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Zu viel Stress im Büro - was tun

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G

Gastkatze

Gast
Ich arbeite seit ungefähr sieben Jahren in der Sachbearbeitung, ich muss dazu sagen es war von Anfang an nicht das was ich immer machen wollen würde. Ich wollte den ganzen aber eine Chance geben. Ich teile mir ein Büro mit meiner Kollegin sie war von Anfang an sehr distanziert und auch sehr egoistisch. Sie hat oft zugegeben mit der Arbeit überfordert zu sein nur den Chefs nicht gegenüber. Jetzt ist wieder seit einem halben Jahr krank wenn sie mal kommt ist sie zwei oder drei Tage da. Sie arbeitet aber nicht mehr so wie früher höchstens 50 % das meiste bleibt trotzdem noch an mir hängen. Sie macht auch immer extrem viele Flüchtigkeitsfehler. Jetzt mach ich das sehr lange Zeite mit das ich ständig ihre Aufgaben übernehmen muss. Mittlerweile muss ich selber sagen dass mich die Arbeit einfach nur fertig macht. Dadurch dass ich den ganzen Tag nur am PC sitze und mit einem Programm arbeiten muss schlaucht die arbeit sehr. Und es ist auch einfach extrem viel Arbeit dadurch dass ich für zwei arbeite. Wir haben noch eine Chefin die mich teilweise unterstützt aber nicht immer. Ich merke am Wochenende dass ich überhaupt keine Lust mehr auf irgendwas habe am liebsten nur noch im Bett liegen würde und auch abends extrem unleidlich bin, ich motze herum und bin schnell gekränkt. Ich bin einfach nicht mehr ich selbst.

Jetzt habe ich zwar ein Weiterbildungsangebot bekommen müsste aber meine Aufgaben wie jetzt weiterhin übernehmen so dass mir die Weiterbildung in dieser Firma nichts bringen würde. und ich möchte aber gerne in dieser Firma bleiben. Es kommt auch nie ein Dankeschön von unseren obersten Chefs geschweige dass er sagen würde es kommt jemand der uns unterstützt.

Ich wünsch mir einfach eine abwechslungsreichere Aufgabe die ich aber definitiv in dieser Abteilung nicht bekommen werde.
Wie kann ich so lange bis ich was neues gefunden habe, mit dem Stress am besten umgehen? so dass ich am Wochenende nicht immer so kaputt bin...
 
Liebe Gastkatze,

mach Dir bitte klar, Du schuldest Deinem Arbeitgeber eine durchschnittliche Arbeitsleistung. Keine Perfektion und kein Arbeiten für zwei. Hör auf damit!

Wenn Du so weiter machst, wirst Du genauso aufgrund von Überfoderung krank wie Deine Kollegin. Damit schadest Du Deiner Firma, Deinen Kollegen, Deinen Chefs und vor allem Dir selbst.

Konzentrier Dich auf Deinen Arbeitsplatz. Diese Arbeit erledigst Du gut und mit Hingabe. Dann macht es auch Freude. Und laugt Dich nicht aus.

Kürzere Ausfallzeiten Deiner Kollegin kannst Du in der Form eines Platzhalters erledigen, d.h. das was besonders dringlich ist und keinen Aufschub duldest vertrittst Du, alles andere bleibt liegen bis Deine Kollegin wieder da ist. Wenn zu viel Arbeit da ist, die nicht liegen bleiben kann, dann informiere Deine Vorgesetzten schriftlich, daß Du nicht über einen längeren Zeitraum diese Zusatzarbeit übernehmen kannst.

Wenn Deine Kollegin in Anwesenheit nur 50 % ihrer Arbeit erledigt, ist das nicht Deine Angelegenheit. Du mußt ihre Arbeit nicht mitmachen. Sondern es ist ihre Angelegenheit, ihren Vorgesetzten zu informieren, daß sie aktuell nicht voll leistungsfähig ist. Sollte Dein Vorgesetzter daraufhin entscheiden, daß Du sie unterstützen sollst, geht das nur, indem er Dich an anderer Stelle von Arbeit entlastet.

Versuch immer ihre Verantwortung und Deine Verantwortung auseinander zu halten. Es gibt keinen Grund, warum Du Dich für ihre Arbeit verantwortlich fühlen solltest.

Erfahrungsgemäß reagieren Vorgesetzte nicht, so lange die Arbeit - von wem auch immer und um welchen Preis - trotzdem erledigt wird. Eine Lösung im Sinne von Arbeitsentlastung oder Personalverstärkung wird es daher vermutlich nur geben, wenn Arbeit liegen bleibt und nicht erledigt wird und es dadurch negative Konsequenzen für die Firma gibt.

Also laß geschehen, daß sich Kunden beschweren, weil die Arbeit Deiner Kollegin nicht erledigt wird oder andere nicht weiterarbeiten können, weil sie ihren Part nicht erledigt oder welche Auswirkungen auch immer liegenbleibende Arbeit in ihrem Arbeitsbereich hat.

Du mußt lernen, das auszuhalten und so lange Du Deine ureigene Arbeit weiterhin gut erledigst, ist das ok. Es ist Unsinn, zu versuchen über einen längeren Zeitraum mehr als 100 % zu geben.

Eine andere Frage ist, ob Du das Weiterbildungsangebot annimmst. Wenn Du gleichzeitig den dafür notwendigen Freiraum auf Deiner Stelle bekommst, d.h. von Arbeit entlastet wirst und die Weiterbildung nicht noch on top drauf kommt, kann das für Dich ganz schön sein, da es den Blick weitet und eine Abwechslung zur Routinearbeit am PC darstellen kann. Ud außerdem die Chancen auf Veränderung im Leben erhöht. Weiterbildung ist ja eigentlich immer für irgendwas gut und sei es für den persönlichen Horizont.

Ach ja, wegen der zu hohen Arbeitsbelastung wegen häufiger Erkrankung der Kollegin würde ich auch den Betriebsrat informieren und um Hilfestellung bitten. Vielleicht kann der darauf hinwirken, daß für die Krankheitsphasen Aushilfen eingestellt werden. Und Dich in einem entsprechenden Gespräch mit Deinen Vorgesetzten unterstützen.

Ich wünsche Dir die Kraft und Ausdauer, für Deine Bedürfnisse einzutreten. Und genügend Selbstfürsorge, um Dich nicht ausnutzen zu lassen.
 

... und da soll mal einer sagen, Vögel würden
nicht auch mal den Katzen helfen 🙂

Spaß beiseite: Du könntest mal dich selbst beobachten,
Gastkatze, ob es Tage oder Wochen gibt, in denen du
weniger gestresst oder erschöpft bist - und dann nach-
verfolgen, was du dann anders gemacht hast.

Die besten Rezepte sind meist die, die man unabsicht-
lich schon mal herausgefunden und dann wieder ver-
gessen hat.

Ansonsten schließe ich mich dem hilfreichen Vogel vor
mir an.

Gruß, Werner
 
Also ich bin echt nur noch gestresst, weil selbst wenn ich meine Arbeitszeiten einhalte ist es so dass ich total kaputt bin. Das Problem ist wie teilen uns die Arbeit jede macht das selbe. Wir arbeiten dicht mit einer Abteilung zusammen die uns alles "vorbereitet" zur weiteren Bearbeitung. Da sitzen aber 5 kolleginnen, ich bin alleine. Und jeder verlangt dass ich die Arbeit mache... Rechnungen müssen bezahlt werden. Und die Arbeit ist kein bisschen abwechslungsreich. Bin sogar "krank" arbeiten gegangen. Und nun wird es bald so sein dass meine Chefin auch erstmal ausfällt dann bin ich ganz allein wenn nicht meine kollegin Kommt und dann?

Selbst sport mach ich nicht mehr im Moment bin halt Irwie immer angekratzt von Erkältungen... ?

