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(Zwangs-)Exmatrikulation, Prüfungsanspruch entzogen - Nie mehr studieren?

xRATLOS

Neues Mitglied
Hallo Leute..

Seit einiger Zeit plagt mich die Nachricht und ich weiss echt nicht mehr weiter..
Mein Leben hat einfach keinen Sinn mehr! 🙁
Nun nehme ich schon seit einiger Zeit auch Antidepressiva.
Ich habe niemanden mit dem ich darüber reden kann!

-

Voller Stolz begann ich vor 3 Jahren mein Studium.
Meine Eltern waren ebenfalls sehr stolz auf mich und
es war sowohl ihr als auch mein allergrößter Wunsch zu studieren.

Völlig erwartungsvoll begann ich mein Studium. Alles war optimal.
Mit der Zeit häuften sich die Probleme in meinem Leben.

Meine (Ex-)Freundin machte mir mein Leben zur Hölle.
Die Beziehung lief schon seit 2-3 Jahren nicht mehr optimal.
Tagtägliches Streiten und Psychoterror waren unausweichlich.
Dem ganzen konnte ich irgendwie auch nie ein Ende setzen,
weil ich sie wirklich sehr liebte.

Mit der Zeit habe ich mich immer öfter daheim verbarrikadiert.
Alle Freunde in den Jahren vernachlässigt und verloren.

Sie war mein einzigstes Hobby. Doch was in den letzten Jahre so lief,
war nicht mehr gesund..

Es hat langsam damit angefangen, dass ich in meinem Umfeld mich nicht mehr traute,
auch mal meine Meinung zu sagen. Die Minderwertigkeitskomplexe gingen so weit,
dass ich mein Studium vernachlässigte, aufgrund einer Präsentation, was ich mir nicht zutraute. Mit dieser Angst, nahm ich an keiner Vorlesung mehr teil.

Für das folgende Semester habe ich mir natürlich auch wieder vorgenommen teilzunehmen.
Aber auch hier blieb es nur bei einem Vorhaben!
Das ging jetzt die letzten 2-3 Semestern so!
Keiner wusste davon!
Ich ging vormittags raus und kam abends wieder heim. 🙁

-

So wie es kommen musste, bekam ich Post von der FH:
"Der Prüfungsausschuss ihres Studiengangs hat beschlossen, Ihnen gemäß § 4 Abs. 1 der für Sie gültigen Studien- und Prüfungsordnung (StuPro), den Prüfungsanspruch zu entziehen...

...


...


Mit dem Verlust des Prüfungsanspruches erlischt auch Ihre Zulassung zum Studium gemäß § 32 Abs 1 Satz 5 Landeshochschulgesetz (LHG)

Gemäß § 62 Abs. 2 Nr. 2 LHG werden Sie mit der Wirkung zum Ende des Semesters vom Amts wegen exmatrikuliert.
"

-

Nun hat das Studium wieder begonnen, ich jedoch wurde exmatrikuliert.
Keiner weiß davon Bescheid.
Ich weiss echt nicht mehr, was ich machen soll.


Ich würde mich gerne behandeln lassen, weiss aber nicht, wem ich vertrauen bzw. an wem ich mich wenden soll. Nach der Behandlung würde ich gerne wieder studieren wollen..

Darf ich überhaupt wieder studieren, oder ist meine Hochschulzugangsberechtigung nichts mehr wert?


Das wäre für mich der größte Rückschlag in meinem Leben..
Mein Vater ist schwer herzkrank und ihn würde es noch mehr schaden wie mir..
Diese Gedanken machen mich seit Wochen kaputt und ich finde immernoch keinen Ausweg..


Bitte helft mir..
 
Hi,

das tut mir sehr leid für dich, wie es gelaufen ist.
Erstmal: du kannst wieder studieren, aber nicht dasselbe Fach. In dieser Studienrichtung bist du ja eh nicht so weit gekommen. Daher ist das kein ganz so großer Rückschlag. Ich hoffe nur, dass du dich auch mit einer anderen Studienrichtung anfreunden kannst. Wäre das was für dich?

