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wutanfälle

  • Starter*in Starter*in dummi
  • Datum Start Datum Start
D

dummi

Gast
Hallo,

ich weiß gar nicht mehr weiter. Ich bin seit 2 Jahren mit meinem Freund zusammen und eigentlich läuft es ganz toll, wenn ich nicht ab und an meine Wutanfälle kriege und völlig ausraste. Das geht dann soweit, dass ich ihn sogar körperlichen Schaden zufüge. Anfangs hat er sich auch gewehrt, aber er kann und will nicht mehr. Außerdem will er ja auch keine Frau schlagen - aber irgendwie bremst mich dann nix. Natürlich sehe ich, dass das nicht so weitergeht, aber ich merke immer erst zu spät, dass es wieder passiert ist. Meist rutscht mir die Hand reflexartig aus. Es geht ihm vermutlich weniger um den Schmerz, als darum, dass ich schon sehr oft versprochen habe es nie wieder zu tun und ich hatte immer Rückfälle... Ich hab ihm sogar schon angeboten eine Therapie zu machen, aber leider sind wir beide selber Mediziner und wenn man eigentlich weiß was man gesagt bekommt - hilft es auch nicht wirklich weiter es vom Kollegen zu hören. Ich glaube ich habe nach der Eskalation gestern abend wohl jetzt die allerletzte Chance, dass es nie wieder passiert und ich hab keine Strategie mehr übrig!
Hat denn irgendjemand noch einen Rat für mich?
 
A

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Re: wutanfälle
Hallo dummi,

schau mal hier:
wutanfälle. Hier findest du vielleicht was du suchst.
hallo dummi (glaub nicht das du den namen wirklich verdient hast)

aus welchem medizinischem bereicht kommt ihr denn?

ich kann nur soviel sagen du du´s trotzdem mit einer (anti agressions therapie oder wie hieß das) probieren solltest.
wenn man nichts tut kann man nihct behaupten das man es ändern will.
ganz klare aussage. das würde ich jedem man auch sagen der seine frau verprügelt.
soll aber keine verurteilung sein versteh mich bitte nicht falsch.
abner du tust dir weh und deinem partner ebenso. und keiner von euch beiden hat das verdient.
eine therapie kann dir helfen dir aufzuzeigen wo diese agressionen herkommen, warum du sie als letztes mittel der kommunikation einsetzt und wie du sie los wirst.
der exfreund einer freundin von mir ist früher ihr gegenüber immens handgreiflich geworden und hats mit hilfe der therapie in den griff bekommen.
wie auch viele andere.
das hat eine ursache und der mußt du nachgehen.

lg
piper
 
Du hast ja recht damit... ich wollte ja auch eine Therapie machen, aber ganz ehrlich: da ich (übrigens Humanmedizin - noch kein Facharzt) wirklich auch hinter die Kulissen blicken kann weiß ich z. B. auch, dass es für mich ziemlich schwierig wäre in einer Einrichtung hier irgendwo auch unbekannt zu bleiben. So etwas stigmatisiert immer ein bisschen. Ich wäre ja auch ernsthaft bereit das zu machen, aber mein Freund meint auch, dass ich dort nur gelangweilt rumhocken würde und die Gespräche dort mich eigentlich nicht wirklich erreichen würden, da ich auch den therapeutischen Sinn dahinter zu schnell wiedererkennen würde und der "Aha-Effekt" (es funktioniert doch) vermutlich eher in "bloß nich schon wieder" umschlagen könnte.
Ich würd auch echt sofort ne Therapie anfangen, weil ich wirklich gar nicht mehr weiter weiss. Ich hab nur unglaubliche Angst davor, dass es mir auch dann nochmal passiert und die Beziehung dann wirklich kaputt ist, weil ja auch die Therapie nicht geholfen hat.
Aber danke dir für den lieben Rat....
 
Entweder man will etwas ändern, oder eben nicht!!!
Aussagen wie: "Ich würde ja, wenn..." Ich möchte ja, aber..." bringen einen da nicht weiter.
Und ich denke mir, wenn Dein Freund sieht, dass Du eine Therapie beginnst, also AKTIV etwas dagegen unternimmst, wird er Dir in der folgenden - vielleicht noch schwierigen - Zeit beistehen...
 
Ich kann das Problem hinter der Therapie schon verstehen. Wenn man da sitzt und bei jedem Satz der fällt, nicht nur den Inhalt hört, sondern auch die Absicht und Taktik dahinter erkennt, wirkt es eben nicht mehr so.
Eine Psychiaterin sagte auch mal zu mir, dass die langwierigsten, schwierigsten Patienten die sind, die die "Techniken" der Therapie durchschauen. Klar könnte "dummi" es trotzdem versuchen, aber ob sie damit ihrem Freund den guten Willen beweisen kann? Wo er selber ahnt, dass sie zu viel Backgroundwissen hat, um damit Erfolg zu haben?

