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Wiederholte Traumatisierungen der Kinder durch das Jugendamt

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Gast11

Gast
hallo zusammen,

ich bin momentan sehr ratlos und weiss auch das wir eigentlich auf ziemlich verlorenen Posten stehen. dennoch schreibe ich mal nieder wie es derzeit bei uns aussieht. Vieleicht weiss doch jemand Rat...

Bei uns spiegelt sich folgender Sachverhalt wieder:
Meine Frau und ich haben insgesammt 3 Kinder. Wir ´sind seid 2001 eine Familie und waren bis 2006 auch sehr glücklich als solche. Dann jedoch gab es einen Nachbarschaftsstreit zwischen meiner Frau und unserer damaligen Nachbarin. Diese beschwerte sich beim Jugendamt über uns, wir würden unsere Kinder schlagen, verwarlosen lassen usw. Wir haben dann schnell mit dem Jugendamt zusammen gearbeitet um diese Vorwürfe auszuräumen. Auch auf eine Familienhilfe haben wir uns eingelassen. Diese wollte Sommer 2006 sogar von sich aus die Hilfe beenden da ihrer Meinung nach kein Bedarf bestand. Wir haben dann jedoch freiwillig verlängert. Was im Nachhinein die schlechteste Entscheidung war die wir treffen konnten. Kurz darauf wechselte der Zuständigkeitsbereich des Jugendamtes nach Lennestadt und fortan ging alles nurnoch bergab. Alles was der Familienhilfe genug war, fand wiederum die Frau vom Jugendamt zu schmutzig, chaotisch oder nicht kindgerecht. Der Druck wuchs ständig immer mehr. Die Termine häuften sich. Unsere kompletter Alltag wurde uns nach und nach mehr und mehr diktiert.

So kam es wie es musste. Uns wuchs alles über den Kopf. wir verschanzten uns sehr oft ins internet um abzuschalten. Redeten kaum noch miteinander und gingen auch kaum noch nach draussen. Januar 2007 verloren wir dann das Aufenthaltsbestimmungsrecht für unsere Kinder. Nur einen Monat später kam es dann zum großen Knall. Wir trennten uns in einem riesen Streit und da man sich nicht um den Verbleib der Kinder einigen konnte, sollten die Kinder "VORLÄUFIG" in eine Pflegefamilie.Dies jedoch wurd uns später gesagt , war nie als vorläufig gedacht sondern wurde uns nur so verkauft. Es wurden Gutachten erstellt und es gab mitte April 2007 eine Verhandlung in der es um den Verbleib der Kinder gehen sollte. Das Gutachten war vernichtend. Unzählige Unstimmigkeiten, Unwahrheiten und Unterstellungen fanden sich darin wieder. Und aufgrund dieses Gutachtens verblieben die Kinder in der Pflegefamilie.

August 2007 haben meine Frau und ich uns dann wieder zusammen gerauft und versuchten seid dem unsere Kinder wieder zu bekommen. Mitte 2008 dann sollte es auch langsam wieder zu einer RÜCKFÜHRUNG kommen. Sprich die Kinder sollten regelmässig bei uns schlafen. Dies wurde uns jedoch verbaut als die Pflegefamilie unsere 2 ältesten in eine Heimeinrichtung abgegeben haben da sie angeblich überfordert waren. Nun hieß es die Kinder müssen sich erstmal neu einleben usw.
Auch dies warteten wir ab und wir arbeiteten weiter an einer Rückführung unserer Kinder.
So ca mai 2009 hieß es dann die Kinder sollten nach den Sommerferien wieder zu hause sein. es gäbe im August noch ein Abschlussgespräch. Dies jedoch war völlig anders als erwartet. So sprach man plötzlich da von, dass die Kinder in eine proffessionelle Langzeitpflegefamilie kommen sollen für die nächsten 6-10 Jahre. Daraufhin sind wir sofort zum Anwalt und sind dagegen vorgegangen.

