Absinthic
Mitglied
Hey erst mal.
Bevor ich damit anfange, tatsächlich darüber zu schreiben, worum es hier, in diesem Post, eigentlich gehen soll, kurz zu meiner Person.
Ich stehe kurz vor dem 22ten Lebensjahr und wohne seit etwas mehr als einem Jahr alleine in meiner Wohnung.
Durchschlagen tue ich mich mit meinem auszubildenden Gehalt, wovon fast 80% von den Mietkosten aufgefressen werden.
Dazu kommen noch mal ein paar € an Kindergeld, die ich bekome.
Vorher habe ich eine Hauptschule und den mittleren Reife-Zweig besucht.
Ich bin in einer Ausbildung zum FachInformatiker, was für mich eigentlich eine erfüllung eines langen Traums ist.
Leider entpuppt sich die ganze Sache mehr als ein Schlag ins Gesicht als tatsächlich die wunderbare Zeit mit der ich gerechnet hatte.
Nicht weil der Job nicht das ist, was ich dachte. Nein - das ist Ideal.
Es geht mehr um das ganze .. drum herum.
Ich bin ursprünglich wegen meiner Ex-Freundin nach [Aktueller Wohnort] gezogen. Allerdings hat die Beziehung dann nicht mehr sonderlich lange gehalten. Gut nach 2 Monaten war Schluss und ich saß damit ziemlich Allein in einer fremden Stadt, in der einen irgendwie 90% an die verflossene erinnert.
Man macht ja bekanntlich immer das beste drauß, also:
Verarbeiten, weiter machen, Glücklich werden.
Soweit jedenfalls der Plan.
Was daraus wurde... naja..
Nach einiger Zeit war ich dan über meine Ex hinweg und es schien wieder etwas Berg auf zu gehen. (Nach ein paar ziemlich übelen Akloholexzessen und leicht deppresiven Phasen. - Ich weiß, nicht die beste Art mit solchen Situationen um zu gehen. Aber mir hat es zu der zeit irgendwie geholfen.)
So viel zur Vorgeschichte, womit wir nun bei dem aktuellen Problem wären.
Zwischen Dosenbier und Hochleistung ...
Was heißt das jetzt?
Ich bin, nach wie vor, nicht fähig gewesen mir einen wirklich stabilen Freundeskreis zu schaffen.
Okay.. liegt vielleicht am Klischee Informatiker, oder an meiner Art. Irgendwas ist wohl an mir, das Leute dazu veranlasst mich nicht als eventuellen Kontakt in betracht zu ziehen.
In meiner Berufsschul-Klasse bin ich recht offen und unterstützte gerne Leute und auch wenn das Angebot gern mal angenommen wird, ändert das irgendwie nicht viel an den Außenseiter-Status und an den mangelnden Sozialen Kontakten. Ich erziele in der Ausbildung schulisch, sowie auf Arbeit tatsächlich Höchstleistungen, bekomme von Seiten d. Arbeit auch gebührend anerkennung und schulisch die entsprechenden Noten.
Jetzt deuten natürlich alle Zeichen auf den klassischen Streber. Gute Noten, Gute Arbeit, wenig sozialkontakte,..
Aber dem ist nicht so. Ich gehe genau so gerne Feiern und mach andere Sachen als mich nur mit den für die Arbeit und Schule wichtigen Materialien zu beschäftigen.
Kommt Zeit, kommt rat, kommt Tat.
inzwischen hab ich es hin und wieder versucht auch mal platonische und Beziehungsbezogene Bindungen zu anderen leuten her zu stellen. Und wenn ich sage beziehungsbezogen, ist klar das ich davon rede zu versuchen eine Freundin zu finden.
Was bisher leider nie geklappt hat. Mittlerweile brauche ich beide Hände um die Körbe zu zählen die ich kassiert habe. Wobei ich erwähnen muss das das nie erzwungene versuche waren. Alles eigentlich der ganz normale gang. Allerdings an dem ein oder anderen Punkt scheiterte das Unterfangen bissher immer. Mal wollte man die Freundschaft nicht zerstören, die sich dann allerdings ein paar Tage / Wochen Später auflöste wegen mangelndem Kontakt, mal war es einfaches desinteresse,... Verschiedenste Gründe eben.
Ich meine, ich nehm es keinem Übel. Aber in so einer Situation verliert man dann doch mal irgendwann so ein bisschen den Glauben an sich selbst. Wie ich jetzt auch.