Trotzdem spricht aber ja nichts dagegen mal systematisch an das Problem heran zu gehen. In welchen Situationen tritt es auf? Seit wann ist das so? Was fühlst Du in den Momenten? Wie fühlst Du Dich in diesen Momenten? Gerade als Medizinerin solltest Du schließlich die Ursache suchen, anstatt die Symptome zu bekämpfen.

Gel06
 
Also der Wille etwas ändern zu wollen muß schon da sein, dann läßt man sich auch auf ne Therapie ein. Ich rate zur Verhaltenstherapie um zu erlernen anders mit der Wut umzugehen. Grundsatz: locker beleiben, seine eigenen Ängste "die Hosen runterzulassen" bekämpfen und nicht versuchen den Therapeuten zu therapieren.
Es gibt auch ganz einfache Techniken der Impulskontrolle, die man erlernen kann, so man denn will....und sich nicht vielleicht eher in seiner Machtposition ungebremster Wut gefällt. Das ist ein Zustand den man kennt, und er einem- egal wie negativ er auch sein mag vertraut ist.Änderung macht wohl Angst, was?

Wie wäre es auch mit einem SChuss buddhistischer Grundhaltung wo das Ego mal was auf die Klappe kriegt (aber nur intellektuell!), man sich auf Einfaches (wie Atmen) konzentriert und eine ziemlich gute Impulskontrolle aufgebaut werden kann?
Just do it!
Du hast die Wahl: entweder beherrscht die Wut dich, oder du lernst deine Wut zu beherrschen. ......Also ich würd mir nix von meinen Impulsen bieten lassen...🙂)

Gruß
sadiabelle
 
also ich hab grad heut mit deinem psychiater (auch noch oberarzt der hiesigen klinik) gesprochen und er meinte auch, dass therapie und selbsthilfe nicht wirklich viel bringen würde, wenn man die taktik dahinter kennt. denn schließlich kann man es dann nicht so auf sich wirken lassen wie es sollte und vielleicht muss es manchmal einfach einen anderen anschein erwecken um ein teilweise gegenteiliges ziel zu erreichen. er hat mich auf sport verwiesen und zwar unter extremeren bedinungen - das werde ich jetzt auch ausprobieren. Systematisch an das Problem rangehen klingt gut - hatte ich ja auch schon probiert. nur leider hat mein freund - verständlicherweise - keinen nerv mehr für meine zwar seltener gewordenen, aber immer noch rezidivierenden kleinen ausrutscher. natürlich sollte ich es besser wissen, aber selbst wissen schützt nicht (siehe das leidige thema der raucher).

@sadiabelle: mann - deine motivation und selbstwertschätzung möcht ich auch gern haben - kompliment
@Gel06: danke für den lieben ratschlag
@carla: das ist immer noch ein guter vorschlag - nur leider müssen immer 2 leute bereit sein die therapie mitzumachen - derjenige mit dem problem und in diesem fall auch dessen partner (an dem vielleicht auch ein paar ursachen oder verstärkende faktoren hängen). Da wirds dann schon schwieriger...

aber danke euch allen - bin natürlich weiterhin für ratschläge offen (so verzweifelt wie ich grad bin)...
 
Also, ich würde dir sowieso in erster Linie zu einer Einzeltherapie raten. Und das nur, wenn du dich selber ganz fallen lassen kannst, wenn du zuläßt, dass dir jemand in dein tiefstes Inneres reinschaut. Lässt du das zu, hättest du schon Chancen, deine Wutanfälle in den Griff zu bekommen. Du sollst dort schließlich über dich und deine Probleme reden und nicht über dein medizinisches Wissen. Wenn du natürlich dort hingehst und meinst, naja, ist sowieso alles Larifari, kenn ich doch schon alles, dann kannst du dir das schenken.
Komisch finde ich nur, dass dein Freund dir eher abrät, als dich dazu zu ermutigen. Schließlich bekommt er ja deine Wutanfälle life und körperlich mit. Er müsste doch auch wissen, dass in jedem Arzt erstmal der Mensch steckt. Ein Mensch mit Gefühlen und Wünschen, ein Mensch mit Seele. Warum sollte man dir dann nicht helfen können.

Das Wichtigste ist halt dabei, wie schon gesagt, man muss es einfach zulassen. Es käme zumindest auf einen ernsthaften Versuch an.
 

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