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Bin ich sozial inkompatibel? Oder einfach nur kein Traumtänzer?

  • Starter*in Starter*in radikal
  • Datum Start Datum Start
Ich denke, dass Du etwas bewusst wahrnimmst, was die meisten Menschen unbewusst unterdrückt haben : Ein Gespür für Authentizität und Integrität anderer. Um in unserer Gesellschaft "gut" zu funktionieren und Erfolg zu haben muss man verlogen sein und eine Maske tragen, die nach außen das zeigt, von dem man denkt, dass "die Gesellschaft" es von einem erwartet.

Ich habe lange gebraucht, um zu erkennen, wie verlogen vor allem unsere westliche Gesellschaft wirklich ist und dass die Lügen der Politik, die im Moment immer offensichtlicher werden, nur die Lügen der Gesellschaft widerspiegeln, die wir uns alle gegenseitig erzählen, weil wir uns mit der Maske identifiziert haben, die wir uns angezogen haben, um zu "funktionieren".

Machen kannst Du glaube ich dagegen wenig. Ich für meinen Teil versuche mir meine Integrität zu bewahren, aber inzwischen sehe ich es als zunehmend schwierig an. Wenn sich eine Gesellschaft auf ein Netz aus Lügen geeinigt hat und einzelne diese Lügen beginnen wahrzunehmen, macht sie diese andere Wahrnehmung zu Außenseitern. Solange es kein Interesse in größeren Teilen der Bevölkerung gibt, sich mit den Lebenslügen der eigenen Gesellschaft auseinanderzusetzen, werden die Lügen eben weitergelebt bis die Gesellschaft an ihren relativ überraschend zerbricht und "keiner hat es kommen gesehen".

Ich für meinen Teil hoffe darauf, dass uns die ganzen Lügen bald um die Ohren fliegen, damit sie niemand mehr verdrängen kann und Integrität wieder einen Wert darstellt. Aber es bedarf dafür mit Sicherheit eines radikalen Absturzes des Finanzsystems, damit die Menschen ihren Besitz verlieren und vor dem Nichts stehen, weil nur dann ist man in der Regel in der Lage "die Augen zu öffnen" und den Dingen ins Auge zu sehen, wie sie wirklich sind. Bis dahin gilt es halt den Ball flach zu halten und die Menschheit ihren Weg gehen zu lassen, bis es nicht mehr weiter geht. Lange wird es nicht mehr dauern ;-)
 
Ich kann das sehr gut nachvollziehen.

Es scheint nicht so, wie Du schreibst, sondern es ist so...Die Leute müllen sich ggs. mit belanglosem Zeug zu, machen Smalltalk über das Wetter, weigern sich, nachzudenken, haben vor allen Konsequenzen (konsequenten Gedanken) Angst und sind erschreckend nett.

Ich nenne unsere Zeit die "naja-Gesellschaft". Es ist alles naja, nie ja oder nein. Belangloser, angstbesetzter und gefährlicher geht es eigentlich gar nicht mehr.

Was mich in der Jugend wahnsinnig gemacht hat, war, dass ich dazu gehören wollte. Wo, war mir eigentlich egal. Ich habe es nur nach einer gewissen Zeit nicht mehr ausgehalten, immer dasselbe, diese Nichtigkeiten.

Was ist mein Ziel: akzeptieren, dass Dazugehören nicht geht (klappt schon ganz gut, ich habe keine Freunde und das ist auch gut so), meine Menschlichkeit immer wieder neu zu suchen und zu finden, mir selbst klar zu machen, dass ich kein "Übermensch" bin, sondern nur anders, den Kopf sinnvoll beschäftigen.

Hast Du es schonmal mit Philosophie versucht?

Warum setzt Du Dich der Gesellschaft aus, wenn sie Dich so stresst?
 
Die Gesellschaft vollkommen meiden geht gar nicht, es sei denn, du hast dein eigenes Feld, deine eigene Viehzucht oder einen Dukatenesel im Keller.
 
Nein, natürlich nicht und ich führe ein völlig normales Leben mit Kindern und einem Beruf mit ganz viel Menschenkontakt.

Darum geht es hier aber gar nicht.

Man kann sich anders abschotten, sich nicht mit gesellschaftlichen "Verpflichtungen" selbst belegen, zusätzlich zu dem, was nötig ist, um zu leben.

