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Will nicht in Urlaub mit meiner Problemfamilie - schlechtes Gewissen Vater gegenüber

Verri

Mitglied
Hallo an alle,

hatte ziemlich schlimme Probleme mit meiner Familie, die ich jetzt gar nicht darstellen kann, ich könnte da einen ganzen Roman schreiben...deshalb zum aktuellen Stand der Dinge: Bin im Februar ausgezogen wegen extremer Einschränkungen und Drama durch meine Mutter, die meinen Freund nicht akzeptieren wollte und mich regelmäßig davon abhalten wollte, dass ich zu ihm fahre. Ihre Vorstellung wäre gewesen, dass ich nie einen Freund habe und immer bei ihr wohne. Um das zu erreichen hat sie auch meine Brüder und meinen Opa gegen mich aufgehetzt, es war die Hölle. Mein jüngerer Bruder beschimpft mich nur noch (Nutte etc.), wenn ich zu Hause zu Besuch bin, mein größerer ignoriert mich meistens oder beschimpft mich als gierig, nur weil ich die Unterstützung, die mir von zuhause aus zusteht, einfordern wollte. Mein Opa ignoriert mich und hat gesagt, ich soll halt das Studium abbrechen und arbeiten gehn, dann hab ich Geld. Ich arbeite jetzt neben dem Studium, mein Vater unterstützt mich auch wie er kann, trotzdem habe ich immer Geldprobleme.
Mein Vater ist der einzig normale, der mir hilft und immer lieb zu mir ist. Er wohnt nicht bei meiner Mutter, sondern allein in unserer alten Wohnung.

So, am 15. diesen Monats fahren sie auf Urlaub, für mich ist natürlich auch gebucht, weil sie mich nie fragen würden, ob ich denn Zeit habe, es ist eh ein MUSS, dass alle Kinder mitfahren. Mein Vater freut sich schon und hat mich letztens wieder daran erinnert. Aber ich will nicht mit, weil ich mich erstens nicht zwei Wochen lang anmaulen lassen will und zweitens meinen Freund nicht enttäuschen will. Er hat schon gesagt, dass er sehr verletzt wäre, wenn ich mit ihnen auf Urlaub fahren würde (meine Mutter hat ihm die Polizei geschickt, uns dauerhaft terrorisiert und verkündet, dass sie alles tun wird, damit wir auseinanderkommen).

Mein Vater tut mir jetzt einfach verdammt leid, weil er sich so gefreut hätte. Wie soll ich es ihm sagen? Was würdet ihr tun? Findet ihr es gerechtfertigt, dass ich nicht mitfahren will? Dieser Urlaub war immer ein Fixpunkt im Sommer und bevor dieses Drama war, bin ich auch echt gern mitgefahren. Ich habe im Prinzip nichts dagegen, mit den Eltern auf Urlaub zu fahren, obwohl ich schon 23 bin, aber unter den Umständen...
Ich lass mir ziemlich schnell ein schlechtes Gewissen einreden, war auch schon in Therapie wegen dem allen, deshalb brauch ich das irgendwie, dass mir fremde Leute ihre Meinung sagen, in der Hoffnung, dass das meine bestärkt und ich mich sicherer fühle. Ganz allein schaff ich das noch nicht...

LG, Verri
 
Dein Vater wird Verständnis dafür haben, daß Du auf zwei Wochen angemault werden dankend verzichtest. Das solltest Du ihm übrigens im Klartext sagen.
Du solltest ihm auch ruhig sagen, daß er der einzige für Dich positive Grund ist (neben dem Geld), daß Du überhaupt noch Kontakt zur Familie hältst.
Wenn es ihm leid tut, daß kein gemeinsamer Urlaub zustande kommt, dann lad ihn halt ein, mal alleine was mit Dir und Deinem Freund zusammen zu unternehmen.
Wenn er allein wohnt, wird ihm auch des Öfteren mal die Decke auf den Kopf fallen und er vielleicht dankbar sein für die Abwechslung. Verträgt er sich mit Deinem Freund? Vielleicht kommt ja eine Männerfreundschaft zusammen, und den Rest der Familie darf dann gern der Kuckuck holen.
 