Ich möchte das auf keinen Fall dauerhaft durchziehen ich möchte auf jeden Fall was anderes.
 
Ich verstehe auch einfach diese Denkweise nicht. Im letzten Jahr (MA-Gespräch) hatte ich eben den Wunsch geäußert, mehr Abwechslung zu haben. Reine Bildschirmarbeit ist nichts für mich. Aber ich habe nicht gesagt, dass ich eben auch mehr Arbeit möchte.

Warum ist das so??

Wenn ich die Weiterbildung machen würde, nebenbei, müsste ich hier trotzdem zu 100 % mitarbeiten. Da nimmt keiner Rücksicht. Und wenn ich hinterher andere Aufgaben übernehmen wollen würde (was mir abgelehnt wurde) hätte ich dann 150 % Arbeit. Das ist hier aktuell bei ner Kollegin der Fall, die nach einer Weiterbildung mehr Geld wollte.

Und meine direkte Chefin, da reichts wenn ein Tag nicht so heftig ist und schwupss nimmt sie keine Rücksicht mehr auf mich.

Das Problem eben auch, wenn wir zu 2. da waren, dann war immer jeder gut beschäftigt, aber man konnte auch "Pausen zwischendurch" machen, mal mit Kollegen quatschen etc. Mittlerweile hat sich die Gesamtsituation so "verschlechtert", das zwischenmenschliche fehlt total. Und wenn ich alleine bin, ich möchte ja nicht vorm Pc hocken und "nix" tun. Im Internet surfen geht nur bedingt, weil mir viele auf den Pc schauen können.

Für mich gibt es hier keine Zukunft, aber ich halte es für unklug mit meinem Chef/Chefin zu reden und zu sagen, dass mir das zu viel wird. Wenn ich hier in der Firma bleiben will, dann heißts von vornherein "die hält nix aus!" Zumal mir auch schon gesagt wurde, man möchte nicht dass ich gehe... und das würden sie hier auch verhindern sicherlich, allein durch die Gesamtsituation. Am liebsten würde ich erst mit den Beteiligten reden, wenn ich was in Aussicht habe.

Letztens kam sogar noch an alle "wir sollten schneller arbeiten und nicht mehr so viel liegen lassen"...
 
Du möchtest in der Firma nicht dauerhaft arbeiten. Ist bei dem Arbeitsklima auch nicht anzuraten.

Aber warum solltest Du denn bis dahin bis zur totalen Erschöpfung über Deine Grenzen gehen?

Arbeite zügig, konzentriert und mit Freude Deine Arbeit ab. Und dann gehst Du nach hause.

Und wenn es nicht möglich ist, zu zweit oder 1 1/2 die von 5 vorbereitete Arbeit weiterzuverarbeiten, dann bleibt eben ein Teil der Arbeit in dem Flaschenhals den die geringere Mitarbeiteranzahl bildet stecken.

Anworte einfach mit "Ich tue mein Bestes. mehr geht nicht." Und dann gibst Du auch Dein bestes und dann gehst Du.

Zum Quatschen und im Internet surfen ist allerdings in der Personalberechnung für einen Arbeitsplatz tatsächlich keine Zeit einzuplanen. Dafür wirst Du nicht bezahlt.

Krank zur Arbeit kommen solltest Du nie. Das ist unproffessionell. Wenn Du krank bist, bist Du nicht arbeitsfähig. Die Fehlerhäufigkeit steigt, Du schadest Deiner Gesundheit und erhältst damit nicht Deine Arbeitskraft wie es Deine Aufgabe als Arbeitnehmerin wäre. Und evtl. schadest Du auch noch Kollegen und Firma, indem Du andere ansteckst.
 
Aber ich kann einfach nicht von morgens bis abends nur vorm PC hocken und Daten abgleichen...

Mit quatschten meinte ich einfach, das das zwischenmenschliche einfach fehlt... Das war nie so
 

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