Ich bin kein menschenscheuer Sonderling und der TE ist es offensichtlich auch nicht, darum habe ich ihm geantwortet.
 
Hallo,

ob du "sozial inkompatibel" oder "kein Traumtänzer" bist, weiß ich nicht.
Ich weiß nur, dass du ziemlich überheblich in deinem Beitrag rüberkommst-so nach dem Motto: "Alle sind doof, nur ich nicht!"
Das wirkt unangenehm und erleichtert den Verzicht auf lebendige soziale Kontakte sicher, da wenig Menschen Bock darauf haben, sich mit überheblichen Leuten abzugeben.

Viele Grüße

Monarose
 
Du bist nicht gelassen,bist verkrampft zynisch?

Ja..es wirkt auf mich auch eher völlig "steril",,so verbissen humorlos...--> Leute sind von vornherein nur "Figuren für befristete Zeit",Du unterstellst ALLEN eine Oberflächlichkeit--bist aber selbst irgendwie ein Mensch,der gar kein WIRKLICHE NÄHE möchte,der Alltag als "Getue" empfindet,der als Freundschaften bezeichnet,was er selbst nur als "Freizeitfüller" zulassen möchte.

So wirkt es auf mich.

Sehr abwertend und verächtlich gegenüber allen Mitmenschen...nur die Auch-Zyniker haben eine Chance auf "längere Duldung"?

Ich denke mir,wenn allein Dein Geschriebenes so kalt ausstrahlt--vielleicht wirkst Du so ERNÜCHTERND auf Mitmenschen,daß diese lieber "vorsichtshalber" nie wirkliche Tiefe zeigen,um nicht verletzt,abgehakt zu werden?

Das Aufzählen Deiner "Lebensinhalte" belegt ja eben NICHT,daß Du ein Mit-Mensch bist...das sind doch nur Statussymbole...

Wer ist denn in Deiner Nähe Dir wichtig---Nachbarn,Verwandte...
Bei wem findest Du Probleme nicht als "Blabla" ?

Hast Du Angst,Nähe WIRKLICH zuzulassen?
Findest Du es bedrohlich,wenn Du jemandem als "schwach" gegenüberträtest? Du betonst so den "starken Panzer".
Als sei der WICHTIG.

Mein Freundeskreis ist lebenslaufbedingt auch nicht extrem groß--aber---es kristallisieren sich eher immer mehr Menschen heraus,die
ich als SEHR KENNENSWERT empfinde !

Andererseits rege ich mich über die zugegeben große Zahl der "Automatenmenschen" nicht mehr auf.

Es ist DEREN Problem, nur "schematisch" das Leben zu führen.

Vielleicht wird man im Alter so weise,daß man viel blitzartiger hinter Fassaden gucken kann und dann eben auch instinktiv die "für einen
innerlich bewegenden" Menschen erkennt?

Ich glaube,Du selbst machst Dich unglücklich.

Es sind NICHT die anderen. Du müßtest Dich trauen...zu suchen...

*********
Habe Deinen Text noch mal gelesen..und..
vielleicht habe ich Dich auch KOMPLETT mißverstanden?

Vielleicht bist Du genau in dem Stadium,wo man erst mal um sich rum NUR die Plinzen sieht,die oberflächlich schwadronieren?

Du bist ja in der Entwicklungsphase noch...von 16-25 verändern sich Mitmenschen ja ganz extremst!
Da verspießern die einen,die anderen werden völlig abgehobene Spinner...und nur die,die halt durch Erfahrungen auch lernen wollen,das zulassen...sich verändern können, sind dann nicht nur "Haiti-Taiti" ?

Ich bin auch arrogant ,wenn mir Leute zu gewollt-flach erscheinen .
Nur--heute ENTSCHULDIGE ich mich dafür nicht mehr. 😎

Und...ich wollte eigentlich niemals irgendwo "dazugehören",ich bin sehr gern auch allein mit mir.
Hab schon als kleines Kind gelernt,empfunden,daß es NICHTS schlimmes gibt am ALLEINESEIN.
Man kann sich so oder so in eine Situation reinfinden---
das Alleinsein hat viele praktische Vorteile.
Und heute kann ich auch Kontakte/Zusammensein/Kommunikation so empfinden,so regulieren,so gestalten,daß es okay ist.

Es ist ein interessanter thread!

Danke!
 
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