Das ganze hat bei mir - wieder mal - , wie ich leider erwähnen muss, ne leicht deppresive Phase ausgelöst worduch nun leider mein Haushalt komplett den Bach runter gegangen ist. Meine Küche wollte ich bis heute 3 Monate nicht betreten weil sich hier eine Armada an Fruchtfliegen eingenistet hat und mein Schlafzimmer fühlt sich schon einsam weil ich seit 4 Monaten auf meinem Sofa im Wohnzimmer penne, da ich zum aufwachen tatsächlich meine MusikAnlage vom PC nutzten muss, da mein Handy nicht reicht um mich aus meinem, von Schlafstörung zerfressenem Schlaf zu holen. Jeden Abend die leichte Panikattacke, das man am nächsten Morgen verpennen könnte, hält einen doch irgendwie wach. Was echt kontraproduktiv ist und ein Teufelskreis. Ausbrechen: Versucht, aber verdammt schwer.
Jeden Tag schleife ich diesen Batzen, der auf meinen Schultern klebt, mit mir herum.
Ich kann mir kaum was leisten, weil die finanzen es einfach nicht zu lassen.
Ich vergrabe mich abend für abend in Quelltexten und anderem Informationstechnischen Kram um vielleicht wieder ein wenig mehr Erfolgsgefühl aus zu lesen weil wieder mal der Quelltext funktioniert und man der Klasse, dem eigentlich nötigem Stand wieder mal 3-4 Wochen voraus ist, während der Stapel an Bierdosen und Flaschen neben dem Schreibtisch Wächst und Wächst, weil man am Wochenende nicht wirklich weiß was man machen soll um ab zu schalten.
Allein ins Kino oder feiern gehen taugt alles nicht. Und wenn man sich doch mal duch ringt sieht man nur wieder Pärchen, was die Eifersucht irgendwie wieder massiv fördert.
Ich verstehe nicht mehr was ich noch tun soll.
Oft wird mir gesagt, das die Menschen einfach nicht wüssten, was sie an mir hätten, wenn sie mir einen Korb geben würden. Aber richtig: Was hätten sie an mir?
Ich fange an an mir selbst zu zeifeln obwohl ich ganz genau weiß, dass ich fast alles Bewegen und erreichen kann, wenn ich mich dafür einsetzte. Meistens findet sich ein Weg, wie ich mir selbst in meiner letzten Beziehung bewiesen habe.
Aber irgendwann verliert man den glauben an sich selbst, wenn man wieder mal zwischen Hochleistung und Dosenbier die Zeit tot schlägt.
Die ganzen psychischen Belastungen, ausgelöst durch Angst, Zustand der Wohnung, Körbe, selbstgeschaffener Leistungsdruck und so weiter sorgen mittlerweile auch für physische Schäden an mir. Ich knirsche mit den Zähnen und hab dadurch bereits eine verkrampfung in den Halsmuskeln. Dazu kommt ein leichtes Globusgefühl im Hals (Klos im Hals) das verstärkt in Stressituationen auftritt. Außerdem schlägt die Chronische Kopfhauterkrankung, die mich die ganze zeit aussehen lässt, als käme ich grade aus einem Schneesturm, auch nicht sonderlich gut auf das Selbstbewusstsein aus.
Es liegt einiges im Argen, und trotzdem gibt es am Abend wieder nur Dosenbier und Quelltexte.
Das ganze hat mich mittlerweile soweit gebracht das ich persönlich eine Abneigung gegen Menschliche Kontakte entwickelt hab. Allein der Gang zum Supermarkt wird zu einem merkwürdigen Spektakel zwischen unsicherheit und peinlichkeiten. Lacht jemand, denke ich er lacht über mich.
Das ganze geht jetzt schon ne weile so und es grenzt tatsächlich an ein Wunder dsa ich mich dazu entschlossen habe hier zu Posten.
Das ganze ist wie ein Tango auf des Messers Schneide.
Was soll man noch tun außer resignieren?
Zu oft gegen Windmühlen gekämpft.
Die Vergangenheit voller Enttäuschungen.
Aber ich glaube ich schreibe mich hier und jetzt um Kopf und kragen, deswegen schließe ich diesen Text jetzt mal.
Das wollte ich einfach mal los werden.
Es heißt immer, von der Seele schreiben, hilft.
Deswegen widme ich mich auch nun wieder meinem Quelltext und gönne mir wohl zwischendurch
noch ein Bier.