Und Dezember dann endlich kam es zur gewünschten Rückführung der 2 großen. Ab Januar 2010 waren die zwei ältesten dann offiziell wieder in unserer Familie. Begleitet von einer Familienhilfe und bis April mit einer Ganztagsbetreuung der Schule.Ab Dezember 2010 hieß es dann auch der jüngste den wir bis dahin alle 14 Tage immer nur von 11- 17 uhr bei uns haben durften, dürfe auch bald regelmässig bei uns übernachten. Dies jedoch wurde trotz Zustimmung des Jugendamtes von den Pflegeeltern abgelehnt. Wieso das Jugendamt das so geduldet hat ist uns bis dato immernoch unklar. Januar 2011 wechselte dann leider wieder das Jugendamt von Olpe nach Lennestadt.Und auch die Familienhilfe wechselte. Seid dem ging alles ganz schnell. Die letzten Worte unsere von Olpe zuständigen Sachbearbeiters und unserer alten Familienhilfe waren noch "Ziehen sie schnell da weg, das mit der Schule lässt sich nicht mehr kiten und die machen solang bis ihre kinder weg sind." Und so kam es leider auch. kaum ist das Jugendamt gewechselt, mehrten sich die Beschwerden der Schule richtung Jugendamt. Auch der Druck wurde wieder erhöht. und kurz nach dem wir erwähnt hatten das wir einen umzug in den Großraum Düsseldorf planen um die Nähe zur Familie meiner Frau zu haben, verstärkte sich der Druck und man konnte merken das Jugendamt und die Schule arbeiteten nun mit Hochdruck daran uns vorher noch die Kinder abzunehmen. Wir hielten alle Termine ein, arbeiteten mit dem jugendamt zusammen und auch die Wohnung war immer Sauber und die Kinder hatten auch immer ausreichend saubere Kleidung und nahrung.Und dennoch war es nie gut genug. Jetzt hatten wir gestern den 07.04.2011 eigentlich einen Termin für ein Hilfeplangespräch, welches meine Frau aber telefonisch absagte da sowohl sie wie auch ich seid Tagen mit Fieber zwischen 38 und 41 zu kämpfen haben. Auch unser mitlerer Sohn lag gestern morgen noch krank mit Fieber im Bett als plötzlich dennoch das Jugendamt in Begleitung der Polizei klingelte und ihn uns gegen seinen Willen einfach weg nahm. Der kleine weinte und hatte Angst und war zudem noch krank. Den großen hatten sie schon längst ohne unsere Wissen aus der Schule abgeholt.

Uns wurde nicht geglaubt das wir Krank sind noch das der kleine Krank ist. Es wurde einfach behauptet wir wollten nicht zusammen arbeiten. Und nun sind die Kinder auf unbestimmte zeit weg und wir wissen nichtmal wohin und wielange. oder ob sie überhaupt nochmal wieder kommen.

Es heisst vom Jugendamt immer "Wir entscheiden zum Kindeswohl" aber es kann doch nicht zum Kindeswohl sein, kinder einfach alle paar Monate woanders hin zu schieben. Und wenn sie dann wieder daheim sind dort wieder ohne wirklichen grund sondern auf Verdacht raus zu reissen. Unser ältester Sohn ist letztes Jahr schon sitzen geblieben weil er so viel zu verarbeiten hat. Der mitlere hats so geschafft aber klammert sehr stark an seinem bruder und an uns. Sowas jedoch wird als Negativ gewertet. Das die Kinder weinen und nicht weg wollen intressiert keinen. So wollte man uns auch zwingen die Kinder wieder in die Ganztagsbeteuung zu stecken. Wir haben dann gesagt, dass unsere Kinder das aber nicht möchten und das Jugendamt meinte wort wörtlich "Es zählt nunmal nicht immer was Kinder wollen" und als wir meinten wir wollen unsere kinder aber auch zu nichts zwingen hieß es nur wieder "Die Meinung ihrer Kinder intressiert hier nicht" dafür das das jugendamt doch angeblich zum Kindeswohl und im Intresse der Kinder schaltet, wird hier doch sehr wenig wert auf die wirklichen Bedürfnisse der Kinder gelegt.

Nun haben wir Dienstag einen Termin mit unserem Anwalt, mehrere Familienmitglider und Freunde die unsere Wohnung,uns und unsere Kinder mehr als ausreichend kennen und die bezeugen können das die Behauptungen frei erfunden sind. Unser kinderarzt der die Kinder seid 2 jahren behandelt ist auch entsetzt und schreibt uns auch einen Bericht in dem er uns belegt das es den kindern keineswegs schlecht geht oder sie nicht ausreichend gefördert wären. auch von der ergotherapeutin unseres ältesten Sohnes bekommen wir einen Bericht in dem steht, dass der junge immer besser zurecht kam und sich ein sichtbarer Fortschritt zeigt. Die ehemalige Familienhilfe lässt uns ihren Abschlussbericht auch nochmal zu kommen. in dem auch steht, dass in dem ganzen letzten jahr alles in Ordnung war. und nun soll in 2 monaten alles so gekippt sein? und so viele menschen sollen es nicht mitbekommen haben? Wir haben sogar schriftstücke auf denen uns die aktuelle familienhilfe niedergeschrieben hat welche aufgaben kinder erledigen sollten im haushalt. und genau diese sachen streitet sie nun ab und behauptet sie wären nicht kindgerecht.