Vor ein paar Jahren konnten man sich für NC-freie Fächer noch bis zwei Wochen nach Uni-Beginn anmelden. Mit einer Geldbuße verbunden, weil man die Anmeldefrist nicht eingehalten hat. Ich weiß aber nicht, ob das jetzt noch möglich ist bei dem Bacheor-Master-System. Aber eigentlich schon, oder? Die Abgabe der Belegbögen erfolgt ja auch erst in der dritten Woche.

Also wenn du einen NC-freien Studiengang so schnell findest und der dir zusagt, dann ist es ja schön. Aber ich fürchte fast, dass das zu übereilt wäre.

Vielleicht kann mal jemand was dazu sagen, ob er dieselbe Studienrichtung in einem anderen Bundesland oder im Ausland fortführen kann? Das weiß ich nämlich nicht.

Du kannst auch an der selben Hochschule wieder studieren. Du musst dich aber wieder neu für ein Erststudium anmelden.

Seit wann seid ihr beide denn auseinander? Das kommt ja noch erschwerend hinzu.

Deine Situation kommt mir reichlich bekannt vor. Du bist nicht der einzige, dem so was passiert ist. Ich habe mich auch mehrere Semester in der Bibo, in der Stadt oder sonstwo rumgetrieben, von morgens bis abends, damit ja keiner auf die Idee kommt, ich könnte nicht mehr studieren. Und du sagst zu niemandem ein Wort. All diese Geheimnisse, das schlechte Gewissen, die Ungewissheit...

Wenn du weiter studieren willst, dann geh zur "Psycho-Sozialen Beratung" deiner Hochschule. Vor denen brauchst du dich nicht zu schämen. Die haben schon ganz andere Sachen erlebt. Die Wartezeit dürfte aber auch ein paar Wochen in Anspruch nehmen. Bis dahin rede mit uns!

Alles Liebe.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

also soweit ich weiß gilt die Exmatrikulation Deutschlandweit, ein Bundeslandwechsel bringt meines Wissens nach also nichts, im Ausland könnte es aber möglich sein, dass weiß ich auch nicht genau. Selbst wenn es geht, sollte man sich erkundigen, inwiefern der Abschluss hier anerkannt wird und auch bedenken, dass da zum Teil die Studiengebühren (wesentlich) höher sind als in Deutschland (z.B. in Holland, Frankreich glaub ich auch, Österreich hingegen hat glaub ich keine Studiengebühren). Mein Prof meinte auch mal, dass eine Exmatrikulation auch nicht nur den Studienausschluss aus dem Fach, sondern für die gesamte Fakultätsrichtung bedeutet. Heißt also: studierst du jetzt BWL, kannst du auch nicht mehr VWL oder sonstige Fächer der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät studieren. So die Aussage meines Professors, allerdings hab ich da so meine Zweifel - das wär schon echt sehr hart! Im Zweifelsfall kann dir da aber die Studienberatung sicher weiterhelfen.

