Hallo,
ich habe eine lange Geschichte, versuche diese aber zu strafen, soweit es geht.
2003 war ich in einer ambulanten Psychotherapie (Verhaltenstherapie) aufgrund von Panikattacken. Zu damaliger Zeit hatte ich viel beruflichen und Beziehungsstress. Die Attacken wurden mit der laufenden Therapie besser und irgendwann traten sie einfach nicht mehr auf.
2006 trennte sich dann meine Ehefrau von mir. Ich war völlig am Boden zerstört. Habe getrauert, geheilt, Freunde hatte ich so gut wie keine mehr. Habe versucht, mir ein neues Leben aufzubauen und nach nicht einem halben Jahr eine neue Partnerin getroffen. Von da an ging es schlagartig besser, keine Depressionen mehr (die in der damaligen Psychotherpie zwar kurz angesprochen, aber nicht primär "behandelt" wurden). Ich war glücklich. Nun ist meine Partnerin aber alleinerziehende Mutter und hat mehr und mehr Stress. Ihre Eltern sind aus dem Ausland nun in unsere Stadt gezogen (Renter), und sie ist nur ausgepowert, ausgebrannt und genervt. Liebe erfahre ich (aus meiner Sicht) keine. Reden oder eine Runde entspannt spazieren geheh, geht nicht. Ich helfe ihr, nicht viel, aber wenigstens soweit es geht (ich wohne nicht mit ihr zuammen). Sie wirft mir vor, dass sie alles alleine machen muss. Ich versuche wieder zu helfen, bin aufgeregt, weil es ja wichtig ist, dass ich ihr helfe, und prompt geht es schief (Löcher falsch gebohrt und ähnliches). Unsere Beziehung ist aus meiner Sicht nur noch eine, in der ich versuche zu geben, aber nichts bekomme (ganz dahingestellt, ob es eine böse Absicht ist oder ob sie wirklich so viel Stress hat, dass sie selbst nicht mehr kann).
Nun haben vor ca. 6 Monaten die Panikattacken wieder zugenommen. Ich lebe in einer ständigen Angst vor der Angst. Angst vor Panikattacken und vor allen Dingen: Angst davor, dass mich meine Freundin verlässt, weil ich ihr nicht genüge - dann stehe ich wieder alleine da. Ich beteure, sie zu lieben, aber ich glaube, die Beziehung schadet mir derzeit eher.
Nun die Frage: Ist das eine Beziehungssucht? Wenn ich die Frage, ob ich mir vorstellen kann, auch als Single glücklich zu sein, mit NEIN beantworte, deutet das nicht auf so etwas hin?
Ich bin derzeit völlig am Ende. Könnte nur noch heulen und schreien, werde teilweise (verbal) aggressiv, dann tut es mir wieder leid. Panikattacken, Depressionen, Sucht: Zigaretten ohne Ende. Alkohol war ich wohl nahe dran abzurutschen, trinke deshalb seit einem halben Jahr gar nichts mehr und behalte das auch bei. Schuldgefühle, meiner Freundin nicht zu genügen, am (Drogen-)Tod meiner Schwester mit verantwortlich zu sein, es auf Arbeit nicht zu schaffen, ja sogar Angst morgens in den Zug zu steigen, weil dort ja auch eine Panikattacke auftreten könnte und keiner hilft mir.
Ich habe versucht, mit meiner Freundin darüber zu sprechen, aber sie hält psychische Erkrankungen (u.A. auch eine Angststörung für Spinnereien). gestern war ich bei ihr, um einen Schrank für ihre Eltern im Garten zu basteln. Plötzlich kam wieder diese Angst, dass sie mich vielleicht gar nicht liebt. Panik. Ich habe sie gebeten, kurz bei mir zu bleiben, weil ich weiß, dass die Attacke dann schneller vorübergeht, wenn ich mich intensiv mit jemandem zu unterhalten versuche, aber sie meinte nur, dass ich spinne und sie hat für so einen Kinderkram keine Zeit. Habe dann auf ihrer Terrasse 20 Minuten in eine Gefriertüte hyperventiliert, bis es wieder besser ging.
