Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Mit Sozialer Phobie ins Studiuem ?!

  • Starter*in Starter*in AlevAlev
  • Datum Start Datum Start
A

AlevAlev

Gast
PS: Sorry für den Tippfehler in der Überschrift ..

Hey Leute,

ich fühle mich unter Menschen extremst unwohl...
Außer wenn es wirklich Menschen sind die ich liebe usw.

Nun wollte ich wissen ob man im Stuidum eigentlich viel Gruppenarbeiten macht? ): Allein der Gedanke daran löst Unbehagen in mir aus.

Was könnt ihr generell so darüber sagen ?

Komme ich auch durchs Studium ohne zu viel mit Mitstudenten in Kontakt zu kommen?

PS: Ich kontaktiere Menschen nur ,wenn diese mich wirklich interessieren ,ansonsten fühle ich mich einfach unwohl.Ich kann zwar eine Rolle aufsetzen und meine Soziale Phobie verstecken( so gut es halt geht) aber ich möchte unnötigen Kontakten trotzdem aus dem Weg gehen.
🙁 Ich hoffe ihr versteht mich..obwohl das ganze vielleicht eingebildet oder so klingt,aber das ist es wirklich nicht 😱

Ich würde mich über Meinungen und Antworten freuen!
 
Hallo!

Das kommt ganz drauf an was du studieren willst. Ich studiere zwar auch, aber weiß nicht genau, wie es in anderen Studienrichtungen mit den Gruppenarbeiten aussieht. In meinem Bereich waren auch immer Gruppenarbeiten erforderlich, alleine schon wegen den Seminaren, allerdings kannst du das ein wenig umgehen. Viele wollten sich immer gleich treffen und gemeinsam am Projekt arbeiten, doch bei mir wars eben eher so, dass ich mir die Zeit einfach nicht nehmen wollte, da es ja doch immer länger dauert bzw. es zeitaufwändiger ist, wenn man sich trifft. Du kannst ja sagen, dass du eher weniger Zeit hast (wegen Arbeit) und du die Arbeit daheim machst und du mit ihnen in email-Kontakt bleibst. Das hat bei uns immer gut geklappt und haben uns teilweise sogar nur beim Referat oder bei der Präsenatation gesehen. 🙂 Ich würde mir da an deiner Stelle nicht so viele Sorgen machen. Ich habe auch immer gedacht, dass ich diese Referate nicht packen werde, aber ich schwöre dir, dass das mit der Zeit wirklich leichter wird. Ich denke, du kannst den Schritt wirklich wagen.🙂

Alles Liebe Dir
Ilike
 
AW: Mit Sozialer Phobie ins Studium ?!

Hallo AlevAlev,

ich habe auch soetwas wie eine soziale Phobie und habe damals ein Soziologiestudium an einer Uni angefangen.

Ich empfand es als schwierig, mich in die Erstsemester-Welle zu integrieren und es war mir relativ rätselhaft, wie die anderen so schnell Grüppchen gebildet haben. Diese haben sich allerdings spätestens nach einem Semester wieder umgestaltet.

In den Vorlesungen steht vielmehr der Lehrinhalt als der Sitznachbar im Vordergrund. In den Tutorien, die parallel zu Vorlesungen verlaufen, ebenso. Durch die begrenzte Teilnehmerzahl allerdings entstehen mehr ausdifferenzierte Kontaktmöglichkeiten. Verstehst du, was ich meine?

Ich denke, dass der Einstieg das Wichtigste beim Studiumanfang darstellt, denn da sind die Karten noch nicht verteilt. Du kannst dir frei heraussuchen, wohin du gehören willst.
Hast du den Anschluss zu den frisch gebildeten Gruppen aber un/freiwillig verpasst, so bist du oft nicht der/die Einzige. Meiner Erfahrung nach finden sich immer einige Querdenker oder scheinbare Einzelgänger, mit denen man sich anfreunden kann und die einem charaktertechnisch manchmal mehr bieten können als die breite Masse.

(Es soll sich bitte keiner beleidigt fühlen, das ist meine unmittelbare Erfahrung 🙂)

Wenn du allerdings an einer FH oder eher kleinen Uni studierst, hast du eine begrenztere Komillitonenauswahl. Da läuft es z.T. wie in der Schule ab. Bloß sind die Mitstudenten älter und vielleicht auch in ihren Erfahrungshorizonten durchgemischter 😉

Solange du zu dir stehst und dich nicht davor scheust, auch mal alleine deinen Weg zu gehen, wirst du deinen Weg und nach einiger Zeit auch Freunde finden.

