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Wie Viel Kann Ein Mensch Ertragen ? Bitte Lesen !

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Hallo Leute ! Als ich von dem Schicksal meiner Freundin Laura erfuhr, war ich total schockiert. Ich habe nächtelang nicht schlafen können und habe geheult ohne Ende. Zur Erklärung: Meine Freundin Laura ist vierzehn Jahre alt ; ich habe sie vor einem Jahr kennengelernt, als ich die Schule wechselte. Wir haben uns sofort super verstanden und sind jetzt die besten Freundinnen. Vor zwei Jahren passierte etwas Schreckliches: Meine Freundin Laura wurde von einem Bekannten ihrer Familie vergewaltigt. Und als wenn das nicht schon alles schlimm genug gewesen wäre, kam der nächste Schock: Laura wurde bei der Vergewaltigung schwanger, damals war sie gerade mal zwölf Jahre alt, sie war doch selbst noch ein Kind, ein unschuldiges Kind, dem etwas unfassbar Grausames angetan wurde ! Lauras Vater starb bei einem Verkehrsunfall und ihre Mutter wurde daraufhin tablettensüchtig, um den Schmerz um ihren Mann zu vergessen. Das heißt: Laura hatte sowieso kein einfaches Leben und dann wird sie auch noch vergewaltigt ! Zurück zur Schwangerschaft: Laura kam in eine Kinderpsychiatrie, ihre Mutter war jeden Tag bei ihr und tröstete Laura, obwohl sie selbst mit den Nerven am Ende war. Ich fragte Laura, was mit ihrem Kind geschehen ist. Sie sagte, dass sie zur Abtreibung gezwungen wurde. Ich sagte: ,,Aber das ist doch total unmenschlich. Sie können dich doch nicht zur Abtreibung zwingen !" Laura erzählte, dass sie das Kind behalten wollte und ihre Mutter wollte sie unterstützen. Aber das Jugendamt mischte sie ein und stellte Laura ein Ultimatum. Wisst ihr was das Jugendamt zu Laura gesagt hat ? Sie sagten: ,,Entweder du lässt das Kind abtreiben oder du siehst deine Familie nie wieder !" Laura hat nach dem Tod ihres Vaters nur noch ihre Mutter und ihre jüngere Schwester. Das ist alles was ihr von ihrer Familie noch geblieben ist und sie wollte ihre Familie nicht verlieren. Laura erzählte, dass sie sich gegen die Abtreibung mit Händen und Füßen gewehrt hat. Sie hielt sich am Bett und am Kasten fest und schrie, dass sie ihr Kind nicht töten dürfen. Sie tobte und schrie und ließ sich durch niemanden beruhigen. Die Ärzte gaben ihr ein Beruhigungsmittel und als Laura wieder zu sich kam, da war ihr ungeborenes Kind bereits tot. Darf ein zwölfjähriges Mädchen zur Abtreibung, zur Tötung ihres Kindes, gezwungen werden ? Was ist aus unserer Gesellschaft nur geworden ? Darf man sich noch Mensch nennen, wenn man für den Tod eines Menschen verantwortlich ist ? Das Jugendamt hat veranlasst, dass dieses Kind getötet wird. Lauras Kind wollte so gerne leben, vielleicht wäre es kleines Mädchen mit blonden Löckchen geworden, oder vielleicht wäre es kleiner Junge mit haselnussbraunen Äuglein geworden. Warum durfte dieses Kind nicht leben ? Warum wurde es getötet ? Ja es wäre sehr schwierig gewesen, aber trotzdem: JEDER MENSCH HAT EIN RECHT AUF LEBEN ! - egal wie schwierig die Umstände sind. Wie denkt ihr darüber ?
 
Ich denke da genauso wie du...mehr kann ich nicht sagen,das macht mich schon sehr sprachlos.😱
 
Hallo,

im Gegensatz zu passivaggressiv bin ich eher aktivaggressiv und an sich nicht sprachlos, denn ich kenne die Welt ein wenig und hab gelernt hinzugucken, zu analysieren, zu urteilen und zu handeln..wobei mir aber immer noch Einiges ein Rätsel ist...aber nicht mehr ganz so viele Dinge...🙂

