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Wieso ist das Leben so unfair?

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Gast

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Eigentlich weiß ich nicht warum ich das hier schreibe aber ich möchte mir hier einfach mal alles von der Seele schreiben.
Mit 5 Jahren bin ich zu meinen Großeltern gekommen, da meine Eltern sich nicht um mich kümmern konnten. Meine Mutter kam selber aus schlechten Verhältnissen und hatte nach der Geburt meiner Schwester eine Schwangerschaftsdepression.
Alles ging den Bach runter, sie hat mich geschlagen, sogar mit einem Gürtel verprügelt. Mein Vater eigentlich ein lieber Mensch war völlig überfordert. Während mein Vater arbeitete hat sie mich rausgeschmissen, ich war damals 3-5 Jahre alt! Und habe mich alleine ohne Aufsicht draußen aufgehalten, manchmal habe ich mit den Nachbarskindern die aber schon älter waren gespielt. Oft haben wir auch nicht genug zu essen bekommen. Meine Mutter hat dann 2 Mal versucht sich umzubringen, ich weiß heute noch wie sie auf dem Boden lag. Naja mein Vater konnte auch nicht mehr. Dann haben glaube ich Nachbarn sie beim Jugendamt gemeldet und meine Großeltern haben meine Schwester und mich aufgenommen, weil wir sonst ins Heim gekommen wären, wer weiß vlt wäre das besser gewesen.
Naja die Zeit bei meinen Großeltern war geht so, finanziell hat es mir an nichts gefehlt, aber ab und zu wurde ich geschlagen auch vor meinem Opa hatte ich Angst. Als ich in der 5. Klasse war hat mein Opa uns Regeln aufgestellt und wenn wir uns nicht an diese halten würden wir ins Heim kommen.
Naja in der bei meinen Großeltern hatte ich bis zur 3. Klasse ein Kindermädchen, die habe ich sehr geliebt, auch nach der Zeit noch sie ist dann aber als ich 13 war an Krebs gestorben.
Naja mit 14 bin ich dann aufs Internat gekommen und hatte eigentlich die beste Zeit meines Lebens. Habe auch viel Mist gemacht, geraucht getrunken, gekifft. Aber letztendlich habe ich die Kurve gekriegt. Habe mein Abi gemacht, wenn auch kein gutes, eine Ausbildung gut abgeschlossen und werde jetzt im April anfangen zu studieren.
Aber ich weiß nicht warum gerade jetzt kommt manchmal alles hoch. Ich kann Leute nicht ertragen, die jammern weil ihre Eltern geschieden sind...da denke ich immer wie gut du es doch hast, ich wünschte ich hätte überhaupt Eltern. Jetzt denkt ihr bestimmt ja hat sie doch. Vor 2 Jahren habe ich mich mit meinen Eltern getroffen, meine Mum war völlig abwesend sie hat einen Hirnschaden, durch die Tabletten mit denen sie versucht hat sich umzubringen. Man kann mit ihr kein normales Gespräch führen, mein Vater ist ein fertiger Mensch er tut mir so leid. Ich habe manchmal schuldgefühle, dass ich ihm nicht helfe. Aber ich kann es nicht, ich schaffe das nicht auch noch es ist mir zu viel. Nach dem Treffen habe ich geweint weil meine Eltern mir so Leid getan haben und ich habe beschlossen sie nicht wieder zu sehen weil es mir sehr weh tut. Mittlerweile schreiben sie mir manchmal, jedesmal wenn ich einen Brief von ihnen lese ist es wie ein Stich ins Herz...
Naja genug, das schlimmste ist auch ich kann keinen Freund haben der eine liebe Familie hat, habe ich gemerkt, er kann vieles einfach nicht verstehen und jammert wegen Lapalien, sowas führt zu Streit und und und...
Naja bin übrigens weiblich und 22 Jahre alt =)
 
Hey,

das klingt ja echt sehr unschön. Das tut mir, für dich, sehr Leid. (Es soll keine Runde mitleid sein!) Wieso das Leben so unfair ist, ist so eine Sache. Deswegen bin ich schon am Nachdenken...

Mal was anderes. Vielleicht kann es sein, das sich welche privat bei dir melden möchte, jedoch geht es nicht als Gast. 😉 Weiterhin viel gutes für dich! 🙂
 
Oh das hört sich echt krass an. Ich bin echt sehr froh, dass ich nicht so viel durch machen musste wie du.

Ich kann gut nachvollziehen, dass es dich aufregt, wenn andere Personen sich über die Scheidung ihrer Eltern beschweren und sehr darunter leider. Natürlich hast du da um einiges mehr mitgemacht und viel mehr negative Erfahrungen gemacht. Die Personen die über so etwas traurig sind, wollen dich damit bestimmt nicht ärgern. Sondern sie sind wirklich traurig udn für sie bricht genauso eine Welt zusammen! Für dich ist das wahrscheinlich eher ein kleines Problem.
Dir bleibt nichts anderes übrig, als zu akzeptieren, dass es unterschiedliche Traurigkeitsempfinden gibt und sie es dir gegenüber nicht böse meinen.
 
Ich kann zu gut nachvollziehen, was du schreibst. Deswegen komme ich mit älteren Menschen tendenziell weitaus besser aus als mit Gleichaltrigen oder gar Jüngeren.
 
Danke für die Antworten =) werde mal schauen mich vielleicht hier anzumelden. Eigentlich geht es mir insgesamt auch gar nicht schlecht im Moment...ist ja so alles ganz gut gelaufen noch. Nur es gibt halt so Momente wo ich darüber nachdenke und da ich ungern mit anderen über so etwas rede, dachte ich ich schreibe es mal hier rein..
Klar verstehe ich auch andere, wenn sie über soetwas traurig sind, aber wenn man so sieht was auch andere für ein Schicksal haben, sollte man sich nicht so viel über kleinere Dinge im Leben beschweren...
Zum Beispiel hatten wir ein Mädchen in unserer Klasse die mit 17 an einer Krankheit gestorben ist und sie wusste ja, dass sie sterben muss! Das waren dann so Momente wo ich wieder dachte, ja eigentlich sind auch meine Probleme ganz klein...
 

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