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Zwei Geschichten für Inge von Luiserl

L

Luiserl

Gast
Dein Gewissen ist das Maß der Aufrichtigkeit Deiner Selbstsucht. Höre darauf!!!
(Wieder ein Kapitel aus Illusionen von Richard Bach)(Die Vampir-Story)
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»Es steht uns allen frei, zu tun, was auch immer wir tun wollen«, sagte Donald an jenem Abend. »Ist das nicht einfach und sauber und eindeutig? Wäre das nicht das Gegebene, um ein Universum zu regieren?«
»Fast. Aber du hast etwas ziemlich Wichtiges unberücksichtigt gelassen«, entgegnete ich.
»So?«
»Solange wir damit keinem anderen weh tun«, sagte ich vorwurfsvoll. »Ich weiß, daß du es so gemeint hast, aber du solltest auch sagen, was du meinst.«
Auf einmal raschelte es im Dunkeln, und ich fuhr herum. »Hast du das gehört7«
»Hmm. Klingt tatsächlich, als ob da jemand ist ... « Er stand auf und ging ins Dunkel. Dann hörte ich ihn plötzlich lachen und einen Namen nennen, den ich nicht mitbekam. »Ist in Ordnung«, sagte er, »nein, wir freuen uns, wenn Sie kommen ... Sie brauchen hier nicht sitzen zu bleiben ... kommen Sie doch, Sie sind uns wirklich willkommen.«
Die Stimme hatte einen schweren Akzent, nicht eigentlich russisch und auch nicht tschechisch, eher siebenbürgisch.
»Danke sehrr. Ich will Ihr abendliches Zusammensein nicht stören ... «
Der Mann, den er an unser Feuer brachte, war nun ... eine ungewöhnliche Erscheinung, der man nicht alle Tage im Mittelwesten Amerikas begegnet. Ein kleiner, magerer, wölfisch aussehender Kerl, Furcht einflößend, in einem Abendanzug und einem abgefütterten Cape. Der Lichtschein störte ihn offenbar.
»Ich kam gerade vorbei«, sagte er. »Über das Feld führt eine Abkürzung zu meinem Haus ... «
»Tatsächlich?« Shimoda glaubte dem Mann wohl nicht, gab sich aber trotzdem Mühe, nicht laut herauszuplatzen. Ich hoffte, ebenfalls bald zu verstehen.
»Bitte machen Sie sich's gemütlich«, sagte ich. »Womit können wir Ihnen dienen?« In Wahrheit fühlte ich mich gar nicht so hilfsbereit, aber er erschien mir so scheu und zurückhaltend, daß ich ihm gern aus seiner Verlegenheit herausgeholfen hätte.
Er sah mich mit einem verzweifelten Lächeln an, das mir das Blut in den Adern stocken ließ. »Ja, Sie können mir helfen. Ich brauche es sehr dringend, sonst würde ich Sie nicht darum bitten. Darf ich Ihr Blut trinken? Nur einen Schluck? Es ist meine Nahrung, ich muss Menschenblut haben, sonst ... «
Kann sein, daß es der fremdländische Akzent war oder daß sein Englisch nicht ausreichte und dass ich ihn nicht verstand ... jedenfalls war ich mit Windeseile auf den Beinen. Strohhalme stoben ins Feuer, so schnell hatte ich mich bewegt.mich bewegt.
Der Mann machte einen Schritt zurück. Ich bin zwar im allgemeinen harmlos, aber ich bin nicht gerade klein geraten und könnte wohl bedrohlich ausgesehen haben. Er wandte den Kopf zur Seite.
»Mein Herr, es tut mir leid, es tut mir wirklich leid! Bitte vergessen Sie, daß ich irgend etwas über Blut gesagt habe! Aber sehen Sie ... «
»Was wollen Sie andeuten?« Ich war nun um so wütender, weil ich Angst hatte. »Was zum Teufel wollen Sie andeuten? Ich weiß nicht, was Sie sind, sind Sie vielleicht eine Art Vam ... ?«
Shimoda fiel mir ins Wort, ehe ich zu Ende sprechen konnte. »Richard, unser Gast hat gerade etwas gesagt. Du hast ihn unterbrochen. Sprechen Sie weiter, Sir, Freund ist etwas zu hastig.«
»Donald«, sagte ich, »dieser Kerl ... «
»Halt den Mund!«
Ich war so überrascht, daß ich den Mund hielt und den Mann, der dort aus dem Dunkeln in unseren Feuerschein gekommen war, nur erschreckt und fragend anstarrte.
»Bitte zu verstehen. Ich habe nicht gewählt Vampirdasein. Ist bedauerlich. Ich habe nicht viel Freunde. Aber ich muß ein gewisses Quantum frisches Blut jede Nacht bekommen, sonst muß ich ganz schreckliche Schmerzen erleiden. Wenn ich längere Zeit ohne Blut bin, kann ich nicht leben! Bitte, lassen Sie mich nicht so sehr leiden, ich werde sterben, wenn Sie mir nicht erlauben, Ihr Blut zu trinken ... nur ein wenig. Mehr als einen halben Liter brauche ich nicht.«