Also ich denke, das mehrere Aspekte zu berücksichtigen sind, und man mit deiner Schilderung ja noch nicht alle Punkte kennt. Zum einen würde ich sagen, dass die Mutter sich wahrscheinlich zu wenig gekümmert hat..Ihr Schmerz über den Verlust des Mannes ist nachvollziehbar, aber sie hatte auch Verantwortung für sich selber, für ihre Tochter und hätte sich deshalb nie so gehen lassen dürfen und gegen ihre Tablettensucht kämpfen müssen. Das Leben ist nicht immer leicht und viele Menschen erleiden Schicksalsschläge, aber je nach innerer Festigkeit und Reife sind sie dennoch in der Lage ihre Verantwortung sich selber ggü und auch ihren Kindern ggü dennoch anzunehmen und sich zu bemühen, weiterzukämpfen, achtsam zu bleiben etc. Leider holen sich viele Menschen auch oft gar nicht oder viel zu spät Hilfe von außen, von sachkundigen Dritten, nutzen ihre Möglichkeiten nicht richtig...aus Angst, Scham, Vorurteilen, Minderwertigkeitskomplexen oder ähnlichen Gründen. Leben heißt aber manchmal kämpfen müssen, das vergessen viele oder weigern sich, sich dieser Realität und Aufgabe zu stellen. Dazu stehen dem Einzelnen gewisse Kampfmittel zur Verfügung, die er nutzen kann. Man ist also nicht allein und kann so einiges bewirken, ist auch nicht der Willkür einzelner Ämter ausgeliefert. Diese Willkür und Machtmißbräuche sind durchaus Realität, die ich auch selber erfahren habe. In der Zeit, in der ich vor Jahren selber krank war und ca. 2 Jahre lang Sozialhilfe bezog habe ich mehrere Dienstaufsichtsbeschwerden und Klagen geführt...alle erfolgreich...was zeigt wie krumm, bzw auf Eigeninteressen gerichtet dort die Rechtsauffassung oft ist. Es gab da eine Dezernatsleiterin, die mich ebenso einschüchtern wollte mit einem: entweder sie machen das wie ich es will, oder sie bekommen gar nichts...da ich einen Zeugen bei dem Telefonat hatte, habe ich Dienstaufsichtsbeschwerde eingelegt und mit erhöhter Forderung zur Kasse gebeten. Mit Erfolg. Bei Amtssachen ist es eh gut immer jemanden mit dabei zu haben, oder wichtige Dinge nur schriflich festzulegen, mit Belegen zu arbeiten...also in der Sprache der Ämter zu kommunizieren. So wird dem Machtmißbrauch einzelner Beamter wirksam Einhalt geboten. Denn wie gesagt: auch die Amtfuzzies sind nur Menschen, denen man sich nie so voll und ganz ausliefern sollte...es sei denn man kennt sie persönlich oder so....Und: an dem Maß, was ein Mensch ertragen will oder muss, was man sich bieten lässt kann jeder Mensch mitbestimmen.

Die Frage ist: wo war die Mutter,als Laura sich mit dem Jugendamt auseinandersetzen musste? Hätte sie nicht zumindest ersatzweise einen Berater der Lebensberatung von Diakonie oder Caritas mit einschalten können? Oder einen Anwalt engagieren können? Auch wenn kein Geld da ist kann sich jeder in Deutschland einen Anwalt leisten mit Beratungsschein vom Amtsgericht! Da Laura minderjährig war denke ich dass die Mutter als Sorgeberechtigte(?) in Sachen Abtreibung ebenso mit angesprochen worden sein muss? Wie kam es überhaupt zu dieser Szene, dass die Ärzte an Laura rankamen?...zuvor muss da ja noch ne Menge gelaufen sein...eine Menge Möglichkeiten dagewesen sein, dass Laura hätte sich anderswo Hilfe holen können. Oder wurde sie holterdipolter vom Jugendamt in Arrest genommen, in ein Zimmer gesperrt und dann in eine Klinik zur Abreibung gekarrt? Man weiss ja nichts über den Zeitraum in dem sich das abspielte und welche Personen alle in die Entscheidung mit einbezogen waren. Auf jeden Fall gibt es da noch ne Menge Fragezeichen.