Ich weiß echt nicht mehr weiter. Mein Leben ist gar nicht so superschlecht, wenn ich es betrachte, nur dieser Beziehungswahnsinn: Ich weiß, dass mir die Beziehung derzeit nicht gut tut, schaffe es aber auch nicht, mich zu lösen. Stattdessen ertrage ich die Demütigung, Panikattacken zu bekommen und "einfach liegen gelassen zu werden" wie ein Stück Papier auf der Straße. Auf Arbeit kann ich mich nicht mehr konzentrieren. Werde immer schlechter. Alles dreht sich nur noch um meine Freundin. Denke an sie, schreibe SMS, nichts kommt zurück. Erst wenn sie ein Lebenszeichen von sich gibt, mich anruft oder so, fühle ich mich kurzzeitig besser, aber die Abstände in denen das passiert, werden immer länger.
Nun die Frage: Was soll ich tun? Die ambulante Psychotherapie damals hat mir gut getan. Habe 2006 nochmal eine begonnen, aber abgebrochen, weil der Arzt darauf bestand mir Paroxetin zu verschreiben, von dem ich nichts gutes gehört habe (Vorbelastung: Schwester war Drogen und Medikamentenabhängig (Benzodiazepine)). Bringt eine Psychotherapie überhaupt was? Ich kann ja keinen richtigen Grund nennen. Es ist so viel, was ich denke:
* Suchtverhalten (ehemals Alkohol, Zigaretten, BEZIEHUNG)
* Depressionen mittel bis schwer (ohne Suizidabsichten)
* Panikattacken
* Absolut kein Selbstbewusstsein mehr. Fühle mich nutzlos
* Verlassensängste ohne Ende (teils begründet)
Gibt es so etwas wie eine ganzheitliche Psychotherapie, die von den Kassen übernommen wird? Ich möchte vermeiden, dass auf der Überweisung meiner Hausärztin wieder "Generalisierte Angststörung" steht und die eventuellen Ursachen wie Sucht und Depression gar nicht "Mitbehandelt" werden.
Viele Grüße
Torgan
ich habe eine lange Geschichte, versuche diese aber zu strafen, soweit es geht.
2003 war ich in einer ambulanten Psychotherapie (Verhaltenstherapie) aufgrund von Panikattacken. Zu damaliger Zeit hatte ich viel beruflichen und Beziehungsstress. Die Attacken wurden mit der laufenden Therapie besser und irgendwann traten sie einfach nicht mehr auf.
2006 trennte sich dann meine Ehefrau von mir. Ich war völlig am Boden zerstört. Habe getrauert, geheilt, Freunde hatte ich so gut wie keine mehr. Habe versucht, mir ein neues Leben aufzubauen und nach nicht einem halben Jahr eine neue Partnerin getroffen. Von da an ging es schlagartig besser, keine Depressionen mehr (die in der damaligen Psychotherpie zwar kurz angesprochen, aber nicht primär "behandelt" wurden). Ich war glücklich. Nun ist meine Partnerin aber alleinerziehende Mutter und hat mehr und mehr Stress. Ihre Eltern sind aus dem Ausland nun in unsere Stadt gezogen (Renter), und sie ist nur ausgepowert, ausgebrannt und genervt. Liebe erfahre ich (aus meiner Sicht) keine. Reden oder eine Runde entspannt spazieren geheh, geht nicht. Ich helfe ihr, nicht viel, aber wenigstens soweit es geht (ich wohne nicht mit ihr zuammen). Sie wirft mir vor, dass sie alles alleine machen muss. Ich versuche wieder zu helfen, bin aufgeregt, weil es ja wichtig ist, dass ich ihr helfe, und prompt geht es schief (Löcher falsch gebohrt und ähnliches). Unsere Beziehung ist aus meiner Sicht nur noch eine, in der ich versuche zu geben, aber nichts bekomme (ganz dahingestellt, ob es eine böse Absicht ist oder ob sie wirklich so viel Stress hat, dass sie selbst nicht mehr kann).
