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Wieso hauen Männer immer ab, obwohl sie mich "lieben"?

G

Gast

Gast
Hallo,

ich weiß einfach nicht mehr, was ich so falsch mache, und glaube auch nicht mehr, daß es einfach nur Pech ist. Wie der Titel schon sagt, gerate ich immer wieder an Männer, die sich in mich verlieben, Interesse bekunden, sich um mich bemühen, aber sobald ich das Ganze erwidere, schieben sie dem einen Riegel vor.

Ich bin jetzt Anfang 30, sehe ganz normal aus und charakterlich bin ich wohl auch nicht die Schlechteste. Freunde, Bekannte, ja sogar Fremde sagen mir immer wieder, daß ich eine tolle Frau bin und es Menschen wie mich nur noch selten gibt. Wenn jemand, egal ob Mann oder Frau, weiß oder gerade erfahren hat, daß ich Single bin, werde ich gefragt, wie das denn sein kann, man könne sich das gar nicht vorstellen.

Ich hatte bis Anfang 20 immer mal wieder einen Partner, aber jedesmal wurde ich verlassen, meist mit der Begründung, ich sei zu lieb, gefolgt von Aussagen wie, daß ich zu jung sei, es aufgrund meiner Macken (hat die nicht jeder?) nicht paßt usw. Speziell mein Ex-Verlobter hatte damals sehr um mich gebuhlt, bis wir zusammenkamen. Ein halbes Jahr später hatte er dann eine andere, die er vorher angeblich nicht leiden konnte. Später erfuhr ich zudem, daß er mich von Anfang an mit seiner Ex-Freundin betrogen hatte.
Meinen letzten Partner hatte ich mit Anfang 20. Er war noch nicht lange aus einer Beziehung raus, weshalb ich sehr vorsichtig war. Aber er bebettelte mich regelrecht, ihm eine Chance zu geben, und ich ließ mich ein, gerade weil ich schon sehr verliebt war. Es war sehr schön mit ihm, aber nach zwei Monaten machte er von hier auf gleich Schluß, sagte, er würde mich lieben, aber er sei noch nicht bereit für eine neue Beziehung. Nicht mal einen Monat später hatte er eine Neue.

Seitdem bin ich alleine. Es gab und gibt immer mal wieder Verehrer, nur sind es meist Männer, für die ich nichts empfinde. Und wenn ich mich doch in einen verliebte, was in den letzten Jahren nur 3mal so war, bekam ich sofort ein Nein:

Der erste davon war drauf und dran, seine Beziehung wegen mir aufzugeben, bis ich ihm sagte, daß ich mich in ihn verliebt hatte. Plötzlich war ich nicht mehr gut genug, er unterstellte mir, nicht treu zu sein (er konnte mir seine Meinung aber nicht begründen) und er brach den Kontakt zu mir ab. Heute ist er mit seiner damaligen Freundin verheiratet.

Der zweite war eher zurückhaltend. Seine Signale waren nicht eindeutig, aber er wollte mich oft sehen, sodaß ich sehr unsicher war und lange Zeit nichts von meinen Gefühlen sagte. Als ich dann endlich den Mut dazu fand, bekam ich zu hören, daß ich eine klasse Frau sei, jeder Mann glücklich sein könnte, mich zu haben, aber es würde nicht klappen, da wir seiner Meinung nach zu unterschiedlich sind. Soviel ich weiß, ist er auch heute noch Single, aber unglücklich verliebt in eine Frau, die ziemlich "wild" sein soll.

Der dritte ist auch der aktuelle. Von ihm hatte ich jahrelang nicht bemerkt, wie sehr er mich mag, er hatte nichts an Signalen ausgesendet. Ich verliebte mich irgendwann in ihn, ging ihm aber aus dem Weg, da er vergeben ist. Dann meinte jemand aus meinem Bekanntenkreis, dieser Mann scheine in mich verliebt zu sein, ich glaubte das aber nicht und tat nichts. Einige Zeit später gestand mir dieser Mann aus heiterem Himmel seine Liebe zu mir, ich sei die Frau, die er sich immer gewünscht habe, aber er wolle nicht mit mir zusammen sein. Ich akzeptierte es und ließ ihn weiterhin in Ruhe, aber er kam immer wieder an mit seinen Gefühlen, um auch gleich wieder zu verschwinden, bevor ich auch nur irgendwas konkretes dazu sagen konnte. Das letzte mal ist erst ein paar Tage her, wo ich ihm meine Meinung dazu sagte. Entweder sie oder ich, im besten Fall keine von uns beiden. Wieder, ich sei die Traumfrau, aber es gehe nicht. Er ging. Nun, so denke ich, kommt er nicht mehr an.