In Sachen der Schwangerschaft der 12-jährigen finde ich das ganze grenzwertig. Diese Erpressungskiste mit dem : entweder Abtreibung oder Familie nie wiedersehen war ein grober REchtsverstoss und der zuständige Beamte sollte dafür auf jeden Fall die Konsequenzen tragen. Aus Sicht des Kindes wäre es keine gute Lösung gewesen das Kind bei der 12-jährigen traumatisierten + tablettensüchtigen Oma zu lassen, aber man hätte es ja zumindest leben lassen und in Pflege geben können, zur Adoption frei geben können. Wäre da rechtzeitig die Amtsleitung oder Dienstaufsichtsbeschwerdestelle oder ggf. Gericht mit eingeschaltet worden, wäre die SAche gewiss anders verlaufen. Ich denke die Grundkonstellation mit wahrscheinlich körperlich und geistig abwesender Mutter, die unreife, traumatisierte 12-jährige allein ggü dem Jugendamt war extrem ungünstig und hat dem Amt zu viel Entscheidungsfreiraum gegeben. Gab es keine anderen Verwandten oder Freunde die mit entscheiden konnten?

Ich denke unsere Gesellschaft/Kultur kann, wenn man nicht immer achtsam bleibt und sich auch als Einzelner energisch für seine eigenen Rechte einsetzt sehr inhuman sein und so was wie die Fortsetzung der Natur nur mit anderen Mitteln...also sone Art Selektionsverfahren/Darwinismus, der auch Menschen durchaus töten kann. Eine harte Realität. Aber relativ zu anderen Kulturen auf dieser Erde betrachtet nicht so hart wie anderswo! Wieviele Kinder mit haselnussbraunen Augen sterben tagtäglich in Afrika an Aids oder Hunger? Wieviele Kinder werden tagtäglich in Asien als Sexsklaven - auch von deutschen Sextouristen!- mißbraucht? Die Menschheit ist insgesamt biologisch betrachtet eine dominante Raubtierspezies und Kultiviertheit, MOral, ein gutes Sozialverhalten ein tägliches hartes Stück Arbeit und keineswegs SElbstverständlichkeit. Das darf man nie vergessen. Ich denke unsere Gesellschaft ist nicht optimal gestaltet und grad in Deutschland muss man auch immer aufpassen, dass Individualrecht beachtet wird, aber dennoch bietet das Ganze summa summarum schon einen ganz guten Schutz, wenn man weiß welche Knöpfe man wann drücken muss....insofern gibt es auch hier sowas wie survival of the fittest in Sachen Überleben in einem nicht optimalen Lebensraum.
In Dingen der Rechte des Einzelnen ist der Einzelne gefragt und die Politik unserer Gesellschaft, die wirksame Gesetze schaffen sollte um die Macht der Ämter nicht zu groß werden zu lassen, die dafür sorgen sollte, dass Jugendamtssachbearbeiter nicht nur in Verwaltungsrecht und Gesetzen geschult werden sollten, sondern auch eine fundierte Ausbildung in Sachen allgemeiner Moral und Ethik, sozialer Kompetenz haben sollten. Oft sind die Sachbearbeiter der Ämter selber Gefangene eines suboptimalen Systems und oft auch zu wenig fit in eigenständiger Denk- und Urteilsfähigkeit, die Moral mit Notwendigkeit verbindet. Jeder Amtssachbearbeiter ist irgendwo auch nur fehlbarer Mensch, verwickelt in Eigeninteressen und in eigener Situation steckend, dem man manchmal seine Grenzen aufzeigen muss, weil er seine Befugnisse auch mal überschreiten kann. Dazu muss man sich dann erkundigen wie die Rechtslage ist...gibt ja kleine Taschenbücher drüber oder gut ist auch immer Lebensberatung von Caritas oder Diakonie mit einzuschalten oder bei Dingen über Leben und Tod wie im Fall von Lauras Baby einen Anwalt.

Lauras Schicksal hat mich sehr betroffen und sie hat mein tiefstes Mitgefühl. Gerade deshalb hoffe ich sehr, dass sie sich dennoch nicht unterkriegen lässt und nach vorne schaut. Sie hat immer noch die Möglichkeit sich ein gutes Leben zu erkämpfen und sich eine gute Zukunft zu sichern. Auch in der Sache der erzwungenen Abtreibung stehen ihr noch Rechtsmittel zur Verfügung, sie kann auf Schadensersatz klagen oder ähnliches.

