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Woran erkennt man eigentlich dass jemand einen mag?

Smillaa

Neues Mitglied
Hey,
genau der Titel ist meine Frage, ich weiß nicht warum aber irgendwie tu ich mir da sehr schwer, egal ob das jetzt Leute sind die ich neu kennenlern, die Freunde von meinen Freundinnen, Mitschüler oder auch Lehrer, Chefs usw...

Ich seh auch oft jede kleine Verstimmung der Menschen in meiner Umgebung als Abneigung gegen mich, allerdings bin ich mir bewusst dass das Quatsch ist und hab das noch so einigermaßen unter Kontrolle.

Ich hab oft schon das richtige Gefühl dabei, jedoch wäre ich mir gerne sicherer... 🙂
Ich mach mir da so unglaublich viele Gedanken drüber das könnt ihr euch gar nicht vorstellen 😀 manchmal glaube ich, dass ich die Situationen mit den Menschen mit denen ich am Tag etwas zu tun hatte, Abends nocheinmal durchgehe, jedes Gespräch, Begegnung usw....

Woran erkennt ihr den sowas? 🙂

Lg Smillaa
 
Das Gefühl, das du da hast, also intuitiv spürst, dass dich jemand sympathisch findet. That's it.

Alles weitere, dein Gedankenkarusell, das ist nur in deinem Kopf und hat nicht unbedingt was mit der Person zutun. Die Intuition stimmt da schon in 90% der Fälle. Das sind unbewusste Signale von Körpersprache, Sprachtonus, Augenkontakt, die der gegenüber versendet und die wir unterbewusst wahrnehmen woraufhin sich bei uns die Intuition einstellt "Diese Person findet mich sympathisch." oder "Diese Person ist mir sympathisch."

Dein Gedankenkarusell, also das Überdenken von Situationen ist eine Angewohnheit deines Gehirns. Das hast du vermutlich irgendwann als Schutzmechanismus entwickelt aufgrund schlechter Erfahrungen in deiner Vergangenheit, bzw. aus deinen Ängsten der Ablehnung oder des "Sich irrens". Vorallem das "sich irren" ist für uns eine sehr unangenehme Erfahrung, da sie eine offene Verletzlichkeit bietet.

Im Grunde ist dieses Muster im "gesunden" Maße nicht schlimm, denn Skepsis kann einen vor toxischen Menschen schützen, die durch ihre Persönlichkeitsstörungen z.B. schlecht für unsere emotionale Gesundheit sind. Dennoch kann uns dies im übersteigerten Maße dann zum Verhängnis werden, da wir nicht nur "toxische" Menschen hinterfragen sondern auch Menschen die für unsere emotionale und psychische Gesundheit gut sind. Leidet man darunter dann kann man eine Desensibilisierung machen, ähnlich wie bei Flugangst. Man setzt sich einem gewissen Risiko aus, d.h. man begibt sich bewusst immer wieder in die Situation mit Menschen.

Sollte man dann am abend wieder das Gedankenkarusell bekommen dann ist es förderlich eine "Gegenroutine" einzuleiten. Denn wie ich schon sagte ist das ständige Hinterfragen eine Routine geworden. Diese kann man nur lösen indem man eine Gegenroutine einleitet. Wir funktionieren da im Endeffekt so - es gibt einen Auslöser (situatives Gespräch am Nachmittag), eine Routine (das Hinterfragen) und eine "Belohnung" (die Schlussfolgerung etwas falsch gesagt zu haben). Das mag ein bisschen paradox klingen, aber die Schlussfolgerung, auch wenn negativ ausfallend, ist wie ein Belohnungsreiz. In diesem Falle, der Schutzmechanismus um sich vor einer möglichen Peinlichkeit emotional zu viel investiert zu haben, zu schützen. Eine neue Routine könnte sein - Auslöser (Gedanken an ein Gespräch oder Situation) - Routine (sich eine Tasse Tee zu machen oder Tagebuch zu führen) - Belohnung des Geschmacks oder kognitiv etwas "produziert" zu haben.

Diese neue Routine geht nicht von heute auf morgen, sondern muss genauso gelernt werden wie die alte Routine. Macht man dies schon jahrelang, dann dauert es wohl auch eine Weile.
 
Das Gefühl kenn ich durchaus, bzw. ich erlebe das in manchen Situationen kurz aber dann an anderen Tagen gehen diese Menschen wieder ganz anders mit mir um... mögen die mich dann trotzdem noch und haben die dann nur einen schlechten Tag?

Ja, das stimmt, ich bin allgemein ziemlich misstrauisch und überdenke alles mehrfach...Das mit den toxischen Menschen kenn ich auch, ich hab 4 Jahre regelmäßig mit einer zu tun gehabt bevor ich mich endlich distanziert hab und dachte immer ich kann sie ändern oder eigentlich habe ich im Nachhinein keine Ahnung was ich mir da überhaupt dabei gedacht hab, auf jeden Fall war das ne sehr schlechte Idee.

Ich bin auch schon öfter auf Ablehnung gestoßen weil ich früher einfach mit den falschen Menschen zu tun hatte... denn jetzt bin ich relativ beliebt und war das auch vor der Zeit in der ich mit diesen Menschen zu tun hatte.

Das was du da sagst, mit dem Außlöser, der Routine und der Belohnung hört sich wirklich sehr sinnvoll an für mich, danke! 🙂
 
Hallo Smillaa,

(oft) das richtige Gefühl zu haben ist die größte Sicherheit, dass es richtig ist. Ich nenne es intuitiver Gedanke und wenn er da ist, dann hat er bei mir immer Recht und das sollte bei eigentlich auch so sein (möglichweise haben wir beide unterschiedlichen Gedanken selbst wenn es diesselbe Situation ist, denn dein Gedanke ist für dich richtig und mein Gedanke für mich). In manchen Situation kommt der Gedanke leider nicht, ok dann muss ich mir halt selbst was überlegen oder ich warte noch, wenn das die Situation erlaubt.

Wenn sich nach einem intuitiven Gedanken (der meist blitzartig kommt) widersprüchliche Gedanken anschließen, dann bedeutet das für mich einen Hinweis oder gar eine Warnung. Beispiel: Der Gedanke ist richtig, ABER der Zeitpunkt ist falsch also warte noch. Oder: Der Gedanke ist richtig, ABER da lauern Risiken gebe bitte extra acht.

Aus meiner Sicht ist es für einen Menschen mit Abstand das Wichtigste sich selbst zu vertrauen bzw. mehr auf sich als auf andere zu hören. Natürlich kann man das immer mal wieder in Frage stellen oder sich von vertrauten Personen einen Rat holen. Aber auch dann hilft dein Bauchgefühl "richtig von falsch" oder besser "für dich passend und nicht passend" zu unterscheiden. Mit anderen Worten, du machst es eigentlich schon richtig, dir fehlt vielleicht etwas Mut und/oder Vertrauen.

LG
 

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