Er machte einen Schritt auf mich zu. Er fuhr sich mit der Zunge über die Lippen. Anscheinend vermutete er, daß ich Shimoda hörig war und dieser mich gefügig machen würde.
»Noch einen Schritt, und es fließt tatsächlich Blut, Mann! Wenn Sie mich anfassen, bringe ich Sie um ... « Natürlich würde ich ihn nicht umgebracht haben, aber ich wollte ihn mindestens fesseln, ehe wir weitersprachen.
Das mußte gesessen haben, denn er war stehengeblieben und seufzte. Dann wandte er sich an Shimoda. »Hat das Ihren Zweck erfüllt?«
»Glaub schon. Danke !«
Der Vampir sah zu mir auf und lächelte gelassen. Anscheinend war er belustigt und zufrieden wie ein Schauspieler, der seine Rolle überzeugend dargestellt hat »Nein, Richard«, sagte er, und der Akzent war plötzlich ganz weg, »ich werde dein Blut nicht saugen.« Und vor meinen Augen verblasste er, als hätte er sein eigenes Licht, ausgeschaltet ... In fünf Sekunden war er verschwunden.

Shimoda setzte sich wieder ans Feuer. »Bin ich aber froh darüber, daß du nicht meinst, was du sagst.«
Das Adrenalin in meinen Adern ließ mich noch immer erzittern, denn ich war bereit gewesen, es mit dem Ungeheuer aufzunehmen. »Don, das ist nichts für mich. Vielleicht erklärst du mir, was hier vorgeht. Zum Beispie was ... was war das?«
»Ein Vampir aus Siebenbürgen war das«, entgegnete er und ließ seine Stimme noch fremdländischer klingen als die der Kreatur. »Oder besser: die Verkörperung eine Vampirs aus Siebenbürgen. Es ist ganz einfach: Jedesmal wenn man etwas klarmachen will, wenn man meint, der andere hört nicht zu, braucht man nur einen Gedanken zu verkörpern. Im Handumdrehen hat man demonstriert, was man meint. Glaubst du, ich hätte eben etwas übertrieben mit dem Cape, den Eckzähnen und diesem Akzent? War er für dich allzu erschreckend?«
»Das Cape war Klasse, Don. Aber es war die primitivste, groteskeste Klischeevorstellung ... Nein, ich hatet kein bisschen Angst.«
Er seufzte. »Gut. Aber du verstehst mich zumindest und darauf kommt es an.«
»Verstehe was?«
»Richard, deine Aggression dem Vampir gegenüber war der Beweis für das, was du im Sinn hattest, obwohl du wusstest, daß du damit einem anderen weh tun würdest. Er hat dir sogar erklärt, er würde leiden, wenn ... «
»Aber er wollte mir doch das Blut aussaugen !«
»Genau das tun wir jedem an, dem wir erklären, wir würden leiden, wenn sie nicht unsere Art von Leben lebten.«
Ich verstummte und dachte lange über seine Worte nach. Ich hatte immer geglaubt, daß es uns freistünde, zu tun, wonach es uns gelüstet, vorausgesetzt, wir tun einander nicht weh damit. Doch dieses Beispiel passte nicht ins Schema. Es fehlte etwas.
»Worüber du dir den Kopf zerbrichst«, sagte er, »das ist nur eine Redewendung, eine Maxime, die eben unmöglich ist. Es geht um die Worte: jemand anderem weh tun. Wir allein bestimmen, ob uns weh getan wird oder nicht, ganz gleich, was geschieht. Wir sind es, die das entscheiden. Niemand sonst. Mein Vampir hat dir erklärt, er würde leiden, wenn du ihn nicht ließest, stimmt's? Er hatte sich dafür entschlossen zu leiden, es war seine Wahl. Gib ihm Blut, ignoriere ihn, binde ihn fest, treibe ihm einen eichenen Pfahl durchs Herz. Wenn er den eichenen Pfahl ablehnt, steht es ihm frei, sich auf jede Art, die ihm paßt, zu wehren. Und so geht es weiter, immer weiter: Wir müssen wählen, wählen, wählen ... «
»Nun ja, wenn man es so betrachtet ... «
»Hör zu«, sagte er, »es ist wichtig. WIR SIND ALLE ... FREI ... UM ZU TUN ... WAS IMMER WIR WOLLEN.«
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Jeder Mensch, alle Ereignisse in deinem Leben sind da, weil du selbst sie angezogen hast.
Was du mit ihnen anfängst, ist deine Sache.