Ich verstehe einfach nicht, woran es liegt, daß die Männer immer verschwinden, sobald es ernst wird? Bin ich zu zurückhaltend, zu lieb, zu anständig? Ich bin seit einiger Zeit bei einem Therapeuten (auch wg. anderer Probleme), wo mir bestätigt wird, ich sei völlig OK, ich aber mehr tun soll und mich nicht so schnell abschütteln lassen soll. Ist das der Punkt, daß ich zu schnell "aufgebe" und mich damit irgendwie kleinmache? Ich möchte doch einfach nur nicht Hinterherlaufen und nerven, da ich damit in meiner Jugend schlechte Erfahrungen gemacht habe.

Was kann ich anders machen, damit es beim nächsten Mann vielleicht mal klappt, wenn die Gefühle doch auf Gegenseitigkeit beruhen?
 
Hallo Gast,

Deine Schlußfrage betreffend:
womöglich hilfreich,
beim nächsten Mal nicht mehr auf die Jagd gehen nach einem Status (= z.B. "Beziehung"; "Liebe"), sondern einen Kontakt als solchen einfach laufen lassen, ohne Plan auf ein bestimmtes Ergebnis hin. Es muss nicht immer gleich Beziehung und Sex mit im Visier sein, wenn man jemanden, die/der einem sympathisch ist kennenlernt.

Kann sein, dass viele Männer flüchten, wenn ihnen verbal das Korsett "Liebe" übergestülpt wird, weil da in der Klischee-Schublade auch mit drinsteckt:
Pflichten, lebenslange Treue,
Ende der Freiheiten, Babies, usw.😉
 
"... ich aber mehr tun soll und mich nicht so schnell abschütteln lassen soll. Ist das der Punkt, daß ich zu schnell "aufgebe""

Zitat Ende.


Nein. Ganz sicher nicht.
Wie soll denn dieses "Nicht-abschütteln-lassen" aussehen? 😕

Klingt erbärmlich.

Du beschreibst dich durchweg als liebreizende Person, die so gar nicht versteht, was hakt.

Irgendwie eindimensional.

Kann es sein, dass es da ein paar dunkle Ecken gibt, die den Umgang mit dir für potenzielle Partner schwierig machen?

Du hattest ja jetzt recht lange keine Beziehung. Hattest du Abenteuer? Oder wartest du ganz verzweifelt auf "den Richtigen"?
 
Danke für eure Meinungen und Ratschläge!

@Pierre-Adrian:
Die beschriebenen letzten drei Männer kannte ich schon länger, das war keine gezielte Suche.
Bei dem ersten war es so, daß er im Vorfeld davon sprach, daß er gerne mit mir zusammen wäre und sich von seiner Freundin trennen würde, wenn ich auch in ihn verliebt sei. Hm, vielleicht entsteht hier ein falscher Eindruck davon, wie ich es sagte. Ich bin nicht mit Heiratsantrag, Kinderkriegen und Eigenheimaufbauen dahergekommen, sondern einfach damit, daß ich auch mehr empfinde. Eigentlich sollte das nicht zu viel des Guten gewesen sein.
Bei den anderen beiden habe ich schon das Wort "verliebt" geäußert. Bei dem zweiten Mann, nachdem das Ganze schon zwei Jahre mit häufigen Treffen seinerseits lief (das maximale, was passierte, war häufiges Kuscheln und Händchenhalten). Nach dieser langen Zeit wollte ich schon mal wissen, was das zw. uns eigentlich ist, deshalb meine klaren Worte.
Der dritte Mann fiel mir mit der Tür ins Haus, daß er mich lieben würde, aber seine Beziehung nicht aufgeben wolle, und als er daraufhin sofort gehen wollte, sagte ich ihm, daß seine Gefühle auf Gegenseitigkeit beruhen. Sonst nichts, ich akzeptierte seine Worte und ließ ihn gehen, woraufhin er ja immer wieder ankam.

