Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Wieso werden Berufe so unterschiedlich bezahlt?

Mimi123

Mitglied
Warum werden manche Berufe, obwohl sie fast die selben Voraussetzungen verlangen, so unterschiedlich bezahlt?
Ich spreche also von ganz normalen Ausbildungsberufen die man mit Haupt oder Realschulabschluss machen kann.

Warum verdient eine Bäckereifachverkäuferin weniger als eine Verkäuferin oder Einzelhandelskauffrau?
Warum verdient eine Frisörin weniger als eine Bürokauffrau?

Wie kann das sein?
Ich meine nicht nur die unterschiedliche Ausbildugsvergütung sondern auch den unterschiedlichen Lohn nach der Ausbildung.
 
ich glaube, weil viele Berufe typ. Frauenberufe sind. Leider. Ich bin auch der Meinung, daß ein Bäckereifachverkäufer oder ein Friseur sich genauso die Beine in den Bauch stehen und anstrengend sind. Viell. ist Bürokauffrau anspruchsvoller, aber das kann ich offen gestanden nicht beurteilen.
Ich hätte einige Berufe aufgrund der schlechten Bezahlung nicht gewählt - so einfach ist das, da es einfach ungerecht ist.
Toni
 
Weil unser Markt "sich selbst überlassen ist". Das bedeutet, dass für seltene Dinge mehr ausgegeben wird.

Wenn man einmal diesen Grundsatz verstanden hat, ergibt alles einen Sinn.

Als Beispiel nehmen wir uns mal die Bürokauffrau (ich nehme mal an, dass der Beruf anspruchsvoll ist) und die Maurerin (ich nehme hier mal an, dass der Beruf nicht viel Denken aber viel Handeln vorraussetzt).

So.

Sehen wir uns zuerst die Anzahl der Leute an, die den Grips zur Bürokauffrau haben. Das werden deutlich weniger sein, als diese die die geistlichen Vorraussetzungen zur Maurerin hätten. Darum werden Bürokauffrauen besser bezahlt (weil hier gute Leute eben seltener sind!)

Das paradoxe an der Sache ist, dass die Körperlichen Vorraussetzungen dabei in fast allen Berufsfeldern völlig unterschätzt werden. Wichtig ist nur der Abschluss (auch wenn dieser überhaupt kein bisschen über eine Person beweisen kann!).

Dazu kommt noch, dass die Maurerin natürlich einen um längen anstrengenderen Beruf hat und eigentlich schon beim Einstieg weiß, dass die später körperliche Probleme kriegen wird. Das wäre ein Grund, dass sie deutlich mehr Geld kriegt. Aber wenn sie dies verlangt kommen 5 andere Maurerin, die es für weniger tun.

So hat sich der Arbeitsmarkt auf seine extrem unterschiedlichen und vor allem extrem unfairen Bezahlungen eingependelt. Es ist einfach eine Sauerei ohne Ende und die Menschheit wird in absehbarer Zeit niemals im Stande sein das wirklich zu unterbinden.

Mit Frauen/Männer - Berufen hat das wenig zu tun. Fakt ist, dass Frauen von Natur aus (also angebohren) weniger autoritär sind usw. und damit ganz einfach nicht für Führungsstellen "gemacht" sind. Natürlich behaupten viele Feministen das Gegenteil, aber es ist einfach Natur bedingt und in der Steinzeit war das wichtig zum überleben.

Dazu kommt NATÜRLICH auch noch die Tatsache, dass wir noch immer keine Gleichberechtigung (wo individuelle behandlung eigentlich viel besser wäre aber okay) erreicht haben. Das ist meiner Meinung nach auch überhaupt nicht nötig UND auch nicht möglich.

Frauen und Männer haben ganz einfach verschiedene Spezialgebiete. Es ist nachgewiesen, dass Frauen zum Beispiel auf der Zwischenmenschlichen Ebene oft besser ihr Gegenüber einschätzen und durchschauen können. Das macht diese wunderschönen Wesen natürlich wiederrum perfekt für die Arbeit als Profiler bei der Polizei (nur als Beispiel!).

Natürlich gibt es aber auch da wieder millioenen von Ausnahemen! 😀 Nicht jeder Mann ist ein "echter" mann und nicht jede frau ist eine "echte" frau! Und das ist auch gut so.

Wie gesagt mit Frau/ Mann hat das ganze nicht allzuviel zu tun. Mehr damit, dass unsere Gesellschaft zu blöd ist Arbeit gerecht zu bezahlen, solange sie von einer Vielzahl von Personen ausgeführt werden könnte.
 
Ich glaube das hat mit unserer Volkswirkschaft zu tun.



Vom Geselschaftlichen Nutzen her finde ich das ein Krankenpfleger oder eine Altenpflege deutlich mehr bekommen sollte als ein Filialleiter einer Sparkasse.
 
Ich glaube das hat mit unserer Volkswirkschaft zu tun.