An Deiner Stelle würde ich nicht mitfahren, auf keinen Fall.
Aber gegenüber Deinem Vater würde ich explizit sagen, daß es nichts mit ihm zu tun hat, sondern daß die anderen Umstände/Probleme ausschlaggebend sind.
P.S.: Eines muß ich aber sagen...es schadet überhaupt nicht, während des Studiums zu arbeiten. Da hast Du einen Vorteil gegenüber vielen Studenten, die ausschließlich vom Unterhalt leben.
 
Stimmt, wer arbeitet, hat beim Abschluß evtl. schon den Fuß in der Tür beim zukünftigen Arbeitgeber. Das ist definitiv kein Nachteil.
 
Hey,

erstmal danke für eure Nachrichten! Bin froh, dass ihr es genauso seht wie ich.

Meine Mutter und mein Freund sind ja miteinander auf Kriegsfuß und das weiß der Papa natürlich, es wurde auch stark in meine Privatssphäre eingegriffen und unschöne Streit-Nachrichten abgespeichert und ihm gezeigt. Seit das war, sagt er dazu einfach nix mehr - er sagt nichts gegen ihn, aber er macht auch keine Anstalten, ihn kennenzulernen, vielleicht auch deshalb, weil er es als Verrat an meiner Mutter deutet.

Der Papa hat die Illusion, dass eh wieder alles gut wird, was ich nicht glaube. Dafür müssten sie sich stark ändern.

Achja wegen Geld und so: Ich wollte nur die 200€ Familienbeihilfe fix im Monat, damit ich was hab, worauf ich mich verlassen kann. So ist jeder Monat einfach immer extrem stressig, da ich freiberuflich arbeite und ich meinem Hauptkunden immer hinterherlaufen muss, damit er zahlt...
Naja und meine Mutter sagt halt, es sei ihr Geld und ich wolle ihr was wegnehmen. Das hat sie auch meinen Brüdern und dem Opa eingeredet, die fallen dann immer über mich her, wenn ich es ansprich, beschimpfen mich etc. Und der Opa sagt, wenn ich daheim geblieben wär, dann würd ich was kriegen, so nicht.

Das Verhalten von meinem jüngeren Bruder schockiert mich zwar ("Du bist nur seine billige Nutte", "Schleich dich, ich will mit dir nix mehr zu tun haben", "Wennst kein Geld hast, friss den Schimmel in deiner Wohnung" - hatte nämlich Schimmelbefall) aber er is zumindest konsequent. Mein älterer Bruder sagt, ich wär wie eine Hyäne, die nur auf Geld aus is, wär undankbar und egoistisch, aber er will doch mit mir Kontakt haben anscheinend. Wobei es oft nur wegen meiner Mutter is, sie will ja, dass ich wieder heimkomm. Und sie sagt nur noch, ich sei undankbar und egoistisch, dafür hat sie mich eh ein ganzen Jahr lang terrorisiert.

Würdet ihr mit ihnen noch Kontakt haben wollen? Ich war früher sehr eng mit meiner Familie, nur leider war viel davon Illusion. Meine Mutter ist psychisch krank und hat alle manipuliert, es sind alle ihre Roboter, war ich auch. Trotzdem tut's einfach weh.
 
Und was soll ich zu Weihnachten tun? Es würd meinem Papa echt weh tun, wenn ich nicht komm (er ist sehr gläubig)...und andrerseits ist mein Freund, der auch beleidigt is, wenn ich mit Leuten feier, die ihn hassen. Weil der Papa feiert daheim, da wird sich nix ändern.
Ich bin ein echt unglücklicher Mensch, ich komm emotional nicht zur Ruhe.
Ich war abnormal eng mit meinen Brüdern und meiner Mutter in dem Sinne, dass ich kein eigenes Zimmer hatte (mit jüngerem Bruder und Mutter in einem Zimmer), mich nie mit Freunden getroffen hab und immer daheim war (außer Schule). Meine Mutter hatte sich nach ihrer schweren Kindheit vorgenommen, ihre Kindern bei der Schule voll und ganz zu unterstützen - das ist leider entartet. Sie blieb voll daheim, auch als wir schon groß waren und hatte so die ganze Zeit nur für uns. Und jetzt will sie mir einreden, ich bräuchte das auch für's Studium und ein Freund sei schädlich für mich. Dabei konnte ich wegen ihr nicht das studieren, was ich wollte, da ich dafür hätte wegziehen müssen. Ihr Egoismus geht sehr weit. Mein großer Bruder ist ihr emotionaler Sklave, tut alles was sie will und lächelt zu allem, weil wenn er grantig is, regt sie sich auf. Und er will ihr ja gefallen. Deshalb ist er auch nie ausgezogen, er ist jetzt 29.