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LASSE LOS, UND DU BIST FREI !!!

1) Und es begab sich einst, dass ein Meister vom Himmel zur Erde niederkam, geboren im heiligen Land Indiana, aufgewachsen in den Bergen östlich von Fort Wayne.

2) Der Meister vernahm zuerst von dieser Welt in den öffentlichen Schulen von Indiana, und als er älter wurde, in seinem Beruf als Automechaniker.

3) Aber der Meister besaß auch Erkenntnisse aus anderen Ländern und Schule und anderen gelebten Leben. An diese erinnerte er sich und wurde darüber weise und stark, so dass andere seine stärke spürten und sich bei ihm Rat holten.

4) Der Meister glaubte, er besäße die Kraft, sich selbst und der ganzen Menschheit zu helfen, und sein Glaube machte es wahr für ihn, so dass andere seine Stärke sahen und zu ihm kamen, auf dass er sie von ihren Nöten und ihren vielen Krankheiten erlöse.

5) Der Meister glaubte, dass es jedermann gut täte, sich für einen Sohn Gottes zu halten, und weil er dies glaubte, wurde es wahr, und die Werkstätten und Garagen, in denen er arbeitete, waren bald überfüllt von jenen, die seine Lehren suchten und ihn berühren wollten, und auch die Straßen waren erfüllt von jenen, die das hofften, dass sein Schatten im Vorübergehen auf sie fallen möge und damit ihr Leben ändere.

6) Und es begab sich, dass sich solche Scharen versammelten, dass die verschiedenen Vorarbeiter und Werkstätteninhaber den Meister baten, seine Werkzeuge abzugeben und seines Weges zu ziehen, denn es hatte sich die Menge so dicht um ihn geschart, dass wer er noch die anderen Mechaniker an ihren Autos arbeiten konnten.

7) So geschah es, dass er sich aufs Land begab, wo ihn die Menschen, die ihm folgten, bald den Messias und Wundertäter nannten; und weil sie es glaubten, war es so.

8) Ging ein Gewitter nieder, während er sprach, netzte kein Tropfen Regen das Haupt eines einzigen Zuhörers; und die letzten der Menge hörten seine Worte so deutlich wie die ersten, gleichgültig, ob es am Himmel blitzte oder donnerte. Und stets sprach er zu ihnen in Gleichnissen.

9) Und er sprach zu ihnen: “In einem jeden von uns wohnt die Macht, sich für ein gesundes oder ein sieches, ein reiches oder ein armes, ein Leben in Freiheit oder Sklaverei zu entscheiden. Wir selbst sind es, die darüber bestimmen – und niemand sonst.“

10) Ein Mühlenarbeiter sprach zu ihm: “Ihr habt gut reden, Meister, denn ihr werdet gelenkt, wir dagegen nicht. Ihr braucht nicht zu schuften wie wir. In dieser unserer Welt muss man für seinen Lebensunterhalt arbeiten.“

11) Der Meister antwortete und sprach: „Es gab einmal eine Ansiedlung von Geschöpfen am Grunde eines großen kristallklaren Flusses.

