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Zwischen den Stühlen

Pandora2

Neues Mitglied
Ich brauche dringend Rat, denn mein Problem erdrückt mich und muss bald gelöst werden. Ich versuche, die komplexe Situation und ihre Vorgeschichte mglst kompakt darzustellen.
Ich habe meinen Freund vor 3 ½ Jahren kennengelernt. Darauf folgte eine sehr turbulente und sicherlich nicht immer glückliche Beziehung. Vor allem sein Egozentrismus und die Tatsache, dass er viel mehr Zeit mit seinen Freunden verbrachte als mit mir, machte mir zu schaffen. Nicht selten trank er auch mal einen über den Durst und kam morgens um 3 oder 4 betrunken nach Hause. Unser Zusammenleben glich mehr dem einer WG als eines Paares. Als ich dann entdeckte, dass er mir seine erwachsene Tochter verheimlicht hatte, war Schluss. Die Trennung war lange und schmerzhaft. Dann ereilten uns beide Schicksalsschläge, bei deren Verarbeitung wir uns gegenseitig halfen. Es gab also immer noch eine gewisse Bindung. Sein Verhalten änderte sich während dieser Zeit auch drastisch zum Besseren. Er reiste für einige Zeit in sein Heimatland um Abstand zu gewinnen und seine Familie zu sehen. Während dieser Zeit lernte ich S. kennen und es bahnte sich eine Affäre an. Diese habe ich J auch nicht verheimlicht und nach einer Eifersuchtsszene gestand er, dass er die Trennung nicht verkraften würde und es noch einmal versuchen wolle.
Wenig später stellte ich fest, dass ich schwanger war. J. hat mich während der Schwangerschaft begleitet und umsorgt und auch das Kind anerkannt. Je mehr die Kleine wächst, desto klarer wird für mich aufgrund der Ähnlichkeit zu S., dass J nicht der biologische Vater sein kann. Ich habe mittlerweile auch wieder Kontakt zu S. , der mit uns leben möchte. S. lebt in Europa ohne Aufenthaltsgenehmigung und das Damoklesschwert einer möglichen Abschiebung schwebt ständig über ihm. Diese Tatsache hatte mich damals denke ich auch dazu bewogen, wieder zu J. zurückzukehren, ich hatte einfach Angst, von heute auf morgen alleine in der Schwangerschaft oder mit dem Kind da zu stehen. S. und ich kannten uns außerdem noch nicht sehr lange. Eine Vaterschaft von S. schloss ich zu dem Zeitpunkt auch aus, weil wir natürlich verhütet hatten.
Ich möchte nun einerseits meinem Kind nicht den leiblichen Vater entziehen, der außerdem für sie sorgen möchte und natürlich mit der jetzigen Situation sehr unglücklich ist. Andererseits birgt diese neue Beziehung auch viele Risiken und unsere Zukunft ist mehr als ungewiss. Wenn wir einfach so weiterleben, tun wir dies in einer ständigen Verdrängung der Tatsachen. Wenn wir die Karten auf den Tisch legen, wird J aus allen Wolken fallen, obwohl er während der Schwangerschaft oft von einem Vaterschaftstest gesprochen hatte. Sobald das Baby da war, erwähnte er das nie mehr. Er liebt die Kleine abgöttisch und tut wirklich alles, auch wenn sein Freiheitsdrang manchmal wieder durchkommt. Er würde uns verständlicherweise niemals einfach so gehen lassen, es wäre ein langer Kampf.
Ich muss eine Lösung zum Wohle des Kindes finden, aber wie kann diese aussehen??
Vielen Dank für Eure Ratschläge
 
Ich brauche dringend Rat, denn mein Problem erdrückt mich und muss bald gelöst werden. Ich versuche, die komplexe Situation und ihre Vorgeschichte mglst kompakt darzustellen.
Ich habe meinen Freund vor 3 ½ Jahren kennengelernt. Darauf folgte eine sehr turbulente und sicherlich nicht immer glückliche Beziehung. Vor allem sein Egozentrismus und die Tatsache, dass er viel mehr Zeit mit seinen Freunden verbrachte als mit mir, machte mir zu schaffen. Nicht selten trank er auch mal einen über den Durst und kam morgens um 3 oder 4 betrunken nach Hause. Unser Zusammenleben glich mehr dem einer WG als eines Paares. Als ich dann entdeckte, dass er mir seine erwachsene Tochter verheimlicht hatte, war Schluss. Die Trennung war lange und schmerzhaft. Dann ereilten uns beide Schicksalsschläge, bei deren Verarbeitung wir uns gegenseitig halfen. Es gab also immer noch eine gewisse Bindung. Sein Verhalten änderte sich während dieser Zeit auch drastisch zum Besseren. Er reiste für einige Zeit in sein Heimatland um Abstand zu gewinnen und seine Familie zu sehen. Während dieser Zeit lernte ich S. kennen und es bahnte sich eine Affäre an. Diese habe ich J auch nicht verheimlicht und nach einer Eifersuchtsszene gestand er, dass er die Trennung nicht verkraften würde und es noch einmal versuchen wolle.
Wenig später stellte ich fest, dass ich schwanger war. J. hat mich während der Schwangerschaft begleitet und umsorgt und auch das Kind anerkannt. Je mehr die Kleine wächst, desto klarer wird für mich aufgrund der Ähnlichkeit zu S., dass J nicht der biologische Vater sein kann. Ich habe mittlerweile auch wieder Kontakt zu S. , der mit uns leben möchte. S. lebt in Europa ohne Aufenthaltsgenehmigung und das Damoklesschwert einer möglichen Abschiebung schwebt ständig über ihm. Diese Tatsache hatte mich damals denke ich auch dazu bewogen, wieder zu J. zurückzukehren, ich hatte einfach Angst, von heute auf morgen alleine in der Schwangerschaft oder mit dem Kind da zu stehen. S. und ich kannten uns außerdem noch nicht sehr lange. Eine Vaterschaft von S. schloss ich zu dem Zeitpunkt auch aus, weil wir natürlich verhütet hatten.
Ich möchte nun einerseits meinem Kind nicht den leiblichen Vater entziehen, der außerdem für sie sorgen möchte und natürlich mit der jetzigen Situation sehr unglücklich ist. Andererseits birgt diese neue Beziehung auch viele Risiken und unsere Zukunft ist mehr als ungewiss. Wenn wir einfach so weiterleben, tun wir dies in einer ständigen Verdrängung der Tatsachen. Wenn wir die Karten auf den Tisch legen, wird J aus allen Wolken fallen, obwohl er während der Schwangerschaft oft von einem Vaterschaftstest gesprochen hatte. Sobald das Baby da war, erwähnte er das nie mehr. Er liebt die Kleine abgöttisch und tut wirklich alles, auch wenn sein Freiheitsdrang manchmal wieder durchkommt. Er würde uns verständlicherweise niemals einfach so gehen lassen, es wäre ein langer Kampf.
Ich muss eine Lösung zum Wohle des Kindes finden, aber wie kann diese aussehen??
Vielen Dank für Eure Ratschläge