Was für dich evtl. noch greifen könnte, wenn du der Ansicht bist, dass dein Studiengang dein absolutes Traumfach ist, du auf keinen Fall etwas anderes studieren willst und du davon überzeugt bist, dass dein "Scheitern" allein an der psychischen, außeruniversitären Belastung lag: ich weiß von einem Freund, der hat sich im Nachhinein ein psychologisches Gutachten ausstellen lassen. Das Gutachten hat er dann rückwirkend eingereicht. Allerdings ging es bei ihm nicht um eine Exmatrikulation, sondern er hat an keinen Prüfungen teilgenommen, obwohl er sich für diese angemeldet hatte, folglich ist er durch diese durchgefallen - das wurde sozusagen durch das Gutachten dann rückgängig. Falls du so ein Gutachten bekommen kannst, bin ich mir ziemlich sicher, dass du Einspruch gg die Exmatrikulation einlegen kannst (da müsste auf dem Exmatrikulationsbescheid eine Frist drauf stehen, bis wann das direkt an der Hochschule möglich ist), bzw. du könntest sicher auch gerichtlich dagegen vorgehen. Ob das sinnvoll und empfehlenswert ist, ist eine andere Frage, die du dir selbst am besten beantworten kannst. Vielleicht schaust du auch mal, ob es an deiner Hochschule eine psychologische Beratung gibt (gibt es eigtl auch an den meisten Unis/FHs), die können dir vielleicht auch sinnvolle Ratschläge geben, was du tun kannst und wie es weitergehen kann.
Versuch auch möglichst, irgendwen in deinem Umfeld einzuweihen, vielleicht auch deinen Eltern oder zumindest deiner Mutter (wenn du deinen Vater nicht belasten willst) davon zu erzählen. Denn ein so großes Geheimnis aufrecht zuerhalten, wird dich nur noch mehr belasten. Sicher hast du Angst vor Unverständnis/Vorwürfen/jemanden zu enttäuschen, aber überleg mal: du hilfst niemandem und schon gar nicht dir selbst, sowas zu verheimlichen. Und irgendwann kommt es sowieso raus, bis dahin wird der Druck für dich nur weiter wachsen.

Alles Gute und viel Erfolg!
 
Studieren darfst du wieder. Ob das gleiche Fach, kann ich dir nicht sagen.
Was mir mehr Sorgen macht ist, dass du dich nicht traust, deinen Eltern die Wahrheit zu sagen.
Ich glaube, dass belastet dich am meisten.
Die Wahrheit kommt früher oder später sowieso ans Licht. Bitte, finde einen Weg, dich deinen Eltern anzuvertrauen!!!!
Ein Brief an deine Eltern, könnte dir die Sache erleichtern, wenn du dich nicht traust, es ihnen persönlich zu sagen.
Schreib dir alles von der Seele, so wie du es hier getan hast.

Ich hoffe, die Antidepressiva hast du vom Arzt. Mit diesem kannst du wegen einer Behandlung reden.

l.g. Hexe
 
Hi,

das tut mir sehr leid für dich, wie es gelaufen ist.
Erstmal: du kannst wieder studieren, aber nicht dasselbe Fach. In dieser Studienrichtung bist du ja eh nicht so weit gekommen. Daher ist das kein ganz so großer Rückschlag. Ich hoffe nur, dass du dich auch mit einer anderen Studienrichtung anfreunden kannst. Wäre das was für dich?

Studiert habe ich Wirtschaftsinformatik.
Informatik lag mir leider nicht so, da mir gewisse Vorkenntnisse gefehlt haben.
Wirtschaft allgemein, BWL oder VWL liegen mir sehr.
Wäre blöd, wenn ich das nicht mehr studieren könnte.


Vielleicht kann mal jemand was dazu sagen, ob er dieselbe Studienrichtung in einem anderen Bundesland oder im Ausland fortführen kann? Das weiß ich nämlich nicht.

Ich besitze leider nur Fachabitur. Dürfte also soweit ich weiss, nur in Baden-Württemberg studieren. 🙁

Du kannst auch an der selben Hochschule wieder studieren. Du musst dich aber wieder neu für ein Erststudium anmelden.

Das hat mir den heutigen Tag etwas verschönert. Ich hoffe, dass ich dort wirklich wieder studieren kann bzw. ich wieder zugelassen werde.

Deine Situation kommt mir reichlich bekannt vor. Du bist nicht der einzige, dem so was passiert ist. Ich habe mich auch mehrere Semester in der Bibo, in der Stadt oder sonstwo rumgetrieben, von morgens bis abends, damit ja keiner auf die Idee kommt, ich könnte nicht mehr studieren. Und du sagst zu niemandem ein Wort. All diese Geheimnisse, das schlechte Gewissen, die Ungewissheit...

Ich will sowas wirklich Niemandem gönnen!
Diese Ungewissheit bringt einen um.. 🙁


Wenn du weiter studieren willst, dann geh zur "Psycho-Sozialen Beratung" deiner Hochschule. Vor denen brauchst du dich nicht zu schämen. Die haben schon ganz andere Sachen erlebt. Die Wartezeit dürfte aber auch ein paar Wochen in Anspruch nehmen. Bis dahin rede mit uns!

