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Workaholic?

katy

Mitglied
Hallo,

ich arbeite viel, ordne dem fast noch mein Privatleben unter.
Im Grunde mache ich meinen Job in dieser Firma sehr gerne. Nur ist es so, dass es von keiner Seite Anerkennung gibt. Das ist wohl heute nicht mehr üblich.
Ich habe eine Hauptaufgabe und habe dann noch einen wichtigen Part übernommen, von dem aber nur ein kleinster Teil in der Firma wußte. Und es sind wichtige Sachen. Das habe ich zusammen mit ein paar Kollegen aus einer anderen Abteilung bearbeitet. Aber aus meiner Abteilung bin ich die einzige mit diesem Input.
Jeztzt kommt für diese Arbeit ein neuer Kollege, der alles (also aus Sicht beider Abteilungen) bearbeiten soll. Sinn macht es, jedoch hat mir das immer grossen Spaß gemacht.
Na ja. Jetzt bleibt noch meine Hauptaufgabe. Die macht zwar nicht ganz so viel Spaß, aber auf Spaß im Leben kommt es wohl nicht an.
Dann habe ich auch immer Angst, dass ich rausfliege. Einen richtigen Grund gibt es nicht, wohl habe ich einfach nicht genug Selbstvertrauen.
Auch war es so, dass ich mit beiden Aufgaben einfach zu viel zu tun hatte, wenn jedoch jemand nahte und etwas machen wollte, habe ich es an mich gezogen, weil ich Angst hatte, das jemand anders besser ist oder einfach nur, dass das dann jemand anders macht.
Was ist mit mir los?

GRüße
KAty
 

Hallo katy,

schau mal hier: Workaholic?. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Hallo katy,


das Leben besteht aber nicht nur aus Arbeiten. Es braucht auch Zeit zum auftanken um diese Leistung zu erbringen. Du setzt dich unter Druck und du scheinst mir als wenn dein Gehirn sich nur noch um diese Dinge kümmert die sich um deine Arbeit drehen. Das hat man nur wenn man sich nicht zugeben will das man einfach eine Pause braucht um neue Kraft zu schöpfen. Und was ist mit deinem Zuhause wartet dort jemand auf dich, wenn nein dann ist es doch worin dein Problem liegt. Du bist einsam. Deshalb kein Spaß und wofür. Es ist doch keiner dabei. Suche dir Menschen die das gleiche habe. Durch eine Annonce und im Internet findest du auch viele. Ich denke bei unserer heutigen Gesellschaft wo sich jeder verkriecht und lieber zuhause bleibt gibt es da eine menge Menschen die genau das gleiche haben. Und denke nicht dauernd über die Arbeit nach denn was nützt dir die Aufmerksamkeit von Arbeitskollegen. Denn wenn du mal krank würdest wegen Bourn out dann kommt sowieso keiner.

Karma
 
vielen dank karma. ich weiss, dass du recht hast.
manchmal fühle ich mich als schwerkrimineller, wenn ich nach acht stunden nach hause gehe.
aber sicherlich dankt es einem keiner. ich kann einfach momentan nicht anders.
 
Hallo Katy,

ich weiß aus Erfahrung das es manchmal sehr lange dauert um seine innere Einstellung zu ändern. Aber wenn du so weitermachst wird es mit der Zeit schlimmer. Ich habe jahrelange Therapien hinter mir, mehrere Aufenthalte in psychatrische Kliniken. Ich nehme seit Jahren Beruhigungsmittel damit meine innere Unruhe und meine Depressionen einschränken. Wenn ich das damals gewußt hätte das meine Arbeitssucht und meine jahrelange Ausbeutung mich zu einem Schwerbehinderten machen dann hätte ich schon früher die Notbremse gezogen. Durch meine Arbeitswut und den Perfektionismus habe ich mir keine Ruhe gegönnt und erst mehrere körperlichen Zusammenbrüchen und ein Gewicht von 47 kg haben mich dazu gezwungen damit aufzuhören. Und ich kenne durch meine Aufenthalte in der Klinik mehrere Patienten die das gleiche haben wie ich. Das ist das was bei allen übrigbieb. Einsamkeit, psychische Erkrankungen, chronische Krankheiten, Therapien, Klinikaufenthalte, Arbeitslosigkeit. Der Körper verzeiht dies nie. Irgendwann rächt er sich und schlägt voll zu.