Wenn dir immer sicherer wirst J. ist nicht der biologische Vater des Kindes, hat dein Kind das Recht darauf zu Wissen - WER der biologische Vater ist! Auch J., der die Vaterschaft anerkannt hat, hat ein Recht darauf die Wahrheit zu erfahren. Ich würde J. ein Vorschlag für ein Vaterschafts-Test unterbreiten, und deine Zweifel offen&ehrlich mitteilen! Er weiß ja über deine Affäre bescheid, und wenn er schon Selbst einen Test verlangt hat, wäre es auch nur fair gegenüber ihm reinen Wein einzuschenken. Wie er sich dann entscheidet, liegt in seinen Händen und nicht in deinen! Den Umgang mit deinem Kind kannst S. auch nicht vorenthalten, wenn es sein leibliches Kind ist, und er sich den Umgang wünscht! Paar sein und Eltern sein sind zwei verschiedene Paar-Schuhe, die sich miteinander kombinieren! Aber nur jetzt Einen zu nehmen, der dem Kind Sicherheit gibt und der andere Un-sicherheit, und die Tatachen totschweigen, blendest mit Lug&Betrug alle auch dein Kind. Ich finde, spielst mit dem Feuer und am Ende wirst dich sowieso Selbst verbrennen.

Wenn den ehrlichen Weg gehst, dient es zum Wohl des Kindes!

lg.
 
augen zu und das beste hoffen hilft hier auch nicht weiter. klärt mal die vaterschaft und dann gibt´s wahrscheinlich ohnehin andere ausgangsbedingungen für deine überlegungen. JETZT nicht zu entscheiden heisst den kopf in den sand stecken
 
Es ist ein allgemeines Übel, dass Leute wohl erwachsen genug sind, um mit allen möglichen Partnern zu schlafen, zum Verhüten reichts aber dann doch nicht. Und treten dann die Folgen ein, wird gelogen und gejammert.

Jetzt sieh mal zu, dass Du auch eine erwachsene Lösung hinkriegst: Schaffe ehrliche Verhältnisse, Dein Kind ist noch klein genug, keinen Schaden zu nehmen. Wenn es erst älter ist und erfährt, dass Papa nicht Papa ist, wird es schwierig.

Du kannst keinen der beiden Männer zwingen, mit dir eine Familie zu gründen, leider bleibt das Problem immer an der Frau hängen. Aber wenn der eine zu stolz oder zu verletzt ist und der andere kein Kind will - dann entscheide dich gegen alle beide und halte zu Deinem Kind. Es ist ja nicht ausgeschlossen, dass Du doch einen Mann findest, der zu Euch allen beiden steht. Der Vater muss Dir allerdings finanziell helfen. Da gibt es noch einiges amtlich zu erledigen.

Mein Rat an Dich, Mädchen, schaff Dir selbst klare Verhältnisse, damit tust Du Dir und Deinem Kind auf lange Sicht den größten Gefallen. Ihr beide seid es, die jetzt zählen, nicht die Gefühle der beiden Männer.

Wünsch Dir viel Kraft und Freude mit Deinem Kind!

Salo Me
 
Schonmal vielen Dank für Eure Antworten, Salo Me, wenn Du den Beitrag aufmerksam liest, wirst Du feststellen, dass ich erwähnte, wir hätten verhütet. Eine Frau ist aber nunmal keine Maschine und so kann es vorkommen, dass man trotz Verhütung schwanger wird. Ich bin da sicherlich weder die erste, noch die letzte, der das passiert.
Auch hatte ich erwähnt, dass S. sehr wohl mit uns leben will und auch das Kind versorgen würde, da liegt nicht das Problem. Ich kann mir auch ein Leben mit meiner Tochter ohne Männer vorstellen, aber es geht nunmal nicht um mich, sondern darum, eine Lösung zu finden, die für die Kleine am Besten ist. Dass sich Ehrlichkeit noch immer am meisten auszahlt ist natürlich klar. Nochmals vielen Dank für Eure Antworten!
 

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