Nun haben vor ca. 6 Monaten die Panikattacken wieder zugenommen. Ich lebe in einer ständigen Angst vor der Angst. Angst vor Panikattacken und vor allen Dingen: Angst davor, dass mich meine Freundin verlässt, weil ich ihr nicht genüge - dann stehe ich wieder alleine da. Ich beteure, sie zu lieben, aber ich glaube, die Beziehung schadet mir derzeit eher.
Nun die Frage: Ist das eine Beziehungssucht? Wenn ich die Frage, ob ich mir vorstellen kann, auch als Single glücklich zu sein, mit NEIN beantworte, deutet das nicht auf so etwas hin?
Ich bin derzeit völlig am Ende. Könnte nur noch heulen und schreien, werde teilweise (verbal) aggressiv, dann tut es mir wieder leid. Panikattacken, Depressionen, Sucht: Zigaretten ohne Ende. Alkohol war ich wohl nahe dran abzurutschen, trinke deshalb seit einem halben Jahr gar nichts mehr und behalte das auch bei. Schuldgefühle, meiner Freundin nicht zu genügen, am (Drogen-)Tod meiner Schwester mit verantwortlich zu sein, es auf Arbeit nicht zu schaffen, ja sogar Angst morgens in den Zug zu steigen, weil dort ja auch eine Panikattacke auftreten könnte und keiner hilft mir.
Ich habe versucht, mit meiner Freundin darüber zu sprechen, aber sie hält psychische Erkrankungen (u.A. auch eine Angststörung für Spinnereien). gestern war ich bei ihr, um einen Schrank für ihre Eltern im Garten zu basteln. Plötzlich kam wieder diese Angst, dass sie mich vielleicht gar nicht liebt. Panik. Ich habe sie gebeten, kurz bei mir zu bleiben, weil ich weiß, dass die Attacke dann schneller vorübergeht, wenn ich mich intensiv mit jemandem zu unterhalten versuche, aber sie meinte nur, dass ich spinne und sie hat für so einen Kinderkram keine Zeit. Habe dann auf ihrer Terrasse 20 Minuten in eine Gefriertüte hyperventiliert, bis es wieder besser ging.
Ich weiß echt nicht mehr weiter. Mein Leben ist gar nicht so superschlecht, wenn ich es betrachte, nur dieser Beziehungswahnsinn: Ich weiß, dass mir die Beziehung derzeit nicht gut tut, schaffe es aber auch nicht, mich zu lösen. Stattdessen ertrage ich die Demütigung, Panikattacken zu bekommen und "einfach liegen gelassen zu werden" wie ein Stück Papier auf der Straße. Auf Arbeit kann ich mich nicht mehr konzentrieren. Werde immer schlechter. Alles dreht sich nur noch um meine Freundin. Denke an sie, schreibe SMS, nichts kommt zurück. Erst wenn sie ein Lebenszeichen von sich gibt, mich anruft oder so, fühle ich mich kurzzeitig besser, aber die Abstände in denen das passiert, werden immer länger.
Nun die Frage: Was soll ich tun? Die ambulante Psychotherapie damals hat mir gut getan. Habe 2006 nochmal eine begonnen, aber abgebrochen, weil der Arzt darauf bestand mir Paroxetin zu verschreiben, von dem ich nichts gutes gehört habe (Vorbelastung: Schwester war Drogen und Medikamentenabhängig (Benzodiazepine)). Bringt eine Psychotherapie überhaupt was? Ich kann ja keinen richtigen Grund nennen. Es ist so viel, was ich denke:
* Suchtverhalten (ehemals Alkohol, Zigaretten, BEZIEHUNG)
* Depressionen mittel bis schwer (ohne Suizidabsichten)
* Panikattacken
* Absolut kein Selbstbewusstsein mehr. Fühle mich nutzlos
* Verlassensängste ohne Ende (teils begründet)
Gibt es so etwas wie eine ganzheitliche Psychotherapie, die von den Kassen übernommen wird? Ich möchte vermeiden, dass auf der Überweisung meiner Hausärztin wieder "Generalisierte Angststörung" steht und die eventuellen Ursachen wie Sucht und Depression gar nicht "Mitbehandelt" werden.
Viele Grüße
Torgan