So viel zu meiner Familie...aber im Vordergrund, nach Außen, tun sie so, als wär alles perfekt, es würde keiner ahnen, was da abgeht...und der Papa sieht's auch nicht, weil er der Manipulation auch nicht ganz entkommen ist.
 
Sarnade, hab erst jz deine letzte Antwort gesehn. Nein, er hat nicht studiert und kennt sich null aus und nie im Leben würd ich mein Studium abbrechen, auch wenn es jetzt nicht umbedingt eins mit vielen Jobchancen ist.
Ich find's halt einfach arg, dass er sich so manipulieren lasst und dann damit kommt. Er sagt auch, ich sei krank im Kopf, seit ich mit meinem Freund zusammen bin. Fakt ist, dass er mir geholfen hat, da rauszukommen.
Aber ja, der Opa ist nicht sehr weitsichtig und leider schon sehr altersstur...
 
Und was soll ich zu Weihnachten tun? Es würd meinem Papa echt weh tun, wenn ich nicht komm (er ist sehr gläubig)...und andrerseits ist mein Freund, der auch beleidigt is, wenn ich mit Leuten feier, die ihn hassen. Weil der Papa feiert daheim, da wird sich nix ändern.
Ganz ehrlich? Weihnachten besteht aus drei Tagen (streng genommen dauert es bis zum Dreikönigstag), da wird sich doch ein Tag finden lassen, an dem Du Dich mit Deinem Papa treffen kannst, vielleicht zu einem Essen oder lade ihn zum Brunch ein.
Sarnade hat da ganz recht...Dein Freund benimmt sich auch nicht wesentlich besser als Deine Familie. Anders, aber nicht besser. Welches Recht hätte er zu bestimmen, mit wem Du feierst. Denn bestimmen will er es, indem er beleidigt ist, wenn Du nicht so spurst, wie er es sich einbildet. Laß Dir so ein Verhalten, so eine versuchte Manipulation nicht gefallen.
Ich war abnormal eng mit meinen Brüdern und meiner Mutter in dem Sinne, dass ich kein eigenes Zimmer hatte (mit jüngerem Bruder und Mutter in einem Zimmer), mich nie mit Freunden getroffen hab und immer daheim war (außer Schule). Meine Mutter hatte sich nach ihrer schweren Kindheit vorgenommen, ihre Kindern bei der Schule voll und ganz zu unterstützen - das ist leider entartet. Sie blieb voll daheim, auch als wir schon groß waren und hatte so die ganze Zeit nur für uns. Und jetzt will sie mir einreden, ich bräuchte das auch für's Studium und ein Freund sei schädlich für mich. Dabei konnte ich wegen ihr nicht das studieren, was ich wollte, da ich dafür hätte wegziehen müssen. Ihr Egoismus geht sehr weit. Mein großer Bruder ist ihr emotionaler Sklave, tut alles was sie will und lächelt zu allem, weil wenn er grantig is, regt sie sich auf. Und er will ihr ja gefallen. Deshalb ist er auch nie ausgezogen, er ist jetzt 29.
Das hört sich, verzeih, schräg und ungesund an. Dein Papa hat da nichts dazu gesagt? Er lebt vom Rest der Familie getrennt oder praktizieren Deine Eltern ein living apart together?
 
