenten wurde schnell klar, dass ich momentan eher schlechte Chancen hätte an Praxiserfahrung ranzukommen und irgendwo mal zum Vorstellungsgespräch für ein Praktikum eingeladen zu werden.
Mir fehlt es eigentlich an den Basics, die man braucht, um in ein Praktikum reinzukommen.
Ich habe bisher noch nie ein Praktikum irgendwo gemacht und ich habe vor dem Studium nur das Abitur gemacht, ich habe keine Ausbildung.
Ein Nebenjob habe ich bisher auch nicht gefunden.
Mir fehlen also die praxistauglichen und authentischen Nachweise für Schlüsselqualifikation, die besonders gerne gesehen werden und eigentlich Standard sind. Das Studium ist eher theoriebasiert.
Ich weiß nicht, wie es weitergehen soll. Ich bin komplett verunsichert. Solle ich das Studium fortsetzen? Wie kann ich das erste Semester möglichst schnell abharken um mich auf das aktuelle Semester zu konzentrieren? Wie gehe ich mit dem Druck am besten um, jetzt eine 1,x schreiben zu müssen? Was mache ich, wenn ich beim Lernen wieder an schlechte Klausurereignisse aus dem erstem Semester denken muss? Und wie löse ich langfristig das Praxisproblem und kann es kurzfristig erstmal verdrängen um mich vollstäding auf das Studium zu konzentrieren?