doch was kann man machen gegen ein jugendamt das nichts anderes im sinn hat als uns die kinder zu entziehen? es wird alles nur auf lügen gestützt. den bericht der aktuellen familienhilfe müssen wir sogar mit dem anwald einfordern nur damit diese menschen zeit schinden können....

was soll man gegen diese ALLMACHT Jugendamt denn noch machen?
 
Hallo,
ich bin sehr schockiert....
Ich glaube jetzt einfach mal, das diese unglaubliche Geschichte wahr ist, da ich auch schon Sachen erlebt habe die keiner glauben würde.

Normalerweise bleiben Kinder so lange in der Familie, bis es lebensgefährlich für sie wird, da man eine Traumatisierung ja eigentlich vermeiden möchte......das ist der Stand den ich (Leie) kenne.
Selbst wenn Sie ihre Kinder geschlagen haben, was ich nicht befürworte oder entschuldige! nimmt das Jugendamt nicht zwangsläufig Kinder aus der Familie.

Also gehe ich jetzt davon aus, dass weder Sie noch ihre Frau ihre Kinder lebensbedrohlich behandelt haben.

Mein Rat; wenden Sie sich an die Presse.
Bitten sie ihre Freunde ebenfalls sich dort zu äußern.
Sicherlich fällt es sehr schwer sich öffentlich zu äußern, aber dass könnte den nötigen Druck bewirken den es offensichtlich braucht um heraus zu finden, was in all den Jahren falsch gelaufen ist und wer dafür verantwortlich ist.
Wählen Sie eine seriöse Sendung aus, wie Monitor oder Stern TV usw.

Sie sollten auch zum Ministerium für Familie usw schreiben.
Bitten Sie dort um eine Überprüfung der Angelegenheit.

Auch ein Ratsmitglied ihrer Stadt, möglichst aus einer unabhängigen Partei kann vielleicht behilflich sein.In der Regel verschaffen sich Politiker eher Gehör!

Versuchen Sie für sich möglichst detailiert und sehr ehrlich aufzuschreiben was wann geschah.
Mit wem wurde was wann besprochen usw.
Gibt es Schriftstücke/Urteile?
Das kostet viel Zeit und Kraft, kann aber sehr hilfreich sein.

Kurz gesagt, schöpfen Sie alles aus, was Sie können.
Wenn Sie es versuchen, werden Sie hoffentlich merken, dass Ihnen viele Menschen helfen können.

Ich wünsche Ihnen und vorallem auch den Kindern alles Gute
 
Hallo,
habe gerade gesehen, dass es hier auch eine Gruppe unter Familie und Kinder gibt, die sich mit Heimerziehung/Jugendamt usw beschäftigt.
 
Zitat:
Dann jedoch gab es einen Nachbarschaftsstreit zwischen meiner Frau und unserer damaligen Nachbarin. Diese beschwerte sich beim Jugendamt über uns, wir würden unsere Kinder schlagen, verwarlosen lassen usw. Wir haben dann schnell mit dem Jugendamt zusammen gearbeitet um diese Vorwürfe auszuräumen. Auch auf eine Familienhilfe haben wir uns eingelassen. Diese wollte Sommer 2006 sogar von sich aus die Hilfe beenden da ihrer Meinung nach kein Bedarf bestand.

wurde da nicht etwas gegen die Nachbarin getan? Diese Frau hättet ihr anzeigen können.

Zitat:
Wir haben dann jedoch freiwillig verlängert.

Warum habt ihr das getan? Welchen Vorteil hatte es damals? Dauerbestätigung, dass ihr erziehungsfähig seid?

Der Rest deiner Geschichte ist einfach nur brutal. Um das Kindeswohl geht es hier ganz und gar nicht. Wie kann man Kinder hin und her schieben und dann sind sie der Pflegefamilie zu viel und kommen ins Heim und dort müssen sie sich erst einmal einleben. Ich fasse es nicht.