Meine Familie is leider sehr schräg, obwohl beide Eltern Akademiker sind, das will nix heißen. Sie leben getrennt, sind aber verheiratet. Das war so: Meine Mutter hat es in der ursprünglichen Wohnung nicht mehr ausgehalten, weshalb wir in das Haus meines Opas gezogen sind. Das is aber viel zu klein und der Papa hatte keinen Platz mehr oder besser gesagt: sie wollte ihn nicht mehr. Und jetzt fahrt er immer am WE zu ihr, sie wäscht sein Zeug und kauft ein, er erhofft sich, dass es noch wird...und sie will ihn nicht bei sich haben. Sie reagiert zwar hysterisch auf das Wort "Scheidung", lasst sich aber alles vom Papa zahlen, denn sie hat nur die Familienbeihilfe, die sie als ihren Lohn ansieht. Außerdem verweigert sie ihm seit Jahren die Hilfe bei einem Umzug in eine kleinere Wohnung, indem sie auch meine Brüder manipuliert hat. Er könnte es ja eh alleine, aber es herrscht ein Verbot, weil sie is noch nicht bereit, zuerst musste die Schule von allen abgeschlossen werden, wie das aus war, kamen neue Ausreden und jz is ja wieder Urlaub. Tja. Der Papa lässt sich alles gefallen.
Meine Mutter spielt die "ich bin so arm und tu alles für euch"-Nummer, sie hat schon Krämpfe vorgetäuscht (wie ich stark annehme) um mich wieder weich zu machen, als wiedermal Streit war.

Ihr habt Recht, natürlich sollte ich wissen, was ich will, ich bin aber an einem Punkt, wo ich's gar nicht mehr weiß. Meine Familie und mein Freund kommen mir in meinem Leben unvereinbar vor miteinander, aber ich will nicht den Kontakt zu meiner Mutter abbrechen und auch meinen Freund nicht verlassen. Er sagt, wenn ich mit ihr noch Kontakt will, dann lieb ich ihn nicht. Er sagt, es sei keine Manipulation von ihm, er wünscht sich eine andere Beziehung, eine "loyalere" und das sage er mir deutlich. Ich sagte schon, dann soll er sich das suchen, ich bin anschdeinend nicht gut genug. Aber das will er auch nicht. Nach dem Fetz kuschelt er sich irgendwann wieder zu mir und ich kann dann nicht anders als ihn lieb haben. Und so geht es immer weiter.
Ich fühle mich unglaublich unter Druck gesetzt, mir ist täglich zum Weinen und ich habe regelmäßig schon Ansätze von Selbstmordgedanken, wenn ich beim Zug steh. Hab mir auch im Streit mal vor Verzweiflung die Beine aufgekratzt, außerdem reiße ich mir dauerhaft selbst Hautfetzen von den Fingern bis es blutet.
Meinem Studium schadet das auch enorm.

Ich war einige Monate in Therapie, das war eine Gratistherapie für Studenten, die musste ich dann sein lassen, weil das nur für begrenzte Zeit ist. Wie ich ausgezogen war (das war auch ein Drama, bin von zuhause fortgelaufen), wurde ich sozusagen als "wieder halbwegs normal" erklärt.
Ich hab kaum Geld, ich kann mir schwer vorstellen, dass mich wer für den Spottpreis regelmäßig therapiert, den ich zahlen kann. Ich bin aber gewillt noch zusätzlich dafür zu arbeiten, mal sehn, vllt geht sich's dann aus.
Wie viel kostet eine normale Therapiesitzung im Schnitt, weiß das wer?

So, das war jz viel...
 
Ich hab kaum Geld, ich kann mir schwer vorstellen, dass mich wer für den Spottpreis regelmäßig therapiert, den ich zahlen kann. Ich bin aber gewillt noch zusätzlich dafür zu arbeiten, mal sehn, vllt geht sich's dann aus.
Wie viel kostet eine normale Therapiesitzung im Schnitt, weiß das wer?
Ich habe jetzt nicht viel Zeit, deshalb ganz kurz mal etwas dazu:
Geh zum Hausarzt, schildere Deine Probleme (auch die Selbstverletzungen etc.) und bitte um eine Überweisung. Eine Therapie zahlt im Normalfall die Kasse. Es kann etwas dauern, bis Du einen Platz bekommst, deshalb so bald wie möglich bei Therapeuten anrufen (Warteliste).
Außerdem solltest Du die freiberufliche Tätigkeit, bei der Du dem Geld dauernd hinterherlaufen musst, gegen eine bezahlte im Angestelltenverhältnis tauschen oder ergänzen. Das ist doch auf Dauer auch kein Zustand, wenn Du auf Dauer abhängig bist von der Zahlungsbereitschaft Deiner Kunden, und Aushilfsjobs für Studenten sind wirklich nicht schwer zu finden.

P.S.: Bist Du aus Österreich?
 
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