Bis Dato,
Grüße,
Absinthic
Bevor ich damit anfange, tatsächlich darüber zu schreiben, worum es hier, in diesem Post, eigentlich gehen soll, kurz zu meiner Person.
Ich stehe kurz vor dem 22ten Lebensjahr und wohne seit etwas mehr als einem Jahr alleine in meiner Wohnung.
Durchschlagen tue ich mich mit meinem auszubildenden Gehalt, wovon fast 80% von den Mietkosten aufgefressen werden.
Dazu kommen noch mal ein paar € an Kindergeld, die ich bekome.
Vorher habe ich eine Hauptschule und den mittleren Reife-Zweig besucht.
Ich bin in einer Ausbildung zum FachInformatiker, was für mich eigentlich eine erfüllung eines langen Traums ist.
Leider entpuppt sich die ganze Sache mehr als ein Schlag ins Gesicht als tatsächlich die wunderbare Zeit mit der ich gerechnet hatte.
Nicht weil der Job nicht das ist, was ich dachte. Nein - das ist Ideal.
Es geht mehr um das ganze .. drum herum.
Ich bin ursprünglich wegen meiner Ex-Freundin nach [Aktueller Wohnort] gezogen. Allerdings hat die Beziehung dann nicht mehr sonderlich lange gehalten. Gut nach 2 Monaten war Schluss und ich saß damit ziemlich Allein in einer fremden Stadt, in der einen irgendwie 90% an die verflossene erinnert.
Man macht ja bekanntlich immer das beste drauß, also:
Verarbeiten, weiter machen, Glücklich werden.
Soweit jedenfalls der Plan.
Was daraus wurde... naja..
Nach einiger Zeit war ich dan über meine Ex hinweg und es schien wieder etwas Berg auf zu gehen. (Nach ein paar ziemlich übelen Akloholexzessen und leicht deppresiven Phasen. - Ich weiß, nicht die beste Art mit solchen Situationen um zu gehen. Aber mir hat es zu der zeit irgendwie geholfen.)
So viel zur Vorgeschichte, womit wir nun bei dem aktuellen Problem wären.
Zwischen Dosenbier und Hochleistung ...
Was heißt das jetzt?
Ich bin, nach wie vor, nicht fähig gewesen mir einen wirklich stabilen Freundeskreis zu schaffen.
Okay.. liegt vielleicht am Klischee Informatiker, oder an meiner Art. Irgendwas ist wohl an mir, das Leute dazu veranlasst mich nicht als eventuellen Kontakt in betracht zu ziehen.
In meiner Berufsschul-Klasse bin ich recht offen und unterstützte gerne Leute und auch wenn das Angebot gern mal angenommen wird, ändert das irgendwie nicht viel an den Außenseiter-Status und an den mangelnden Sozialen Kontakten. Ich erziele in der Ausbildung schulisch, sowie auf Arbeit tatsächlich Höchstleistungen, bekomme von Seiten d. Arbeit auch gebührend anerkennung und schulisch die entsprechenden Noten.
Jetzt deuten natürlich alle Zeichen auf den klassischen Streber. Gute Noten, Gute Arbeit, wenig sozialkontakte,..
Aber dem ist nicht so. Ich gehe genau so gerne Feiern und mach andere Sachen als mich nur mit den für die Arbeit und Schule wichtigen Materialien zu beschäftigen.
Kommt Zeit, kommt rat, kommt Tat.
inzwischen hab ich es hin und wieder versucht auch mal platonische und Beziehungsbezogene Bindungen zu anderen leuten her zu stellen. Und wenn ich sage beziehungsbezogen, ist klar das ich davon rede zu versuchen eine Freundin zu finden.
Was bisher leider nie geklappt hat. Mittlerweile brauche ich beide Hände um die Körbe zu zählen die ich kassiert habe. Wobei ich erwähnen muss das das nie erzwungene versuche waren. Alles eigentlich der ganz normale gang. Allerdings an dem ein oder anderen Punkt scheiterte das Unterfangen bissher immer. Mal wollte man die Freundschaft nicht zerstören, die sich dann allerdings ein paar Tage / Wochen Später auflöste wegen mangelndem Kontakt, mal war es einfaches desinteresse,... Verschiedenste Gründe eben.
Ich meine, ich nehm es keinem Übel. Aber in so einer Situation verliert man dann doch mal irgendwann so ein bisschen den Glauben an sich selbst. Wie ich jetzt auch.