12) Die Strömung des Flusses ging ruhig über alle hinweg – einerlei, ob jung oder alt, reich oder arm, gut oder böse: Die Strömung ging ihren eigenen Weg, denn sie kannte nur ihr eigenes, kristallklares Selbst.

13) Jedes Geschöpf klammerte sich in der ihm eigenen Weise fest an die Zweige und Steine im Flussbett, denn ihre Art zu leben bedeutete sich festhalten; von Geburt an hatte man ihnen beigebracht, der Strömung zu widerstehen.

14) Aber unter ihnen war ein Geschöpf, das eines Tages sagte: “Ich habe es satt, mich immer festzuhalten! Ich kann es zwar nicht mit meinen Augen sehen, aber ich vertraue trotzdem darauf, dass die Strömung weiß, wohin es geht. Ich werde loslassen, damit mich das Wasser forttragen kann, wohin es will; denn wenn ich mich weiter festhalte, werde ich vor Langeweile sterben.“

15) Die anderen Geschöpfe lachten und sagten: “Du Narr! Lass nur los, und du wirst sehen, wie die Strömung, die du so verehrst, dich packen und auf die Felsen schmettern wird, und du wirst schneller daran sterben als vor Langeweile!“

16) Aber dieses eine Geschöpf hörte nicht auf sie: Es holte einmal tief Luft und ließ los und wurde sofort herumgewirbelt und von der Strömung gegen die Felsen geschmettert.

17) Aber noch rechtzeitig trug die Strömung das Geschöpf, das sich nicht mehr festhalten wollte, vom Grunde des Flusses frei, und es wurde nicht länger geschunden oder verletzt.

18) Und all die Geschöpfe, die sich stromabwärts angesiedelt hatten und die es nicht kannten, riefen: “Sehet, ein Wunder! Ein Geschöpf wie wir, und doch fliegt es! Seht, der Messias ist gekommen, uns alle zu erlösen!“

19) Und der, den die Strömung getragen hatte, sagte: „Ich bin nicht mehr der Messias als ihr auch. Der Fluss tut nichts lieber, als uns zu befreien, wenn wir nur den Mut aufbringen loszulassen. Unsere wahre Aufgabe ist diese Reise, ist dieses Abenteuer.“

20) Aber sie riefen nur umso lauter: „Erlöser!“ und klammerten sich dabei an die Felsen, und ehe sie sich’s versahen, war er gegangen, und sie blieben allein zurück und spannen ihre Legenden von einem Erlöse.“

21) Und als er erkannte, wie sich täglich eine immer größere Schar um ihn versammelte, wie sie ihn enger und heftiger denn je bedrängte und ihn anflehte, dass er sie ohne Unterlass heilen und immer wieder mit seinen Wundertaten füttern möge, für sie zu lernen und für sie zu leben, stieg er an jenem Tage allein auf einen abgelegenen Berg hinauf; und dort betete er.

22) Und in seinem Herzen sprach er: „Unendliches, strahlendes Sein, wenn es Dein Wille ist, so lass diese4n Kelch an mir vorübergehen, lass mich diese unmögliche Aufgabe beiseite legen. Ich vermag es nicht, das Leben auch nur einer einzigen anderen Seele zu leben, dennoch rufen Zehntausend mich darum an. Es tut mir leid, dass ich es habe soweit kommen lassen.
Wenn es dein Wille ist, dann lass mich zu meinen Motoren und Werkzeugen zurückkehren und lass mich leben wie jeder andere Mensch.“

23) Und eine stimme sprach zu ihm auf dem Berg, eine Stimme, die weder männlich noch weiblich, weder laut noch leise war. Und diese Stimme sprach zu ihm: „Nicht mein Wille, sondern Dein Wille geschehe; denn dein Wille ist auch der meine. Geh deines Weges wie die anderen Menschen und werde glücklich auf dieser Erde.“

24) Und als er dies vernahm, frohlockte der Meister, bedankte sich und summte ein kleines Mechanikerlied, während er vom Berg hinabstieg. Und als das Volk ihn wieder umringte und bestürmte und ihm von seinen Kümmernissen berichtete und ihn anflehte, es zu heilen und ohne aufzuhören mit den Früchten seiner Erkenntnisse zu füttern und mit seinen Wundertaten zu unterhalten, lächelte er der Mengen freundlich zu und sagte: „Ich höre auf.“

25) Einen Augenblick hatte es der Menge die Sprache verschlagen.

26) Und er sprach zu ihnen: „Wenn ein Mann Gott versicherte, er täte nichts lieber, als der leidenden Menschheit zu helfen, einerlei, was es koste, und Gott ihm antwortete und sagte, was er tun müsste, sollte dieser Mann dann nicht tun, wie ihm geheißen?“

27) „Gewiss doch, Meister!“ rief die Menge. „Es sollte ihm eine Lust sein, selbst Höllenqualen zu erleiden, wen Gott es so wollte.“

28) „Gleichgültig, was diese Qualen sind und wie schwer die Aufgabe ist?“

29) „Ehrenvoll ist es, aufgehängt, ruhmvoll, an einen Baum genagelt und verbrannt zu werden, wenn es dies ist, was Gott verlangt hat!“ riefen sie.

30) „Und was würdet ihr tun“,“ fragte der Meister die Menge, „Wenn Gott euch ins Angesicht sagte:
ICH GEBIETE EUCH, ZEIT EURES LEBENS AUF DIESER WELT GLÜCKLICH ZU SEIN?“

31) Und die Menge schwieg darob, nicht eine einzige Stimme erklang über den Hügeln und Tälern, wo sie alle standen.

32) Und der Meister sagte in die Stille hinein: „Auf dem Pfad unseres Glücks werden wir die Erkenntnis finden, für die wir uns dieses Leben ausgesucht haben. Dies ist es, was ich heute erkannt habe, und ich will euch jetzt verlassen, damit ihr euren eigenen weg geht, wie ihr es für richtig haltet.“

33) Und er bahnte sich einen Weg durch die Menge und verließ sie und kehrte zurück in die Alltagswelt der Männer und Maschinen.
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Quelle: Kapitel 1) aus "Illusionen" von Richard Bach.
 
Liebe Inge,
diese 2 Geschichten habe ich, weil ich sie sehr liebe, schon früher an anderer Stelle ins Forum gestellt.
Nachdem ich vorhin das Theme "Ich bin zu doof für diese Welt" gelesen habe, möchte ich Dir hier einen Vorschlag machen.

Ich muss morgen für ein paar Tage ins Krankenhaus. Es würde mich freuen, wenn Du in der Zeit diese Geschichten lesen und mir Deine Meinung dazu sagen würdest. Ich möchte mich gerne mit Dir darüber unterhalten.

Ich habe ja auch schon mal, ziemlich zu anfang meiner Anwesenheit im Forum, meine Meinung zu Deiner Art, wie Du an die Menschen herangehst, beigetragen.

Ich merke halt, dass es immer und immer wieder geschieht, dass Du angefeindet wirst, und leider genau das Gegenteil von dem erreichst, was Deine Absicht ist, nämlich die Hilfesuchenden darauf aufmerksam zu machen, dass da einer ist, der zu helfen bereit ist. Nur durch die Art, wie du es tust, geschieht das gleiche, wie jeder Mutter, die ihrem Kind wärmstens etwas ans Herz legt, einen guten Rat, und je stärker sie diesen guten Rat verficht, desto bockiger wird das Kind und wendet sich genau dem Gegenteil zu.

Deshalb interessiert mich Deine Meinung zu den beiden Geschichten.

Übrigens hat sich meine Mutter, kurze Zeit vor ihrem Tod der Freikirchengemeinde (oder freichristlichen?, kann sein, dass ich da was verwechsle, denn ikch habe nie von ihr solche Parolen gehört, wie von Dir) in Frankfurt angeschlossen. An ihrem Begräbnis sollte kein Pfarrer die Grabrede halten, sondern ich sollte jemanden von der Frei...... darum bitten. Leider habe ich nie die Gelegenheit gehabt, mit meiner Mutter darüber zu sprechen, was der Anlass war, dass sie sich dieser Kirche anschloss, bzw. was diese Kirche überhaupt für Glaubensrichtung vertritt.

Vielleicht gelingt es uns beiden, hier in diesem Rahmen, ein besseres Verständnis füreinander zu bekommen und vielleicht können andere Forumsmitglieder von unserer Diskussion, unseren Gedanken profitieren.

In diesem Sinne freue ich mich auf unsere Diskussion. Wer auch immer sich daran beteiligen möchte, ist herzlich dazu eingeladen. Allerdings möchte ich sehr darum bitten, dass gegenseitiger Respekt und Achtung den Ton hier angibt und keiner einen anderen beleidigt.
 
@Luiserl: Ich wünsche Dir unbekannterweise ehrlichen Herzens alles Gute---und drücke Dir (garantiert ohne Gottes Mit-Hilfe...dafür jedoch mit der ganzen telepathischen Kraft der mir ab-u.-zu immerhin noch wohlgesonnenen sonstigen Götterhaufen ...d.h.den "lieben Gott" hab ich schon lange verärgert... (-: und garantiert gemeinsam mit ganz vielen ordentlich registrierten und unordentlich-nichtregistrierten Forumsbesuchern !!!) die Daumen!
Auf daß Du Deine Angst im Griff behalten kannst und die Krankenhaustage nicht zu schmerzhaft-scheußlich werden!
Ich gehe davon aus,daß unsere Energie-verschickung klappt---warten auf Dein "Hier bin ich wieder!" !!!
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Bzgl.Inge....wäre ich überrascht,wenn eine Diskussion(nicht nur ein Phrasen-hinschreiben) in Gang käme. Es gibt ja noch Wunder... (-:
Freue mich ganz interessiert auf tiefgründige Beiträge...bin ja selbst so extrem unerleuchtet.Leider.
Vergeblich ist das Geschichtenreinsetzen schon mal nicht,weil Du auf jeden Fall auch die selbstkritisch Nachdenkenden erreichst,DANKE !!!
Und...Jesus selbst würde HEUTE sicher auch so seine Meinung haben über diverse Fans von ihm (angesichts des ECHTEN Gottessohnes wären die evl.nicht seine Fans....?).
Barmherzigkeit,Toleranz,Selbstkritik,Bescheidenheit,Lernfähigkeit....und die Umstände seines Lebens,seiner div.priv.Neigungen,sein Freundeskreis u.Umgang...alles viel lebendiger/realistischer als die "wahre Lehre",die dann in x-Varianten verbreitet wird/wurde.Vielfältigkeit statt Dogma.

Da ich aber nicht so bewandert/bibelfest/geschichtskundig bin,lausche ich lieber.....dann mal los!

Ganz herzlich grüßt Dich
Micky
 
Hi Micky,
ganz so unbekannt sind wir uns ja nicht mehr. Habe bereits einige Beiträge, kurze sowie längere, zu den verschiedensten Themen, auch meinen, gelesen und mich über Deine realistische, aber sehr warmherzige Art, die Dinge anzugehen gefreut.

Hier allerdings, muss ich Dir einen kleinen Tadel aussprechen. Wenn Du Dir selbst nochmal durchliest, in welch spöttisch provokanter Art Richtung Inge Du das ganze aufgreifst, möchte es vielleicht nicht so ganz geschickt sein, wenn wir wirklich eine tolerante, von jeder Polemik befreite, Verständigung mit Inge erreichen wollen. Es geht nicht darum, ihre Art in Grund und Boden zu stampfen, sondern ich möchte ihr gerne ein etwas menschenfreundlicheres und dadurch eher von den Einzelnen akzeptables Miteinander zeigen.
Ich weiß auch keineswegs, ob Inge das möchte, aber ich wollte jedenfalls den Versuch unternehmen, dass sie nicht dermaßen ausgegrenzt wird.

Auch wenn mir selbst schon hin und wieder der Zornesgaul durchgegangen ist, so stehe ich weiterhin auf dem Standpunkt, dass wirkliche Toleranz und gegenseitiges Verstehenlernen A und O dieses Forums sein sollten.
Also harren wir der Beiträge und Diskussionen, die hier vielleicht zum besseren Verstehen beigetragen werden.

