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Wieviel ohne den Partner unternehmen ist "zuviel"?

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Gast

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Guten Abend,

ich weiß dass es darauf keine pauschale Antwort gibt, aber mich würde mal interessieren, wie das bei anderen Paaren so abläuft. Mein Partner (26) und ich (25) sehen uns an 2-3 Abenden ca. die Woche. An 2 Tagen hat er schonmal keine Zeit weil er da Tennistraining hat. Am Samstag ist er immer den ganzen Tag in der Halle, da er sich im Verein viel engagiert. Sonntags sind meistens die Kumpels dran, oder er fährt z.B. Samstags nachdem er aus der Halle kommt einen Freund, der weiter weg wohnt, besuchen und ist dann auch bis Sonntag weg.

Ich könnte jetzt natürlich sagen "Such ich mir halt auch irgendein zeitintensives Hobby", aber das müsste ich ja dann so legen, dass ich dann auch an genau den Tagen, die er trainiert, keine Zeit habe, denn andernfalls würden wir uns ja quasi gar nicht mehr sehen.

Mich stört auch, dass er immer nur für sich spricht, z.B. "Im Sommer fahr ich wahrscheinlich 2 Wochen mit Kumpel x und y in den Urlaub." Oder "Wenn die Fußballsaison losgeht werde ich jedes Wochenende im Stadion sein." Ungeachtet der Tatsache, dass ich auch noch existiere und er eigentlich alles nur für sich plant.

Mich würde interessieren, ob ihr auch viel ohne den Partner macht bzw. er ohne euch, und wie ihr damit umgeht? Es ist natürlich ungesund, sich komplett auf den anderen zu fixieren, aber so wie mein Freund das macht, finde ich auch nicht normal?! Er dagegen findet das vollkommen okay.
 
Da ich nicht in einer Beziehung bin, kann ich dir nichts von mir erzählen. Aber meine Schwester ist circa so alt wie du und sieht ihren Freund ebenfalls nur 2-3 in der Woche. Sie unternehmen auch nicht besonders viel dann, sind meistens zu Hause, aber fahren auch zusammen in den Urlaub oder machen mal Wochenendtripps.
Rede mit deinem Partner einfach mal oder überrasche ihn mit einem Kurztripp, Wellnesswochenende etc, was ihr beide mögt.
 
Liebe Gast-Schreiberin,

wenn Du Dich in einer festen Partnerschaft befindest, dann führt alles was Ihr macht zu einer Festigung oder zu einem Verlassen. So auch mit Nähe und Distanz. Der Partner braucht auch seine Distanz, um so zu leben, wie er es für seine eigene Harmonie benötigt. Der Partner ist nicht dazu da, die Partnerin glücklich zu machen. Und umgekehrt gilt das Gleiche. Und jeder Partner braucht auch ein gewisses Maß an Nähe, ebenfalls damit die Harmonie stimmt.

Übertreiben oder Untertreiben wir es mit Nähe - oder auch mit Distanz, dann führt dies zunächst zu einer Disharmonie in der Partnerschaft und anschliessend zu einer Lösung der Partnerschaft.

Es ist egal, wieviel Nähe oder Distanz andere benötigen. Wichtig ist, wieviel Nähe und Distanz benötigt ihr?
Es ist wie mit dem Essen. Häufst Du dem Partner 2 kg Kartoffeln und ein 1 Kg Steak auf den Teller oder fragst Du, wieviel er möchte?

Dieses gegenseitige Fragen "wieviel Nähe und wieviel Distanz brauchst Du?" halte ich für sehr wichtig. Fragt keiner von beiden oder nur einer, dann wird es mit Harmonie schwierig. Ich denke, es gehört schon ein Stück Egoismus und partnerschaftliche Blindheit zum Menschen, wenn er den Partner nicht (mehr) fragt, was er möchte bzw. braucht.

Worüber unterhaltet Ihr Euch? Über den Sport? Über die Arbeit? Wann die Küche renoviert werden soll? Wohin es im Urlaub gehen soll? Und wann wollt Ihr Euch über die Frage unterhalten: Wieviel Nähe und wieviel Distanz tut uns gut?

LG, Nordrheiner
 
Ich glaube nicht dass es an den Aktivitäten liegt und der Häufigkeit wann wer was unternimmt.
Ich glaube auch dass das bei Dir nicht das wahre Problem ist.

Es geht vielmehr darum, wie man geistig und qualitativ den Partner in sein Leben einbezieht.
Er redet dauernd nur von seinen Kumpels, redet nicht von "uns" sondern von "ihm".
Du bist kein Teil seiner Pläne. Wirdt sogar verbal ausgeschlossen.
Und Dein Unmut ist deshalb berechtigt.

Ich selbst zweifle auch, nach dem was Du geschrieben hast, ob Du wirklich Platz in seinem Leben hast.
Du solltest mal seine Motive hinterfragen weshalb er mit Dir zusammen ist, sollte es so sein wie Du beschreibst.
 

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