Alles Liebe.

Das werde ich machen. Ich kann diese Dinge einfach nicht mehr für mich behalten.
Mit solchen Gedanken kann ich auch nicht studieren.. 🙁


Vielen Dank für die Antwort und nette Aufnahme hier..
 
Studieren darfst du wieder. Ob das gleiche Fach, kann ich dir nicht sagen.

Studiert habe ich Wirtschaftsinformatik. Informatik lag mir nicht so,
aber Wirtschaft, ob BWL oder VWL, kann ich mir einfach nicht ausdenken.
Ich möchte unbedingt Wirtschaft studieren. Egal welches Fach.

Was mir mehr Sorgen macht ist, dass du dich nicht traust, deinen Eltern die Wahrheit zu sagen.
Ich glaube, dass belastet dich am meisten.

Es ist nicht die Angst die mich daran hindert.
Ich weiss wieviel Wert meine Eltern auf mein Studium legen und
diese Enttäuschung möchte ich ihnen nicht zu spüren geben..

Die Wahrheit kommt früher oder später sowieso ans Licht. Bitte, finde einen Weg, dich deinen Eltern anzuvertrauen!!!!
Ein Brief an deine Eltern, könnte dir die Sache erleichtern, wenn du dich nicht traust, es ihnen persönlich zu sagen.
Schreib dir alles von der Seele, so wie du es hier getan hast.

🙁

Ja, die Wahrheit wird früher oder später ans Licht kommen.
Aber ich finde einfach keinen leichten Weg, mich ihnen anzuvertrauen,
ohne meine Eltern zu enttäuschen. Mein Vater könnte das nicht verkraften..
Ich könnte sein Leiden ebenfalls nicht verkraften..
 
Aber du wirst doch erst exmatrikuliert wenn du eine Prüfung 3-mal nicht bestanden hast. Warum hast du dich nicht vorher selbst exmatrikuliert oder hast dir zum Zeitpunkt der Prüfung ein ärztliches Attest geholt? Damit hättest du dir diesen Ärger ersparen können. Wusstest du gar nicht das du die Prüfung ein paar Mal nicht bestanden hast bzw. dass sie überhaupt stattgefunden hat?
 
Die Internetseite studienabbrecher.com kann ich auch empfehlen. Ich wurde selbst wegen einer endgültig nicht bestandenen Prüfung exmatrikuliert.

Kann man nicht auch gegen die Exmatrikulation Widerspruch einlegen oder einen Härtefallantrag stellen? Mit der Bescheinigung eines Arztes müsste das doch gehen und würde vielleicht sogar akzeptiert werden.

Ob du noch solch ein Fach studieren darfst hängt außerdem von der jeweiligen Hochschule, an der du dich dann bewirbst, ab. Das Fach, in dem du exmatrikuliert wurdest und das neue Fach deiner Wahl dürfen nur nicht komplett übereinstimmen (gleichwertig sein). Gibt es hierbei jedoch einige Unterschiede im Lehrinhalt (z.B. wenn das exmatrikulierte Fach viel ausführlicher abgehandelt wurde), kann es trotzdem sein, dass du bei einer Bewerbung angenommen wirst. Dieses wird bei deiner Bewerbung von der neuen Hochschule überprüft. Du kannst dieses aber auch bevor du dich bewirbst an der jeweiligen Hochschule erfragen. Hierfür wird man eigentlich an den für das betreffende Fach zuständigen Professor weitergeleitet.
Zumindest sind das die Erfahrungen, die ich gemacht habe. Und jetzt habe ich gerade mein neues Studium (in einem ähnlichen Studiengang wie zuvor) erfolgreich abgeschlossen.

Ich wünsche dir weiterhin noch alles Gute! Vielleicht war die Exmatrikulation genau richtig, um dich nun wachzurütteln. Lg
 

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