Du und viele andere hier im Forum wisst ja inzwischen, dass ich ein sehr überzeugt religiöser (im wahrsten griechischen Sinn des wortes) Mensch bin, der sich lediglich gegen jeden Zwang, ob durch Kirche, Konfessionen oder Glaubensrichtungen hervorgebracht, ausspricht, weil eben der Inhalt wichtig ist und nicht die tausend Verpackungen. Wobei ich aber der festen Überzeugung bin, dass jeder Mensch auf seine Weise zur eigenen geistigen und seelischen Reife gelangen muss, die Wege, die er dabei beschreitet, sind alleine seine Entscheidung, die niemand anderes mittragen kann, weil jeder von uns in dieser Hinsicht seinen ureigensten Weg gehen muss. Und ich denke, genau das zeigen meine beiden Geschichten auf.

Im Laufe der Zeit, werde ich sicher noch ein paar meiner Schätze aus dem Kästchen holen, wie gesagt MEINER Schätze, ob es auch Schätze für Euch oder einige von Euch werden können, das bleibt völlig jedem Einzelnen überlassen.

In diesem Sinn erheb ich mein Glas Bier auf gutes Gelingen und einen erfreulichen Ort der Toleranz und des Friedens.
Und glaubt mir, ich fahr wie der Leibhaftige dazwischen, wenn dieses Gebot verletzt wird.

Euer Luiserl
 
Habe grade *Das Licht von drüben* ( Raymond A. Moody) gelesen. Es geht um Nahtoderlebnisse. Mir ist beim Lesen eines Abschnitts sofort Inge eingefallen. Dieser Abschnitt spiegelt auch meine Einstellung wieder.

Für euch und Inge, bitte wertfrei betrachten. Es geht um den Inhalt und nicht um die Formulierungen.

Ein Todesnäheerlebnis führt fast immer zu spiritueller Neugier. Viele Rückkehrer beschäftigen sich eingehend mit den spirutuellen Lehren der grossen religiösen Denker. Sie werden jedoch noch lange nicht zu Stützen ihrer Kirchgemeinde.
ganz im Gegenteil tendieren sie eher dazu, sich von rein theoretischen religiösen Lehren abzuwenden.

Ein Mann, der vor seinem Todesnäheerlebnis an einem Priesterseminar studiert hatte, gab mir einen bündigen, zum Nachdenken anregenden Bericht über seine veränderte Einstellung.

*Der Arzt sagte mir, ich sei während der Operation tot gewesen. 'Ganz im Gegenteil' antwortete ich, 'ich bin zum Leben erwacht'. Während meiner Vision erkannte ich, was für ein eingebildeter Esel ich gewesen war mit meinen Theologischen Spitzfindigkeiten. Ich dünkte mich erhaben über alle, die nicht meiner Konfession angehörten und nicht denselben Glaubenssätzen folgten, wie ich.
Eine Menge Leute, die ich kenne, werden sich wundern, wenn sie merken, dass unser Herrgott für Theologie nicht viel übrig hat. Tatsächlich scheint ihn manches eher zu belustigen, aber für Fragen bezüglich meiner Konfession hat er sich überhaupt nicht interessiert.

Er schaute mir ins Herz, nicht in den Kopf.