Liebe Grüße,
Sigarni
 
Danke für eure Antworten...
Hach..also gibt es auch da wieder Gruppenarbeit ..🙄

Ich hoffe nur dass das nicht zu viel wird.
🙁
 
Danke für eure Antworten...
Hach..also gibt es auch da wieder Gruppenarbeit ..🙄

Ich hoffe nur dass das nicht zu viel wird.
🙁

Was studierst du denn?
In BWL wirst du mit 2-3 Gruppenarbeiten im gesamten Bacherlorstudium durchkommen, da das Massenveranstaltungen sind und es nur wenige Seminare gibt.

In den Geisteswissenschaften könnten es auch 2-3 Gruppenarbeiten im Semester sein, da es viele kleinere Seminare gibt. Aber mehr als eine Präsentation macht man da pro Modul auch nicht im Semester. Man kann aber auch arbeitsteilig arbeiten und einen Gruppenarbeit dauert dann mal 2-3 Stunden zum besprechen, den Rest arbeit jeder selbst zu Hause in Ruhe aus und man wechselt sich bei der Präsentation ab. Einer leitet die Übung, der andere die Präsentation z.B.
 
Du bist mir sympathisch, warum gibt so Leute nicht in meinem Studiengang 🙂

Grüppchen sind mir von jeher auch suspekt und ich halte mich überall raus, das aber mittlerweile nicht mehr verschreckt bis gewollt unauffällig, sondern mit Würde und Absicht. Ich sitze zb absichtlich in der ersten Reihe, während die Grüppchen sich geschlossen ab Reihe 4 tummeln. Da ich aber immer freundlich bin und hilfsbereit, sofern sich Kontakte ergeben, was ich nicht gerade forciere, kommen öfter Leute zu mir um hallo zu sagen und man wechselt ein paar Worte. So halte ich Distanz aber werde akzeptiert, weil ich nicht grummlig oder unfreundlich wirke. Man hält mich dann für etwas komisch aber nicht "blöd" 😉

Damit klappt es sehr gut. Was Gruppenarbeiten betrifft so halte ich mich dort raus und mache die Protokolle zb immer allein. Gruppen, grad bei Erstsemestern haben eine Tendenz sich aufzulösen und Gruppenmitglieder verschwinden gern mal auf Nimmerwiedersehen 😉
Darum verlasse ich mich lieber auf mich selbst und machs gleich allein, da weiß ich, die Sachen sind vor der Deadline abgegeben. Natürlich schreib ich durchaus auch die Namen der anderen mit drauf wenn das ganze in Gruppenarbeit gelaufen ist (Versuche zb). Die sind dann auch meistens froh, sich nicht damit befassen zu müssen und ganz glücklich, während ich "meine Ruhe" hab und dabei auch noch mehr lerne als wenn ich Teile davon andere machen lass.

Die Exkursionen sind zwar schwierig (keine Rückzugsmöglichkeiten, dauernd andere Leute etc), aber die eintägigen beiß ich eben die Zähne zusammen und die mehrtägigen seh ich zu, daß ich zumindest ein diskret organisiertes Einzelzimmer in der Jugendherberge bekomm (wobei beim letzten Mal noch eine eingeladen wurde, die auch keinen Streß mag 😉 )

Fazit ist: GruppenARBEIT an der Uni selbst findet halt mal statt, da muß man durch, aber privat kann man sowas leicht umgehen. Wichtig finde ich, daß man sich nicht versteckt, sondern mit Würde und Rückgrat ein Einzelgänger ist. Wenn man das ausreichend klarstellt, dann wird das meistens auch akzeptiert und freundliche (Kurz-) Kontakte sind dann auch nicht ausgeschlossen!

Übrigens: der "Sinn" einer Phobie besteht nicht darin, die phobischen Dinge zu vermeiden, sondern ihnen mit Mut und Widerstandskraft zu begegnen, damit sie einen nicht beherrschen. Sobald du wegrennst, kommst du leider aus dem Rennen nicht mehr raus 😉
 
Hey,

ganz zu Anfang: Ich habe in meiner Studienlaufbahn kaum Leute getroffen, die wirklich gerne stundenlang mit Leuten rumsitzen, ich gehöre im Übrigen auch dazu. Da ich selbst unter einer Agoraphobie leide, würde ich Dir gerne ein paar Tips geben

1) Mach eine Therapie, wenn Du unter einer Sozial Phobie leidest, Du musst mit dieser Angst nich leben

2) Seh die Gruppenarbeit als Teil der Therapie und lass Dich von Deinem Psychologen dazu beraten

Psychologische Betreung bietet jede Universität. Es gibt darüber hinaus auch Vetrauens Professoren. Ich habe in meinem Bachelorstudium sehr unter meiner Agoraphobie gelitten und mit allen Professoren offen darüber gesprochen. Das hat mir sehr viel geholfen, gerade bei den mündlichen Prüfungen. Nun im Master Programm habe ich eine Therapie gemacht und bin sehr glücklich. Dein Leben muss nicht nur aus Angst bestehen- Du hast was besseres verdient.

LG,
Julia
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Thema gelesen (Total: 0) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben