G
Gelöscht 134902
Gast
Ich steh gerade vor einer für mich schwierigen Frage. Gestern kam eine E-Mail mit der Einladung zu einem Treffen meines alten Abitur-Jahrgangs. Offensichtlich haben die zum 30. Jahrestag recherchiert und mich gefunden.
Mein Problem ist nun, dass meine Schulzeit damals ein einziges Leiden war. Ich war der typische Außenseiter. Gemobbt, als es das Wort noch nicht gab. Nach dem Abitur wurde das schrittweise besser, mittlerweile bin ich glücklich verheiratet, habe einen Weg gefunden, der mir guttut, habe sogar Freunde und Freundinnen.
Erster Instinkt, ich geb es zu: Da geh ich hin, die werden staunen. Die denken bestimmt, dass ich der Außenseiter geblieben bin, zu dem sie mich damals gemacht haben. Eine gewisse diebische Freude wäre da. Ich gehe auch davon aus, dass viele von denen erheblich weniger erfolgreich sind und erheblich schlechter gealtert.
Aber ist das nicht fürchterlich billig? Letztlich sollte mir doch egal sein, was die denken? Was wäre das für eine alberne Genugtuung nach so vielen Jahren?
Manchmal merke ich noch, dass ich aus der Zeit damals eine gewisse Sucht nach Bestätigung, nach Zuneigung habe. Folgeschäden. Aber ob ich die heile, indem ich da hingehe? Oder ob ich alte Wunden aufreiße?
Tendenz aktuell: freundlich und kühl absagen.
Mein Problem ist nun, dass meine Schulzeit damals ein einziges Leiden war. Ich war der typische Außenseiter. Gemobbt, als es das Wort noch nicht gab. Nach dem Abitur wurde das schrittweise besser, mittlerweile bin ich glücklich verheiratet, habe einen Weg gefunden, der mir guttut, habe sogar Freunde und Freundinnen.
Erster Instinkt, ich geb es zu: Da geh ich hin, die werden staunen. Die denken bestimmt, dass ich der Außenseiter geblieben bin, zu dem sie mich damals gemacht haben. Eine gewisse diebische Freude wäre da. Ich gehe auch davon aus, dass viele von denen erheblich weniger erfolgreich sind und erheblich schlechter gealtert.
Aber ist das nicht fürchterlich billig? Letztlich sollte mir doch egal sein, was die denken? Was wäre das für eine alberne Genugtuung nach so vielen Jahren?
Manchmal merke ich noch, dass ich aus der Zeit damals eine gewisse Sucht nach Bestätigung, nach Zuneigung habe. Folgeschäden. Aber ob ich die heile, indem ich da hingehe? Oder ob ich alte Wunden aufreiße?
Tendenz aktuell: freundlich und kühl absagen.