Das ganze hat bei mir - wieder mal - , wie ich leider erwähnen muss, ne leicht deppresive Phase ausgelöst worduch nun leider mein Haushalt komplett den Bach runter gegangen ist. Meine Küche wollte ich bis heute 3 Monate nicht betreten weil sich hier eine Armada an Fruchtfliegen eingenistet hat und mein Schlafzimmer fühlt sich schon einsam weil ich seit 4 Monaten auf meinem Sofa im Wohnzimmer penne, da ich zum aufwachen tatsächlich meine MusikAnlage vom PC nutzten muss, da mein Handy nicht reicht um mich aus meinem, von Schlafstörung zerfressenem Schlaf zu holen. Jeden Abend die leichte Panikattacke, das man am nächsten Morgen verpennen könnte, hält einen doch irgendwie wach. Was echt kontraproduktiv ist und ein Teufelskreis. Ausbrechen: Versucht, aber verdammt schwer.
Jeden Tag schleife ich diesen Batzen, der auf meinen Schultern klebt, mit mir herum.
Ich kann mir kaum was leisten, weil die finanzen es einfach nicht zu lassen.
Ich vergrabe mich abend für abend in Quelltexten und anderem Informationstechnischen Kram um vielleicht wieder ein wenig mehr Erfolgsgefühl aus zu lesen weil wieder mal der Quelltext funktioniert und man der Klasse, dem eigentlich nötigem Stand wieder mal 3-4 Wochen voraus ist, während der Stapel an Bierdosen und Flaschen neben dem Schreibtisch Wächst und Wächst, weil man am Wochenende nicht wirklich weiß was man machen soll um ab zu schalten.
Allein ins Kino oder feiern gehen taugt alles nicht. Und wenn man sich doch mal duch ringt sieht man nur wieder Pärchen, was die Eifersucht irgendwie wieder massiv fördert.
Ich verstehe nicht mehr was ich noch tun soll.
Oft wird mir gesagt, das die Menschen einfach nicht wüssten, was sie an mir hätten, wenn sie mir einen Korb geben würden. Aber richtig: Was hätten sie an mir?
Ich fange an an mir selbst zu zeifeln obwohl ich ganz genau weiß, dass ich fast alles Bewegen und erreichen kann, wenn ich mich dafür einsetzte. Meistens findet sich ein Weg, wie ich mir selbst in meiner letzten Beziehung bewiesen habe.
Aber irgendwann verliert man den glauben an sich selbst, wenn man wieder mal zwischen Hochleistung und Dosenbier die Zeit tot schlägt.
Die ganzen psychischen Belastungen, ausgelöst durch Angst, Zustand der Wohnung, Körbe, selbstgeschaffener Leistungsdruck und so weiter sorgen mittlerweile auch für physische Schäden an mir. Ich knirsche mit den Zähnen und hab dadurch bereits eine verkrampfung in den Halsmuskeln. Dazu kommt ein leichtes Globusgefühl im Hals (Klos im Hals) das verstärkt in Stressituationen auftritt. Außerdem schlägt die Chronische Kopfhauterkrankung, die mich die ganze zeit aussehen lässt, als käme ich grade aus einem Schneesturm, auch nicht sonderlich gut auf das Selbstbewusstsein aus.
Es liegt einiges im Argen, und trotzdem gibt es am Abend wieder nur Dosenbier und Quelltexte.
Das ganze hat mich mittlerweile soweit gebracht das ich persönlich eine Abneigung gegen Menschliche Kontakte entwickelt hab. Allein der Gang zum Supermarkt wird zu einem merkwürdigen Spektakel zwischen unsicherheit und peinlichkeiten. Lacht jemand, denke ich er lacht über mich.
Das ganze geht jetzt schon ne weile so und es grenzt tatsächlich an ein Wunder dsa ich mich dazu entschlossen habe hier zu Posten.
Das ganze ist wie ein Tango auf des Messers Schneide.
Was soll man noch tun außer resignieren?
Zu oft gegen Windmühlen gekämpft.
Die Vergangenheit voller Enttäuschungen.
Aber ich glaube ich schreibe mich hier und jetzt um Kopf und kragen, deswegen schließe ich diesen Text jetzt mal.
Das wollte ich einfach mal los werden.
Es heißt immer, von der Seele schreiben, hilft.
Deswegen widme ich mich auch nun wieder meinem Quelltext und gönne mir wohl zwischendurch
noch ein Bier.
Bis Dato,
Grüße,
Absinthic