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zu schwach zum Trauern?

G

Gast

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Seit meine Lieblingsoma vor einigen Monaten plötzlich gestorben ist, bin ich nur noch traurig. So traurig wie ich noch nie zuvor war. Ich habe das Gefühl, daß ich sie so vermisse, daß es mich völlig zerreißt!
Bei ihrer Beerdigung dachte ich darüber nach, wie weh es tut einen geliebten Menschen zu verlieren (was mir zuvor zum Glück erspart war). Jedenfalls wünschte ich mir aus tiefstem Herzen, vor allen meinen Liebsten zu sterben, damit ich sowas NIE wieder erleben müsse...Und jetzt denke ich fast täglich so!

Meine restliche Familie scheint damit besser umgehn zu können, aber ich weine immer noch sehr viel. Meistens wenn irgend was bestimmtes passiert und ich kurz denke: OH, das muß ich ihr erzählen.Und dann fehlt sie mir so sehr!

War immer ein Kind von Fröhlichkeit- aber davon ist derzeit nix mehr zu sehn.
Hab den Sinn aller Dinge völlig verloren!
 
Ich kenne das auch und bei mir war es seinerzeit sehr ähnlich, als meine Großmutter gestorben ist, die mir als Einzige in der Familie immer zur Seite gestanden hat.

Die Trauerarbeit braucht halt ihre Zeit, das ist eine anstrengende Trennungsphase von einem geliebten Menschen und eben auch eine einschneidende Lebensveränderung. Was eben verarbeitet werden muss. Es ist gefährlich, wenn man in der Trauer stecken bleibt, wenn man im übrigen Leben keinen Sinn mehr sieht! Dann sieht man auch die lebenden Menschen nicht mehr.

Ich sehe das so, dass man sich nur um die Lebenden kümmern kann. Was man mit den Verstorbenen erlebt hat, was einen mit ihnen verbunden hat, das bleibt ja durchaus erhalten. Denn sie haben uns ja gerade durch ihre Zuwendung auch geprägt, eben auch positiv geprägt. Ich denke, es wäre auch bestimmt nicht in ihrem Sinne, wegen ihrem Tod zu zerbrechen innerlich, meinst du nicht auch? Die Trauer erstmal annehmen, das ist das einzige, was ich dir vielleicht dazu schreiben könnte.

Mich hat vor allem die erste starke Verlusterfahrung durch das Sterben stark verändert, was mein eigenes Leben betrifft. Und das durchaus später auch in einem positiven Sinne, wie ich mit mir selbst und mit meinem Leben umgehe. Denn im Grunde ist das Leben ja ohnehin viel zu kurz, um es schon von vornherein wegschmeißen zu wollen. 🙄

Ich wüsche dir jedenfalls, dass du die Trauerarbeit bewältigen kannst, versuche darüber zu reden mit vertrauten Menschen, das könnte dir vielleicht ja dabei helfen.
 

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