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Zu großer Respekt vor wertvolleren Freunden, kann nicht mithalten + distanziere mich

S

Sofortim

Gast
Ich habe einen kleinen aber guten Freundeskreis, bei dem sich alle schon einige Jahre untereinander kennen.
Während ich nach der Ausbildung in meinem jetzigen Betrieb geblieben bin haben die anderen alle studiert.

Jetzt wo alle nach und nach 30und älter werden bekomme ich ein Problem damit dass die teilweise fast doppelt so gut wie ich verdienen, bzw. wohl auch mehr leisten. Jedenfalls werde ich immer unruhiger wenn wir unterwegs sind, und das Berufliche ist irgendwie ein Reizthema für mich. Ich habe zwar einen Beruf der mir Spaß macht, verdiene aber nicht so gut und habe eben auch eine Art Routine, während es sich bei den anderen manchmal so anhört, als würden die einen Konzern managen. Auch habe ich Angst bald nicht mehr mit Statussymbolen und sonstigen Interessen mithalten zu können und dann vielleicht langsam aber sicher sowieso ausgeschlossen zu werden.
Ich bin einerseits ratlos, andererseits fühle ich mich immer unwohler.
 
Geben dir deine Freunde denn das Gefühl, dass du irgendwie "unter ihnen" stehst, dass sie auf dich herabsehen?

Oder ist es ein Problem, das du dir eigentlich selber machst, indem du dich ständig mit anderen vergleichst?

Wenn sie wahre Freunde sind, dann wird ihnen dein Gehalt völlig egal sein. Und dann brauchst du auch keine Statussymbole, um dazuzugehören.
 
Blcken deine Freunde auf dich herhab, weil Du weniger verdienst? Meinst Du sie sind glücklicher, weil sie mehr Geld verdienen? Glaub ich kaum. Glück und Zufriedenheit läßt sich nicht mit Geld kaufen. Du hast einen Job der dir Spaß macht und wenn auch sonst in deinem Leben alles gut läuft gibt es keinen Grund neidisch zu sein.
 
Dein Beitrag macht mich traurig. Schon der Threadtitel spricht Bände...

"wertvollere Freunde"...

Du bist auch wertvoll!

Wer sagt denn, dass deine Freunde sich nicht besser darstellen, als sie sind? Keiner mag gern zugeben, dass er sich auf Arbeit z.B. langweilt, gemobbt wird oder sich von einem befristetem Vertrag zum nächsten hangeln muss. Denk doch mal an Facebook - das ist eine einzige große Zur-Schau-Stellung. Das ist im echten Leben oft nicht anders.

Viel Geld, teure Autos, Schmuck und sonstige "Statussymbole" machen nicht glücklich. Sie sind nur Teil dieser ganzen "Guck, wie toll ich bin!" - Chose. Was wirklich zählt, sind gute Freunde, eine intakte Familie, Zufriedenheit und ein "mit sich selbst im Reinen sein".

Du hast einen Job und er macht dir Spaß. Weißt du, wie wertvoll das heutzutage ist? Lerne es zu schätzen und miss dich nicht dauernd am Leben anderer Leute, denn wie gesagt, du kennst nur das, was sie dir erzählen 😉

Wenn du meinst, dass du im Bildungsbereich gern noch etwas nachholen möchtest, dann hindert dich keiner daran. Geh zur Abendschule oder mach es über einen Fernlehrgang. Man lernt nie aus. Aber tu es nicht, um den anderen etwas zu beweisen, sondern nur für dich selbst.

LG Gubie
 
Hallo Ihr zwei letzten Schreiber. Also es hat noch keiner sich so verhalten dass ich jetzt sagen würde ja sie behandeln mich schon etwas herablassend. Ich stelle mir halt vor wie das in einigen Jahren ist, dann wohnen von denen wahrscheinlich alle schon im eigenen Haus, können sich vieles leisten, während ich ja nicht mehr viel zu erwarten hab. Spätestens dann würde ich mich schämen. Als Beispiel wenn ich dort dann eingeladen bin und würde dann selbst auch mal gern einladen, mich aber gar nicht getrauen sie dann in meine einfach Wohnung mitzunehmen, weil sie ja Luxus gewohnt sind.
Was soll ich denn eurer Meinung nach tun? Freunde suchen die eher auf meinem Niveau sind?
 
Erstmal kann ich die Situation durchaus nachfühlen. Ich habe viele Bekannte, die deutlich besser als ich verdienen. Teilweise ist ihnen das große Einkommen quasi in die Wiege gelegt worden, wenige haben es auch aus eigener Kraft geschafft, richtig durchzustarten. Meine 3-4 guten Freunde verdienen teilweise besser als ich, aber die Unterschiede sind nicht zu groß. Mich macht es aber schon manchmal nachdenklich, wenn ich sehe, dass ehemalige Weggefährten in der Ausbildung nun deutlich mehr haben, weil ich einige Umwege gegangen bin beruflich.

Letztlich ist es eine Einstellungssache. Wenn ich über so etwas nachdenke, versuche ich irgendwann (wenn ich Gefahr laufe, depressiv zu werden, wozu ich neige) einen Schnitt zu machen und mir zu verdeutlichen, dass es meinen Freunden nicht wirklich besser geht als mir. Gerade die Bekannten, die viel verdienen und viel prahlen, rennen eher ihren Träumen und den Ewartungen ihres Umfeldes hinterher, ihnen geht es sicher nicht besser als mir. Ein Haus zu haben, ist schön und gut, aber für viele auch irgendwie eine Pflichtübung, weil man das Statussymbol braucht. Ich habe noch nie jemanden (inkl. z.B. meinen eigenen Eltern) kennen gelernt, der gesagt hat, das Haus und das dicke Auto hätten ihn zufrieden gemacht. Dass irgendjemand auf dich herabschauen würde, halte ich für ziemlich unrealistisch.

Ich würde dir natürlich nicht raten, gute Kontakte abzubrechen. Aber ich glaube schon, dass es immer gut ist, zusätzlich auch Leute mit einem ähnlichen beruflichen Stand um sich zu haben. Denn da es sich bei deinen Freunden teilweise um Aufschneider zu handeln scheint (sie also immer etwas darstellen wollen und von ihrem managerähnlichen Posten reden), besteht tatsächlich die Gefahr, sich immer mehr ins Abseits gedrängt zu fühlen. Als Außenstehender hat man da nicht immer die Möglichkeit, Wahrheit und Halbwahrheit auseinander zu halten. Wenn man aber in einer ähnlichen Situation steckt, kann man sich immer viel besser in den anderen hineinversetzen und sich neidlos gegenseitig helfen und aufbauen.
 
Sofortim,

klar kann das geschehen, dass man auch mal einen Freundeskreis verläßt, weil es nicht mehr funktioniert.

Solange die Leute fair und freundlich bleiben, könnte ich wohl gut damit leben. Man muss nicht unbedingt neidisch auf die sein. Man kann auch mit wesentlich reicheren Freunden befreundet sein. Wenn sich dieselben aber nur noch über ihren Reichtum definieren (Angeberei etc.), dann wären mir diese Kontakte doch etwas zu oberflächlich und ich würde auf mehr Distanz gehen.

Auch mir gefällt Dein Threadtitel nicht. Aber vielleicht hast Du auch nur zu lax formuliert. Der Wert eines Menschen bemißt sich von einer höheren Perspektive aus gesehen nicht nach materiellen Werten, sondern nach dem, was dieser Mensch aus seiner Freiheit (in seinem bisherigen Leben) gemacht hat.
 
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