LG Lea
 
Hallo,Lea,
das finde ich sehr schön! Mir fallen immer nur selbst erlebte Geschichten ein,weniger die zutreffenden Texte...
Ich denke,die wirkliche,universelle tiefe "Gläubigkeit"....parallel in ALLEN Glaubensrichtungen/Lebensprinzipien beweist sich nicht an "festen Kenntnissen geschichtlicher/literarischer...Gegebenheiten/Textstellen/Theorien...etc.",sondern immer nur an der Art,mit dem Leben/den Mitmenschen/der Natur....umzugehen".Und---immer,wenn sich eine Glaubensrichtung beweisen will,andere unter sich stellen will,Macht,Ansehen und Geld einsetzt für sich oder die Religion benutzt um solches zu erlangen....ist es nicht mehr Religion(und damit "gottgefällig"...egal welch Gottheit beschworen wird),sondern menschenfeindliches Dogma...selbstgerechtes Geschwafel(läßt sich fortsetzen).
"An ihren Taten sollst Du sie erkennen." Oder(bzgl.SeelenHEIL) "Wer heilt hat recht"...schon aus diesem Grund gilt logischerweise jede "Religion" o.ä. gleichberechtigt. D.h.,der überzeugteste Heide,Atheist,Phantast,Menschenfreund .... ist dem humorvollen "Gottvater" (oder der "Urmutter!!!")in multigestaltigem Erscheinen sicher immer näher,angenehmer....lebt und handelt eher in dessem Sinn (wie ihn die Menschheit sich "IHN" vorstellt....) als jeder noch so wortgewandte Prediger...
Wer denn für seine Religion eine Kirche/feste Theorie braucht,soll sie sich erschaffen oder vorhandene übernehmen.Jedoch nicht sich besser dünken als die "Unwissenden".Umgekehrt natürlich auch!(Gerade deshalb gibt's ja in allen Religionen ähnliche "Gebote"/Vorsätze )
Meine Erfahrung ist leider die,daß Verständnis/Taten/Hilfe...(nicht nur theoretisch)nie von "selbsternannten Christen"kam. Die "Christen" waren und halfen etc.haben das NIE "raushängen lassen". Im Sinne Gottes kann ein Christ immer handeln/leben...und muß das NIE erwähnen(eben weil ER ins Herz gucken kann und NICHT die ständige Herbeterei hören möchte...stell ich mir so vor...).
Kann natürlich auch sein,ich bin so unkundig....und es gibt DOCH den eher konservativen Herrgott...den nur erlauchte (Ein)geweihte kennen.
*Ich distanziere mich vor jeglichem evl.Spott im Unterton*
Und----ich warte auf das freundliche mit uns (bzw.mit Luiserl!) Reden von Inge ,welche hoffentlich nicht irgendwie verschreckt wird oder uns falsch versteht.Ihre gute Absicht bei allen Texten ist ja erkennbar/denkbar/vorstellbar Oder so.
Ich wünsche Euch allen einen überaus segensreichen Abend,in jeder Hinsicht !
Micky
 
Lea, Deine Geschichte ist auch so ganz nach meinem Geschmack, wenn man dieses Wort hier sagen darf, soll heißen, er Arzt spricht mir aus der Seele und genau das ist es, was es gilt zu heilen. Ein Heilender wird nie die Seele außer acht lassen.

Wir brauchen nur einmal unseren deutschen Sprichwortschatz vor dem geistigen Auge apssieren zu lassen, so können wir immer wieder feststellen, dass die falsche Lebenshaltung, -einstellung die Seele krankmacht und aruch den Körper, denn anders kann sich eine kranke seele nicht ausdrücken. Manchmal frage ich mich, wie krank wohl meine eigene Seele durch viele Leben geworden sein mag, dass sie sich heute dermaßen extrem zur Wehr setzt, und das zu einer Zeit, wo cih eigentlich davon überzeugt bin, dass meine Selle immer stärker gesundet, aber der Körper immer stärker erkrankt. Irgendwie widerspricht sich meine eigene Überzeugung ganz schön drastisch, findet ihr nicht auch. Vielleicht aber habe ich früher zu den Menschen gehört, die einfach oberflächlich, herrisch oder arrogant, ohne Erbarmen für andere durch manche Leben wanderte, wobei die Selle so krank wurde, dass gerade ihre Heilung nur durch extreme Schmerzen bewirkt werden kann. Manchmal wünschte ich mir, ich könnte einmal wieder für ein Weilchen aufhören, mir dauernd um die inneren Dinge den Kopf zu zerbrechen, alles und jedes zu hinterfragen.
Aber schließlich bin ich im Sternbild der Mystik als vom Namen her "Wiedergeborene" geboren worden. Wird schon seinen Entwicklungssinn gehabt haben.

Micky, auch Dein Beitrag gefällt mir, und danke für die kleine "Tadelerinnerung".
Weißt Du, mirmist oft im Leben aufgefallen, auch an mir selbst, dass man im Laufe langsamen begreifens auch Angst bekommt, wieviel im Inhalt zu finden ist, dass man sich ab und zu hinter leichtem Spott und Ironie verbirgt, weill einem die eigene Ernsthaftigkeit in diesen Dingen selbst noch so fremd ist.

aber ich sehe, dies kann ein sehr schöner und interessanter Thread werden. Fängt jedenalls schon sehr schön an. Bin gespannt, wer sich noch alles zu uns gesellen wird in nächster Zeit.

Ich grüß euch ganz lieb
Luiserl
 

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