Die Mutter hat Schizophrenie und hat mehrmals versucht sich umzubringen. Der Vater teilweise guter Vater und teilweise bösartiger Matcho. Hat uns immer angeschrien, wenn wir fehler gemacht haben. Hauptsächlich verursacht durch den Zorn, den er auf unsere Mutter hatte weil sie ihm Fremd ging
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Ich kann zwar mit einer guten Freundin und meiner Schwester über Whatsapp schreiben aber umarmt
Wir alle müssen lernen, im Chaos zu überleben.
Dass wir alle zu 100% kennenlernen werden, aber in der Lebenszeit ist der Zwang zur Auseinandersetzung damit ungleich verteilt.
Mancher hat lebenslang nur 5% davon kennengelernt. Gerne als "Glücklicher" gepriesen aber was ist denn sein scheinbarer Vorteil? Dass er mit dem Gevatter in der Tür alle 95% auf einmal bewältigen muss. Es sind die Menschen, die völlig von Sinnen sterben, würdelos und bar jeder Haltung. So in in ihrem Protest und Unglauben gefangen, dass an einen gelungenen Abschied nicht zu denken ist.
Davor hatten sie es dafür lange komfortabel. Ob man das erstrebenswert findet, sei dahingestellt. Ich finde das nicht.
Auch, weil jede Kalkulation damit unmöglich ist. Jeder von uns kann sich morgen einem "Löwenbrocken" gegenüber sehen. Egal ob ein Bahamas Urlaub gebucht ist und gerne auch auf halbem Weg zum karibischen Wasser, können wir im weißen Sand in die Knie sacken.
Unsere eigene Frau kann den Verstand verlieren, unser KInd....niemand ist gefeit.
Ich wage nicht zu beurteilen, wieviel von unserem Kontingent Du schon mitmachen musstest. Ganz schön happig, jedenfalls. Wohl genug um schon des Chaos unverdecktes Gesicht wahrgenommen zu haben.
Du hast ein Wissen, dass uns allen bevorsteht. Mir fällt dazu nur ein, dass es uns allen helfen
würde, wenn jemand wie Du es durchsteht. Unter vielen Ahnungslosen die man natürlich beneiden könnte und "warum ich?" Fragen drängen sich auf. Aber zu wem denn? Zu unwissenden Kindern aller Altersgruppen. Deren einziger Vorteil ist, dass sie sich eigentlich traumwandelnd diesen Forderungen "noch nicht gegenübersehen", die Du schon kennenlerntest.
Darum ist es gut, wenn es Zeugen gibt wie Dich, die beweisen, dass das geht, wovor alle sich fürchten. Man Chaos erlebt haben und trotzdem sein Leben gestalten kann. Früher waren es bspw Menschen die durch Kriege gegangen sind und Jahre später hat der heimgekehrte Vater sich im Schuppen mit dem Karabiner erschossen, von den Kindern im Volkschulalter so aufgefunden. Du hattest diese furchtbaren Probleme mit Mutter und dann auch Schwester (habe deine threads gelesen) Wenn Menschen wie Du auf ihrem schweren Weg nicht brechen, finden sie zu einer Haltung. von der wir uns etwas abschauen können. Solche waren es und Du wärest einer davon, die im Hospiz noch den Angehörigen und Pflegenden Kraft spenden und sich dadurch radikal von den "weinerlichen Bündeln" unterscheiden, die man kaum noch dem eigenen Enkel zeigen kann.
Ich denke Du wärst so einer, der im Sterbebett seinen Kindern Kraft gibt, statt dies von ihnen zu erwarten. Es sind bedeutsame Menschen. Im Leben und dann wenn die Zeit kommt. Und diese ist
NICHT gekommen, junger wenn auch gequälter Mensch der Du bist!
Darum hoffe ich, dass Du all diesen Schrecken durchstehst. Ein solcher Zeuge, der es durchgestanden hat und dennoch zu einem mehr oder weniger gelungenen Leben findet, kann wirklichen Trost spenden und Kraft geben von da, wo sie sein wird. Wenn Du es bewältigst wird von Dir die Kraft
eines solchen Menschen ausgehen.
Solche Menschen stehen für ein TROTZDEM. Mit einer schizophrene und suizidale Mutter (man weiß wohl nicht, wann und ob sie es...) und TROTZDEM bist Du hier, kümmerst Dich um Beruf, Kinder, Katze....wenn das gelingt, ist das für uns alle sehr wertvoll.
Du bist an Hör- und Sprachproblemen interessiert und kein "Kinderpsychiater". Darum nehme ich an, dass der Anteil an Kinderpädagogik der notwendig sein wird, um die Rahmenbedingung dafür zu schaffen, sprich die Kinder sich bei Dir wohlfühlen doch zu bewältigen sein müsse. Weil Du diesen Kindern doch helfen willst und nicht sie verschrecken. Und wenn diese Wille da ist, diesen hörgeschädigten Kindern Gutes zu tun, bin ich überzeugt dass Du mit therapeutischer Hilfe für Dich selbst, diesen Anteil an "Kindergefühl", "Gelassenheit", um was immer es da geht, schaffen kannst. Überzeuge Deinen Vorgesetzten, dass Du den besten Willen für die Ausübung Deines Berufes hast und beweise ihnen, dass Du dieses Manko nun professionell, also für sie nachvollziehbar in Angriff nimmst. Durch eine Therapie in der Deine furchtbaren Umstände offen auf den Tisch gelegt werden und Dein Wunsch, es nicht auf Deine kleinen Klienten zu übertragen. Bis Du das beweisen kannst, sei technisch hervorragend. Wenn Du technisch gut bist, werden Sie Dir diese Chance geben. Stimmts? Es ist nur eine Vermutung.
Gib Dein Bestes aber mach auch nicht den Fehler, Dich auf Gedeih und Verderb in diese Schiene zu krallen. Geht es einfach nicht, ist das Vertrauen verspielt, dann lass los und brich zu neuen Ufern auf. Ich könnte mir vorstellen, dass Du trotzdem mit Kußhand im Hörgeräte Einzelhandel genommen
würdest und eine Karriere im Verkauf starten... Aber auch wenn nicht, stehen Dir doch alle Optionen offen. Dann WIRD es etwas Anderen geben, für Du das Du brennen wirst und in 10 Jahren vielleicht sogar froh sein wirst, diese neue Schiene eingeschlagen zu haben....
Wirf es nicht weg, kümmere Dich um Dein Defizit aber krall Dich nicht zu fest an diese Logopädie Schiene.