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Wünsche oder eben keine

Putsch

Neues Mitglied
Hallo

Ich stelle mir eben die Frage was mir wichtig ist, wohin ich will, was die Zukunft bringen soll.
Irgendwie für mich ein wenig erschreckend habe ich diese Fragen für mich so beantwortet, dass mir wichtig ist was mit meinen Kindern ist, was mich und auch meinen Mann betrifft ist da nur leere, keine Wünsche, nichts.......ich empfinde das im Augenblick als sehr erschreckend. Ich wünsche mir für mich nichts,
das macht mir doch irengdwie Angst. Oder ist das normal keinerlei Wünsche für sich selbst zu haben? Es ist zumindest einfach

Nachdenkliche Grüße
Putsch
 
Hallo Putsch,
geht mir zur Zeit ähnlich. Da ich die typischen Werte unserer Gesellschaft (dickes Auto, teure Klamotten etc) ohnehin ablehne habe ich eigentlich alles war ich brauche. Ich empfinde es wie du auf der einen Seite erschreckend, auf der anderen Seite hilft es mir sehr im hier und jetzt zu leben, den Moment zu genießen.

Dir alles Gute!
 
Ich kenne das ein bisschen von mir.

Bei mir liegt es gar nicht so sehr daran, gar keine Wünsche zu haben. Aber ich kann mir die Umsetzung absolut nicht vorstellen und auch so gar nicht, was mal in ein oder zwei oder noch länger Jahren mal mit mir sein wird.

Irgendwie sehe ich zwar, dass bisher auch kein totaler Stillstand war, aber das hilft beim Vorstellen dann doch eher nicht.

Alles Gute!
 
Ich finde es überhaupt nicht großartig, keine Wünsche zu haben. Ich finde, dass Wünsche zum Leben gehören.
Das müssen kein dickes Auto oder gar Reichtum sein.

Du kannst Dir z. B. wünschen: Gesundheit, Deine Freundschaften pflegen, schöne Ausflüge/Reisen mit Deinem Mann machen, Sprachen lernen, Dich in Deinen Hobbies weiterzuentwickeln oder neue Hobbies suchen, Dich weiter zu bilden, Zeitschriften oder Romane zu lesen, vielleicht ein Hund, mit dem Du spazieren gehen und um den Du Dich kümmern kannst.

Ein Leben ohne Wünsche ist für mich langweilig. Ein wunschloser Mensch entwickelt sich nicht mehr weiter - das muss aber nicht schlimm sein ... na ja, wer‘s braucht.
 
Ziele, Wünsche, Träume und Hoffnungen können eine sehr gefährliche Falle sein.
Bastian, der kleine Junge aus der unendlichen Geschichte, findet sich in Phantasien wieder und darf sich alles wünschen, was er will, weil er Auryn, das Zeichen der Kindlichen Kaiserin, trägt. Er wünscht sich zuerst ein neues Aussehen, danach mehr Kraft, Ausdauer und Stärke, gefolgt von Ansehen und Anerkennung. Also alles Dinge, die sich jeder "gewöhnliche Mensch" auch wünschen würde. Aber wo liegt das Problem? Mit jedem Wunsch vergisst er, wer er in Wirklichkeit ist. So ist es auch mit uns. Jeder egoistische Wunsch entfernt uns immer mehr von unserem Ursprung - dem wahren Selbst. Bastian wandert also durch Phantasien und verstrickt sich immer tiefer in seine Wünsche und vergisst dabei das Wesentliche - sein wahres Wesen. Auf dem Weg zurück zum Elfenbeinturm trifft er auf die hinterhältige Xayide, die Bastian darin bestärkt, sich sinnlose Dinge zu wünschen, damit er den Weg zum inneren Selbst, der Quelle allen Lebens, nicht mehr zurückfindet. Später sieht Bastian ein, dass alles vergebens war und besinnt sich auf einen einzigen Wunsch: endlich lieben zu können. Die Moral der Geschichte lautet: Erkenne dich selbst! Wenn man ernsthaft nach Glück und Liebe sucht, sollte dieser Wunsch früher oder später der einzige sein, weil alles andere bedeutungslos ist - das eigene Selbst ist ewig, unveränderlich, grenzenlos und voller Liebe; also die einzige Wirklichkeit, während der Rest nur Lug und Trug ist. Mehr Schein als Sein!

Jetzt stehen wir vor dem Problem, dass die Gesellschaft uns seit frühester Kindheit folgendes eintrichtert:
Du musst etwas im Leben erreichen!
Du musst jemand sein!
Wünsche sind wichtig!
Setze dir ganz viele Ziele!
Wo willst du in 10 Jahren sein?
...