Spar dir dies

Mach eine Therapie die dies beendet.

Karma
 
kennt ihr das mit dem leidensdruck?
der scheint noch nicht groß genug zu sein.
es ist so: ich liebe meine arbeit. aber manchmal na ja....
da ist es eben einfach zu viel. und das schlimme ist: ich traue mich nicht nein zu sagen. und das wissen die..
ein acht stunden tag ist für mich unvorstellbar.
ich will mich auch weiterbilden. gerne würde ich nebenbei noch studieren. nur zeitlich ist das zuviel.
 
vielen dank karma. ich weiss, dass du recht hast.
manchmal fühle ich mich als schwerkrimineller, wenn ich nach acht stunden nach hause gehe.
aber sicherlich dankt es einem keiner. ich kann einfach momentan nicht anders.

Ich glaube du begehst einen Fehler den viele machen. Gehst du davon aus "Ich mache so viel, das muss doch einfach auffallen!"
Aber: nein, muss es nicht. Und tut es leider auch oft nicht.

Hier ist deine Fähigkeit gefragt, das ganze zu präsentieren, wenn du größere Arbeiten fertigstellst sie vielleicht dem Abteilungsleiter oder Chef vorzulegen und Wege finden, gezielt auf dich aufmerksam zu machen und zu zeigen "das hab ich gemacht!". Seine Leistungen ins Rampenlicht zu stellen ist gerade bei größeren Unternehmen mit mehreren Abteilungen etwas, wovor man sich nicht drücken sollte. Ganz klar; Du solltest keine Scheu haben, auch darauf hinzuweisen, dass du was drauf hast (Natürlich in angemessener Weise)

Darüberhinaus: Ja, du hast schon Recht. Die meisten Menschen wünschen sich zwar immer mehr Anerkennung und wissen auch irgendwo um ihre Wichtigkeit für die Moral, sprechen aber selbst anderen selten zu.

Hast du schonmal Kollegen gesagt, dass du ihr Engagement sehr zu schätzen weißt, ihnen für ihre Mitarbeit, Schnelligkeit oder Gewissenhaftigkeit dankst?

Vielleicht ermuntert Lob von deiner Seite deine Kollegen auch dazu, stärker darauf zu achten was du alles tust und/oder verlieren die Hemmungen, einfach mal zu sagen dass sie dich schätzen.


Oder auch: wie wärs wenn du um ein Arbeitszeugnis bittest? Dann hättest du ebenfalls stärkeres Feedback und man würde auch genauer gucken, was du denn alles tust (wobei das den Zuständigen vll ohnehin schon bewusst ist 😉 )


Insofern wünsch ich dir viel erfolg!
Liebe Grüße,
Blattweiss
 
Hallo Katy,

ich wollte damals auch immer Beschäftigung und ich habe meinen Terminkalender so voll gehabt. Ich wußte genau das das sich eines Tages rächt aber ich dachte keiner macht es so gründlich wie ich. Durch eine jahrelange Therapie die mich körperlich runterfahren sollte, habe ich erst erfahren was dahinter steckt. Durch meine Arbeitswut hatte ich keine Zeit über meine Probleme nachzudenken und wenn ich dann mal Zeit hatte machte ich harte lange Wanderungen mit Steigungen und Joggingtouren die mich auslaugten. Es wurde herausgefunden das meine Probleme in der Kindheit lagen. Ich habe mir die Liebe und die Zuneigung von Kindesbeinen an erarbeitet. Ich habe überall geputzt, habe Gartenarbeit, Feldarbeit, Arbeiten auf dem Bauernhof, also Arbeiten schon angefangen, da war ich 10 Jahre alt. Ich wollte geliebt und beachtet werden. Wurde dies nicht habe ich das Geld was ich verdiente meinen Eltern geschenkt, da wir sehr ärmlich lebten mit 7 Kindern. Und dies hat sich bis ich 42 Jahre alt wie ein Faden durch mein Leben gezogen.


Karma
 
hallo karma,

das ist sicherlich sehr hart. aber gut, dass du es geschafft hast.
ich kann einfach nicht nein sagen. ich bin für andere da, an mich denke ich erst zum schluss. das ist ein fehler.
verrückt ist auch, ich tue alles, was ich kann. ich sehe nicht die sachen, die erledigt sind, sondern die, die es noch nicht sind.
verrückt oder?
 

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