Ihr hättet von Anfang an einen Anwalt gebraucht. Mich würde interessieren, wer das Gutachten in Auftrag gegeben hat. Aus eigener Erfahrung weiß ich, das Gutachten, die vom Jugendamt in Auftrag gegeben werden nicht unbegingt neutral ausfallen. In meinem Fall hätte die Sachbearbeiterin beim JA das Gutachten gleich selbst schreiben können.

Die haben eure Familie kaputt gemacht. Ob die Nachbarin jetzt glücklich ist? Ich würde sie mal fragen.

Gegen die Allmacht des Jugendamtes kannst du dich nur mit Anwalt wehren. Am besten von Anfang an.

Bei euch ist vieles kaputt gemacht worden, das tut mir sehr leid. Ich hoffe, du hast eine gute Anwältin und ihr trefft auf einen Richter mit Verstand. Ich wünsche euch alles Gute.
 
Zitat:
Dann jedoch gab es einen Nachbarschaftsstreit zwischen meiner Frau und unserer damaligen Nachbarin. Diese beschwerte sich beim Jugendamt über uns, wir würden unsere Kinder schlagen, verwarlosen lassen usw. Wir haben dann schnell mit dem Jugendamt zusammen gearbeitet um diese Vorwürfe auszuräumen. Auch auf eine Familienhilfe haben wir uns eingelassen. Diese wollte Sommer 2006 sogar von sich aus die Hilfe beenden da ihrer Meinung nach kein Bedarf bestand.

wurde da nicht etwas gegen die Nachbarin getan? Diese Frau hättet ihr anzeigen können.

Wir haben Anzeige erstattet wegen übler Nachrede usw. Auch haben wir darauf aufmerksam gemacht das besagte Nachbarin selber vor den Augen ihres Kindes Drogen konsumiert und auch selber welche verkauft. Von seitens des Jugendamtes hieß es nur : Kehren sie vor ihrer Türe. Nachgegangen wurd dem nie.

Zitat:
Wir haben dann jedoch freiwillig verlängert.

Warum habt ihr das getan? Welchen Vorteil hatte es damals? Dauerbestätigung, dass ihr erziehungsfähig seid?

Nein, die Familienhilfe hat uns zu diesem Zeitpunkt u.a. in Sachen Privatinsolvenz u.a. sehr geholfen. Bis dahin war null absehbar wie sich ihr Verhalten kippen würde.

Der Rest deiner Geschichte ist einfach nur brutal. Um das Kindeswohl geht es hier ganz und gar nicht. Wie kann man Kinder hin und her schieben und dann sind sie der Pflegefamilie zu viel und kommen ins Heim und dort müssen sie sich erst einmal einleben. Ich fasse es nicht.

Ihr hättet von Anfang an einen Anwalt gebraucht. Mich würde interessieren, wer das Gutachten in Auftrag gegeben hat. Aus eigener Erfahrung weiß ich, das Gutachten, die vom Jugendamt in Auftrag gegeben werden nicht unbegingt neutral ausfallen. In meinem Fall hätte die Sachbearbeiterin beim JA das Gutachten gleich selbst schreiben können.

Der Gutachter kam vom Jugendamt und wie gesagt war dieses Gutachten einfach nur vernichtend.

Die haben eure Familie kaputt gemacht. Ob die Nachbarin jetzt glücklich ist? Ich würde sie mal fragen.

Gegen die Allmacht des Jugendamtes kannst du dich nur mit Anwalt wehren. Am besten von Anfang an.

Bei euch ist vieles kaputt gemacht worden, das tut mir sehr leid. Ich hoffe, du hast eine gute Anwältin und ihr trefft auf einen Richter mit Verstand. Ich wünsche euch alles Gute.

Wir haben nun zum Glück viele die hinter uns stehen. So unsere Eltern und der engere Familienkreis und Freundeskreis. Dennoch wissen wir nunmehr seid 3 Tagen nicht wo sich unsere Kinder aufhalten da das Jugendamt sich weigert uns Auskunft zu geben. Die Kinder haben keinerlei Klamotten mit. Der kleine nichtmal Schulsachen. Nur das was sie an sich tragen.

