Hallo Girl,
also was meine Vorredner sagen ist zumindest die richtige Theorie...
In der Praxis funktioniert das aber irgendwie nicht - ist jedenfalls meine Erfahrung. Dieses "sammle Diamanten auf", "lerne neue Leute kennen" ist nämlich vom Ansatz her einfach zu wenig erfolgversprechend. Das allein wäre noch nicht mal so schlimm, aber leider führt es schnell zu Frust, wenn man keinen Erfolg hat damit. Das ist ein bisschen wie beim Pilze suchen oder beim Lotteriespiel - wenn man nicht regelmäßig Glück hat, gibt man es bald ganz auf mit der "Erkenntnis", dass es alles keinen Sinn hat.
Nun, leider ist es wirklich so, dass in machen Zeiten durch bedauerliche Umstände einfach keine geeigneten Freunde da sind. In solchen Fällen muss man das Beste aus der Situation machen können. Im Idealfall wäre man selbst dann glücklich oder zufrieden, wenn man der einzigste Mensch auf der ganzen Welt wär...
Daraus folgt, dass jemand ohne Freunde genau das Gleiche macht, wie jemand mit Freunden. Natürlich geht das nicht ganz vollständig, weil man manche Dinge ja nur mit Freunden machen kann. Aber viele Dinge kann auch einer alleine machen, auch wenn das dann etwas weniger Spaß macht.
Also: Freunde sind wichtig, aber es ist vor allem wichtig, dass man davon unabhängig glücklich oder wenigstens zufrieden ist.
Ich denke übrigens nicht, dass alle die Leute, die mit den Yunkies abhängen, das wirklich gerne machen. Ich könnte mir vorstellen, dass einige da auch nur mitgehen, um nicht alleine da zustehen. Frag doch mal diese Mitläufer (einzeln), ob sie mit dir mal was unternehmen wollen. Was hast du mit deiner guten Freundin so alles gemacht? Mach von dir aus Vorschläge, die etwas besseres sind, als mit Junkies rumzuhängen...
Viele Grüße,
Jens