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Schwule in die US-Armee

  • Starter*in Starter*in Dr. House
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Die Absicht ist völlig egal, da subjektiv. Hitler hat aus seiner Sicht auch nur in bester Absicht gehandelt. Die Absicht ist also egal. Es kommt darauf an, was das Ergebnis ist.
Da habe ich so meine Zweifel. Könnte es nicht sein, dass Hitler bewußt mit schlechter Absicht gehandelt hat?

Eine andere Alternative wäre: Hitler hat unter Zwang gehandelt. Er konnte gar nicht anders (zB aufgrund seiner Lebenserfahrung, seiner Erziehung etc). Darüber haben vielleicht schon Psychologen interessantes geschrieben. Würdest Du Hitler als einen psychisch gesunden Menschen bezeichnen? Oder war er nicht doch vielleicht in größerem Maße gestört? War Hitler zurechnungsfähig? Ich will ihn nicht entschuldigen, aber etwas differenzierter sollte man ihn schon betrachten.

Und wenn ein Mann einem Bettler auf der Straße zwei Euro gibt, nur weil gerade seine neue Freundin dabei ist und er einen guten Eindruck machen will, dann ist das völlig egal.

Der Bettler hat zwei Euro bekommen und das ist das Ergebnis, was zählt.
Also wenn ich die Freundin wäre, würde es mich schon interessieren, ob ich einen Angeber zum Freund habe oder einen, der seinen Mitmenschen gegenüber wohlwollend eingestellt ist.
 
Die psychischen Probleme Hitlers und seine subjektive gute Absicht sind kein Widerspruch, sondern ein sowohl als auch. Sie bedingen einander. Kein geistig gesunder Mensch will alle Juden vernichten und Europa und die Welt in einen Krieg stürzen.

Aber diese psychischen Probleme, von denen ich sicher bin, dass Hitler welche hatte, sind nun mal Teil seines Ich's. Damit definieren sie seinen Weltblick und damit auch das, was er für richtig und falsch hält.

Und zum anderen Beispiel: Es geht nicht um die Freundin, es geht um den Bettler. Das Ergebnis für den Bettler ist gleich: Er hat zwei Euro bekommen. Ob der Mann nur vor seiner Freundin angeben oder ehrlich helfen wollte, kann dem Bettler egal sein.
 
Hallo House!

Die psychischen Probleme Hitlers und seine subjektive gute Absicht sind kein Widerspruch, sondern ein sowohl als auch. Sie bedingen einander. Kein geistig gesunder Mensch will alle Juden vernichten und Europa und die Welt in einen Krieg stürzen.

Aber diese psychischen Probleme, von denen ich sicher bin, dass Hitler welche hatte, sind nun mal Teil seines Ich's. Damit definieren sie seinen Weltblick und damit auch das, was er für richtig und falsch hält.
Kann man einen psychisch schwerkranken Menschen, der zB massiv unter Wahnvorstellungen leidet, wirklich gerecht unter moralischen Wertvorstellungen bewerten? Wenn ich zB Dachdecker für abgrundtief böse Menschen halten würde und ich würde alle Dachdecker ins Gefängnis werfen wollen - kann man dann über mich noch ein vernünftiges moralisches Urteil sprechen? Da hätte ich doch eher einen "Dachschaden". Gute oder schlechte Absicht? Ich wäre doch gar nicht mehr zurechnungsfähig, oder siehst Du das anders?
 
Ich seh das nicht anders und genau das ist der Grund, warum die gute Absicht irrelevant ist und nur das Ergebnis zählt. Die gute Absicht ist subjektiv und von unterschiedlichsten Faktoren abhängig.
 
Ich seh das nicht anders und genau das ist der Grund, warum die gute Absicht irrelevant ist und nur das Ergebnis zählt. Die gute Absicht ist subjektiv und von unterschiedlichsten Faktoren abhängig.
Hallo House!

Die gute (oder die schlechte) Absicht ist das einzige, worauf ich mich verlassen kann. Was aus meiner Absicht wird, dies unterliegt oft vielen Zufälligkeiten. Die Absicht ist das einzige, was ich in meiner Hand habe - sofern ich über Freiheit verfüge.
 
Dein Beispiel hat nichts mit dem Thema zu tun, Darkside. Und zu EuFrank, die gute Absicht bringt dir aber effektiv nichts, wenn nicht das Ergebnis stimmt. Und noch einmal: den meisten schlechten Taten liegen gute Absichten zugrunde.
 
Und zu EuFrank, die gute Absicht bringt dir aber effektiv nichts, wenn nicht das Ergebnis stimmt.
Der Wert eines Menschen wird nicht von seinem Lebensgenuss (zB den ganzen Tag am Pool liegen) abgeleitet, sondern von seinem planvollen, engagierten Verfolgen von bestimmten Zielen.
 
Hallo House!

Die gute (oder die schlechte) Absicht ist das einzige, worauf ich mich verlassen kann. Was aus meiner Absicht wird, dies unterliegt oft vielen Zufälligkeiten. Die Absicht ist das einzige, was ich in meiner Hand habe - sofern ich über Freiheit verfüge.

Du kannst dich auf Absichten nicht verlassen. Du tust das vielleicht, weil du viel Kant gelesen hast, aber der Wille des Menschen ist genauso unfrei wie seine Handlungen. Das mag subjektiv anders erscheinen, geht mir auch so, was allerdings im Endeffekt nichts bedeutet. Kant verschiebt den freien Willen in transzendente Sphären. Vielleicht glaubst du da auch deswegen an Gott.🙂

So unsympathisch und kaputt die Moral von House ist, so berechtigt ist jedoch seine utilitarisitsche Philosophe. Mir selbst liegt diese Denkweise ebenfalls sehr nahe. Zumindest deutlich näher als Kant. Deswegen würde ich mich selbst trotzdem als einen Menschen sehen, der gute Absichten hat und diese längerfristig verfolgt. Man muss beides bewerten, die Taten und das Ergebnis. Welche Philosophie ist besser/richtig? Vielleicht beide, vielleicht keine. Beide sind nützlich, doch sicher nicht die Universalantwort zu allen Fragen.
 
Mich wundert immer wieder, wie Homosexuelle
von der Mehrheit (?) gesehen werden.

Da gibt es anscheinend nur den tuntigen eideidei Däädleff
und den Elvis - Kessmus.
Komikfiguren ?

Wegen dieser hartnäckigen Vorurteile werden witzigerweise die echten Schwulen meistens gar nicht als solche erkannt, weil sie eben nicht so aussehen oder auftreten, wie sich das Herr Müller und Frau Meyer so vorstellen.

Auch bei mir ist es so: es ist noch nie jemand in meinem Bekanntenkreis von allein draufgekommen, dass ich schwul bin, und alle waren jedesmal völlig überrascht, wenn ich es ihnen erzählt hatte.

In meinem schwulen Bekanntenkreis gibts zum Beispiel auch zwei Landwirte, die sehen aus und verhalten sich wie ganz normale, durchschnittliche Landwirte. Nix mit "Huch" oder "Hach", wie bei den Vorzeigetunten im Fernsehen...
 
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