Gruß
Tyra
 
Zuletzt bearbeitet:
Gast meinte:
Laura erzählte, dass sie sich gegen die Abtreibung mit Händen und Füßen gewehrt hat. Sie hielt sich am Bett und am Kasten fest und schrie, dass sie ihr Kind nicht töten dürfen. Sie tobte und schrie und ließ sich durch niemanden beruhigen. Die Ärzte gaben ihr ein Beruhigungsmittel und als Laura wieder zu sich kam, da war ihr ungeborenes Kind bereits tot. Darf ein zwölfjähriges Mädchen zur Abtreibung, zur Tötung ihres Kindes, gezwungen werden ?

Ich mach mich jetzt bestimmt unbeliebt: Ich denke, die Ärzte haben das richtige getan. Dieses Mädchen hat noch ihr ganzes Leben vor sich; ihr Bekannter hat sie vergewaltigt, sie wurde erniedrigt und zu einem willenlosen Sexspielzeug gemacht. Außerdem: mit 12 Jahren hat man nicht die geistige Reife, um ein Kind zu erziehen. Das Mädchen, worüber auch die Zeitungen berichtet haben, weil sie auch in dem Alter (oder früher) ein Kind gekriegt hat, wurde in der Gesellschaft auch als "abnormal" bezeichnet (echt wahr!). Deine Freundin hätte keine Minute Zeit mehr für sich gehabt. Die Aufgabe der "Abtreiber" war es, für das Wohlergehen dieses im wahrsten Sinne des Wortes Kindes zu sorgen, und das wurde in dem Fall mit der Abtreibung gemacht. Sie wissen, was sie tun, deine Freundin hatte gegen das Schwein, das sie vergewaltigt hat, keine Chance. Sie ist unfreiwillig schwanger geworden. Das sie das Kind behalten wollte, finde ich irgendwie nicht so gut, weil dann hat sie ja das Ergebnis einer "Unterdrückung" jeden Tag in der Hand.

Sie wäre damit nicht glücklich geworden.

video
 
@videoseven,

das Kind kann ja nix dafür...daher finde ich meinen Vorschlag: Kind austragen und weg in eine Pflegefamily oder zur Adoption irgendwo besser 🙂
 
Also ich glaube nicht dass die Ärzte die Laura gezwungen haben das kind abzutreiben. Genauso könnte man sagen dass jemand seine niere spenden muss weil der andere sie braucht. Sowas ist doch brutal hey. Waren das Psychopathen oder Ärzte?. Ich glaube wenn es Ärzte gemacht haben, dann wird wohl das Gesetz daran schuld sein. Aber ich glaube nicht dass das Gesetz schuld dran ist. Meiner Meinung nach wurde Laura nicht gezwungen das Kind abzutreiben sondern Laura es selber eine Abtreibung wollte was sie aber nicht preisgeben möchte weil sie sich dafür schämt oder schuldgefühle hat. Einige Frauen haben Probleme damit ein Kind abzutreiben.
 
Typisch Jugendamt: "eiskalt", herzlos und absolut brutal :mad::mad::mad:. Den Menschen, die sich für ein Kind entscheiden, es annehmen, sich mit ihm verbunden fühlen und es sicherlich auch lieben, wird es mit brutaler Gewalt genommen :mad::mad::mad:. Ein solches Vorgehen seitens des Jugendamtes und auch seitens der Ärzte ist absolut "herzzerreißend" - das kann kein ("normaler") Mensch ertragen 🙁🙁🙁...
 
ei zwölfjähriges mädchen kann noch nicht sagen was sie will. dazu ist sie noch viel zu unreif.
wenn sie älter wird, wird sie gut finden das sie das kind nicht behalten hat.
ich würde niemals das kind eines kriminellen in mir heranwachsen lassen.
und erst recht nicht behalten. mein gott. sie kann immer wieder kinder bekommen mit einem mann den sie lieben wird.
selbst wenn ich mit meinen 18 jahren und mitten in der ausbildung (wenn ich en freund hätte) ausversehn schwanger werden würde, würde ich es heimlich abtreiben lassen.
sorry wenn ich vlt eiskalt bin, aber im anfangsstadium ist dieses "baby" nur eine kleine winzige made. eine ansammlung von zellteilen.
natürlich wenn das baby schon etwas weiter entwickelt ist würde ich wahrscheinlich auch nicht mehr abtreiben. aber ich würde es gar nicht erst soweit kommen lassen und wenns doch so ist, würde ich es zur adoption freigeben und in ne stadt ziehen wo mich keiner kennt
 

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