Dabei wollten wir einfach nur umziehen und einen Neuanfang starten. Doch immer mehr sieht es so aus als ob uns vor dem Umzug noch schnell die Kinder weggenommen werden mussten. Wir hatten eine Wohnung sicher, sogar Arbeit war mir sicher. Es hat sich nurnoch um Wochen gehandelt und nun musste es so schnell gehen....
 
doch was kann man machen gegen ein jugendamt das nichts anderes im sinn hat als uns die kinder zu entziehen? es wird alles nur auf lügen gestützt. den bericht der aktuellen familienhilfe müssen wir sogar mit dem anwald einfordern nur damit diese menschen zeit schinden können....

was soll man gegen diese ALLMACHT Jugendamt denn noch machen?

Ich bin auch sehr schockiert von dieser sehr traurigen Geschichte. Wie seltsam, dass ich gestern gerade einen sehr eindringlichen Film aus Großbritannien gesehen habe, der vor kurzer Zeit auf DVD erschienen ist. Genau passend zu diesem Thema:

Ladybird, Ladybird (Filmtipp)

Mich macht dieser grandiose Allmachtsanspruch der Behörden einfach nur noch sehr wütend. Weil ich auch selbst in meiner Kindheit Erfahrungen damit machen mußte, wie stark der Druck und die Angst durch die Behördenwillkür sein kann. Es ist grauenhaft, wie selbstverständlich hier mit absolutistischer Macht und stets mit der moralischen Keule des Gutmenschentums in die Familien eingegriffen wird, so dass die Familien dadurch oft genug auch nachhaltig zerstört werden. Ich kann euch nur sehr wünschen, dass es dem Anwalt dennoch gelingen wird, etwas für die Kinder zu tun!

Diese überaus traurige Entwicklung in der staatlichen Familienpolitik, bis hin zu immer mehr Spaltung, Gängelung und Kontrolle über behördliche Aufsicht über die Reste der ohnehin noch Familienstrukturen, ist soziologisch ja auch gut dokumentiert und untersucht worden. Der US-Soziologe Christopher Lasch hatte in den 80er Jahren diese Entwicklung zu immer mehr Einfluss und Kontrolle der Staaten auf die ohnehin schon reduzierte Kernfamilie eindrücklich in seinem Buch "Geborgenheit - Die Bedrohung der Familie in der modernen Welt" beschrieben. Laschs grundlegenden Studien über den Zerfall der Familienstrukturen und die zunehmende Verwaltung der Restfamilien werden auch in den heutigen Werken der Soziologie noch sehr oft zitiert.

Hier wird das, was wir heute unter "Familie" verstehen, was aber im Endeffekt ohnehin gegenüber früheren Zeiten schon längst eine sehr empfindliches Restfragment ist, das obendrein auch stets Gefährdungen durch Kontrolle ausgesetzt ist, auch gut beschrieben:

systemagazin Vorabdruck> Dorett Funcke, Bruno Hildenbrand: Unkonventionelle Familien in Beratung und Therapie

Auch wenn es euch in dieser schwierigen Situation bestimmt nicht unbedingt weiter hilft, wollte ich diesen Hinweis dazu aber mal geben. Ich denke, es ist wichtig, um diesen grundlegenden Anspruch der Verwaltungen zu verstehen, was sich wohl auch längst sehr stark verselbständigt hat. Immerhin gerät das ja immer mehr in die Kritik, wohl weil die Erosion der Familien, nicht zuletzt durch eine völlig verfehlte Familienpolitik, ja auch einfach gar nicht mehr zu übersehen ist. 🙁
 
Ihr solltet vielleicht auch schauen, ob ihr nicht ein neues Gutachten bekommen könnt. Das müsst ihr dann selbst finanzieren. Wir haben auch schon überlegt ein neues Gutachten erstellen zu lassen aber da so etwas wohl so 3000-4000 Euro kostet haben wir es mal drauf ankommen lassen, weil wir mit unserer Richterin nicht ganz soviel Unglück haben. Die glaubt nämlich nicht alles, was das JA erzählt. Angeblich hätte ich ein Problem mit Körperkontakt zum Kind. Die Richterin hat aber gesehen, dass das Kind auf meinem Schoß saß.

Die vom Jugendamt behaupten gerne Sachen wie, schmutzige Wohnung, riecht schimmelig oder mangelnder Körperkontakt. Das sind nämlich Sachen, da können sie hinterher behaupten, dass es so war, als sie die Wohnung besichtigt haben. Sollen sie doch mal behaupten, dass Schimmel an den Wänden sind.

Mit dem Jugendamt darf man gar nicht kooperieren sondern sofort einen Anwalt einschalten, wenn die irgend etwas von einem wollen.

Wieweit seid ihr eigentlich gerichtlich gegangen?
 

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