Vom Geselschaftlichen Nutzen her finde ich das ein Krankenpfleger oder eine Altenpflege deutlich mehr bekommen sollte als ein Filialleiter einer Sparkasse.
So müsste es eigentlich sein, doch körperlich schwere Arbeit ist in unserem Land einfach nichts wert. Die Leute schuften sich krumm und kaputt, für einen Hungerlohn.
Denken müssen alle, nur der Filialleiter einer Sparkasse hat einen Computer, der ihm vieles abnimmt, was der Altenpfleger nicht hat. Auch die obige Aussage bezogen auf den Maurer ist nicht nachvollziehbar, er hat mitunter viel mehr Verantwortung. Wenn ein Maurer einen schweren Fehler macht, kann im ungünstigsten Fall das Haus einstürzen, wenn die Bürokauffrau einen macht, meckert der Computer das sofort an, also es ist absolut ungerecht, das körperlich schwere Arbeiten, so total mies bezahlt werden, während Bürojobs, die durch Computer viel einfacher mit weniger Verantwortung sind, recht gut im Verhältnis bezahlt werden.
 
Ich finde keine Antwort war bisher zufriedenstellend - einschließend meiner eigenen Antwort. Ich weiß wirklich nicht, ob der Beruf einer Bürokauffrau mehr Anspruch erfordert als bei Maurer und wenn ich ehrlich bin, weiß ich auch gar nicht, ob der Maurer weniger verdient als eine Bürokauffrau.
Sparkasse ist schon anders. Das weiß ich, weil ich Bürokauffrau nach dem Abitur gelernt habe, aus der Not heraus und ich fand die Ausbildung einfach. Ich kann mir allerdings vorstellen, daß der Anspruch steigt, je nachdem in was für eine Firma man tätig ist und wieviel Berufsjahre man hat.
Ich weiß nicht, ich find das alles sehr merkwürzig 😕 Also, ich finde Maurer genauso anspruchsvoll wie den Bürokaufmann

Toni
 
Die Löhne werden ganz einfach durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Der Arbeitsmarkt ist ei Markt wie jeder andere. Mehr ist da nicht dahinter. Da gibt es keine moralische Instanz die die Löhne zuteilt. Im grunde ist es völlig egal, ob die Arbeit anstrengend oder anspruchsvoll ist, entscheidend ist nur wie groß die Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt ist. Ein kleines Beispiel: Vor 10 Jahren wurden BWLer dringend gebraucht. Deshalb verdienten die damals ein Schweinegeld. Was war die Folge? Jeder studierte BWL. Jetzt gibt es viel mehr BWLer als wirklich gebraucht werden. Die Folge? Die Löhne sind im Keller. Ich kenne einige BWLer die wesentlich weniger verdienen als die meisten Handwerker. Und das obwohl Die Ausbildung immer noch ghenau so Anspruchsvoll ist wie früher.
 
Ich habe kürzlich diese Frage mit der Bäckereifachverkäuferin (warum verdienen die noch schlechter als andere Handelsangestellte?) einer Arbeitsrechtexpertin gestellt.
Sie meinte, es liegt an der schlechten Vertretung der Berufsgruppe, weil es immer weniger Bäcker gibt.
Das ist für mich nachvollziehbar.
Das BWL-Phänomen kann ich aus Ö ebenfalls bestätigen. Bei uns setzte der Run auf BWL ein, als Anfang des Jahrtausends Studiengebühren eingeführt wurden. Möglicherweise durch Druck der Eltern auf ihre Kinder, "was Gescheites" zu studieren.
Als Bürokauffrau verdient man heutzutage auch nicht mehr so gut, oder? Ich habe keine Erfahrungen mit dem deutschen Arbeitsmarkt, aber in Ö sind auch diese Gehälter mittlerweile zum Weinen.
LG
Vesna
 
Einige haben es schon richtig erläutert. Das Zauberwort heißt ArbeitsMARKT. Wer etwas hat oder kann was die Mehrheit nicht kann und was auch nachgefragt wird, der bekommt eben einen höheren Preis für seine Ware (Arbeitseinsatz). Umgekehrt ist das natürlich genau so. Das hat alles nichts mit körperlicher oder geistiger schwerer Arbeit zu tun.

Das hat zu folge das wir uns schon vor dem Berufseintritt Gedanken machen müssen wie viel Konkurrenz wir später haben werden. Eine wirtschaftliche Denkweise ist hier von Vorteil. Ja das ist nicht immer angenehm wenn der Lieblingsberuf völlig überlaufen ist. Dann heißt es entweder eine austauschbare Massenware zu sein, oder sich ein neues Jagdrevier zu suchen.
 
I
Das BWL-Phänomen kann ich aus Ö ebenfalls bestätigen. Bei uns setzte der Run auf BWL ein, als Anfang des Jahrtausends Studiengebühren eingeführt wurden. Möglicherweise durch Druck der Eltern auf ihre Kinder, "was Gescheites" zu studieren.
Vesna

Das sollten Eltern lieber lassen. Denn aus dem Gescheiten ist jetzt was Dummes geworden.
Mit den Gewerkschaften hast du natürlich recht. Die spielen auch noch mit rein. Meine Aussage war stark vereinfacht. Weil vielen Menschen wohl schon der Gedanke, dass der Arbeitsmarkt ein Markt wie jeder andere ist fremd. Wichtig ist wohl auch noch der "Mehrwert", den eine Arbeit liefert. Verlangt die Friseuse 100 Mark die Stunde, schneid ich mir die Haare eben selber. Verlangt der Arzt 200 Mark die Stunde, geh ich trozdem zu ihm.
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
C Wieso bin ich nicht teamfähig? Beruf 33
L Kollegen wieder professioneller werden und weniger privat Beruf 9
K Kann ich gekündigt werden? Beruf 69

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben