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Hartz-IV-Debatte: Wer nicht arbeitet, soll nicht essen - Kultur - Tagesspiegel

"...
Tatsächlich sind die Zahlen berechnend, sie zielen auf öffentliche Wirkung. Absichtsvoll ist das Herausrechnen von Alkohol und Zigaretten in die Öffentlichkeit getragen worden, um die Akzeptanz für die unerwartet niedrige Fünf-Euro-Erhöhung der Erwachsenen-Sätze zu steigern. Kein Witz, dass Kauder „Botschafter des Bieres 2010“ ist und kürzlich gesagt hat: „Zwei, drei Weizenbier am Tag – die müssen einfach sein“. Die Arbeitsministerin spricht hingegen von „Genussgiften“. Ein Unterschied, der zwingend gemacht werden muss. Er bedient und befeuert das Muster für den öffentlichen Umgang mit den Transfer-Beziehern. Es hat sich in unser Denken eingeschlichen: Was für die normalen Leute gilt, steht denen da unten noch lange nicht zu.

Diese Haltung speist sich aus vielen Quellen, nicht allein aus der sozialen Kälte erklärter Egoisten. Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen, das liegt der christlichen und sozialistischen Solidarität zugrunde. Menschen zu helfen, die nicht arbeiten können, war diesem Denken allerdings immer selbstverständlich. Was geschieht aber, wenn Millionen von Menschen den Anschluss an den Arbeitsmarkt verlieren? Dann steht der Solidaritätsgedanke vor einer Bewährungsprobe. Und was, wenn mit den Eltern eine wachsende Zahl von Kindern – mittlerweile 15 Prozent – von den Erfahrungen der leistungsorientierten Arbeitsgesellschaft abgehängt wird? Dann steht die Zukunft dieser Gesellschaft auf dem Spiel.
Nicht nur Herz-Jesu-Sozialisten oder notorische Gutmenschen müssten deshalb von der Diskussion um Hartz IV beunruhigt sein."
 
😛 sag ich doch.
Würde doch jeder vernünftig denkende Mensch so machen: Normale, sozialvesicherungspflichtige Jobs schaffen.

Macht aber keiner. Statt dessen werden H4Bezieher in ein-euro-jobs gezwungen.

Warum ist das wohl so? Na? Denkt mal nach...

Es kann nur einen Grund geben:

Irgend jemand - oder sogar mehrere Leute - in Deutschland haben davon, dass das so ist, wie es ist, sehr viele Vorteile.:mad:

Warum ist das so? Weil Hoteliers und andere Arbeitgeber wissen, wie man sich die Gewerkschaften vom Hals halten kann.
 
Dann steht der Solidaritätsgedanke vor einer Bewährungsprobe. Und was, wenn mit den Eltern eine wachsende Zahl von Kindern – mittlerweile 15 Prozent – von den Erfahrungen der leistungsorientierten Arbeitsgesellschaft abgehängt wird? Dann steht die Zukunft dieser Gesellschaft auf dem Spiel.
Nicht nur Herz-Jesu-Sozialisten oder notorische Gutmenschen müssten deshalb von der Diskussion um Hartz IV beunruhigt sein."

Danke. Guter Beitrag! Ich denke, genau vor dieser Bewährungsprobe stehen wir jetzt. Ob wir diesen zersetzenden Floskeln glauben, die da gestreut werden, oder ob wir sagen: "Jetzte erst recht, so nicht"!
 
Wohl eher nicht.
Sonst würden nicht soviele anderen das Existenzminimum neiden.

Das hat nichts mit Neid zutun sondern eher mit Wut wenn man sieht wieviele Steuern man bezahlt und das dieses Geld dann für die ca. 1,8% (eher mehr) verschwendet wird. Woanders darf man sich ja auch aufregen wenn Steuern verschwendet werden.

Oder nicht.
 
Das hat nichts mit Neid zutun sondern eher mit Wut wenn man sieht wieviele Steuern man bezahlt und das dieses Geld dann für die ca. 1,8% (eher mehr) verschwendet wird. Woanders darf man sich ja auch aufregen wenn Steuern verschwendet werden.

Oder nicht.
Welche 1,8 %? Meinst Du die Finanzelite?
 
Nö die angeblich nur 1,8% die nicht arbeiten wollen und sich Durchschmarotzen.

Ist das Faulheit oder liegt es an den schlechte Arbeitsbedingungen? Würdest du für 1-2 Euro Stundenlohn bei Netto im Lager arbeiten ohne Urlaubsanspruch, Pausen, Streichung des Lohn für den ganzen Monat, wenn du mehr als 1 Tag krank bist?
 
Quelle sozialhilfe24

1 Euro Job

Einkommen, die aus einem "Ein Euro Job" erzielt werden, werden auf das Arbeitslosengeld 2, ALG II oder auch Hartz IV nicht angerechnet.

Ein "Ein Euro Job" oder "1 Euro Job"ist eine Arbeitsgelegenheit, mit deren Hilfe der Gesetzgeber vor allem Langzeitarbeitslose wieder in den ersten Arbeitsmarkt integrieren will. Sie haben den Zweck, die Arbeitsfähigkeit aufrecht zu erhalten und sollen den ALG 2 Empfänger an regelmäßige Arbeit und einen strukturierten Tagesablauf gewöhnen.
Zulässig ist jedoch die Arbeit am Wochenende und in Schichten.

Ein Arbeitslosengeld II 2 Empfänger ist grds. verpflichtet einen "Ein Euro Job" anzunehmen. Er muss ihn nur dannn nicht annhemen, wenn ihm dies i.S.d. § 10 SGB II unzumutbar ist. Zumutbar ist grundsätzlich jede legale und nicht sittenwidrige Arbeit.
Sanktionen bei Ablehnung eines 1-Euro-Jobs:
Nimmt ein ALG II 2 Empfänger ohne Grund die angetragene Tätigkeit nicht auf, so kann ihm gem. § 31 SGB I das Arbeitslosengeld II um bis zu 30 % gekürzt werden. Unter 25 Jahre alten Arbeitslosengeld 2 Beziehe kann im schlimmsten Fall die komplette Regelleistung nach dem SGB II gestrichen werden. Das bedeutet, dass dann lediglich die Miete übernommen wird und Lebensmittelgutscheine ausgegeben werden.

missbrauch bei 1€ jobs!
Ich find das hier sehr interessant und traurig zu gleich, wie dann doch die jenigen Behandelt werden die WOLLEN! :mad:
 
Nö die angeblich nur 1,8% die nicht arbeiten wollen und sich Durchschmarotzen.

Die Fallen nicht ins Gewicht. Da gibts viel mehr Grund sich aufzuregen über Steuergelder die in sinnlosen Bauprojekten versenkt werden oder beispielsweise die Milliarden die für die HRE verbrannt werden.

Hier regt man sich über Peanuts auf und ist stinkig auf Menschen die vielleicht faul, aber am ungefährlichsten sind.

Die Großkonzerne und Banken, die milliardenschwer sich ins eigene Täschchen wirtschaften und durch die Lobbyistenregierung großzügig unterstützt werden, die sollten die Gemüter erhitzen und nicht die Faulenzer in sozialer Hängematte.

Der Unteren Schicht wird oft Bildungsferne nachgesagt.
Kurioserweise ist es eher die steuerzahlende Bevölkerung, die der Medienpropaganda erliegt und dennoch glaubt ein großes Stück Bildung abbekommen zuhaben. Einbildung ist auch eine Bildung. Mit Auswendiglernen kann man sogar ein Studienabschluss schaffen, aber es ersetzt nicht das Denken, das Selberdenken.
 
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