Ein endloses Streben nach äußeren Dingen - niemand führt uns zur Quelle zurück.
Wunschlosigkeit und ein Leben ohne Erwartungen sind die obersten Gebote der "Selbst-Erkenntnis".
Und nur, weil man keine Wünsche oder Ziele hat, bedeutet das noch lange nicht, dass man nichts mehr erreichen oder erleben wird - im Gegenteil! Wenn man offen und unvoreingenommen ist, geschehen wahre Wunder. Wer viele Wünsche hat, muss sich bei genauerer Überlegung eingestehen, dass er im Hier und Jetzt nicht glücklich und zufrieden sein kann, weil es ja noch Wünsche gibt, die es zu erfüllen gilt. Der Mensch verlegt sein Glück ständig in die Zukunft und kann sich ein Leben ohne Wünsche nicht vorstellen. In Wirklichkeit hegen und pflegen sie keine Wünsche, die von Herzen kommen, sondern sind an Begierden, falschen Vorstellungen, Anhaftung und Egoismus gebunden. Im Endeffekt sind es also diese "falschen Wünsche", die uns daran hindern, frei und glücklich zu sein. Welchen Wunsch könnte es noch geben, wenn man das vollkommene Selbst erreicht hat? Es gibt dann nichts mehr zu tun. Alles ist gut.
 
Ich wünsche mir auch, dass Menschen auch zukünftig unterschiedlicher Meinung sein dürfen. Ich wünsche mir, dass Menschen, auch die Meinungen Anderer akzeptieren und ihre eigene Meinung nicht als Gott gegeben betrachten.

Ich wünsche mir, dass die Menschheit sich weiterentwickelt.
Ich wünsche mir, dass alle Menschen glücklich sind und dass es keine Verbrechen mehr gibt.

Natürlich weiß ich, dass sich meine Wünsche nicht von heute auf morgen erfüllen. Ich bin aber auch schließlich kein kleiner Bastian mehr. Und schließlich sind es nur Wünsche. Wenn ich selbige nicht mehr haben darf, dann fällt mir sofort „1984“ ein - und das wünscht sich doch hoffentlich keiner ... oder?

So, und jetzt wünsche ich Euch allen noch einen schönen Sonntag 😎
 
Ein Leben ohne Wünsche ist für mich langweilig. Ein wunschloser Mensch entwickelt sich nicht mehr weiter - das muss aber nicht schlimm sein ... na ja, wer‘s braucht.

Du bringst es gut auf den Punkt was mir in meiner Situation Angst macht. Ohne Wünsche und Ziele hängt man so ein bisschen in der Sackgasse fest.
 
Hallo

Ich stelle mir eben die Frage was mir wichtig ist, wohin ich will, was die Zukunft bringen soll.
Irgendwie für mich ein wenig erschreckend habe ich diese Fragen für mich so beantwortet, dass mir wichtig ist was mit meinen Kindern ist, was mich und auch meinen Mann betrifft ist da nur leere, keine Wünsche, nichts.......ich empfinde das im Augenblick als sehr erschreckend. Ich wünsche mir für mich nichts,
das macht mir doch irengdwie Angst. Oder ist das normal keinerlei Wünsche für sich selbst zu haben? Es ist zumindest einfach

Nachdenkliche Grüße
Putsch

Die Verantwortung für eure Kinder hindert euch vllt zur Zeit daran zu träumen, ist gut möglich. Ihr seid ausgelastet. Ich glaube, sobald eure Kids selbstständiger werden, entstehen wieder Träume und Wünsche die nur jeden von euch selbst betreffen.

Nehmt ihr euch denn hin und wieder Auszeiten für jeden selbst oder gemeinsame? Damit ihr euer Ich stärken könnt und auch euer Wir.
Überrascht ihr euch noch? Gebt ihr dem anderen ein Gefühl, dass er euch wichtig ist?

Nachtrag ^^
Euer Jüngster müsste nun 24 sein, richtig?
Dann seid ihr doch eigentlich wieder für euch allein... zumindest habt ihr keine Verantwortung mehr für eure Kids.
Nutzt die Zeit doch für euch.
 
Hallo,
vielen Dank für eure Antworten, Denkanstösse.....

heute hatte ich tatsächlich ein Erlebnis dass mir sehr viel Vorfreude bereitet hat, ich hoffe ich kann sie behalten.
@Jord, richtig, mein jüngstes Kind ist inzwischen 23, er lebt noch zuhause, die zwei anderen leben im selben Ort. Aber leider...oder zum Glück, ich tendiere zum Glück, sind sie dennoch täglich da, mit all ihren Problemen, etc....
Ich kenne es aber genauso aus meiner Kindheit und auch noch Jahre später.
Ich denke nicht dass die Kinder "das Problem" sind.
Ich empfinde diese Wunschlosigkeit nicht irgendwie "entspannend" oder so.....ich empfinde sie eher erschreckend. Und diese Wunschlosigkeit hat nichts mit noch nem dickeren Auto oder der Reise auf die Malediven zu tun.....in diese Richtung habe und hatte ich noch nie Intressen ( mein letzter Urlaub ist inzwischen 28 Jahre her ;-) )
es ist einfach irgendwie das Gefühl der Leere, ich denke das trifft es recht gut, schwierig in Worte zu fassen

schön dass ich hier meine Gedanken "abladen" darf

Gruß
Putsch
die wohl ein wenig mehr nachdenken muss
 

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