@Monarose:
Wie das Nicht-abschütteln-lassen aussehen sollte, weiß ich auch nicht. Der Therapeut meinte, daß ich nicht unbedingt bei dem ersten Nein schon die Flinte ins Korn werfen sollte, wenn ein Mann denn Gefühle für mich hegt. Ich sei anscheinend zu zögerlich.

Ich wollte hier nicht den Eindruck erwecken, ich würde durch und durch aus positiven Akspekten bestehen, ich schrieb es so, weil ich gerade diese Punkte immer wieder von Leuten gesagt bekomme. Ich schrieb ja auch, daß ich Macken habe, jedoch meine ich, daß es Dinge sind, wo man drüber reden und Kompromisse schließen kann. Das würde ich bei jemanden, für den ich mehr empfinde, auch tun. Aber ja, das muß jeder für sich selbst entscheiden, ob er es als Macken oder doch eher als dunkle Ecken ansieht. Das stimmt schon.
Ja, in der ganzen Zeit gab es auch ein "Abenteuer" und mehrere Dates, wo allerdings nichts weiter daraus wurde. Entweder, weil ich kein tieferes Interesse entwickelte, oder beide Seiten nicht.

@Unlimited:
Ich glaube zu wissen, was Du damit meinst. Daß diese Männer nur vorgeben, mich zu lieben, um irgendetwas zu erreichen. Was auch immer das sein mag. Stimmt's?


Puuuuh, ja, es stimmt schon, daß ich nach der langen Zeit ohne Beziehung schon anfange zu verzweifeln. Ich weiß, das ist falsch. Dennoch suche ich nicht, sondern lasse Schicksal/Zufälle auf mich zukommen. Nur wenn da 3x hintereinander solche Fälle, wie beschrieben, passieren... :-(
 
Es ist schade,dass die Männer dir nicht die Gruende für ihr Verlassen gesagt haben.
Manchmal trennt sich auch jemand,weil der Andere zu langweilig oder sexuell nicht so interessant ist
oder klammert..
Gib die SUCHE nicht auf.
Viele Leute haben zahlreiche gescheiterte Beziehungen bevor sie ihrem Lebenspartner begegnen.
Vielleicht suchst du dir auch den falschen Maennertyp aus.
 
Hallo Gast.
....

@Pierre-Adrian:
Die beschriebenen letzten drei Männer kannte ich schon länger, das war keine gezielte Suche.
Bei dem ersten war es so, daß er im Vorfeld davon sprach, daß er gerne mit mir zusammen wäre und sich von seiner Freundin trennen würde, wenn ich auch in ihn verliebt sei. Hm, vielleicht entsteht hier ein falscher Eindruck davon, wie ich es sagte. Ich bin nicht mit Heiratsantrag, Kinderkriegen und Eigenheimaufbauen dahergekommen, sondern einfach damit, daß ich auch mehr empfinde. Eigentlich sollte das nicht zu viel des Guten gewesen sein.
Mancher Mann assoziiert mit dem Gewört "Ich empfinde mehr für dich" bereits tendenziell "Liebe" und das wiederum kann gedankenverflochten werden mit - wie bereits in meinem Vorbeitrag erwähnt -
"Treue", "Baby" usw.;
auch falls Du selbst davon nichts äußertest.




Bei den anderen beiden habe ich schon das Wort "verliebt" geäußert. Bei dem zweiten Mann, nachdem das Ganze schon zwei Jahre mit häufigen Treffen seinerseits lief (das maximale, was passierte, war häufiges Kuscheln und Händchenhalten). Nach dieser langen Zeit wollte ich schon mal wissen, was das zw. uns eigentlich ist, deshalb meine klaren Worte.
Ich halte ja von dieser Statusabfrage ("Was sind wir nun - in Beziehung?", usw.) nichts. Und Deine getätigte Anfrage zeigt einen "Fettnapf" direkt: "Was ist das zwischen uns?".
"'ZWISCHEN uns' ist das, was nun den Schlußpunkt setzt".
Und eben wieder Einer mehr in Deiner "Sammlung", die Dich zu diesem Thread veranlasste.😉

Der dritte Mann fiel mir mit der Tür ins Haus, daß er mich lieben würde, aber seine Beziehung nicht aufgeben wolle, und als er daraufhin sofort gehen wollte, sagte ich ihm, daß seine Gefühle auf Gegenseitigkeit beruhen. Sonst nichts, ich akzeptierte seine Worte und ließ ihn gehen, woraufhin er ja immer wieder ankam.

[...]

Puuuuh, ja, es stimmt schon, daß ich nach der langen Zeit ohne Beziehung schon anfange zu verzweifeln. Ich weiß, das ist falsch. Dennoch suche ich nicht, sondern lasse Schicksal/Zufälle auf mich zukommen. Nur wenn da 3x hintereinander solche Fälle, wie beschrieben, passieren... :-(
 
@cucaracha:
Danke Dir für's Mutmachen!
Es kann schon sein, daß ich mir die falschen Männertypen aussuche. Woran das liegt, keine Ahnung. Bewusst tue ich es nicht, man sieht ihnen "das Ende vom Lied" ja nicht an.
Bis auf den aktuellen Mann bekam ich ja von jedem die Gründe genannt, die dann auch mit mir zu tun hatten (siehe Startbeitrag). Nur von dem Aktuellen hörte ich Dinge, die auf ihn selbst gemünzt sind. Auf meine Frage, was seiner Meinung nach an mir nicht OK sei, sagte er, ich sei prima, er hätte nichts auszusetzen.

@Pierre-Adrian:
Danke auch Dir, vor allem für den Einblick in die Sicht eines Mannes.
Dazu habe ich eine Frage. Darf eine Frau also nichts äußern, was mit "Liebe" in Verbindung gebracht werden könnte, während der Mann es hingegen aussprechen darf?
Wenn dem so sein sollte, dann verwirrt es mich, denn der erst-erwähnte sowie auch der aktuelle Mann kamen mit noch klareren Worten daher (z.B. "Mit dir an meiner Seite will ich alt werden", "Dich würde ich vom Fleck weg heiraten", "Ich kann nur noch an dich denken" etc.), bevor ich selber irgendetwas diesbezüglich gesagt hatte.
 
Gast meinte:
....

@Pierre-Adrian:
Danke auch Dir, vor allem für den Einblick in die Sicht eines Mannes.
Dazu habe ich eine Frage. Darf eine Frau also nichts äußern, was mit "Liebe" in Verbindung gebracht werden könnte, während der Mann es hingegen aussprechen darf?
Wenn dem so sein sollte, dann verwirrt es mich, denn der erst-erwähnte sowie auch der aktuelle Mann kamen mit noch klareren Worten daher (z.B. "Mit dir an meiner Seite will ich alt werden", "Dich würde ich vom Fleck weg heiraten", "Ich kann nur noch an dich denken" etc.), bevor ich selber irgendetwas diesbezüglich gesagt hatte.

Doch, darf schon. Ich sehe es eben dann als problematisch an, wenn die/der mit solchen Worten Bedachte, damit seine eigene, bebeispielte, Assoziationskette in Gang gesetzt bekommt, und damit (sich) die Flucht einleitet.
Vielleicht lernst Du ja mal jemanden kennen, der genau auf die von Dir erwaehnten Aussagen steht. Ich denke: Zuerst sich Zeit nehmen, um sich gut kennenzulernen, dann kann man mit "Status"abfragen / Zuwendungsbekundungen nicht mehr etwaig viel kaputtmachen, weil dann schon ein Fundament - mehr Vertrauen - miteinander füreinander geschaffen wurde, da kann ein Fettnapfreintreten nicht mehr (wiederum: etwaig) gleich alles entwurzeln.🙂
 

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